Edelweißpiraten

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Die sogenannten Edelweißpiraten waren zur Zeit des Dritten Reiches kriminelle Jugendbanden, hauptsächlich aus Köln-Ehrenfeld. Ursprünglich handelte es sich um eine Jugendvereinigung, die zum Teil ihren Ursprung von der bündischen Jugend ableitete. Man kann sie somit von ihrer politischen Ausrichtung her als im heutigen Sinne rechts bezeichnen. Sie trugen das Edelweißabzeichen auf oder unter dem linken Rockaufschlag oder aber bunte Stecknadeln in der Farbe des Edelweißes oder in schwarz-rot-gelber Farbe. Soweit sie der HJ angehörten, fanden sich diese Abzeichen auch offen an der Uniform. Sofern diese Gruppierungen in der HJ gebunden waren, erwiesen sie sich als harmlos.

Kleinere Gruppierungen dieser Edelweißpiraten nutzten jedoch die zunehmende Kriegslage aus für Plünderungen, Mord und Raub und wurden zu kriminellen Jugendbanden.

In Gelsenkirchen war eine Bande von etwa 50 Jugendlichen bei Diebes- und Raubfahrten am Werk. Sie nannten sich ebenfalls Edelweißpiraten. Gleiche Beobachtungen wurden u. a. in Essen, Bochum und Wattenscheid gemacht. In Köln wurden die Edelweißpiraten ebenfalls bekannt.[1]

„Im Sommer 1944 häuften sich im Kölner Stadtteil Ehrenfeld schwere Einbruchdiebstähle, Überfälle und Plünderungen, und selbst Mord kam vor. Zufällig wurde eine deutsche Heeresstreife auf den Unterschlupf einer kriminellen Bande in der Schönsteinstraße aufmerksam, auf den sie von verängstigten Nachbarn hingewiesen worden war. Die Mutter eines der Beteiligten, Frau Schink, zeigte ihren Sohn Bartholomäus (Barthel), der von Schanzarbeiten am Westwall weggelaufen war, bei der Kripo Köln an, daß er als Jugendlicher von erwachsenen Kriminellen zu Diebstählen verführt worden sei. Bei den einsetzenden Fahndungen wurden zunächst 128 Jugendliche verhaftet, von denen dann 63 Personen festgenommen wurden, denen schwere Einbruchdiebstähle, Überfälle, Plünderungen während Luftalarms und 14 Morde an Zivilisten nachgewiesen werden konnten, worauf damals die Todesstrafe stand. Trotz eifriger Suche und großer Bemühungen der Gestapo gelang es nicht, einen politischen Hintergrund oder Verbindungen zum Widerstand zu beweisen oder eine Verantwortung der ‚Edelweißpiraten‘ zu finden. Daß zwei Verhaftete frühere Kommunisten gewesen waren und einer oder zwei Verbindungen zu den ‚Edelweißpiraten‘ gehabt hatten, erwies sich als Zufall. Die Kriminellen gehörten dagegen fast alle der HJ an. Dreizehn Mitglieder der Bande wurden wegen Mordes – so war am 28. September 1944 der NSDAP-Ortsgruppenleiter Soentgen, als er auf dem Fahrrad nach Hause fuhr, erschossen worden –, Raubzüge und Schwarzhandels zum Tode verurteilt und öffentlich am 10. November 1944 in Köln gehängt, die übrigen erhielten verhältnismäßig milde Strafen.“[2]

Irgendeinen politischen Hintergrund hatten alle diese kriminellen Taten nicht. Die BRD stilisierte die Kriminellen später zu sogenannten Widerständlern, wobei es selbst Ende der 1970er Jahre noch Einwendungen gegen eine derartige Umfälschung der Geschichte gab. Einen ersten Versuch der Geschichtsfälschung und der Umdeutung von Dieben und Mördern zu sogenannten Widerständlern versuchte das Lügenmedium Der Spiegel bereits im Dezember 1979.[3]

Fußnoten

  1. Bericht des Reichsjustizministeriums über das Auftreten und die Bekämpfung jugendlicher Cliquen und Banden (Anfang 1944)
  2. Der Große Wendig, Band 3: Kapitel 638; Edelweißpiraten und „Widerstand“, S. 582
  3. Meuten und Piraten, Der Spiegel 50/1979
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