Edelwild witternd

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Edelwild witternd ist ein Gedicht des jungen deutschen Mädchens Emilie Leber aus dem Jahre 1945 und beschreibt symbolisch das unvorstellbare Grauen der sexuellen Barbarei, das deutsche Kinder, Mädchen und Frauen in den letzten Monaten des Zweiten Weltkrieges und nach der Kapitulation der Wehrmacht durch die „Sieger und Befreier“ erleiden und erdulden mußten.

Text

Oft wird der Keller mit der Stube vertauscht,
schlafend die einen, manch einer lauscht.
Ob nicht der Farbigen schleichenden Schritte
dem Haus sich nähern, in unsere Mitte.
Edelwild witternd. O welch ein Schrecken,
wenn sie es stöbern aus ihren Verstecken.
Schande, viel Schande bei Tag und bei Nacht,
haben sie über das Städtlein gebracht.

Erläuterung

In ihren Versen „Edelwild witternd“ schildert Emilie Leber aus St. Georgen im Schwarzwald die kollektive Furcht vor sexuellen Übergriffen der französischen Besatzer. Denn nicht nur im Hoheitsbereich der Roten Armee waren Vergewaltigungen an der Tagesordnung. Im Südwesten Deutschlands brannten sich vor allem die Gewaltexzesse von Freudenstadt in das kollektive Gedächtnis ein, wo unmittelbar nach dem Einmarsch Einzeltäter wie Gruppen Tag und Nacht gegen Zivilistinnen wüteten.

Doch wie beim Vormarsch der Roten Armee änderte sich die Situation auch hier binnen einiger Wochen: Nach dieser Phase blinden Wütens gingen die Täter geplanter und koordinierter vor. Sie achteten nun darauf, daß ihre Vergehen im verborgenen blieben und lauerten ihren Opfern meist im Schutz der Dunkelheit auf.

Nachweise für solche gezielten Übergriffe lassen sich in fast allen Landstrichen des heutigen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz finden. Einen Eindruck vom Ausmaß der Vergewaltigungen vermitteln die Annalen der Pfarrämter, die über die Vorkommnisse oft ausführlicher Buch führten als die staatlichen und kommunalen Behörden.

Vorwiegend waren es die „schwarzen Horden de Gaulles“, also Soldaten nord- und schwarzafrikanischer Herkunft, die für die Ausschreitungen verantwortlich waren. Die dunkelhäutigen Männer waren unzivilisierte und ungezügelte Wilde, die in die idyllischen Ortschaften der Deutschen eindrangen, unersättlich und unerbittlich im Verlangen nach körperlicher Befriedigung. Ein Zeitzeuge aus Alt-Waldenbuch berichtete nüchtern:

„Am Ortsrand wurden die Franzosen von einer in Waldenbuch verheirateten Elsässerin freudig begrüßt, die zum Dank erstmals vergewaltigt wurde. Da wußten die Leute, was ihnen blühte. Und so ging es weiter. Die weißen französischen Offiziere gaben ihrer marokkanischen Bande einige Tage frei zum Plündern und Vergewaltigen. Eine Schafherde fiel dem Gesindel auch in die Hände und so wurde auf der Straße ein großes Feuer entfacht und die Schafe geröstet, nachdem man sie geschächtet hatte. Wochen später rollte ein Leiterwagen voller Mädchen und Frauen nach Tübingen, damit die Vergewaltigungsopfer operiert werden konnten.“

Siehe auch

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