Auswanderung

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Karikatur über die Flucht der Deutschen aus ihrer Heimat durch die gezielte Umvolkung

Auswanderung oder Emigration ist das freiwillige Verlassen des Heimatlandes auf Dauer. Die Auswanderer kommen als Einwanderer (Immigranten) in das sie aufnehmende fremde Land. Ist das Ausmaß der Auswanderung sehr hoch, wird von einem Auswanderungsland gesprochen.

Inhaltsverzeichnis

Auswanderung aus Deutschland

In der Spätantike wanderten die Angeln und Sachsen in Richtung England aus. Eine große Auswanderungswelle gab es auch in der Neuzeit im 19. Jahrhundert, insbesondere als in Kalifornien der Goldrausch ausbrach und in Deutschland Unzufriedenheit wegen Armut herrschte.

Ausgewandert wird wieder wegen Unzufriedenheit. Motive bei Jüngeren und Älteren gleichermaßen sind der Wunsch nach beruflicher Verbesserung und die Hoffnung auf geringere Enteignung der Erträge ihrer Arbeitsleistung, das heißt weniger harten Steuerraub im Ausland. Gründe liegen möglicherweise auch in der Wahrnehmung der von der BRD-Politik betriebenen Überfremdung und in der Erkenntnis, daß die Deutschen diese mit ihren Steuern bezahlen müssen.

Modernes Ausmaß

Im Zeitraum von 1991 bis 2012 kehrten nach Angaben des die Zahlen erfassenden Bundesamtes 2.860.526 deutsche Staatsangehörige der BRD den Rücken.[1] Dabei sind ins Ausland ziehende Rentner nicht mitzurechnen.[2] Im Jahr 2012 wurden offiziell 133.232 Fortzüge von Deutschen aus dem Bundesgebiet registriert.[3]Der Migrationsbericht 2012 sagt aus, der Wanderungsstatistik könnten keine Informationen über das Qualifikationsniveau der deutschen Abwanderer entnommen werden. Die Verfasser des Berichts geben aber an, seit 1990 sei die Zahl der Fortzüge in die Schweiz kontinuierlich angestiegen, seit 2005 sei die Schweiz das Hauptzielland.[4] Das spricht dafür, daß wegen des hohen beruflichen Anforderungsniveaus für Ausländer und der hohen Lebenskosten in der Eidgenossenschaft eine große Anzahl gut bis hervorragend qualifizierter Deutscher dorthin zieht – Fachkräfte, welche deutsche Unternehmer und das politische Personal zur Einwanderung in die BRD angeblich suchen. Es wandern auch tausende Wissenschaftler ab, die das Forschen und Lehren in der BRD als ungenügend empfinden.[5]

Im Jahr 2013 wanderten 140.000 Deutsche aus.[6]

Momentaufnahme: Jahr 2006

155.300 deutsche Staatsangehörige verließen im Jahr 2006 die BRD – so viele wie nie seit 1954. Die Männer waren bei den Auswanderern Jahr mit 56 Prozent in der Mehrheit, berichtete das Statistische Bundesamt. Die Auswanderer waren im Schnitt 32,2 Jahre alt. Jeder fünfte Deutsche könnte sich vorstellen, auszuwandern.

Anteilsmäßig wanderten 18.242 Deutsche in die Schweiz, in die VSA 13.200, in die BR Österreich 10.300, nach Großbritannien 9.300, nach Polen 9.100, nach Spanien 8.100, nach Frankreich 7.500, nach Kanada 3.600, in die Niederlande 3.400 und in die Türkei 3.300 aus. Das beliebteste Zielland für die Auswanderer war mit zwölf Prozent die Schweiz. Das Alpenland hat sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern zwischen 18 und 49 Jahren die Nase vorn.

Wirtschaftlicher Schaden

Wenn Fachkräfte auswandern, wird das teuer für die Allgemeinheit. Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat berechnet, daß der Verlust von Fachkräften die öffentlichen Kassen massiv belastet. In einer Beispielsrechnung kommen die Münchner Ökonomen zu dem Ergebnis, daß die Zurückbleibenden unter dem Strich mehr als eine Million Euro verlieren, wenn sich eine Ärztin im Alter von 30 Jahren für eine Karriere im Ausland entscheidet. Kehrt ein 23 Jahre alter Metallfacharbeiter seiner Heimat den Rücken, schlägt dies im Saldo mit einem Minus von 281.000 Euro zu Buche.

Für die Beispiele berücksichtigten die Experten des Ifo-Instituts sowohl entgangene Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben als auch Kosten, wie zum Beispiel für Bildung. Beim Beispiel der Ärztin sei die Allgemeinheit schon allein bis zum Zeitpunkt des Auswanderns mit rund 436.000 Euro belastet worden, denn die Medizinerin habe sich zwar in der BRD ausbilden lassen, aber kaum Abgaben gezahlt. Die entgangenen Beiträge, die die Ärztin im Laufe ihres Lebens geleistet hätte, beziffern die Experten auf 639.000 Euro.[7]

Propagierung der Auswanderung

Im BRD-Fernsehen gibt es eine Reihe von Sendungen, die – mehr oder weniger deutlich dafür werbend – darstellen, wie Deutsche ihre Heimat verlassen und im Ausland ein neues Leben anfangen.

Drittes Reich

Nach dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution verlegte eine Anzahl Kommunisten und Juden ihren Wohnsitz ins Ausland (Mitte der 1930er Jahre etwa 60.000 Personen). Sie nahmen Aufenthalt in verschiedenen Ländern (Saargebiet, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Tschechoslowakei, England, Palästina), deren Wirtschaftslage davon nicht unberührt blieb.

Emigranten, die im Groll gegen die Heimat scheiden, verlieren nicht selten jedes Gefühl der Gemeinsamkeit, ohne eine neue Heimat zu gewinnen. Als Entwurzelte stellen sie sich dann feindlich gegen die alte Heimat. So führte ein großer Teil der Emigranten vom Ausland her – vielfach in eigens gegründeten Zeitungen – einen Feldzug des Hasses und übelster Verleumdung (→ Schwarze Propaganda) gegen das „neue Deutschland“, der im Abstimmungskampf um das Saarland 1935 seinen ersten Höhepunkt erlebte. Es entstand die „deutsche Exilliteratur“. Mehrfach wurde versucht, wirtschaftlichen Boykott gegen Deutschland zu organisieren. Zur Abwehr dieses landesverräterischen Treibens erging das Reichsgesetz vom 14. Juli 1933. Danach konnten Reichsangehörige, die sich im Ausland aufhielten, der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt werden, sofern sie durch ein Verhalten, das als Verstoß gegen die Pflicht zur Treue zu Reich und Volk angesehen wurde, die deutschen Belange geschädigt hatten. Ihr Vermögen konnte beschlagnahmt und nach Aberkennung der Staatsangehörigkeit als dem Reich verfallen erklärt werden. Insgesamt wurden bis zum Ende des von England 1939 entfesselten europäischen Krieges, der durch den Eintritt der VSA zum Weltkrieg wurde, 39.006 Personen ausgebürgert.[8]

Um den Eindruck einer überstürzten Flucht zu erwecken, wird in der BRD-Propaganda ein freiwilliges Auswandern von politischen Gegnern des Dritten Reiches, wie im Fall Thomas Mann, häufig als „Emigration“ bezeichnet. Im Fall Erich Kästner, der Deutschland nicht verlassen hatte, gipfelt das ganze in der unsinnigen Bezeichnung „innere Emigration“ .

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933

Statistik

Jahr Auswanderer
1854 251.000[Quellennachweis erforderlich]
1881 220.902[Quellennachweis erforderlich]
1882 203.585[Quellennachweis erforderlich]
1923 115.416[Quellennachweis erforderlich]
1930 37.399[Quellennachweis erforderlich]
1931 13.644[Quellennachweis erforderlich]
1932 10.325[Quellennachweis erforderlich]
1933 12.866[Quellennachweis erforderlich]
1934 14.232[Quellennachweis erforderlich]
1935 12.068[Quellennachweis erforderlich]
2005 250.000[Quellennachweis erforderlich]
2006 144.815[Quellennachweis erforderlich]
2009 734.000[Quellennachweis erforderlich]

Siehe auch

Fußnoten

  1. Migrationsbericht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Auftrag der Bundesregierung (Migrationsbericht BAMF 2012), Tabelle S. 154
  2. „Allerdings behalten die meisten ausländischen ‚Rentner-Residenten‘ ihren Wohnsitz in Deutschland (tatsächlich oder formal) bei, so daß eine Abmeldung am Wohnsitz des Heimatlandes unterbleibt.“ Migrationsbericht BAMF 2012, Fn. 156 (S. 150).
  3. Migrationsbericht BAMF 2012 S. 149
  4. Migrationsbericht BAMF 2012, S. 152
  5. „Kampf um kluge Köpfe: Wissenschaftler wandern aus Deutschland ab“, Spiegel (spiegel.de), 23. Februar 2014
  6. „Statistisches Bundesamt – Höchste Einwanderung seit 20 Jahren“, FAZ (faz.net), 22. Mai 2014
  7. „Teurer Brain Drain: Ifo-Institut warnt vor Auswanderung von Fachkräften“, Der Spiegel (spiegel.de), 14. September 2009
  8. Michael Hepp (Hrsg.): Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen,(engl.: Expatriation Lists as Published in the „Reichsanzeiger“ 1933–45, eingeleitet von Hans Georg Lehmann und Michael Hepp, 1985–1988. 3 Bände. 1376 S., ISBN 3-598-10537-1
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