Ewiger Wald – Ewiges Volk

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Hermann verabschiedet sich im Teutoburger Wald von seiner Gemahlin Thusnelda vor der Schlacht gegen die fremden Invasoren aus dem Süden.

Ewiger Wald – Ewiges Volk bezeichnet die tiefverwurzelte Symbiose des deutschen Volkes mit dem deutschen Wald. Die Selbstverständlichkeit des Umganges der Urgermanen und Germanen mit den tiefen, dunklen Wäldern Germaniens und deren religiöse Ehrerbietung gegenüber den Heiligen Haine fand im frühen 19. Jahrhundert nach den Befreiungskriegen in der Kulturepoche der Romantik wieder Anerkennung. Der Waldmythos, die unverfälschte Natur der Wälder als Gegensatz zur urbanen Zivilisation zu begreifen, wurde wieder als wertvoll und einzigartig zelebriert.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

1936 hielt Reichsjägermeister Hermann Göring seine berühmte Rede „Ewiger Wald – Ewiges Volk“ auf der Tagung des Deutschen Forstvereines. Er schilderte die Deutschen als Waldvolk, das ewig wie der Wald ist, und hon den Waldursprung als Konstante der germanisch-deutschen Geistes- und Kulturgeschichte hervor. Er bestand aber auf den Schutz der Haine, denn Waldvernichtung ist auch Volksvernichtung.

Der ewige Wald ist Grundlage des ewigen Volkes und des ewigen, unvergänglichen Reiches. Wenn der Deutsche in den Wald geht, so Göring, ist es so, als ob er eine heilige Kathedrale betritt, von einer ungeheuren Freude an Gottes herrlicher Natur beseelt. Aber er kritisierte auch die kapitalistische Ausbeutung des Waldes, insbesondere durch jüdische Profiteure, die, so Göring, wenn sie durch den deutschen Wald schreiten, nur den Festmeter berechnen können.[1] Nichtsdestoweniger propagierte er eine vernunftbezogene Wald- und Forstpolitik durch das Reichsforstamt, stets mit der Anmahnung „Gemeinnutz vor Eigennutz“. Die Materialnot des zweiten Weltkriegs machte aber dann auch nicht vor dem deutschen Wald halt.

Die Deutschen und ihr Wald

„Die Deutschen und ihr Wald. Es gibt wohl kein anderes Volk in Europa, das ein solch tiefes Verhältnis zu seinen Wäldern hat, wie das deutsche. Der Wald ist ein Teil der deutschen Identität. Schon Tacitus beschrieb in seiner ‚Germania‘ die ‚schrecklichen Wälder‘, die den wilden Barbaren nicht nur Schutz boten, sondern von diesen auch als heilige Haine verehrt wurden. In der nordischen Mythologie verkörpert die Weltenesche Yggdrasil den Zusammenhang der verschiedenen Welten, wie Asgard, die Heimat der Götter, Midgard, die Welt der Menschen, sowie die Unterwelt mit dem Totenreich Hel. Auch die deutsche Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts griff immer wieder auf den Wald als Symbol für das Deutsche zurück. So wurde die Hermannsschlacht im Teutoburger Wald als erster Befreiungskrieg der Germanen gedeutet. Auch Jacob Grimm schildert in seiner ‚Deutschen Mythologie‘ mehrfach, ‚in wie hohem Ansehen Wälder und Bäume bei den heidnischen Deutschen standen‘. Die Romantik entdeckte den Wald als mystischen Ort der Einsamkeit und Freiraum für die Seele. Später führte die Wanderbewegung mehr und mehr Großstädter hinaus in die Wälder, wo sie den Ausgleich zur immer hektischer werdenden industrialisierten Welt suchten. Ein Trend, der bis heute anhält. Unzählige Lieder und Gedichte künden von der Liebe der Deutschen zu ihrem Wald. Eine zentrale Rolle spielt er in Märchen (‚Hänsel und Gretel‘, ‚Rotkäppchen‘, „Brüderchen und Schwesterchen“) und in Opern (‚Der Freischütz‘, ‚Siegfried‘). Was dem Engländer seine Parks und Gärten sind, das sind dem Deutschen seine Wälder. Die deutsche Eiche stand bis zur Niederlage 1945 für das Selbstbewußtsein des deutschen Volks, das sich nicht darum kümmerte, wenn sich andere Nationen an ihm rieben.“[2]

Großfilm „Ewiger Wald“

Deutschherren sichern ihren Lebensraum im Osten, und mit ihm die dunklen Wälder Ostpreußens.

In dem deutschen Kulturfilm „Ewiger Wald“ von 1936 stand der Wald symbolisch für das deutsche Volk, das dem Wald als Urquell entsprang, beginnend mit den Urgermanen der Bronzezeit über den Freiheitskampf gegen die Römer und die Reichsherrlichkeit des Heiligen Römischen Reiches im Mittelalter bis zur deutschen Kampfzeit als Folge des Versailler Schandvertrages nach der Niederlage des Deutschen Kaiserreiches im Ersten Weltkrieg.

Ewiger Wald – Gleichnis der Geschichte und des Lebens: „Mehr als zweitausend Jahre deutscher Geschichte ziehen an uns vorüber. Die Ewigkeit des Waldes klingt in einer Kantate auf, der Rhythmus des ‚Stirb und Werde‘ offenbart sich immer neu, im Sommer, Herbst, Winter und Frühling. [...] Römer marschieren ein in die heiligen Wälder der Germanen, tiefer und tiefer in den Urwald, in ihr Verderben! Die schwere Schlacht entbrennt, der Sturm tobt über Baumwipfel. Was im Nahkampf nicht niedergerungen wurde, das wird von den sturmentwurzelten Bäumen erschlagen. Im Waldsumpf versinkt der letzte römische Adler. Varus ist tot, sein Heer ist vernichtet. Ihren toten Helden bereiten die Germanen eine feierliche Bestattung. Stamm auf Stamm wird hochgeschichtet und angezündet zu loderndem Flammenmeer.“ — Illustrierter Film-Kurier

Filmauszug

von der Leinwand abzulesender Text:
„Euch, die ihr kamt, im Bilde das
Gleichnis zu schauen,
Das die Natur euch lehrt
im ‚Stirb‘ und im ‚Werde‘,


Volk, dir, das sucht, kämpft und ringt,
das unvergängliche Reich zu bauen,
Ist gewidmet dies Lied:
ab jetzt gesprochener Text:
Ewiger Wald – Ewiges Volk.


Es lebt der Baum wie du und ich,
er strebt zum Raum wie du und ich.
Sein ‚Stirb und Werde’ webt die Zeit,
Volk steht wie Wald in Ewigkeit.


Aus dem Wald kommen wir,
wie der Wald leben wir.
Aus dem Wald formen wir,
Heimat und Raum.


Wie der Wald wächst ihre Seele
voller Leben, Lust und Not,
voller Frage: Gott erzähle!
Welchen Sinn verhüllt der Tod?


Jedem Tod folgt neues Leben,
nur Gott hüllt sich ein in Schweigen.
Läßt die Ahnen Schicksal währen
unter deiner Sonne Reigen.


Ihr Zeichen der Fremde,
Standarten der Römer,
was sucht ihr im Lande,
was sucht ihr im Wald?


Wer fremd deinem Boden,
Wald, fremd deiner Art,
dem bleibt nicht erspart
unsagbares Leid.


Volk in Gefahr!
Waldvolk, kämpfe mit dem Boden um dein Sein!
Scheu keinem Krieg! Tief im Walde wird geboren,
Volk dein Wissen, Volk dein Sieg!


Aus dem Dunkel der Nacht
frönt Wikingermacht.
Verdankt ihren Sieg, verdankt ihren Ruhm
kraftvollen Schiffen aus Waldheiligtum.


Als der Süden waldlos lag,
zog Christentum dem Walde nach – zum Norden.
Als das Kreuz stieg südlich auf
nahm neues Schicksal seinen Lauf – im Norden.


Nach Osten! schallt der Ruf durchs Land,
Deutschritter nehmt das Schwert zur Hand!
Vermehrt das Land, vermehrt den Wald!
Schafft Raum der Heimat, Raum den Erben!


Volkes Blüte, Waldes Kraft
formt deutscher Städte Ruhm und Macht.
Aus Meisterwerken grüßt und spricht
der Wald als deutsches Angesicht.


[...]


Der Maibaum blüht wie du und ich.
Volk unterm Baum ruft dich und mich.
Singt mit das neue Lied der Zeit:
Volk steht wie Wald in Ewigkeit.“

Siehe auch

Fußnoten

  1. SS-Oberführer Ministerialdirigent Dr. Erich Gritzbach (Herausgeber): Hermann Göring – Reden und Aufsätze, München 1938, S. 245–255
  2. Felix Krautkrämer: Spiegel der Seele – Von der frühen Neuzeit über die Romantik bis heute: Die Liebe der Deutschen zum Wald, Junge Freiheit, 11. April 2014
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