Fallschirmjäger (Wehrmacht)

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Fallschirmschützenabzeichen; Stiftung 1936 (Luftwaffe) und 1937 (Heer)
Ein Fallschirmjäger in richtiger Absprunghaltung in der Luke einer Ju 52. Die deutsche Fallschirmjägerausbildung stellte damals weltweit von allen militärischen Ausbildungsprogrammen die höchsten Anforderungen.

Fallschirmjäger der deutschen Luftlandetruppen waren eine Waffengattung des Heeres und der Luftwaffe während des Zweiten Weltkrieges für den operativ-taktischen Einsatz im feindlichen Hinterland in der Tradition der Jäger. Die Fallschirmjäger-Regimenter waren zumeist den Flieger- und Luftlandedivisionen unterstellt, wurden aber auch als unabhängige Feuerwehrtruppen in allen Kriegslagen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Deutsche Fallschirmjäger im Sprunganzug (Knochensack genannt) während der Ausbildung auf der Stube

Die Gründung der deutschen Fallschirmtruppe

Westfeldzug 1940: Deutsche Fallschirmjäger im Binnenhof im Zentrum von Den Haag, Mai 1940

Zur Aufstellung der deutschen Fallschirmtruppe kam es am 23. Februar 1933. Die Einheit, die es seit Weihnachten 1933 gab, trug die Bezeichnung „Landespolizeigruppe General Göring“ und konnte sich durch eine ständige Verbesserung der Sprungausbildung und immer größere Kampferfolge bis 1935 den Ruf einer Elitetruppe erwerben. Die Gruppe setzte sich aus drei Jägerbataillonen zusammen, von dem eines, das sogenannte I. Fallschirmschützenbataillon, sich auf Taktiken und Einsatzmöglichkeiten des Angriffs aus der Luft konzentrierte.

Am 1. April 1935 wurde das Stammregiment in Regiment „General Göring“ umbenannt und in die Wehrmacht eingegliedert. Göring entschied aber sechs Monate später, die Einheit in die Luftwaffe zu überführen. Nun stand der Ausbildung Deutschlands erster Fallschirmtruppe nichts mehr im Wege. Der Kommandeur des Regiments, Oberstleutnant Jacoby, erhielt direkt vom Reichsluftfahrtministerium den Befehl, eine Fallschirmtruppe aus Freiwilligen aufzustellen. Das Regiment wurde im Oktober 1935 noch zum Übungsplatz Altengrabow verlegt, dann erfolgte im Mai 1936 die erste Springerschau in der Fliegerschule Döberitz (Truppenübungsplatz Döberitz). 600 freiwillige meldeten sich. Die Fliegerschule war für die Erprobung und Ausbildung der Fallschirmjäger ideal, 1936 wurde in Döberitz auch die Legion Condor aufgestellt und ausgebildet.

Als eigentlicher Geburtstag der deutschen Fallschirmtruppe gilt der 29. Januar 1936. An diesem Tag wurde durch das Oberkommando der Luftwaffe die Aufstellung der „Fliegergruppe (F)“ als Fallschirmjäger-Ausbildungskommando befohlen. Damit begann auch die Einrichtung der Fallschirmschule der Wehrmacht auf dem Flugplatz Stendal-Borstel. Den ersten Fallschirmsprung machte dann am 11. Mai 1936 im Zuge der Ausbildung Major Bruno Bräuer von der Tragfläche einer kleinen Klemm KL 25 (einem Flugzeug der Leichtflugzeugbau Klemm GmbH) aus.

Eine neue Waffengattung entsteht

Fallschirmtruppen der Luftwaffe bei der Landung auf Kreta
Fallschirmjäger in „Sumpftarnmuster“ an der Invasionsfront in Frankreich während einer Lagebesprechung

Das IV. Bataillon des Regiments „General Göring“ wurde nun zum Fallschirmschützenbataillon. Als offizielle Geburtsstunde der deutschen Fallschirmjäger gilt der 29. Januar 1936. Zur selben Zeit stellt die SA eigene Fallschirmjägereinheiten unter dem Namen „Feldherrnhalle“ auf. An diesem Tag erließen Hermann Göring und Erhard Milch, Görings Stellvertreter in der Luftwaffe, den Befehl zur Aufstellung der Einheit. Darin wurde genau festgelegt, welche körperlichen Eigenschaften erforderlich sind und wie bei der Ausbildung des Regiments „General Göring“ im Fallschirmspringen vorgegangen werden sollte. Kommandeur des Bataillons war Major Bruno Bräuer. Er war verantwortlich für etwa 600 Freiwillige, die als Luftlandetruppen ausgebildet werden sollten. Das Bataillon wurde vorerst auf den Truppenübungsplatz Altengrabow verlegt, bis im Februar 1936 auf dem Flugplatz zu Stendal-Bostel eine offizielle Fallschirmjägerschule der Luftwaffe errichtet wurde.

Bräuer war für die Aufstellung und die Ausbildung des Bataillons verantwortlich, Major Bassenge war anfangs für taktischen Fragen zuständig. Das deutsche Militärflugzeug Junkers 52 (liebevoll Tante Ju genant) sorgte dafür, daß die Fallschirmtruppe nun überall eingesetzt werden konnte. Sie spielte eine wichtige Rolle in diesem Krieg. Solche Flugzeuge ermöglichten den Fallschirmjägern ein präzises Niedergehen sowie Landungen aus geringer Höhe, beides wesentliche Faktoren für die Überraschung des Gegners und eine möglichst geringe Streuung der Einheit nach der Landung.

Um die taktischen Möglichkeiten im Bodenkampf auszuweiten, wurde auch noch die Pionierkompanie von Karl-Lothar Schulz, die 15. Kompanie des Regiments „General Göring“, dem IV. Fallschirmschützen-Bataillon angegliedert. Alle Männer meldeten sich freiwillig für die neue Aufgabe.

Heer und Luftwaffe

Im Oktober 1936, als es bei Manövern in Niedersachsen erstmals eine Vorführung des neuen Fallschirmjägerbataillons gab, war auch dem Oberkommando des Heeres bereits klar geworden, welche innovative Truppe hier aus der Luftwaffe hervorging. Daher begann auch das Heer mit der Aufstellung einer eigenen Fallschirmtruppe unter dem Kommando von Oberleutnant Zahn. Auch dieses Bataillon war anfangs auf dem Flugplatz Stendal Bostel untergebracht, denn das Heer besaß kein eigenes Truppenübungsgelände für die Sprungausbildung. Es gab große Unterschiede zwischen den Fallschirmjägern des Heeres und jenen der Luftwaffe. Während die Soldaten in der Luftwaffe eher leicht bewaffnet waren, war die Schwere-Fallschirm-Infanterie-Kompanie des Heeres mit schweren Maschinengewehren und Granatwerfern ausgerüstet, um den Fallschirmjägern mehrere strategische Operationen zu ermöglichen.

Im Frühjahr 1937 kam diese Kompanie bei groß angelegten Wehrmachtsmanövern in Mecklenburg zum Einsatz, und 1938 erreichte sie Bataillonsstärke. Der Ausbau zum Bataillon wurde auch durch einen Führungswechsel vorangetrieben. Am 1. März 1938 übernahm der robuste und dynamische Major Richard Heidrich im Alter von 41 Jahren die Führung. Er überwachte die rasche Entwicklung der Fallschirmjäger des Heeres in allen Aspekten der Moral, Leistung und Ausbildung. Am 4. November 1938 wurde das Bataillon vom Flugplatz zu Stendal auf seinen neuen Standort in Braunschweig-Riddagshausen verlegt. Das Bataillon Bräuer einschließlich der 15. Fallschirm-Pionier-Kompanie wurde am 1. April 1938 zum I. Bataillon des Fallschirm-Jäger-Regiments 1 (I./FJR 1) und schied aus dem Regiment „General Göring“ aus.

Zwischen den Fallschirmjägern des Heeres und der Luftwaffe verlief eine klassische Trennlinie. Vor allem gab es sehr verschiedene Auffassungen über die Art und das Ausmaß ihres taktischen Einsatzes. Wie bereits erwähnt wurde, war die Schwere-Fallschirm-Infanterie-Kompanie von ihrer Bewaffnung her eigentlich eine konventionelle Einheit, die eben nur von der Luft aus eingesetzt wurde. Die Wehrmachtsmanöver von 1937 hatten ja auch gezeigt, daß es durchaus möglich war, bei einem breit angelegten Angriff große Verbände von der Luft aus einzusetzen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch, daß das Heer gleichzeitig die 22. Infanterie-Division als Luftlandetruppe ausbildete, wodurch eine direkte Landung der Männer mit Seglern oder Transportmaschinen ermöglicht wurde.

Die Luftwaffe beabsichtigte dagegen, die Fallschirmjäger eher in der Art einzusetzen, wie es sich General von Schlieffen früher schon vorgestellt hatte, also als kleine Kommandoeinheiten mit einem genau definierten Angriffsziel — wie zum Beispiel der Zerstörung eines feindlichen Hauptquartiers oder der Besetzung einer strategisch wichtigen Stellung. Im Verlauf des Krieges sollte sich dann herausstellen, daß beide Einsatzformen einfach zusammengehörten und sich ergänzten. Dennoch hielt man an diesem Gegensatz mit aller Überzeugung fest.

„Stürzende Adler“

Als die 7. Flieger-Division am 20. April 1939 das erste Mal bei der Geburtstagsparade Adolf Hitlers in Berlin an ihm vorbeimarschierten, stand der Krieg schon unmittelbar bevor. Vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges sollten die Fallschirmjäger eigentlich bei der von Adolf Hitler geplanten Besetzung des Sudetenlandes zum Einsatz kommen. Bei den Bewohnern dieses gebirgigen Gebietes handelte es sich vorwiegend um Angehörige der deutschen Volksgruppe, weshalb dieses von dem damaligen Kunststaat Tschechoslowakei okkupierte Gebiet Anlaß für politische Spannungen war.

1938 plante Adolf Hitler, das Sudetenland zurück ins Reich zu holen. Zu diesem Zweck wurde Generalmajor Kurt Student aufgefordert, einen Luftlandeeinsatz gegen wichtige tschechische Verteidigungslinien vorzubereiten. Um die 7. Flieger-Division voll einsatz­bereit zu machen, wurde ihr das Luftlandebataillon unter Oberstleutnant Sydow zugeführt. Dazu wurden noch das Infante­rie-Regiment 16 der 22. Infanterie-Division sowie die SA-Standarte Feldherrnhalle als eingegliedertes Wehrmachtsregiment zur 7. Flieger-Division abgestellt. An fliegenden Verbänden wurden ihr sechs Transportgruppen Ju 52, ein Schlachtgeschwader mit drei Stukagruppen Ju 87 und eine große Anzahl von Jagdflugzeugen unterstellt. Da die Operation für den 15. September 1938 geplant war, begann Kurt Student bereits Anfang des Monats mit großangelegten Manövern. Dabei erwies sich ein umfangreicherer Einsatz von Lastenseglern als günstig, weshalb bald darauf mit der Ausbildung zahlreicher Piloten in der Beförderung und Landung von Luftlandetruppen mit Lastenseglern „DFS 230“ begonnen wurde. Doch das Datum verstrich, ohne daß es zum Ausbruch von Kampfhandlungen kam. In letzter Minute verhandelten Frankreich und Großbritannien mit Adolf Hitler und unterzeichneten Ende September schließlich das Münchner Abkommen. Jetzt konnte Adolf Hitler das Sudetenland an Deutschland angliedern, ohne daß ein einziger Schuß abgegeben wurde.

Deutschlands Luftlandetruppen wurden im Oktober nun zur kampflosen Heimkehr im Raum Freudenthal eingesetzt, Teile der 7. Flieger-Division nahmen aber an einer Luftlandeübung mit 250 Flugzeugen teil. Dieser Einsatz im Sudetenland hatte aber trotz allem eine bedeutende Änderung zur Folge: Die 22. Infanterie-Division wurde nun offiziell als 22. Luftlande-Division bezeichnet. Die Fallschirmjäger mußten noch ein Jahr auf ihren nächsten Kampfeinsatz warten, doch diesmal sollte es der Anfang des Zweiten Weltkrieges sein.

„Fallschirmjäger im Wüstensand“ von Johnny Shumate

Westfeldzug 1940

Festung Eben-Emael

Hauptartikel: Eben-Emael

Das belgische Festungswerk Eben-Emael, zur Festung Lüttich gehörend, wurde am 10./11. Mai 1940 innerhalb weniger Stunden durch deutsche Fallschirmjäger und Sturmkompanien erobert. Die belgische Bunkeranlage war die größte Festung ihrer Zeit und galt als „uneinnehmbar“. Die Festung wurde nichtsdestoweniger blitzkriegartig von deutschen Sondertruppen am Anfang von „Fall Gelb“ eingenommen und ebenso wie die drei Brücken gegen belgische Gegenangriffe verteidigt, bis die Spitzen der deutschen 18. Armee aus Richtung Aachen eintrafen.

„Jung und gläubig an der Spitze des militärischen Fortschritts marschierend, war die deutsche Fallschirmtruppe bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die modernste Waffengattung innerhalb der Wehrmacht. Bei Eben Emael, am Albert-Kanal, in der ‚Festung Holland‘ bewiesen sie ihren Wert. Treu ihrem Vaterland und ihren Kameraden lebten, kämpften und starben deutsche Fallschirmjäger auf Kreta, in Norwegen, Rußland, Afrika, Italien, Frankreich, Belgien, Holland. In den verzweifelten Abwehrkämpfen an der Oder, in Breslau, in der alten Reichshauptstadt Berlin und am Niederrhein blieben sie sich selber treu, sich und ihrem Ruf. (...)“Kurt Student

Fallschirmjägerschulen

Kartenmotiv zu unseren Fallschirmjägern

Fallschirm-Schule 1, Stendal-Borstel

Fallschirmjäger im Erdkampf mit Pak 38 (→ Panzerabwehrkanone)

In Stendal-Borstel wurde 1936 aus dem Fliegerhorst die Fallschirmschule 1 gebildet. Ende 1939 folgte die Verlegung nach Wittstock an der Dosse, dort wurde die Schule 1943 in Fallschirmschule 2 umbenannt. Zwischen 1943 und 1944 wurde dann aus der Fallschirmschule 4 die Fallschirmschule 1 in Dreux wieder gebildet. Am 20. August 1944 wurde aus Schülern der Schule das Fallschirm-Jäger-Regiment „Greve“ gebildet und der Fallschirm-Jäger-Division „Erdmann“ (Generalleutnant Wolfgang Erdmann) unterstellt.

Kommandeur der Fallschirmschule:

Fallschirm-Schule 2, Stendal

Diese Schule wurde in Stendal in der Husarenkaserne „Albrecht der Bär“ (genannt nach Albrecht I.)[1] gebildet und 1942 nach Braunschweig-Broitzen verlegt. 1943 wurde die Schule offensichtlich wieder aufgelöst. Im gleichen Jahr wurde sie aus der Fallschirmschule 1 in Wittstock an der Drosse wieder gebildet.

Kommandeure der Fallschirmschule:

  • Oberstleutnant von Grazy, 1. September 1939 – 18. Januar 1940
  • Major Primus, 18. Januar 1940 – 17. Juni 1940
  • Major Werner Schmidt, 17. Juni 1940

Fallschirm-Schule 3, Braunschweig-Broitzen

Sie wurde in Braunschweig-Broitzen Ende 1942 gebildet. 1943 wurde sie in das serbische Kraljevo (Madaruschka-Banja) verlegt, wo sie auch als Fallschirmschule Kraljevo bezeichnet wurde. Hier wurde unter anderem das SS-Fallschirmjäger-Bataillon 500/600 ausgebildet. Im Sommer 1944 wurde die Schule aufgelöst.

Kommandeure der Fallschirmschule:

Fallschirm-Schule 4, Dreux

Major Fritz Prager war Fallschirmjäger und Ritterkreuzträger. Trotz schwerer Verwundung an der Brücke von Moerdijk bestand er darauf, in Narvik dabeizusein. Der Kommandeur des Fallschirmjäger-Regiments 3 sollte nicht im Kampf fallen, wie er sich das gewünscht hatte – er starb am 3. Dezember 1940 in einem Reserve-Lazarett an Darmkrebs.

Sie wurde 1942 in Dreux gebildet und 1943 zur Wiedereröffnung der Fallschirmschule 1 verwandt. In Freiburg wurde sie neu gebildet und 1944 dann nach Salzwedel verlegt.

Kommandeur der Fallschirmschule:

  • Oberstleutnant Primus, 1942–1945

Fallschirmjägerliedgut

Oberleutnant der Reserve Wolfgang Graf von Blücher war Fallschirmjäger und Ritterkreuzträger. Nach Ende des Westfeldzuges ab dem 1. August 1940 zur Bewirtschaftung des Familiengutes beurlaubt, kehrte er am 1. April 1941 als Zugführer in der 2. Kompanie zum Fallschirm-Jäger-Regiment 1 zurück und nahm so am Unternehmen „Merkur“ teil. Am 21. Mai 1941 wurde er dabei bei Heraklion durch Feindeinwirkung tödlich verwundet. Das Regiment hatte die Aufgabe, Flugplatz und Stadt einzunehmen. Gegen Abend erreichte von Blüchers Zug die wichtige Höhe am Ostrand des Flugplatzes. Dort ging der Zug zur Verteidigung über, wobei er fast völlig auf sich allein gestellt blieb. Am nächsten Morgen wurde das I. Bataillon am Flugplatz durch Artillerie beschossen und kurze Zeit später von feindlichen Panzerwagen angegriffen. Dabei fand Wolfgang von Blücher gegen Mittag den Tod. Am gleichen Tag fielen zwei seiner Brüder, Leberecht und Hans-Joachim, ebenfalls auf Kreta.
Major Andreas Hagl war Fallschirmjäger und Ritterkreuzträger. U. a. Norwegen, Kreta, Leningrad, die Invasion von Sizilien und Monte Cassino überlebte er, nur um am 28. Juli 1944 von italienischen Partisanen ermordet zu werden.
Das Fallschirmjägerlied/Rot scheint die Sonne (komponiert von Friedrich Schäfer, Ritterkreuzträger des Kampfgeschwaders 200)
Dieses Lied wird von den Fallschirmjägern früher und heute als inoffizielle Hymne ihrer Truppengattung bezeichnet. Bei der Bundeswehr wird es laut gespielt, während die ausgebildeten Fallschirmjäger auf dem Paradeplatz der Luftlande- und Lufttransportschule in Altenstadt (Sonthofen) nach erfolgreichem Sprunglehrgang das Fallschirmspringerabzeichen („Adler“ genannt) verliehen bekommen.
1. Rot scheint die Sonne, fertig gemacht
Wer weiß ob sie morgen für uns auch noch lacht.
Werft an die Motoren, schiebt Vollgas hinein,
Startet los, flieget ab, heute geht es zum Feind.
An die Maschinen, an die Maschinen,
Kamerad, da gibt es kein zurück.
Fern im Osten stehen dunkle Wolken
Komm' mit und zage nicht, komm' mit.
2. Donnern Motoren, Gedanken allein,
Denkt jeder noch schnell an die Lieben daheim.
Dann kommt Kameraden, zum Sprung das Signal,
Wir fliegen zum Feind, zünden dort das Fanal.
Schnell wird gelandet, schnell wird gelandet,
Kamerad, da gibt es kein Zurück.
Hoch am Himmel stehen dunkle Wolken,
Komm mit und zage nicht, komm mit.
3. Klein unser Häuflein, wild unser Blut,
Wir fürchten den Feind nicht und auch nicht den Tod,
Wir wissen nur eines, wenn Deutschland in Not,
Zu kämpfen, zu siegen, zu sterben den Tod.
An die Gewehre, an die Gewehre.
Kamerad, da gibt es kein Zurück,
Fern im Westen stehen dunkle Wolken.
Komm mit und zage nicht, komm mit![2]


Hauptartikel: Lieder der Fallschirmjäger
Hinter den Bergen strahlet die Sonne
1. Hinter den Bergen strahlet die Sonne,
glühen die Gipfel so rot,
Stehen Maschinen, die woll'n mit uns fliegen,
fliegen in Sieg oder Tod.
Hurra, wir starten, hurra, wir starten,
wenn die erste Morgensonne scheint,
Fallschirmjäger, Fallschirmjäger
gehen ran an den Feind!
Kehrreim:
Narvik, Rotterdam, Korinth
Und das heiße Kreta sind
Stätten unserer Siege!
|: Ja, wir greifen immer an,
Fallschirmjäger gehen ran,
Sind bereit, zu wagen! :|
2. Hoch in den Lüften fliegt unser Vogel
stolz und frei durch die Luft,
Standhaft und ehrsam sind unsere Herzen,
wenn das Kommando uns ruft.
Hurra, wir fliegen, hurra, wir fliegen,
wenn die erste Morgensonne scheint,
Fallschirmjäger, Fallschirmjäger
gehen ran an den Feind!
3. Hoch aus den Wolken stürzen wir nieder,
tief in die feindlichen Reih'n.
Gegner, wir kommen, habt ihr's vernommen,
bald wird der Sieg unser sein!
Hurra, wir springen, hurra, wir springen,
wenn die erste Morgensonne scheint,
Fallschirmjäger, Fallschirmjäger
gehen ran an den Feind!
Nach den vier Schlachten um Monte Cassino zwischen Januar und Mai 1944, seit denen die alliierten Soldaten die deutschen Fallschirmjäger
wegen ihrer olivgrüner Tarnuniformen die grünen Teufel nannten, wurde der Kehrreim geändert und hieß fortan:
Narvik, Rotterdam, Korinth,
Kreta und Cassino sind
Stätten unserer Siege![3]

Zitate

  • „Wenn die deutsche Fallschirmtruppe sich im zweiten Weltkrieg durch ihren Einsatz die Achtung des Feindes erworben hat, dann verdankt sie das lediglich dem Geist, von dem sie beherrscht wurde. Es war der Geist einer besonderen Kameradschaft, der ohne Rücksicht auf den Dienstgrad – den Fallschirmjäger mit dem Fallschirmjäger verband und alle zu einer Einheit zusammenschweißte; es war das Bewußtsein, daß die Uniform und das Abzeichen, das der einzelne trug, ihn zu einer besonderen Leistung verpflichteten; es war das Wissen um die Sonderstellung und so kann man wohl sagen, das besondere Gesetz dieser Truppe, das aus ihr fast einen kämpferischen Orden machte – oder jedenfalls eine verschworene Legion.“ — General der Reserve Friedrich August Freiherr von der Heydte

Siehe auch

Literatur

  • Hauptmann Piehl: Ganze Männer – Vom Leben und Erleben der deutschen Fallschirmjäger, mit einem Geleitwort des Kommandierenden Generals des XI. Fliegerkorps General der Flieger Student, Verlagshaus Bong & Co. (1942)
  • Kurt Student: Kreta – Sieg der Kühnsten. Vom Heldenkampf der Fallschirmjäger, Bildband, mit einem Geleitwort Hermann Görings, 1942
  • Arnold D. Harvey und Franz Uhle-Wettler: Kreta und Arnheim. Die größten Luftlandeoperationen des Zweiten Weltkriegs. (Klappentext)
  • Hans-Martin Stimpel: Die deutsche Fallschirmtruppe 1942-1945, Einsätze auf Kriegsschauplätzen im Osten und Westen, Verlag Mittler & Sohn 2001, ISBN 978-3813206838
  • Rudi Frühbeißer: Im Rücken der Amerikaner. Deutsche Fallschirmjäger im Kommando-Einsatz. 1977, ISBN: 3920139127 , und Neudruck im Winkelried-Verlag

Verweise

Fußnoten

  1. Die Albrecht-der-Bär-Kaserne ist eng mit dem ehemaligen Kasernenstandort des Magdeburgischen Husaren Regimentes Nr. 10 verbunden. Das Magdeburgische Husaren Regiment Nr. 10 wurde am 19. November 1813 in Aschersleben zunächst als freiwilliges Elb-National-Husaren-Regiment gegründet. Husaren sind eine Truppengattung der leichten Reiterei, die erst ab dem späten 18. Jahrhundert als Kavallerie bezeichnet wurde. Dieses Regiment wurde auf Privatinitiative von patriotischen Bürgern in Anhalt und in der Altmark unter westfälischer Besatzung im Freiheitskrieg gegen Napoleon aufgestellt. Bereits am 7. Mai 1861 erhielt das Regiment anläßlich der Heeresreform unter König Wilhelm I. seinen endgültigen Namen „Magdeburgisches Husaren Regiment Nr. 10“. Im Jahre 1884 erfolgte die Verlegung nach Stendal, da die Stadt Stendal dem Militär zugesagt hatte, eine Kaserne zu bauen. Sie waren zunächst in Objekten in dem Straßenzug Schadewachten, der Bismarckstraße, der Vogelstraße und am Mönchskirchhof untergebracht.
  2. Rot scheint die Sonne
  3. Hinter den Bergen strahlet die Sonne
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