Familie

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Eine Familie (lat. familia, „Hausgemeinschaft, Gesinde“) ist soziologisch eine durch Heirat und/oder Abstammung begründete Lebensgemeinschaft, im europäischen Kulturkreis meist aus Eltern und Kindern bestehend, gelegentlich durch im gleichen Haushalt wohnende Verwandte erweitert. Die Familie ist demnach eine engere Verwandtschaftsgruppe. Die Familie ist eine der kleinsten Gruppierungen eines Volkes. Die zunehmende Feindlichkeit gegenüber dem Wertebild der traditionellen Familie wird „Familienphobie“ genannt.

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In der Biologie ist eine Familie ein systematischer Begriff, unter dem mehrere miteinander verwandte Tier-, Pflanzen- oder Pilzgattungen zusammengefaßt werden.

Inhaltsverzeichnis

Wortbedeutung

Germanische Familie, Gemälde von Wilhelm Petersen
Kahlenberger Bauernfamilie von Professor Adolf Wissel
„Familienbild“ von Hans Schmitz-Wiedenbrück, 1938

Das lateinische Wort familia hat die gleiche Wurzel wie das Wort famulus, der Diener. Die römische Familie umfaßte nicht nur die Eltern, die Kinder und die Großeltern, sondern eben auch die famuli, das Gesinde. Dasselbe galt für die Germanen, denn schon Tacitus schrieb in seiner Germania:

„... Wie das Gesinde, der Wohnsitz und alle Rechte der Nachfolge vererben sich auch die Pferde; ein Sohn empfängt sie, doch nicht, wie alles andere, der erstgeborene, sondern jeweils der streitbarste und tapferste.“

Geschichte

Magda Goebbels, die „Mutter der Nation“, im Kreise ihrer Familie im Oktober 1942: (Hintere Reihe) Hilde, Harald Quandt und Helga; (Vordere Reihe) Helmut, Holde, Magda, Heide, Joseph und Hedda (→ Geschwister Goebbels)

Die Familie bildet die Keimzelle eines Volkes, die erste natürliche Erziehungsgemeinschaft und die Grundeinheit des Volkes und Staates. In früheren Entwicklungszuständen, auf der Wirtschaftsstufe der Jäger und Fänger, herrscht die Kleinfamilie vor. Bei dieser ist meist die Mutter die Trägerin der Familieneinheit. Eine deutsch-englische Forschergruppe fand im Jahr 2005 bei der Untersuchung mehrerer Steinzeitgräber in Eulau bei Naumburg den bislang ältesten Hinweis auf eine Kleinfamilie. Mit Hilfe der Erbgutanalyse konnte gezeigt werden, daß Menschen bereits vor 4.600 Jahren in Kernfamilien mit Vater, Mutter und zwei Kindern zusammenlebten.[1]

Die vaterrechtliche Großfamilie herrschte in China, West- und Ostafrika, im Alten Rom und an den mittelalterlichen Höfen Europas und war dort zum Teil Trägerin der politischen Macht. Großfamilienhafte Einrichtungen sind in Rußland der Mir (russisch мир) und die Zadruga in Südosteuropa. Bei den Germanen bestand eine feste vaterrechtliche Familienverfassung.

Die Zugehörigkeit zur Familie, die zugleich Kultusgemeinschaft war, sicherte auch dem Einzelnen sein Dasein. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Familie in Europa noch durch stark religiöse Bindungen zusammengehalten. Mit dem Aufkommen der liberalen Weltanschauungen begannen sich diese zu lockern, besonders aber im 19. Jahrhundert. Die Kinder nahmen sich das Recht zu freier, persönlicher Entscheidung, die „Befreiung der Frau“ entfremdete diese vielfach ihren Familienpflichten.

Der Aufbau der modernen kapitalistischen Wirtschaft trug auch dazu bei, familiengebundene Wirtschaftsführung unmöglich zu machen. Es blieben im allgemeinen noch das Zusammenleben der Familienmitglieder, das Erziehungsrecht der Eltern und die rechtliche Entscheidungsgewalt des Familienoberhaupts. Der Marxismus erstrebt die Auflösung der Familie mit ihren sittlichen Grundlagen, während der historische Nationalsozialismus sie aus seelischen, sittlichen und volksbiologischen Gründen förderte und ihr eine hohe Bedeutung als erste Erziehungsgemeinschaft und Bewahrerin der Volkskraft beimaß.

Kulturmarxistische Angriffe

Aushöhlung des Familienbegriffs

Heterophobische Propaganda der Berliner Morgenpost gegen die Familie zugunsten homosexueller, tätowierter Paare mit Kind

Die klassische Familie unterliegt in den Ländern des Westens seit Jahrzehnten ideologisch-propagandistischen Angriffen, die ihre Zerstörung bezwecken. Gegen sie gerichtete Bestrebungen sind vor allem Feminismus und Geschlechtergleichschaltung, Abtreibung, Pornographie, das Praktizieren des „Zerrüttungsprinzips“ und das Fallenlassen des Schuldprinzips in Scheidungsverfahren, die Verdrängung und Ausschaltung des Ehegatten bzw. Mannes als Versorger und seine Ersetzung durch den Staat (staatliche Unterhaltszahlungen für alleinstehende Mütter), die Förderung individualistischer und hedonistischer Lebensentwürfe („Singletum“).

Auch das Propagieren und Aufkommen „alternativer Lebensgemeinschaften“, von sogenannten „Patchwork“-Familien oder homosexuelle Bekanntschaften mit von Staats wegen zugeordnetem Kind (Adoption) tragen zu der für die Familie kritischen Entwicklung bei. Das klassische Familienbild mit eindeutigen und sozial zuträglichen Geschlechterrollen wird von vielen westlichen Politikern und öffentlich Meinenden als rückständig und abschaffenswert angesehen.

Als repräsentativ für diese Richtung kann die Aussage der BRD-Blockparteifunktionärin und Verwalterin des OMF-Familienressorts Manuela Schwesig gelten:

„Familien sind heute so bunt wie das Leben und können nicht mehr auf das klassische Mutter-Vater-Kind-Modell reduziert werden. Von Patchwork- über Mehrgenerationen- bis hin zu Regenbogenfamilien[2] – überall dort, wo Menschen füreinander einstehen und Verantwortung übernehmen wollen, sind Familien.“[3]

Noch etwas deutlicher hatte die Genossin und langjährige SPD-Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ihren sozialistischen Wertbegriff der Familie beschrieben:

„Familie ist, wenn alle aus demselben Kühlschrank essen.“[4]

Staatsfeministische Aktivität

Familienministerien werden Gleichstellungsministerien

Zusätzlich zum Bundesfamilienministerium sind fast 70 Prozent der für Familienangelegenheiten zuständigen Landesministerien derzeit (2014) unter weibliche Leitung gestellt (absolut: elf von sechzehn). Von diesen 16 Ressorts führen nur noch neun das Wort „Familie“ im Namen. Neu aufgenommen in die Ministeriumsbezeichnung haben bereits mehrere solcher – frauengeleiteter – Ressorts den feministisch gefüllten Begriff „Gleichstellung“ (Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen).[5]

Zitate

  • „Alle Gefühle und Freuden können aufhören, das Gefühl des Vaters und der Mutter, die Freude an ihren wohlgeratenen Kindern hört nie auf. Und für die Kinder sind die Eltern das wandelnde und gleichsam sichtbare Ebenbild Gottes. Daher ist also die Familie der Inbegriff von Eltern und Kindern, die natürlichste und die innigste Körperschaft auf Erden. Durch diese Bande wird der Mensch erst sanft, gut und mitleidig, er wird ein Wächter der Sitte und der Zukunft, der ja seine Kinder angehören. Darum ruht der Staat am besten und am dauerndsten in einem wohlgeordneten und gesitteten Familienleben.“Adalbert Stifter
  • „Familien sind keine starren, unflexiblen und von ihrem historischen Hintergrund ablösbaren Gebilde, sondern an die Zeitumstände anpassungsfähige Gemeinwesen. Dennoch wäre es verfehlt, ihnen beliebige Formbarkeit zu attestieren und sie als vernachlässigbare oder gar zu überwindende Symbioseformen zu begreifen.“Thomas Bargatzky
  • „In der Zaubermacht der Familie, die man nirgends so wiederfindet, beruht die Hauptstärke Deutschlands.“Konrad Telmann
  • „Alles, was dazu beiträgt, die auf die Ehe eines Mannes und einer Frau gegründete Familie zu schwächen, was direkt oder indirekt die Bereitschaft der Familie zur verantwortungsbewußten Annahme eines neuen Lebens lähmt, was ihr Recht, die erste Verantwortliche für die Erziehung der Kinder zu sein, hintertreibt, stellt ein objektives Hindernis auf dem Weg des Friedens dar.“Papst Benedikt XVI., Botschaft zur Feier des Weltfriedenstages, 2008

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Steinzeitgrab zur Top-Entdeckung gekürt, Die Welt, 22. Dezember 2008
  2. Gemeint sind homosexuelle Bekanntschaften mit von Staats wegen zugeordnetem Kind (Adoption).
  3. Manuela Schwesig auf ihrer Netzpräsenz, abgerufen am 27. April 2013 [1]
  4. Zitiert in: Bernhard Lassahn: Frau ohne Welt: Trilogie zur Rettung der Liebe. Teil 1: Der Krieg gegen den Mann. (2013), ISBN 978-3937801803, S. 78
  5. Quelle: Netzauftritt der Familienministerkonferenz der Länder
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