Faschismus

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Faschismus (von „Fasces” = im alten Rom sinnbildliche Rutenbündel, die Äxte als Zeichen der Amtsgewalt enthielten und die den Amtsträgern vorangetragen wurden) ist heute eine kaum noch aussagekräftige Totschlage-Bezeichnung zur Ausschaltung politisch Andersdenkender. „Jeder ist heute für irgendwen ein Faschist”. Der Faschismus war ursprünglich in Anknüpfung an altrömische Traditionen eine Erneuerungsbewegung im liberalistisch heruntergewirtschafteten Italien nach dem Ersten Weltkrieg. Faschismus und Nationalsozialismus, aber auch Faschismus und Nationalismus sind nicht gleich. Der Faschismus betont sehr stark die Rolle des Staates, oft zu Lasten der des Volkes. Es wäre angebracht, aus dem Zeitabschnitt des Faschismus Schlüsse zu ziehen, aus den Verfahren, die romanische Staaten wie Italien, Portugal, Spanien, gerade durch zeitweilige Ausschaltung liberalistischer und marxistischer Positionen, zu zeitweiliger Blüte verholfen haben.

Die von Benito Mussolini ins Leben gerufene politische Bewegung des italienischen Faschismus auf autoritärer, nationaler, klerikaler und sozialistischer Basis war der erste nichtkommunistische Versuch, den totalen (s. Totalitarismus) Staat als Einparteiensystem aufzurichten und wurde vielfach zum Vorbild. Ebenso auch die Staatstheorie und politische Philosophie Italiens unter Mussolini.

Eine weit verbreitete Meinung ist, dass der Nationalsozialismus eine "deutsche Auflage" des Faschismus durch Adolf Hitler gewesen sei. So verwendeten die osteuropäischen Staaten gerne den Kunstbegriff "Hitler-Faschismus" oder setzten den Nationalsozialismus dem Faschismus ganz und gar gleich. Zwar ist der Nationalsozialismus dem (italienischen) Faschismus verwandt im autoritären Aufbau des Staates, in der Ablehnung des Liberalismus und Parlamentarismus und der Bekämpfung des Marxismus, jedoch bestehen große Weltanschauliche Gegensätze. Adolf Hitler sah sich nie als Diktator, sondern als Führer. Viele wichtige Gesetze zur Zeit des Nationalsozialismus wurden durch Volksabstimmungen legitimiert.

[bearbeiten] Gegensätze

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