Fiedler, Erich

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Erich Fiedler – Autogrammkarte 1974
Erich Fiedler.jpg

Erich Fiedler (Lebensrune.png 15. März 1901 in Berlin; Todesrune.png 19. Mai 1981 in ebenda) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Wirken

Erich Fiedler begann zunächst ein Studium der Literatur- und Kunstgeschichte, besuchte dann aber die Schauspielschule Max Reinhardts in Berlin, wo er auch im Herbst 1922 am Deutschen Theater in Berlin sein Theaterdebüt gab. Es folgten Engagements am Stadttheater von Eisenach (1925), am Intimen Theater in Nürnberg, an der Komödie in Dresden und seit 1932 in Berlin.

1933 gab er neben Theo Lingen in der Komödie „Marion, das gehört sich nicht“ sein Filmdebüt. Knapp vierzig Jahre war er ein gefragter Charakter- und Chargendarsteller in Film und Fernsehen. Der kleine, hagere Mann mit der pointierten, hohen Stimme wurde dabei oft in komischen Rollen besetzt, spielte aber auch tragikomische und penible, unangenehme (wie etwa in „Der Etappenhase“) und düstere Charaktere (wie in „Der Student von Prag“ nach Hanns Heinz Ewers). In seiner über hundert Filme umfassenden Karriere spielte er u. a. neben Heinrich George („Sensationsprozeß Casilla“), Marika Rökk („Kora Terry“, „Frauen sind doch bessere Diplomaten“), Ilse Werner („Königin einer Nacht“), Hans Albers („Der tolle Bomberg“), Heinz Rühmann („Der Jugendrichter“) und Lieselotte Pulver („Herrliche Zeiten im Spessart“).

Daneben war Fiedler bereits ab 1935 umfangreich in der Synchronisation tätig. Auch hier lieh er seine distinguierte, hohe und nasale Stimme oft Komikern, aber auch Rollen mit einem elaborierten britischen Understatement. So wurde er der deutsche Standardsprecher des Komikers und Charakterdarstellers Robert Morley (u. a. „Topkapi“ und „Der Wachsblumenstrauß“). Zu den vielen berühmten Schauspielkollegen, denen er bis zu seinem Ruhestand 1976 seine Stimme lieh, gehörten Ron Moody als H. Driffold Cosgood in „Vier Frauen und ein Mord“, David Niven („Die schwarze 13“), Peter Cushing (als Sherlock Holmes in „Der Hund von Baskerville“), Sammy Davis jr. („Die Benny Goodman-Story“), Bela Lugosi („Abbott & Costello treffen Frankenstein“), Ferdy Mayne (u. a. als Vampirgraf Krolock in Roman Polanskis „Tanz der Vampire“), Philippe Noiret („Lady L“), Donald Pleasence („Der Inspektor“), Basil Rathbone („Wir sind keine Engel“) und Terry-Thomas („Der Däumling“).

Mitte der 1970er Jahre zog sich Fiedler vom Filmschaffen zurück; seine letzte Synchronrolle übernahm er 1976. Am 19. Mai 1981 starb er achtzigjährig in seiner Heimatstadt Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Heerstraße (Trakehner Allee) in Berlin-Westend.

Filmographie

Synchronsprecher (Auswahl)
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