Schwede, Franz

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Franz Schwede(1888-1960)

Franz Schwede (Lebensrune.png 5. März 1888 in Drawöhnen im Kreis Memel, Ostpreußen; Todesrune.png 19. Oktober 1960 in Coburg) war ein deutscher NSDAP-Gauleiter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Berufliche Laufbahn

In Drawöhnen im Kreis Memel wurde er am 5. März 1888 geboren. Nach Besuch der Volksschule war er zunächst in der Forstwirtschaft seines Vaters tätig und lernte dann auf einer Schiffs- und Maschinenbauanstalt in Memel Maschinenbau. Nach weitere Berufstätigkeit als Maschinenschlosser trat er 1907 als freiwilliger Maschinistenanwärter bei der I. Kompanie der II. Werftdivision ein, wurde bald Maschinistenmaat und 1912 zum Obermaschinistenmaat befördert. Er besuchte die Divisonsschule und die Deckoffizierschule in Kiel- Wieck und machte einen Spezialkursus für Elektrotechnik mit. Während seiner Dienstzeit im Krieg und Frieden stand er auf den Schiffen „Wettin“, „Kaiser Wilhelm II.“, „Emden“ und „Schlesien“. An der Skagerrakschlacht nahm er an Bord des Kreuzers „Dresden“ kommandiert.

Auf diesen Schiff blieb er bis zur Selbsstversenkung der deutschen Flotte in Scapa, Flow und geriet dann in englische Gefangenschaft, aus der er 1920 zurückkehrte. Schwede, Ritter des Eisernen Kreuzes II. und I. Klasse, wurde nun in Koburg Maschineninspekteur der städtischen Elektrizitätswerke.

Weimarer Republik

1920 trat er in die Reichswehr ein, wurde aber nach der Festlegung der Höchststärke mit 100.000 Mann 1921 entlassen. Danach war er für ungefähr ein Jahr technischer Betriebsleiter eines Sägewerkes in Sankt Andreasberg, ehe er im März 1922 als Maschinenmeister bei den Städtischen Werken Coburg eingestellt wurde. Im Oktober 1922 wurde er Mitbegründer der NSDAP Ortsgruppe Coburg, deren Vorsitz mit ungefähr 800 Mitgliedern er ein Jahr später übernahm; vorher war Schwede als Gast im Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund aktiv gewesen. Nach der Stadtratswahl vom Dezember 1924 war die NS-Freiheitsbewegung, als Nachfolgeorganisation der verbotenen NSDAP, mit 14,3 % bzw. drei Stadtratssitzen erstmals im Coburger Stadtparlament vertreten und Schwede ein gewählter Stadtrat. Am 23. Juni durchgeführte Stadtratswahl brachte, nach einem Wahlkampf unter anderem mit Adolf Hitler als Redner, in Coburg mit 43,1 % Stimmen und 13 von 25 Stadträten das erste Mal die absolute Mehrheit für die NSDAP in einer Stadt.

Bei der Eröffnungssitzung des neu gewählten Stadtrates wurde umgehend die Wiedereinstellung mit Beamtenstatus von Schwede bei den Städtischen Werken beschlossen. Im folgenden Jahr schaffte Schwede im fünften Versuch am 28. August 1930 die Wahl zum 3. Bürgermeister. Er war damit der erste Bürgermeister in Deutschland, den die NSDAP stellte. Anfang 1931 wurde er dann zum 2. Bürgermeister gewählt, ehe er schließlich am 16. November 1931 1. Bürgermeister und 1933 zum Oberbürgermeister Coburgs ernannt wurde.

Franz Schwede bekleidet auch das Amt eines Präsidenten des Reichstreuebundes ehemaliger Berufssoldaten. Er war ferner Vorsitzender des Verbandes öffentlicher Lebens-, Unfall- und Haftpflichtversicherungsanstalten in Deutschland. Außerdem war er stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages und Vorstandsmitglied des Deutschen Gemeindetages.

Drittes Reich

Schwede war seit Oktober 1930 als Nachrücker Abgeordneter der NSDAP im bayerischen Landtag geworden und ab November 1933 Mitglied des Reichstages.

Die politische Karriere setzte er am 1. Juli 1934 mit dem Amt des Regierungspräsidenten von Niederbayern/Oberpfalz in Regensburg. Am 21. Juli 1934 wurde Franz Schwede auf Grund seiner großen Verdienste um die nationalsozialistische Bewegung zum Gauleiter und Oberpräsidenten von Pommern ernannt.

Daneben wurde Schwede aufgrund seiner Verdienste der Namenszusatz Coburg und 1939 die Ehrenbürgerschaft Coburgs verliehen. Im Jahr 1937 wurde er zum SA-Gruppenführer und 1938 zum SA-Obergruppenführer befördert. Im gleichen Jahr wurde er Bundesführer des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten sowie 1939 Reichsverteidigungskommissar des Wehrkreises II. Am Ende des Zweiten Weltkrieges setzte sichmit einem Schiff von Saßnitz am 4. Mai in Richtung Schleswig-Holstein ab, wo er am 13. Mai 1945 in englische Kriegsgefangenschaft kam und bis 1947 interniert wurde.

Nachkriegszeit

Nach einer ersten Verurteilung durch eine Spruchkammer wegen Zugehörigkeit zum NS-Führerkorps zu zehn Jahren Gefängnis 1948 in Bielefeld wurde er durch ein Urteil vom 7. April 1951 in Coburg zur Höchststrafe von zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Am 24. Januar 1956 wurde die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt, 1960 starb Franz Schwede-Coburg in Coburg im Alter von 72 Jahren.

Auszeichnungen (Auszug)

Literatur

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