Frauenkirche (Dresden)

Aus Metapedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
Die originale Frauenkirche (hier um 1900) war an Schönheit dem Kirchenneubau von 2005 ebenbürtig

Die Frauenkirche (abgeleitet von: Kirche Unserer Lieben Frau – der Name bezieht sich auf die Heilige Maria) in Dresden war eine evangelisch-lutherische Kirche des Hochbarocks. Sie galt als eines der architektonisch reizvollsten Kirchengebäude Europas und als prachtvolles Zeugnis des protestantischen Sakralbaus. Mehr als 200 Jahre nach ihrer Fertigstellung wurde der größte Sandsteinbau der Welt durch die verheerenden Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 zerstört. 60 Jahre nach der Zerstörung wurde an gleicher Stelle ein nahezu identischer Kirchenneubau eingeweiht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Baus

Gebaut wurde die Kirche nach Plänen des Architekten George Bähr. Die Grundsteinlegung erfolgte am 26. August 1726. Nach 17 Jahren Bauzeit wurde der Bau der monumentalen Kirche, die mit einer Gesamthöhe von 91,23 Metern fortan das Stadtbild von Dresden prägte, beendet. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Gebäude von 1938 bis 1942 aufwendig renoviert.

Die Kuppel

George Bähr - Kuppel Frauenkirche.jpg

Die steinerne Kuppel ohne Dachhaut war zweifellos das auffälligste Merkmal der Kirche. Um ein Auseinanderbrechen zu verhindern, wurde diese mit vier Eisenbändern stabilisiert. Die Kuppel hatte ein Gewicht von 12.000 Tonnen, und mit einer Höhe von 24 Metern und einem Durchmesser von 26 Metern läßt sie den Eindruck einer Glocke entstehen. Ursprünglich war ein kupfernes Dach geplant, von dem aus finanziellen Gründen jedoch wieder Abstand genommen werden mußte. George Bähr soll jedoch von Anfang an den Bau der markanten Kuppel aus Sandstein mit eingeplant haben.

Der Grundriß

Die Kirche hat einen achteckigen Grundriß mit den Abmessungen von ca. 40 x 40 Metern.

Frauenkirche Dresden Grundriß.jpg


Das Glockenspiel

Das historische Glockenspiel soll im Laufe der Zeit insgesamt fünfmal gewechselt worden sein. Eine Glocke des im Neubau verwendeten Geläuts befand sich bereits zwischen 1734 und 1925 in der früheren Dresdner Frauenkirche. 1998 kam sie wieder nach Dresden zurück und vervollständigt als Gedächtnisglocke das Geläut des Neubaus. Sieben Glocken wurden neu und mit einem anderen Klang gegossen.

Rekonstruiertes historisches Glockenläuten der Dresdner Frauenkirche vor ihrer Zerstörung:

Die Orgel

Die Orgel wurde 1736 fertiggestellt und galt als eines der größten Werke Gottfried Silbermanns. Bereits kurz nach der Fertigstellung gab Johann Sebastian Bach auf dem Instrument ein Konzert. Die Orgel wurde durch den anglo-amerikanischen Terrorangriff 1945 restlos zerstört.


Zerstörung

Die Stadt Dresden, die im Jahre 1933 bereits 642.000 Einwohner zählte, war gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im Februar 1945 überfüllt mit Flüchtlingen aus Schlesien (→ Vertreibung). Am Faschingsdienstag, dem 13. Februar 1945, begannen um 22.13 Uhr britische Bomberverbände, das gesamte Stadtgebiet mit einem Bombenteppich zu belegen. Nachdem die Löscharbeiten im Gange waren und viele Dresdner ihren schützenden Keller bereits verlassen hatten, begann um 1.23 Uhr die zweite Angriffswelle auf die wehrlose Bevölkerung. Es entwickelte sich ein gewaltiger Feuersturm, der orkanartig durch die Stadt fegte und weitere bisher unbeschädigte Gebäude entzündete. Ermutigt von der erfolgreichen Vernichtung der Stadt durch die Briten und der Tatsache, daß keinerlei Gegenwehr erfolgte, flogen im Tagesverlauf des 14. Februar amerikanische Bomberverbände weitere Angriffe auf die brennende Stadt. Insgesamt wurden mehr als 3.200 Tonnen Bomben über Dresden abgeworfen. Durch geschmolzene und zersprungene Fensterscheiben entzündete sich im inneren der Frauenkirche bereits in den frühen Stunden des 14. Februar ein Feuer, welches die Kirche am 15. Februar um 10.15 Uhr zum Einsturz brachte.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Luftangriffe auf Dresden


Nach 1945

Kurz nach dem Krieg plante man zunächst den Wiederaufbau der Kirche. Da aber in der völlig zerstörten Stadt dringendere Baumaßnahmen erforderlich waren, um die Not der überlebenden Einwohner zu lindern, sah man davon ab. Während in Dresden die großflächige Trümmerberäumung und der Neubau von Wohnhäusern begann, blieb die Kirchenruine weitgehend unverändert im Stadtzentrum von Dresden liegen und wurde 1966 offiziell zum Mahnmal erklärt. Da Tausende Opfer der Bombardierung zerfetzt und verbrannt waren und somit nicht bestattet werden konnten, nutzten viele Dresdner über Jahrzehnte die Ruine der Frauenkirche, um ihrer Angehöriger zu gedenken. An der Ruine wurden Blumen und Kränze niedergelegt. Bis zum Ende der DDR gab es besonders am Jahrestag der Bombardierung Großveranstaltungen an der Ruine, bei denen an die Verbrechen der britischen und amerikanischen Bomberverbände erinnert wurde.

Kirchenneubau

Nach der politischen Wende und der Teilvereinigung war es nicht im Sinne der neuen Machthaber, eine zentrale Gedenkstätte für deutsche Todesopfer zu erhalten. Die im Westen der BRD bereits erfolgreich durchgesetzte Strategie, daß nichts mehr an alliierte Verbrechen erinnern sollte, wurde nun auch in Dresden praktiziert. Die Ruine mußte weg. So begann man bereits im Jahre 1991, das Mahnmal zu beseitigen, indem man zunächst die Ruine mit einen Gerüst und einem Bauzaun „sicherte“. Von nun an war es eben kein Mahnmal mehr, sondern eine Baustelle, an der das Niederlegen von Blumen oder Kränzen eher würdelos ist. Geschickt wurde nun medienwirksam eine rührige „Wiederaufbau“-Initiative gestartet, bei der natürlich immer wieder dem Nationalsozialismus die Schuld an der Zerstörung der Kirche gegeben wurde. Im Jahre 1993 wurde dann mit dem Neubau der Frauenkirche begonnen. Es folgten viele Jahre, in denen man mit diversen Spendenaufrufen an die Öffentlichkeit ging. Dem deutschen Volk wurde der Neubau der Kirche als „Wiederaufbau“ und Symbol für Versöhnung und Völkerverständigung vermittelt, wobei es vor allem darum ging, die Spendenbereitschaft der Briten hervorzuheben. Daß es die Briten waren, die mit ihren Bomben die Ermordung Tausender und die Zerstörung der Kirche erst möglich gemacht hatten, wurde dabei geschickt verharmlost. Allein für das neue Kuppelkreuz, das mit britischen Spenden finanziert und vom Sohn eines britischen Bomberpiloten gebaut wurde, gab es zahlreiche Veranstaltungen und Medienberichte, in denen den britischen Mördern und Kulturbarbaren in der üblichen politischen Korrektheit gedankt wurde. Das in der Ruine aufgefundene Original-Kuppelkreuz befindet sich heute im Kirchraum des Gebäudes. Um den Neubau der Kirche und die damit verbundene Dankbarkeit gegenüber den Alliierten lang genug in der Öffentlichkeit zu halten, benötigte man trotz modernster Technik für den Kirchenneubau 12 Jahre Zeit. Mehr als zweieinhalb Jahrhunderte vorher hatte man für die gleiche Bauleistung auch ohne viel Technik nur unwesentlich mehr Zeit benötigt.

Eine Reihe der ursprünglichen Steine konnte wiederverwendet werden. Die Kuppel jedoch besteht aus Sicherheitsgründen gänzlich aus neuen Steinen.

Der Neubau der Frauenkirche ist im übrigen nicht zuletzt den aufwendigen Renovierungsarbeiten während der Zeit des Nationalsozialismus zu verdanken, denn zwischen 1938 und 1942 wurden im Zuge der durchgeführten Baumaßnahmen detaillierte Gutachten und Baupläne angefertigt, die als Grundlage für den Kirchenneubau herangezogen wurden.

Das neue Gebäude

Seit der Weihe der neuen Frauenkirche im Jahre 2005 wird der Kirchenneubau in den Medien vor allem als Errungenschaft einer angeblichen westlichen Wertegemeinschaft gefeiert. Daß diese „Errungenschaft“ nicht nötig gewesen wäre, wenn die Alliierten die originale Frauenkirche gar nicht erst zerstört hätten, ist dabei eher nebensächlich. Dennoch wurde mit dem neuen Bau der geschundenen Stadt Dresden zumindest ansatzweise die ursprüngliche Stadtansicht zurückgegeben. Das kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß es sich eben nicht um die Frauenkirche handelt, sondern um einen, wenn auch wohlgemeinten, Nachbau. Die Frauenkirche selbst, wie sie jahrhundertelang bestand und an deren Aufbau deutsche Männer und deutscher Geist tatkräftig mitschufen, ist in der englischen Bombenbarbarei ein für allemal vernichtet worden, und der Geist, den sie ausstrahlte, ist somit für alle Zeit verloren. Das historische Glockengeläut wurde ebenso nicht wiederhergestellt, sondern durch Glocken anderer Tonart ersetzt.

Literatur

  • Jean Louis Sponsel: Die Frauenkirche zu Dresden, Nachdruck der Originalausgabe von 1893; ISBN: 978-3-8262-1931-3

Zum Nachbau der Kirche

  • Reinhard Delau: Die Dresdner Frauenkirche: Ein Tagebuch des Wiederaufbaus, Verlag Edition Sächsische Zeitung, ISBN 978-3938325070
  • Fritz Wenzel: Berichte vom Wiederaufbau der Frauenkirche zu Dresden (PDF-Datei)

Verweis

Die Frauenkirche zu Dresden Von Jean Louis Sponsel.jpg
Meine Werkzeuge