Freikorps „Danmark“

Aus Metapedia

Wechseln zu: Navigation, Suche
SS-Freiwilligen-Verband „Dänemark“.jpg

Das Freikorps „Dänemark“ bzw. Frikorps „Danmark“, zuweilen auch SS-Freiwilligen-Verband „Dänemark“ aber vor allem sprachlich gemischt Freikorps „Danmark“ war eine dänische SS-Einheit und ein ausländischer Freiwilligenverband der Waffen-SS (→ Germanische SS) im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Freiwillige des Freikorps „Danmark“ werden verabschiedet, sie fahren nach Hamburg, Deutschland zur Ausbildung, 1941
Soldaten des Freikorps „Dänemark“ in ihrer Hamburger Kaserne.jpg
Frikorps „Danmark“, Truppenfahne.jpg
Vereidigung von dänischen SS-Freiwilligen des Frikorps „Danmark“ 1941 in Hamburg-Langenhorn mit TruppenfahneDatei:Frikorps „Danmark“, Truppenfahne.jpg

Das Freikorps „Danmark“ wurde 1941 im Jahr nach dem Unternehmen „Weserübung“ auf Bitten der Danmarks Nationalsocialistiske Arbejderparti (DNSAP) aufgestellt und wurde von der dänischen Regierung bewilligt. Offiziere dürften, nach längerer Verhandlung mit der Regierung, Rang und Pension des dänischen Heeres beibehalten.

Anwerbung und Ausbildung

Die Werbung lief gut an, innerhalb von drei Wochen wurden ca. 500 Männer rekrutiert. Schon am 10.7.1941 wurde bekanntgegeben, daß „aufgrund des unerwartet hohen Zugangs“ von militärisch Unausgebildeten, nun auch dieser Kategorie der Beitritt zum Freikorps gestattet werde (37).

Am 17. und 18. Juli 1941 befand sich Chef des SS-Ergänzungsamtes Gottlob Berger in Kopenhagen und besprach letzte zu klärende Punkte bezüglich des Freikorps mit Vertretern der örtlichen SS-Ergänzungsstelle, sowie mit Christian Peder Kryssing und DNSAP-Führer Frits Clausen. Ein erstes Kontingent von 420-430 Mann reiste bereits am 19.7. nach Deutschland.

Nach einem Appell, bei dem neben verschiedenen deutschen Persönlichkeiten und DNSAP-Führern auch Vertreter des dänischen Kriegs- und Außenministeriums anwesend waren, marschierten die Freiwilligen zum Bahnhof Hellerup. Dabei wurden sie von einem deutschen Militärorchester begleitet und ihnen voran ging ein Fahnenträger mit dem Dannebrog. Am Bahnhof wartete bereits eine Menschenmenge, um sie zu verabschieden.

Ziel der Reise war die SS-Kaserne Langenhorn im Norden Hamburgs. Hier sollte das Freikorps „Danmark“ aufgestellt und ausgebildet werden. Bei Ankunft des ersten Kontingents befanden sich bereits etwa 100 dänische SS-Männer in Hamburg, die dem Freikorps aus anderen Einheiten der Waffen-SS zugeführt wurden. In Langenhorn wurden die Freiwilligen von einem Militärorchester und einer Ehrenkompanie empfangen. Neben Vertretern der Waffen-SS, der NSDAP und der Wehrmacht, war auch der dänische Generalkonsul zugegen.

Fahneneid

Am 5. August 1941 wurde in Langenhorn der Fahneneid zelebriert. Wiederum war der dänische Generalkonsul anwesend, der auch einen Bericht für das Außenministerium anfertigte. Außerdem hatten sich Vertreter der Wehrmacht und der Polizei eingefunden. Die Waffen-SS war mit Gruppenführer Hans Jüttner, dem Chef des SS-Führungshauptamtes, auf besonders hohem Niveau vertreten. Kryssing hielt eine kurze Rede, bevor die Freiwilligen folgenden Eid in dänischer Sprache ablegten:

„Ich schwöre vor Gott den heiligen Eid, daß ich im Kampf gegen den Bolschewismus dem obersten Befehlshaber der deutschen Wehrmacht, Adolf Hitler, unbedingten Gehorsam leiste und als tapferer Soldat bereit bin, zu jeder Zeit mein Leben für diesen Eid zu geben.“

Nach dem Eid hielt Jüttner eine Rede. Am 13. September 1941 wurde das Freikorps in die Kaserne Treskau verlegt. Ein Grund dafür war, daß es hier wesentlich bessere Manöverbedingungen gab als in Langenhorn. Die deutschen Stellen forderten die notwendige Ausrüstung für die motorisierte Einheit von der dänischen Regierung. Hier setzte sich der dänische Außenminister Erik Scavenius erneut durch und entsprach den deutschen Wünschen, so daß im Oktober 60 LKW, 60 PKW und 70 Motorräder an das Freikorps geliefert wurden.

Kriegsfront

In der Nacht zum 7. Mai 1942 kam der mit Jubel aufgenommene und langerwartete Befehl, daß das dänische Freikorps nun an der Kriegsfront eingesetzt werden sollte. Über 1.200 Mann erhielten den Marschbefehl, darunter 35 Offiziere. Das Freikorps wurde in der Kesselschlacht von Demjansk eingesetzt. Hier hat das Korps unter schwierigen Bedingungen und mit bedeutenden Verlusten den gerade erkämpften Korridor zum Kessel verteidigt. Von den ursprünglichen ca. 1.200 Mann fielen 73 und 274 wurden verwundet. Außerdem waren viele im sumpfigen Gebiet von Krankheiten befallen. Der Kommandeur, von Schalburg, fiel am 2. Juni, und wenige Tage später fiel auch sein Nachfolger, der deutsche SS-Hauptsturmführer Hans Albert von Lettow-Vorbeck.

Fronturlaub

Zu Beginn des Monats August 1942 wurde das Freikorps von der Front zurückgezogen und erhielt Front- bzw. Heimaturlaub in Dänemark, wo sie überwiegend, bis auf wenige deutschenfeindliche Ausschreitungen, als Helden empfangen wurden.

SS-Hauptsturmführer Per Sørensen, zuletzt als SS-Sturmbannführer Führer der Kampfgruppe „Danmark“, gefallen am 24. April 1945 während der Schlacht um Berlin

Auffrischung und Rückkehr an die Ostfront

Nach einer Auffrischungsperiode wieder an der Ostfront angelangt und jetzt vom dänischen SS-Hauptsturmführer Knud Børge Martinsen geführt, wurde das Freikorps der 1. SS-Infanterie-Brigade (mot.) unterstellt und in der Gegend um den Orten Newel und Welikije Luki eingesetzt. Hier befand sich das Freikorps bis Ende März 1943. Auch hier hat man schwere Kämpfe durchgemacht, doch mit geringeren Verlusten als im Einsatz des vorausgegangenen Sommers weil nun fronterfahren.

Personen

Kommandeure

Personen (Auswahl)

Stärke

  • 31. März 1942: 900
    • zu diesem Zeitpunkt von Heinrich Himmler noch als „Dänenbataillon“ bezeichnet
  • Mai 1942: 1.386
    • mit Stab, vier Kompanien und einer Reserve-Kompanie
  • November 1942: 1.800
    • nach Auffrischung und der 1. SS-Infanterie-Brigade (mot.) unterstellt

Uniformierung, Fahne und Orden

Die Truppenfahne des Frikorps „Danmarks“ bestand aus der dänischen Nationalflagge (Dannebrog), der in weißen Buchstaben die Worte „Frikorps Danmark“ in der linken oberen Ecke hinzugefügt wurden. Zu Beginn führten die Angehörigen des Freikorps statt der bei der SS üblichen Sigrune auf dem linken Kragenspiegel die Dannebrog, die aber bereits während des Aufenthalts in Langenhorn von einem dreibeinigen Sonnenrad (Triskele) abgelöst wurde.

Eine dänische Auszeichnung, das Schalburg-Kreuz, wurde nach dem gefallenen Führer benannt und an verdiente Kämpfer verliehen.

Regiment 24 „Danmark“

Am 24. März 1943 wurde Freikorps „Danmark“ aus der Front herausgelöst und per Eisenbahn nach Grafenwöhr in Bayern verlegt. Hier wurde das Freikorps am 6. Juni 1943 offiziell aufgelöst, und die Freiwilligen, die sich auf Kriegsdauer verpflichtet hatten, gingen im Regiment 24 „Danmark“ in der neu aufgestellte 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ über und dem III. (germanischen) SS-Panzerkorps des SS-Obergruppenführers Felix Steiner unterstellt.

Vom Freiwilligen-Verband zur Elite-Division

Mit Befehl vom 22. März 1943 wurde aus den Freikorps „Danmark“ und der Freiwilligen-Legion „Norwegen“ sowie dem SS-Panzergrenadier-Regiment „Nordland“ der SS-Division „Wiking“ die 14. (germanische) SS-Panzergrenadier-Division „Nordland“ gebildet. Am 10. April 1943 wurde die Division in SS-Panzergrenadier-Division 11 (germanisch) und schließlich in 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ umbenannt.

Nachkriegszeit

Gesinnungsjustiz

Nach dem Krieg wurden die Freiwilligen, die nach Dänemark zurückkamen, vor Gericht gestellt und völkerrechtswidrig wegen „Landesverrats“ mit von 2 Jahren (Mannschaften) bis 8 Jahren (Offiziere) Haft bestraft. Die Bestrafung fand nach einem bereits damals stark kritisierten Zusatz zum dänischen Strafgesetzbuch statt, der mit rückwirkender Kraft ab dem 9. April 1940 galt, obschon die legitime Regierung Dänemarks zu dem Zeitpunkt den Waffeneinsatz genehmigt hatte. Das Rückwirkungsverbot im Strafrecht geht auf den jahrtausendealten Rechtsgrundsatz „Keine Strafe ohne Gesetz“ („nulla poena sine lege“) zurück. Es ist ein typisches Merkmal von Siegerjustiz – bzw. Handlangerjustiz –, diesen feststehenden Rechtsgrundsatz willkürlich zu mißachten.

Von den dänischen Gerichten wurde in hanebüchenen Urteilen zugrunde gelegt, daß die Freiwilligen hätten einsehen müssen, daß die dänische Regierung bei der Akzeptanz der SS-Werbung in Dänemark unter deutschem Druck stand. Dienst in SS-Einheiten nach dem 29. August 1943, als die dänische Regierung zurücktrat und Heer und Flotte aufgelöst wurden, sahen die Gerichte als strafverschärfenden Umstand an.

Ungefähr 3300 Dänen wurden wegen Dienst in der Waffen-SS bestraft. Einigen gelang es, sich der gerichtlichen Verfolgung zu entziehen, einige, wie z. B. Sören Kam, verblieben in Deutschland und einige hunderte (von tausenden), die aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft in der Zeit bis 1956 zurückkamen, wurden als Spätheimkehrer nicht noch weiter bestraft.

Bildergalerie

Siehe auch

Meine Werkzeuge