Friedrich III. (Deutsches Reich)

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Kaiser Friedrich III., König von Preußen, Portrait in Generalfeldmarschallsuniform mit Ordensschmuck

Friedrich III., mit vollem Namen Friedrich Wilhelm Nikolaus Karl von Preußen (Lebensrune.png 18. Oktober 1831 im Neuen Palais in Potsdam; Todesrune.png 15. Juni 1888 ebenda), war 99 Tage Deutscher Kaiser und König von Preußen. Er war Feldherr der Preußischen Armee im Deutschen Bruderkrieg und im Deutsch-Französischen Krieg. Mit Kronprinz Friedrich Wilhelm und Prinz Friedrich Karl wurden 1870 zum ersten Mal in der Geschichte preußische Prinzen zu Feldmarschallen ernannt. Kronprinz Friedrich Wilhelm schrieb über die Proklamation seines Vaters zum Kaiser und somit der Reichsgründung am 18. Januar 1871 in seinem Tagebuch:

„Dieser Augenblick war mächtig ergreifend, ja überwältigend und nahm sich wunderbar schön aus. Ich beugte ein Knie vor dem Kaiser und küsste ihm die Hand, worauf er mich aufhob und mit tiefer Bewegung umarmte.“

Inhaltsverzeichnis

Deutscher Kaiser

Lichtbild Friedrichs III.

Als Friedrich Wilhelm durch den Tod seines Vaters am 9. März 1888 Deutscher Kaiser und König von Preußen wurde, war er bereits so schwer an Kehlkopfkrebs erkrankt, daß er nicht mehr sprechen konnte. Seine nur dreimonatige Regentschaft („99-Tage-Kaiser“) endete dadurch bereits im Jahr der Thronbesteigung und machte mit der Thronbesteigung seines Sohnes Wilhelm II. (1859-1941) das Jahr 1888 zum Dreikaiserjahr.

In der heutigen Zeit wird gerne darüber gemutmaßt, daß, wenn Friedrich III. als Kaiser länger regiert hätte, dann das parlamentarische System in Preußen und Deutschland unter ihm eingeführt worden wäre. Otto von Bismarck soll für sein Verbleiben im Amt unter Friedrich III. zur Bedingung gemacht haben, daß dies nicht geschehe. „Kein Gedanke daran“, soll der damalige Kronprinz geantwortet haben, der sich noch zu Beginn von Bismarcks Ministerpräsidentschaft eindeutig und öffentlich gegen ihn gestellt und dadurch selbst ein Zerwürfnis mit seinem Vater in Kauf genommen hatte. Später versöhnte er sich mit Bismarck und überzeugte seinen Vater davon, daß es richtig sei, einen milden Frieden mit Österreich abzuschließen, wie Bismarck das wollte, gegen den anfänglichen Widerstand Wilhelms I. nach dem Preußisch-Österreichischen Krieg 1866. Der Judengegner Hermann Ahlwardt setzte im Gegensatz dazu ganz andere Hoffnungen in dessen Amtszeit. Er hoffte darauf, daß er sich der Sache der Judengegner anschließen würde bzw. etwas in Richtung der Einschränkung der zu Vorrechten gewordenen Rechte der Juden tun würde.

Am Brandenburger Tor wurde ihm ein Denkmal errichtet, das zumeist der Siegesallee zugerechnet wird.[1]

Freimaurerei

Kronprinz Friedrich wurde 1853 durch seinen Vater in die Freimaurerei eingeführt und in die Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland aufgenommen.

Familie

Friedrich III. (mit Unterschrift).jpg

Eltern

Ehe

An dritter Stelle der preußischen Thronfolge geboren, heiratete er 1858 die älteste Tochter der britischen Königin Victoria, Prinzessin Victoria. Ihr Vater war Albert von Sachsen-Coburg und Gotha.

Kinder

Auszeichnungen (kleiner Auszug)

Quellentexte

Tannenberg-Jahrbuch (1939)

Hintergründe über seine Krankheit, seine Mitgliedschaft in der Freimaurerei und die Umstände seines Todes wurden im Tannenberg-Jahrbuch 1939 veröffentlicht:[4]

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Ein Jahr bevor die berüchtigte Jahrhundertfeier der blutrünstigen Freimaurerrevolution von 1789 von den Br. Br. Freimaurern in Paris begangen wurde, also ein Jahr bevor von der Freimaurerei die Vernichtung des deutschen Volkes und der Monarchie der Hohenzollern beschlossen wurde, schloss im Jahwejahre 1888 Kaiser Friedrich III. nach einer kurzen Regierungszeit von 99 Tagen die Augen. Die Umstände, die zu seinem Tode führten, riefen schon damals in weiten Kreisen Beunruhigung hervor, und es ist bezeichnend, dass seinerzeit die diesbezüglichen Erörterungen unterbunden wurden mit der Begründung „damit endlich Ruhe im Lande würde“. Wer die merkwürdigen Umstände, die mit dem Leidensweg des Kaisers Friedrich verwoben waren, näher kennt, muss sich erstaunt fragen, wer soll denn eigentlich Ruhe haben? Ist mit dem „Land“ das Land Kanaan etwa gemeint?

Diese merkwürdige Tatsache, gepaart mit dem Wissen um Ziel und Wege der überstaatlichen Mächte, fordern dringend, einmal die Lupe auf die Ereignisse, die schließlich den Tod des Kaisers herbeiführten, zu setzen. Es sei noch bemerkt, dass Kaiser Friedrich von seinem Vater, Wilhelm I., persönlich in die altpreußische Loge in den Grad „des Ritters vom Westen“ eingeführt wurde. Zum Schrecken der Mitglieder der großen Landesloge – so berichtet Br. Geidel – versuchte der Kronprinz Friedrich, durch eigene Forschung in das Geheimnis der Freimaurerei einzudringen. Er wollte „Wahrheit, durch kein Motiv irgendwelcher Art getrübte Erkenntnis“. Die Schwierigkeiten, die sich dem damaligen Kronprinzen in diesem Streben entgegentürmten, waren so groß und so mannigfaltig, dass er zunächst seine diesbezüglichen Forschungen aufgeben musste. Gleichzeitig legte er im Jahre 1864 sein Amt als regierender Ordensgroßmeister der großen Landesloge nieder, und am 1. im Lenzing 1874 entsagte er auch der Würde eines Ordensmeisters dieser Loge. Zwangen ihn als Kronprinzen mannigfache Rücksichten und Umstände, seine Forschungen zunächst einzustellen, so mußten die erschrockenen Br. Br. damit rechnen, dass Friedrich als Kaiser diese Forschungen um so ungehinderter und tatkräftiger wieder aufnehmen würde. Weiterhin waren die Br. Br. Freimaurer empört darüber, dass der Kaiser Friedrich III. nicht seinen Sohn, den späteren Kaiser Wilhelm II., in die „königliche Kunst“ – so nennen die Freimaurer ihr menschenverblödendes und völkerzerstörendes Treiben – eingeführt hatte.[5] Allein diese wenigen Andeutungen genügen schon, um anzudeuten, wie sehr die Br. Br. Freimaurer vor diesem Herrscher bei ihrem Treiben „in Treue gegen Kaiser und Reich“ – wie sie selbst sagen – auf der Hut zu sein Anlass hatten. Sicher ist, dass für die Freimaurer der Tod dieses Kaisers „zur rechten Zeit“ erfolgte.

Diese Erwägungen hat eine zukünftige „erkennende Geschichteschreibung“, wie sie der Feldherr des Weltkrieges gegenüber der bisher üblichen, von ihm als „blinde Geschichteschreibung“ bezeichneten forderte, bei ihrer Erforschung der Geschichte des deutschen Volkes insbesondere in ihre Betrachtungen und Bestrebungen einzubeziehen. Dann erst wird es auch möglich sein, die Ursache zu finden für die Unglaublichkeiten, die mit dem Leiden Kaiser Friedrichs verknüpft sind.

Die nun folgenden Schilderungen des Leidensweges des Kaisers stützen sich auf eine ungemein erschütternde Schrift der Tochter des großen Deutschen Arztes Prof. Ernst v. Bergmann,[6] der den Kaiser in seinem Leiden behandelte.

Im Mai 1887 erschien der Kronprinz Friedrich in der Sprechstunde des Berliner Chirurgen Ernst v. Bergmann wegen einer hartnäckigen Heiserkeit. Die Untersuchung ergab, daß es sich um eine bösartige Wucherung an einem der beiden Stimmbänder handelte. Da diese Wucherung noch klein war, riet v. Bergmann, nachdem auch der Laryngologe Prof. Tobler und der Kliniker Gerhardt die gleiche Ansicht vertraten, zur operativen Entfernung dieser Wucherung, bevor sie noch größer wurde. Der Kronprinz erklärte sich damit einverstanden. Jedoch am Morgen, als die Operation erfolgen sollte, bat die Kronprinzessin Viktoria, doch noch den Eingriff aufzuschieben und vorerst einen ihr als gut empfohlenen englischen Halsspezialisten – Dr. Makenzie – zu hören. v. Bergmann gab diesem Wunsche statt und mußte zu seinem Schrecken erleben, daß der Engländer erklärte, dieses Leiden ohne Eingriff heilen zu wollen. Der Einfluß Makenzies war bald so groß, daß es v. Bergmann nicht gelang, noch weitere Deutsche Spezialisten zuziehen zu dürfen. Tief erschrocken und sich der schweren Verantwortung bewußt, drang v. Bergmann darauf, daß der große Anatom Virchow hinzugezogen würde. Unfaßbar erschien es v. Bergmann, als nun Virchow das ihm vorgelegte Gewebe als völlig gesund erklärte. Makenzie und mit ihm eine jüdische bezahlte Presse triumphierten. v. Bergmann aber litt aufs tiefste, weil ihm die helfenden Hände gebunden waren. Es stellte sich später heraus, daß Makenzie zweimal ein Stück des gesunden Stimmbandes dem Anatom Virchow vorgelegt hatte! Makenzie und sein Assistenzarzt Dr. Hovell drangen nun darauf, den Kronprinzen aus der Einflußsphäre der Berliner Ärzte zu ziehen, und er verordnete ihm Aufenthalt an der englischen Küste. So siedelte denn die Familie des Kronprinzen bald zur Isle of Wight über und zum Herbst von dort nach San Remo. Von Bergmann rang noch vor der Abreise des Kronprinzen dessen Leibarzt Dr. Wegner die Zusicherung ab, ihm sofort mitzuteilen, wenn die Wucherung größer würde, damit er dann noch eingreifen könne. Doch nichts geschah. Der erste Assistent v. Bergmanns, Prof. Dr. Bramann, der dem Kronprinzen auf Wunsch des Kaisers Wilhelm I. beigegeben wurde, wurde von der Kronprinzessin und den englischen Ärzten wie ein Eindringling behandelt und aufs ärgste angefeindet. Als Prof. Bramann dem englischen Arzt Dr. Makenzie Vorstellungen machte, weil dieser in Anwesenheit des kranken Kronprinzen zu rauchen beliebte, gab es unerhörte Auftritte. Der Assistenzarzt Dr. Hovell geruhte sogar in Gegenwart des Kronprinzen, die Beine auf den gegenüberstehenden Stuhl zu legen, wenn ihm dieses paßte. Doch das war alles nichts gegen die Ungeheuerlichkeiten des Makenzie, von denen die Tochter des Prof. v. Bergmann auf Seite 13 ihrer Schrift berichtet:

Makenzie meldete des öfteren Konsultationsreisen an und ließ sich durch die Kasse der Kronprinzessin, da sie wünschte, ihn da zu behalten, den Betrag dafür ersetzen. Eine angeblich nach Amerika angeforderte Konsultation Makenzies ist, wie Nachforschungen ergeben haben, nie verlangt worden; die hohe Vergütung aber dafür floß, da er zugunsten der Kronprinzessin auf diese Auslandsreise verzichtete, in Makenzies Tasche, abgesehen von den hohen Tagesgeldern, die der englische Arzt und sein Assistent verlangten.“

Der Zustand des Kranken wurde immer ernster, so daß Bramann darauf drang, daß sein Chef nun endlich zum Vollzug des dringendst nötigen Eingriffs herbeigerufen würde. Vergebens. Die Pressemeldungen brachten die günstigsten Meldungen über den Zustand des Kronprinzen. Allmorgendlich empfing Makenzie ein Heer von deutschen und englischen Berichterstattern meist jüdischer Rasse!

Da trat plötzlich das lange befürchtete Ereignis ein: Der Kronprinz erlitt einen schweren Erstickungsanfall. Nun telegraphierte Bramann sofort an Prof. v. Bergmann. Doch bevor dieser eintreffen konnte, mußte die Tracheotomie – Luftröhrenschnitt – gemacht werden. Nur unter den schwierigsten Verhältnissen konnte Bramann den Eingriff vollziehen, da sich die Engländer weigerten, die Narkose auszuführen. Und als der deutsche Arzt gerade das Messer ansetzte, ließ der Engländer den Kopf des Kronprinzen fallen! Einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, daß Bramann im letzten Moment die Bewegungen des englischen Arztes beobachtete und so schnell ein großes Unglück verhüten konnte. Die Kronprinzessin dankte dem deutschen Arzt aufrichtig für die Tat der Lebensrettung, die Sprache allerdings verlor der Kronprinz durch diesen notwendigen Eingriff. Als der alte Kaiser von der Tracheotomie hörte, war er aufs heftigste erschüttert, hatte er doch nur gute Nachrichten erhalten. Sofort schickte er nun den Prof. v. Bergmann nach San Remo, wo er von dem Kranken aufs wärmste begrüßt wurde. Die Kronprinzessin empfing ihn mit den Worten: „Ihr Zug geht um soundsoviel Uhr wieder nach Berlin“. v. Bergmann erwiderte, daß er selbst über das Kursbuch orientiert sei, aber vom Kaiser den Befehl erhalten habe, hierzubleiben.

Bei seiner Abreise von Berlin bat der greise Kaiser Herrn Prof. v. Bergmann, ihm ja täglich telegraphisch zu berichten. Wie unglaublich die Verhältnisse damals in Berlin waren, geht aus der Schilderung der Tochter v. Bergmanns auf Seite 16 ihrer Schrift hervor:

„v. Bergmann erhielt noch vom Kultusministerium den Schlüssel für chiffrierte Depeschen und reiste ab. Es wurde mit dem Kultusminister von Goßler ausgemacht, daß alle chiffrierten Depeschen an meine Mutter geleitet werden sollten, denn Nachrichten an das Ministerium oder an die Hofkanzlei wurden teils erbrochen, teils zurückgehalten und gelangten selten an ihre Bestimmungsadresse.“ (!!)

Kaum vorstellbar sind die Schwierigkeiten, die dem Prof. v. Bergmann nun in San Remo bereitet wurden, und wenn er dennoch dort blieb, so zeugt das von einem wirklich großen Charakter. v. Bergmann sucht auf jede Weise dem Kranken Linderung zu verschaffen. So ersetzt er die harten Kissen durch weiche, doch die Kronprinzessin entfernt diese wieder mit den Worten, das sei nicht nötig, das sei Verwöhnung. Weil sie ewig die Fenster des Krankenzimmers öffnete, nannte die Umgebung die Kronprinzessin bald den „Luftteufel“, und sobald diese das Zimmer verließ, stürzte ein Bediensteter zum Fenster, um es schnell wieder zu schließen. Ja, die Kammerdiener mußten sogar vor den Engländern den Auswurf des Kronprinzen, den v. Bergmann für seine Untersuchungen brauchte, verstecken. Kurz, die ganzen Zustände waren derartig, daß v. Bergmann einmal an seine Gattin schrieb:

„Jeder ärmste Kranke meiner Klinik hat es besser als der Kronprinz von Deutschland.“

Der Kronprinz litt unsagbar, und manchmal dankte er mit einem herzlichen Händedruck v. Bergmann für seine Bemühungen. Oft mußte dieser ihm sein Tagebuch reichen, zu dem der Kronprinz den Schlüssel an einem Kettchen um seinen Hals trug.

Am 8. im Lenzing 1888 starb Wilhelm I. und der schwerkranke Friedrich wurde jetzt Deutscher Kaiser. Sofort siedelte die Familie nach Berlin über in das Charlottenburger Schloß. Bald darauf erlitt der Kaiser einen zweiten schweren Erstickungsanfall. Die Engländer hatten zur Reinigung die Kanüle herausgenommen und konnten sie nicht wieder einsetzen. Unaufhaltsam schritt das unerbittliche Leiden fort. Am 15. 6. 1888 erlag dann der Kaiser seinen Qualen.

Gegen viele Schwierigkeiten von seiten der Kaiserin setzte v. Bergmann eine Sektion des Kaisers durch, an der auch die beiden englischen Ärzte teilnehmen mußten. v. Bergmann leitete die Sektion und Virchow führte sie auf dessen Wunsch aus. Im letzten Augenblick vor der Sektion versuchten Makenzie und Hovell zu entfliehen. Hovell versuchte in Hemd und Unterhose aus dem Fenster zu springen, indessen Soldaten, die inzwischen das Schloß umstellt hatten, vereitelten mit ihren Bajonetten die Flucht. Dennoch gelang es Makenzie und Hovell, die Tagebücher des Kaisers zu entwenden, die bis heute verschwunden geblieben sind. Die Sektion bestätigte die Diagnose v. Bergmanns, und auch die erblaßten englischen Ärzte sahen sich genötigt, das Sektionsprotokoll, das als Ergebnis der Untersuchung Kehlkopfkrebs feststellte, zu unterzeichnen.

Niemand kann ohne Erschütterung und Empörung von diesen unglaublichen Zuständen in der Umgebung des Kronprinzen und später des Kaisers Kenntnis nehmen. Sollten auch hier die überstaatlichen Mächte wieder ihre Arbeit geleistet haben? Ist der Kaiser „mit Gottes Hilfe hinweggerafft“?, wie sie so zynisch das Ergebnis ihrer „Arbeit“ nennen. Diese Frage drängt sich mit Ungestüm auf. Ist es nicht merkwürdig, daß der Engländer Virchow zweimal gesundes Gewebe zur Untersuchung vorlegte? Ist es nicht unglaublich, daß die englischen Ärzte sich weigerten, im Augenblick höchster Not die Narkose auszuführen, und spricht nicht schon allein die Tatsache, daß der eine Engländer gerade in dem Augenblick den Kopf des Kronprinzen fallen läßt, als der Prof. Bramann das Messer setzen will? Der Hinweis, daß der Kaiser in Berlin nicht die abgesandten Telegramme erhält und daß diese erbrochen wurden, deutet darauf hin, daß hier mehr als ein Zufall und eine Kette unglücklicher Zufälle am Werke waren. Dringend heischen diese unerhörten Ereignisse der Nachforschung und der Aufklärung. Für diese Zusammenhänge müßte doch wohl das ganze Deutsche Volk brennendstes Interesse haben, selbst auf die „Gefahr“ hin, daß es unruhige Tage im Lande Kanaan gäbe.

Eine Geschichteschreibung, wie sie das Haus Ludendorff fordert und durch das Vorbild lehrt, wird auch hier reichlich Betätigungsmöglichkeiten finden. Sie wird festzustellen haben, was für Kräfte hier eventuell am Werke waren. Nur eine Geschichte, die lautere Wahrheit berichtet, vermag von Nutzen für die Erhaltung unseres Volkes zu sein.

Quelle: Ludendorffs Verlag: Tannenberg-Jahrbuch 1939, S. 32-36, Artikel von Roland Mayer: Der Leidensweg Kaiser Friedrich III.


Sigilla Veri (1929)

Nachfolgend der komplette Artikel der Sigilla Veri aus dem Jahr 1929, der Friedrichs Verhältnis zum Judentum, seine Mitgliedschaft in der Freimaurerei sowie seine Schulden bei jüdischen Bankhäusern in Höhe von 15 Millionen Mark (entspricht im Jahr 2013 etwa 610 Millionen Euro[7]) behandelt.[8]

Quelle
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Friedrich III., Kaiser von Deutschland, 1888; heiratete Viktoria von England (siehe Koburger).

Kronprinz Friedrich Wilhelm schrieb dem Fürsten Karl von Rumänien am 15.4.1868 über die Judenfrage:

„Ich habe mich in den letzten Tagen genügend über die Judengeschichten geärgert, denen man wohl anmerkt, daß tückische Mißgunst dabei einheizt.“

Hallische Nachrichten (Paul Burg) vom September 1927:

„Im November 1852 meldeten Berliner Zeitungen als großes Unglück, daß Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen in den Freimaurerorden eintrete. König Friedrich Wilhelm der IV. setzte ihm auseinander, die meisten Glieder des Ordens seien betrogen; von dessen eigentlichen Zwecken erführen sie nichts! Der Prinz wurde aber doch am 5. durch seinen Vater Prinz Wilhelm (späteren Kaiser Wilhelm), Protektor der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland, im Königlichen Palais in den Orden aufgenommen. ... Der Stettiner Pastor Schiffmann führte den Prinzen zu den Quellen maurerischer Forschung, zu dessen Ehren nach 2 Jahren in Berlin eine „St.-Johannis-Loge Friedrich Wilhelm zur Morgenröte“ gestiftet wurde. Der junge Maurer besuchte als Bräutigam der Viktoria auch die Londoner „Große Loge von England“, deren Großmeister, Baron Zetland, ihm bedeutete, daß die preußischen Logen besuchende jüdische Brüder aus englischen Logen nicht einließen und man deshalb auch jedem Preußen den Eintritt in den Tempel verweigern müsse. Der Kronprinz versprach und bewirkte sofort die Aufhebung des Edikts ...“ Deutsche Wochenschau vom 31.3.1929.

Antisemitische Correspondenz vom 7.12.1890:

„Kronprinz Friedrich Wilhelm, für seine Person mehr als bedürfnislos, geriet infolge seiner vielen stillen Wohltaten an vornehm und gering sehr früh in Schulden und in Wucherjuden-Hände. Seine Wechsel, nicht unter 50 Prozent vergeben, liefen unter den schlimmsten Wucherern umher. Mit seinen Schulden hat er viele Jahre hindurch ebenso schwer gekämpft wie andere Sterbliche mit den ihrigen, und um seinen Vater nicht zu betrüben, sie geheim gehalten. Schließlich kauften jüdische Bankhäuser, wohl in der Hoffnung, für ihre Stammesgenossen in Zukunft Vorteile zu erzielen, sämtliche Wechsel auf, und berechneten das Geld dem Kronprinzen zu mäßigen Zinsen. Aber auch diese Zinszahlung nahm den größten Teil des kronprinzlichen Einkommens weg. Bald nach dem Regierungsantritte des Kaisers sind die Schulden, fast 15 Millionen Mark, bezahlt worden.“

In einem „Eingesandt“ an die Kreuz-Zeitung 1892 (Deutschsoziale Blätter 31/7) berichtete Herr von Diest-Daber, der 12 Jahre lang mit dem Kronprinzen in Briefwechsel gestanden hatte:

„Auch Er erkannte klar die für Deutschlands Ehrenhaftigkeit aus dem andauernden Anwachsen des Einflusses der meist jüdischen Geldmächte erwachsenden Gefahren, sowie daß die Sozialdemokratie ihre Waffen aus diesen Zuständen mit einer gewissen Berechtigung hernimmt, und daß mit der Zeit der Thron der Hohenzollern und das Deutsche Reich diesen Gefahren mit unterliegen. Es scheint heilsam, öffentlich zu konstatieren, daß Seine Sympathie, wie Höchstseine Briefe bestätigen, sich auf Seiten des unternommenen Kampfes befand, wenngleich Er es nicht für angemessen erachten konnte, Sich daran zu beteiligen.“ Siehe Kommerzienrat Meyer Magnus.

Antisemitische Correspondenz vom 3.2.1889:

„Denn er war unser, wagte das jüdische Schmutzblatt Berliner Börsen-Kourier zu schreiben, und wohl in dem gleichen Gedankengange beliebt es die „Jüdische Presse“ des Hirsch Hildesheimer, so oft sie den Namen Kaiser Friedrichs erwähnt, dahinter ein hebräisches Zeichen zu setzen, das „gesegneten Angedenkens“ bedeutet und sonst nur bei „verdienstvollen“ gestorbenen Juden gebraucht wird!“

Welche Erscheinungen diese Betriebsamkeit schließlich zeitigte, beweist die Antisemitische Correspondenz vom 11.5.1890:

„„Ein Judenkaiser“! Eine Anklage wegen groben Unfugs gelangte dieser Tage vor der 94. Abteilung des Schöffengerichts gegen den Handelsmann Aron Fuchs zur Verhandlung. Der Angeschuldigte besuchte eines Tages ein Restaurant, in dem sich auch Postsekretär Heinrich Wolf und Hilfsprediger Koch befanden. Wie die Letzteren behaupten, hat der Angeklagte, der sich in etwas erregtem Zustand befand, ohne Veranlassung die ihm gänzlich fremden Gäste mit Bemerkungen über den Antisemitismus geärgert und ist von denselben wiederholt zur Ruhe verwiesen worden. Der Angeklagte behauptet dagegen, daß er sich durch der übrigen Gäste Gespräche über die Juden gekränkt gefühlt und daher allerdings gesagt habe: „Ach, was wollen denn die Antisemiten mit ihrer Hetze, sie können ja doch nicht gegen uns aufkommen!“ Die Angriffe hätten aber nicht aufgehört, und da habe er seine Schnupftabaks-Dose hervorgeholt, auf das Bildnis Kaiser Friedrich‘s III., das sich auf dem Deckel befand, gezeigt und gesagt: „Das war ein Judenkönig!“ In dieser Bemerkung erblickte die Anklage den groben Unfug. Der Beschuldigte erklärte vor Gericht, daß er darüber, was er sich bei der beanstandeten Äußerung gedacht, keine Rechenschaft geben könne. Wenn er sich irgendetwas dabei gedacht habe, so könne es nur das gewesen sein, sich gegen die Angriffe zu wehren. Die als Zeugen vernommenen Postsekretär Wolf und Hilfsprediger Koch bekundeten übereinstimmend, daß sie sich durch jene Äußerung in ihrem patriotischen Gefühl auf‘s tiefste verletzt gefühlt; sie hätten darin den Vorwurf gefunden, als seien die Kaiser Wilhelm I. und Wilhelm II. weniger gerechte Regenten, als Kaiser Friedrich. Der Zeuge Wolf hat sogar geglaubt, es liege darin eine Majestäts-Beleidigung gegen den jetzigen Kaiser. Er ist deshalb zur Wache gegangen und hat die Verhaftung des Angeklagten bewirkt. Der Amtsanwalt bezog sich auf eine Entscheidung des Reichsgerichts, wonach auch aus Fahrlässigkeit grober Unfug begangen werden könne; ein solcher Fall liege hier vor. Er beantragte dafür eine Haft von vier Wochen. Der Gerichtshof erkannte nach kurzer Beratung auf Freisprechung. – Nach unserer Meinung konnte in der Bezeichnung „Judenkönig“ nur eine schwere Beschimpfung des Andenkens Kaiser Friedrich‘s III. liegen, nichts anderes!“
Quelle: E. Ekkehard: Sigilla Veri, Band 3, U.-Bodung-Verlag, Erfurt, 1929, Seite 575-576.


Schriften

  • Eduard Engel (Hrsg.): Kaiser Friedrichs Tagebuch mit Einleitungen und Aktenstücken (Netzbuch und einzelne Seiten als PDF-Dateien speicherbar) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Heinrich Otto Meisner (Hrsg.): Kaiser Friedrich III. Tagebücher von 1848–1866. Leipzig 1929.
  • Heinrich Otto Meisner (Hrsg.): Kaiser Friedrich III. Das Kriegstagebuch von 1870/71. Berlin/Leipzig 1926.
  • Hans Rothfels (Hrsg.): Tagebuch meiner Reise nach dem Morgenlande 1869. Bericht des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm über seine Reise zur Einweihung des Suez-Kanals. Frankfurt am Main 1971. (Netzbuch und einzelne Seiten als PDF-Dateien speicherbar) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Literatur

  • Rolf Kosiek: Zur Krankheit Kaiser Friedrichs III., in: Der Große Wendig, 3. Band, 3. Aufl. 2010, S. 35 f. [Bedingt-vorsätzlich falsche, letale Behandlung des Kaisers durch britische Ärzte, welche Friedrichs Ehefrau statt bewährter deutscher Ärzte beauftragt hatte]
  • Hermann Müller-Bohn: Unser Fritz - Deutscher Kaiser und König von Preußen, ein Lebensbild, 1889 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Georg Schuster: Briefe, Reden und Erlasse des Kaisers und Königs Friedrich III (1907); PDF-Datei
  • Hermann Hengst: Friedrich Wilhelm, Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preussen, Ein Fürsten-und Heldenbild. Festschrift erschienen zur silbernen Hochzeit Sr. Kaiserlichen Hoheit und fortgeführt bis zum Regierungsantritt Kaiser Friedrich III., 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Ludwig Ziemssen: Friedrich III., Deutscher Kaiser und König von Preußen, 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar! auch als Nachdruck der Originalausgabe, Melchior-Verlag, ISBN: 978-3-941555-04-4
  • Bernhard Rogge: Friedrich der Dritte, deutscher Kaiser und König von Preussen. Ein Lebensbild, jung und alt gewidmet, 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Die Krankheit Kaiser Friedrich des Dritten. Kaiserliche Reichsdruckerei. Berlin 1888 (PDF-Datei)
  • Rennell Rodd: Friedrich III. als Kronprinz und Kaiser - Ein Lebensbild, 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Martin Philippson:
    • Friedrich III. als Kronprinz und Kaiser, 1893 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
    • Das Leben Kaiser Friedrichs III., 1900 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Albert von Mischke: „Kaiser Friedrich III.“ in: „Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preussen“, 1897 (PDF-Datei)
  • Die Krankheit Kaiser Friedrich des Dritten dargestellt nach amtlichen Quellen (1888) (PDF-Datei)
  • Ludendorffs Verlag: Tannenberg-Jahrbuch 1939, S. 32-36, Artikel von Roland Mayer: Der Leidensweg Kaiser Friedrich III. (PDF-Datei)
  • Eintrag über Morell Mackenzie, den behandelnden Arzt Kaiser Friedrich III., in der Sigilla Veri Band 7 S. 182f.

Fußnoten

  1. Zentralblatt der Bauverwaltung, Band 23, 1903, S. 572ff. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Anton Frans Karl Anjou: Riddare af Konung Carl XIII:s orden 1811–1900. Biografiska anteckningar. Eskjö 1900, S. 176.
  3. Rudolf von Kramer und Otto Freiherr von Waldenfels: VIRTUTI PRO PATRIA – Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden Kriegstaten und Ehrenbuch 1914–1918, Selbstverlag des königlich bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, München 1966, S.444
  4. Ludendorffs Verlag: Tannenberg-Jahrbuch 1939, S. 32-36.
  5. Siehe: Erich Ludendorff: Kriegshetze und Völkermorden, Ludendorff Verlag, 1935.
  6. Freifrau v. Brand, geb. v. Bergmann: Persönliche Erinnerungen an ihren Vater Ernst v. Bergmann während der Krankheit Kaiser Friedrichs III., Selbstverlag, Freifrau von Brand, Tübingen.
  7. Vergleich Monatslöhne: 15 Millionen / 61 Mark (1896) * 2233 Euro (2006) plus Inflation von 2006-2012. Seiten zuletzt aufgerufen am 6.5.2013.
  8. E. Ekkehard: Sigilla Veri, Band 3, U.-Bodung-Verlag, Erfurt, 1929, Seite 575-576.
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