Schlegel, Friedrich von

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Friedrich von Schlegel (1829) von Josef Axmann oder Auguste von Buttlar, seiner Nichte, die ihn nach Dresden begleitete.

Karl Wilhelm Friedrich Schlegel, seit 1815 von Schlegel (Lebensrune.png 10. März 1772 in Hannover; Todesrune.png 11. Januar 1829 in Dresden) war ein deutscher Schriftsteller, Sprachforscher, Historiker und Altphilologe, Hochschullehrer und Übersetzer, der sich auch mit philosophischen Fragen der Kultur beschäftigte.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

Mitbegründer der neueren romantischen Schule („Lucinde“), bahnbrechender Literaturforscher für die orientalische Richtung („Ueber die Sprache und Weisheit der Indier“); studirte zu Göttingen und Leipzig Philologie, lebte mit seinem Bruder und Tieck längere Zeit in Jena, ging nach Dresden, dem „Sitz der romantischen Köpfe“, von dort nach Paris, trat 1803 mit seiner Gattin Dorothea in Köln zur katholischen Kirche über; er war, wie man später von Onno Klopp sagte, katholisch geworden in Folge der Lektüre seiner eigenen Schriften.
Als sich 1809 in Oesterreich die patriotische Erhebung vollzog, nahm er als Hof- und Staatskanzlist zu Wien den lebhaftesten Antheil daran; die Proklamationen gegen Napoleon entstammen seiner Feder. Sein Roman „Lucinde“, in dem der Kultus des Fleischlichen gepredigt wird, ward ebenso gepriesen wie verdammt; seine Tragödie „Alarkos“ ließ Goethe nur ein Mal in Weimar aufführen. Seine reflektirenden Vorlesungen über Philosophie der Geschichte erregten Bewunderung. Dorothea Schlegel, Tochter von Moses Mendelssohn, geschiedene Veit, schrieb u. a. den Roman „Florentin“, dessen Held Eduard d'Alton ist.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Friedrich Schlegel um 1810 (Zeichnung von seinem Stiefsohn Philipp Veit) und dessen Gemahlin Dorothea Friederike

Werke (Auswahl)

  • Prosaische Jugendschriften (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Die drey ersten Vorlesungen über die Philosophie des Lebens (PDF-Datei)
  • Lucinde, Roman (PDF-Datei)
  • Alarkos, Tragödie (PDF-Datei)
  • Philosophische Vorlesungen, insbesondere über Philosophie der Sprache und des Wortes (PDF-Datei)
  • Philosophie der Geschichte in achtzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1828 (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Ueber die Sprache und Weisheit der Indier (PDF-Datei)
  • Philosophie des Lebens: In fünfzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1827 (PDF-Datei)
  • Friedrich Schlegels Gedichte (PDF-Datei)
  • Friedrich Schlegel am Bundestage in Frankfurt (PDF-Datei)
  • Sämmtliche Werke In Auswahl auf Archive.org
  • Briefe an seinen Bruder August Wilhelm (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Literatur

  • Carl Enders: „Friedrich Schlegel, die Quellen seines Wesens und Werdens“ (1913) (PDF-Datei)
  • Isaac Rouge: „Erläuterungen zu Friedrich Schlegels Lucinde“ (1905) (PDF-Datei)
  • F. Lederbogen: „Friedrich Schlegels Geschichtsphilosophie“, 1908 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • „August Wilhelm und Friedrich Schlegel.“ In Auswahl hrsg. von Oskar F. Walzel (1897) (PDF-Datei)
  • Karl Alt: „Schiller und die Brüder Schlegel“ (1904) (PDF-Datei)

Verweise

  • Biographie, Gedichte und Auswahl von Werken auf zeno.org (Keine direkte Einbindung, da von dort aus auf die linksextreme Wikipedia verwiesen wird)

Fußnoten

  1. Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer“ von Ludwig Bechstein, Karl Theodor Gaedertz, Hugo Bürkner, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Anschließend war er bis 1819 als österreichischer Legationsrat am Diet des Deutschen Bundes in Frankfurt.
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