Hesse, Fritz

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Fritz Hesse war ein deutscher Journalist und einst Leiter des Londoner Büros des Deutschen Nachrichtenbüros und Pressebeirat der Deutschen Botschaft dortselbst.

Deutschlands Friedensangebote

Groß war die Aufregung, als Fritz Hesse in seinen Memoiren („Spiel um Deutschland“, 1953) öffentlich in Frage stellte, ob Hitler den Krieg gegen Polen gewollt habe. Er selbst, so Hesse, sei als Mitarbeiter der Deutschen Botschaft am Abend des 2. September 1939 im Auftrag von Hitler zum englischen Premier Chamberlain geschickt worden, um den sofortigen Rückzug der in Polen eingerückten deutschen Truppen anzubieten. Auch von Schadenersatz für die beim Angriff entstandenen Verwüstungen sei die Rede gewesen, wenn im Gegenzug bloß Danzig zu Deutschland käme. Polnisches Staatsterritorium wolle man nicht. Die englische Regierung habe das abgelehnt, da die Kriegserklärung beschlossene Sache sei und sich politisch nicht mehr aufhalten lasse.

Hesse wurde für seine Darstellung aus Fachkreisen angefeindet. Er gehörte zu jenen potentiellen Zeugen, die den Nürnberger Prozeß in irgendwelchen alliierten Internierungslagern verbracht hatten und für den Prozeß „unauffindbar“ waren. Es fand sich in den veröffentlichten englischen Akten zunächst auch keine Bestätigung für seine späte Aussage. Erst nach Jahren wurden von der englischen Regierung Belege dafür nachgeschoben, daß es diesen Besuch am Vorabend des englischen Ultimatums an Deutschland tatsächlich gegeben hat. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Geschichtsschreibung über den Zweiten Weltkrieg jedoch endgültig die Sphäre des geschichtsfernen Moralisierens erreicht und nahm solche Details kaum noch wahr.
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