Gelehrtenfamilie

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Eine Gelehrtenfamilie ist gekennzeichnet durch das Auftreten von hervorragenden Wissenschaftlern, Entdeckern und Erfindern der verschiedensten (meist eine akademische Ausbildung voraussetzenden) Fachrichtungen in mehreren Generationen.

Francis Galton hatte bereits 1869 ermittelt, daß 100 berühmte Mathematiker und Naturwissenschaftler die folgende Zahl hervorragender Verwandter haben: 25 Väter, 47 Brüder, 60 Söhne, 14 Großväter, 16 Onkel, 23 Neffen, 9 Enkel, 5 Großväter, 16 Vettern, 16 Großneffen, 7 Urenkel. D. h., für die Gesamtheit der Vorfahren, Nachkommen und Seitenverwandten berühmter Personen gilt, daß sie pro Generation und pro Abnahme des Verwandtschaftsgrades zum berühmten Probanden der Gesamtbevölkerung immer ähnlicher werden. Ursache hierfür ist nicht nur die abnehmende Wahrscheinlichkeit für das Auftreten bestimmter Genkombinationen (siehe Hochbegabung), sondern ebenso die abnehmende Wahrscheinlichkeit für das Zusammentreffen mit günstigen, der Hochleistung förderlichen, sozialen Umständen (siehe auch Künstlerfamilien).

Zu ähnlichen Ergebnissen kam Adele Juda bei 181 hervorragenden Wissenschaftlern des deutschen Sprachraumes, geboren nach 1650.

Eine Fundgrube für den Genealogen ist „Poggendorff Biographisch-Literarisches Handwörterbuch der exakten Naturwissenschaft“, Band VIIa – Supplement (1971), in dem „800 markante deutsche Vertreter der exakten Naturwissenschaft, Medizin und Technik“ bibliographisch erfaßt sind, wobei zu 65 von ihnen genealogische Arbeiten genannt werden.

Literatur

  • Wilfried Euler: Entstehung und Entwicklung deutscher Gelehrtengeschlechter. In: Rössler, H. und G. Franz (Hrsg.): Universität und Gelehrtenstand 1400–1800. Limburg: C. A. Starke 1970, S. 183–231
  • F. Maas: Über die Herkunftsbedingungen der geistigen Führer. Archiv für Sozialwissenschaften und Sozialpolitik 41 (1916) 144–186
  • Helmar G. Frank / Siegfried Lehrl / Volkmar Weiss: Psychogenetik der Intelligenz. Verlag Modernes Lernen, Dortmund 1986, ISBN 3-8080-0106-2

Siehe auch

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