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Bush, George W.
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George Walker Bush (* 6. Juli 1946 in New Haven, Connecticut), ist ein republikanischer Politiker und war der 43. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
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Werdegang
George Walker Bush wurde am 6. Juli 1946 in New Haven im amerikanischen Bundesstaat Connecticut als ältestes von sechs Kindern geboren. Er stammt aus einer Politikerfamilie. Sein Vater George Herbert Walker Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der Vereinigten Staaten (zuvor Vizepräsident, CIA-Direktor und UN-Botschafter), sein Großvater Prescott Bush ein einflussreicher Senator (1952-1962) für Connecticut, sein Urgroßvater George Herbert Walker ein politisch einflussreicher Investmentbanker. Seine Mutter Barbara, geb. Pierce, ist eine Nachfahrin des früheren VS-Präsidenten Franklin Pierce (1853-1857). Bushs Bruder John, genannt Jeb, wurde 1998 Gouverneur von Florida. Ihres großen Erfolges wegen wurde die Bush-Dynastie gelegentlich schon als die „Kennedys der Republikaner“ apostrophiert. Zur Unterscheidung vom Namen seines Vaters George Bush wird Bushs Name meist unter Verwendung der Initiale des zweiten Vornamens ausgesprochen, also George W. („Dubya“, die texanisch vernuschelte Form von „Doubleyou“) Bush.[1] 1948 verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Texas.
Wirken
Nach Unternehmertätigkeit in der Ölindustrie wurde Bush im Jahre 1994 zum Gouverneur von Texas gewählt (Beginn der Amtszeit im Januar 1995) und blieb dies nach Wiederwahl auch noch eine zweite Amtszeit, bis er im Jahr 2000 die Präsidentschaftswahlen gewann. Er kandidierte im US-Wahlkampf 2004 erfolgreich für eine zweite Amtsperiode, die am 20. Januar 2005 begann und am 20. Januar 2009 mit dem Amtsantritt Barack Obamas endete.
In Bushs Amtszeit fallen die Anschläge am 11. September 2001 und darauf folgend der sogenannte „Krieg gegen den Terrorismus“ mit dem Angriffskrieg gegen den Irak, sowie der Besetzung Afghanistans, sowie der Hurrikan Katrina.
Kritik
Der Staatsanwalt Vincent Bugliosi (*1934) veröffentlichte 2008 in Buchform eine Anklageschrift – wegen Mordes an über 4000 amerikanischen Soldaten – gegen George W. Bush. Er wirft dem Präsidenten darin vor, die VSA „auf der Basis einer Lüge in einen Krieg getrieben zu haben“. Vincent Bugliosi ist eine Person der Zeitgeschichte: Er hat als Staatsanwalt mehr als einhundert erfolgreiche Prozesse zu Kapitalverbrechen geführt, darunter 21 Mordprozesse, einschließlich des bekanntesten Falls um die „family“ des Charles Manson.[2]
Zitate
- „Our enemies are innovative and resourceful, and so are we. They never stop thinking about new ways to harm our country and our people, and neither do we.“
- „Einer der schwersten Fälle kultureller Ausrottung traf vor 55 Jahren die Deutschen. (...) Ethnische Säuberung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gleichgültig, wer sie an wem verübt. Ich unterstütze die Aufgaben des Instituts für deutsch-amerikanische Beziehungen, die Öffentlichkeit über die Tragödie der Entwurzelung von 15 bis 17 Millionen unschuldigen deutschen Frauen und Kindern aufzuklären. Die unschuldigen Seelen wurden Opfer der schlimmsten Zeit ethnischer Säuberung in der ganzen Weltgeschichte, der ethnischen Säuberung von 1944 bis 1950.“ — aus: Deutschland-Union-Dienst (D.U.D.)-Sonderdienst derCDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nr. 6, vom 02.04.2001, Seite 1
Fußnoten
- ↑ Der für Bush verwendete Spitzname „Dubya“ ist abgeleitet von der in den Südstaaten üblichen, verkürzten Aussprache des Buchstabens W (eigentlich Double U). Der Vorname von George Walker Bush wurde angelehnt an den Namen seines Vaters und sein Zwischenname an den Nachnamen seines Urgroßvaters George Herbert Walker.
- ↑ Vincent Bugliosi: Anklage wegen Mordes gegen George W. Bush. Aus dem Englischen von Helmut Dierlamm, Norbert Juraschitz und Werner Roller. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2008, ISBN 978-3-423-24714-6