Bonnet, Georges Etienne

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Georges Etienne Bonnet (* 23. Juli 1889 in Bassilac in der Dordogne; † 18. Juni 1973 in Paris) war vom 10. April 1938 bis zum 13. September 1939 französischer Außenminister.

Am 10. April 1938 wurde er von Édouard Daladier zum französischen Außenminister ernannt. Im November 1938 besuchte er seinen deutschen Amtskollegen Joachim von Ribbentrop. Bonnet befürwortete das Münchner Abkommen und versuchte noch im August 1939 den Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland zu verhindern, indem er Mussolini als Vermittler im Konflikt zwischen Deutschland und Polen vorschlug.

Wegen seiner Mitarbeit unter der französischen Vichy-Regierung, er wurde von Marschall Pétain zum Mitglied des Nationalrats berufen, wurde er 1945 aus der Radikalsozialistischen Partei ausgeschlossen. Um Verfolgungen zu entgehen emigrierte er in die Schweiz, kehrte aber bald darauf nach Frankreich zurück.

Nachruf:

Georges Bonnet, 83. Im Herbst 1938 veröffentlichten Pariser Zeitungen eine Dankadresse, die von der Elite der Nation, auch von Francois Mauriac und Jean-Paul Sartre, unterzeichnet war, und riefen zu einer Geldsammlung auf, um dem Außenminister (1938 bis 1939) ein Landhaus zu schenken. So dankten die Franzosen dem Wegbereiter des Münchner Abkommens für die Erhaltung des Friedens. Ein Jahr später fand die Appeasement-Politik mit der Kriegserklärung an Deutschland ein Ende. (...) Nach Kriegsende gerichtlich verfolgt, war er 1956 bis 1968 wieder Mitglied der Nationalversammlung. Obwohl bis zuletzt heftig umstritten, genoß Bonnet -- von de Gaulle rehabilitiert -- ein gewisses Ansehen als der letzte Große der Dritten Republik, der er in 16 Kabinetten als Minister gedient hatte. Vergangenen Montag starb er in Paris.[1]

Siehe auch

Fußnoten

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