Ghetto Theresienstadt

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Aufnahme des Roten Kreuzes
vom 23. Juni 1944 in Theresienstadt
Theresienstädter Fußball-Liga
Die jüdische Zeitung Aufbau
am 13. Juli 1945:
Wie durch ein Wunder hatten die Türen nicht gepaßt und mußten dreimal zurückgeschickt werden

Das Ghetto Theresienstadt war ein jüdisches Ghetto in Böhmen; zudem diente diese Wohnsiedlung als Sammel- und Durchgangslager vor allem für die jüdische Bevölkerung Böhmens und Mährens. Diese jüdische Mustersiedlung ist nicht mit dem nach dem Zweiten Weltkrieg von Tschechen betriebenen KZ Theresienstadt zu verwechseln.

Staatssekretär Dr. Joseph Bühler berichtete in Nürnberg am 23. April 1946 unter Eid, daß im Februar 1942 auf Einladung Reinhard Heydrichs ein Gespräch mit dem Chef des Generalgouvernements, Dr. Hans Frank, stattfand, bei dem Heydrich erklärte, „daß der Führer Befehl erteilt habe, die Protektoratstadt Theresienstadt als Reservat einzurichten, in welchem weiterhin alte und kranke Juden und schwächliche Juden, welche den Strapazen einer Umsiedlung nicht mehr gewachsen seien, unterzubringen seien“.[1]

Der jüdische Schriftsteller J. G. Burg schrieb:

„Als Angehöriger einer staatlichen Erforschungskommission hatte ich Ende 1944 die Möglichkeit, Majdanek offiziell zu besuchen. Im Herbst 1945 privatim nochmals, Majdanek und Auschwitz. Es stand mir alles offen, rundherum, innen und außen. Ich sprach ausführlich mit langjährigen Insassen, die alle Winkel im Lager kannten. Keiner von ihnen aber hat je von einer Gaskammer gesehen und gehört, in der Menschenleben ausgelöscht worden sind. Ihnen waren nur Desinfektionskammern zur Vernichtung von Ungeziefer, wie sie auch im Musterlager Theresienstadt gewesen sind, bekannt. Ich hatte auch die Möglichkeit, ungehindert und freimütig mit ehemaligem Hilfspersonal zu sprechen, und niemand wußte etwas von Massenvernichtungen und Gaskammern. Von Massenmorden und Vergasungseinrichtungen, um Menschen umzubringen, habe ich erst in den zionistischen Propagandaschulen in Breslau erfahren. [...] Als Pressevertreter des DP-Lagers konnte ich ungehindert die Verhandlungen des Nürnberger Prozesses besuchen, und im Grand Hotel fanden mehrmals Informationsgespräche unter nichtzionistischen jüdischen Journalisten statt, Bei dieser Gelegenheit traf ich u. a. einen Wiener Publizisten, der auch mehrere Jahre in Auschwitz interniert war und sich ringsherum genau auskannte. Er versicherte mir in Gegenwart des russischen Publizisten Ilja Ehrenburg, von keiner Gaskammer was gesehen zu haben. Auch Ehrenburg wußte davon nichts. Das ist insofern außergewöhnlich, da er doch der Chefpropagandist der UdSSR während des 2. Weltkrieges gewesen ist. [...]“[2]

Am 8. Mai 1945 erreichte die Rote Armee Theresienstadt. Von 1945 bis 1948 wurden im vormaligen Ghetto Theresienstadt Deutsche interniert (→ KZ Theresienstadt 1945–1948).

Filmbeiträge

„Theresienstadt“ (1944, Kulturfilm)

Verweise

Filmbeitrag

Fußnoten

  1. Der Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof Nürnberg Nürnberg 1947, Bd. 12. 112. Tag, Dienstag, 23. April 1946. S. 79
  2. J.G. Burg: Majdanek in alle Ewigkeit?, München 1979; zitiert in: Historische Tatsachen Nr. 27, S. 3–4
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