Giordano Bruno Stiftung

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Die Giordano Bruno Stiftung (Eigenschreibweise auch giordano bruno stiftung [gbs]) ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts, die sich die Förderung des Evolutionären Humanismus zum Ziel gesetzt hat. Sie wurde 2004 vom Unternehmer Herbert Steffen gegründet. Vorstandssprecher der Stiftung ist Michael Schmidt-Salomon, der in ihrem Auftrag das Manifest des Evolutionären Humanismus geschrieben hat. Von Beginn an war die Stiftung insbesondere dem Werk des Religions- und Kirchenkritikers Karlheinz Deschner (1924-2014), dessen Mäzen Steffen über mehrere Jahrzehnte hindurch war, verpflichtet.

Sitz der Stiftung ist seit September 2011 Oberwesel in Rheinland-Pfalz. Sie ist nach dem Dominikanermönch Giordano Bruno benannt, der — nach mehrjähriger Inhaftierung — im Jahre 1600 als Ketzer verurteilt und in Rom auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde.

Zum 80. Geburtstag Karlheinz Deschners im Jahre 2004 gab der Vorsitzende der Stiftung die Einrichtung des „Deschner-Preises“ bekannt, eines mit 10.000 Euro dotierten Förderpreises. Mit dem zweijährlich verliehenen Preis sollen Personen oder Organisationen ausgezeichnet werden, „die in besonderem Maße zur Stärkung des säkularen, wissenschaftlichen und humanistischen Denkens und Handelns beitragen“. Als erster Preisträger des Deschner-Preises wurde am 12. Oktober 2007 Richard Dawkins ausgezeichnet.

Das Konzept einer Kritischen Islamkonferenz, das die Stiftung verfolgt, gilt wegen konzeptioneller Unschärfe als gefährdet oder gescheitert. Der Publizist Daniel Jens schrieb dazu:

Hartmut Krauss wurde vor allem durch seine Bücher ›Der Islam als grund- und menschenrechtswidrige Weltanschauung‹, ›Islam, Islamismus, muslimische Gegengesellschaft‹ und den Sammelband ›Feindbild Islamkritik‹ einem interessierten Leserkreis bekannt: Diese sind Meilensteine der wissenschaftlichen Islamkritik im deutschsprachigen Raum geworden. Seitdem ging es mit der GBS rapide bergab. Der Versuch, die Kritische Islamkonferenz im Jahr 2013 wiederzubeleben, ging gründlich schief. Der Ansatz, sogenannte ›liberale Muslime‹ als Gegenpol zu den staatlich alimentierten Islamverbänden aufzuwerten, widerspricht der allgemeinen religionskritischen Position der GBS. Niemand wäre bei der GBS darauf gekommen, Kritik am Christentum mithilfe von säkularen Christen zu befördern.“[1]

Verweise

Fußnoten

  1. Daniel Jens: Giordano-Bruno Stiftung im Abseits, Journalistenwatch.com, 5. Februar 2015
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