Grimm, Friedrich (1888)

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Prof. Dr. Friedrich Grimm.jpg

Friedrich Wilhelm Johannes Grimm (Lebensrune.png 17. Juni 1888 in Düsseldorf; Todesrune.png 16. Mai 1959 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Nationalsozialist, Völkerrechtler und Strafverteidiger.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Grimm, Friedrich (1888).jpg

Grimm absolvierte 1907 am Burggymnasium das Abitur und studierte an der Universität in Genf, an der Humboldt-Universität in Berlin, an der Philipps-Universität in Marburg und an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Rechtswissenschaften, ehe er 1910 zum Dr. iur. promovierte. Ab 1914 arbeitete er als Rechtsanwalt in Essen, bis der Erste Weltkrieg ausbrach. Während der kommenden Kriegsjahre fungierte Grimm als Dolmetscher und Strafverteidiger am Kriegsgericht. Diese Aufgabe erfüllte er mit derartiger Kompetenz, daß er ab 1921 Strafverteidiger auch in internationalen Prozessen wurde, speziell während der Ruhrkrise.

Nach seiner Habilitation wirkte Grimm ab 1922 als Privatdozent an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, und wurde 1927 an derselben Fakultät außerordentlicher Professor für Internationales Recht. Gleichzeitig wurde er mit dem Titel des Ehrensenators der Universität Marburg geehrt. Friedrich Grimm wurde nach dem Ersten Weltkrieg durch seine Mitwirkung als Strafverteidiger in internationalen Prozessen sowie als Mitglied der im Zusammenhang mit dem sogenannten Versailler Vertrag eingerichteten Schiedsgerichte bekannt. In nationalsozialistischen Kreisen erwarb er sich zudem einen Namen mit der Verteidigung von „Fememördern“ sowie durch zahlreiche Publikationen und Aufsätze, in denen er völkerrechtlich die Standpunkte der NSDAP vertrat und die nationalsozialistische Bewegung aktiv unterstützte.

In der Weimarer Republik gehörte Grimm bis 1933 der DVP an. 1932 hatte er die erste persönliche Begegnung mit Adolf Hitler, der ihn 1933 zum Mitglied des Reichstags in der NSDAP-Fraktion vorschlug. Darüber hinaus war Grimm Fördermitglied im Kampfbund für deutsche Kultur von Alfred Rosenberg.

Grimm trat in Prozessen von internationaler Bedeutung als Vertreter des Deutschen Reiches auf. 1934 vertrat Grimm die deutschen Interessen im sogenannten „Kairo-Prozeß“. 1936 trat er als Nebenkläger im Prozeß gegen David Frankfurter, den Mörder von Wilhelm Gustloff, und 1938/1939 als Nebenkläger gegen Herschel Grynszpan, der Ernst Eduard vom Rath ermordet hatte, auf.

1937 wurde Grimm Rechtsanwalt am Kammergericht Berlin, 1938 Honorarprofessor an der Universität Münster.

Ab 1949 arbeitete er wieder als Rechtsanwalt. Gemeinsam mit Ernst Achenbach war er ein einflußreicher Verfechter einer Generalamnestie für Angehörige der NSDAP. In den 1950er Jahren erhielt Grimm den Titel „Ehrenpräsident des Bundesverbands ehemaliger Internierter und Entnazifizierungsgeschädigter“ und trat der 1950 gegründeten Deutschen Reichspartei bei.

Zu Lebzeiten erschien von ihm die Autobiographie „Politische Justiz, die Krankheit unserer Zeit“ (publiziert 1953) sowie, allerdings erst nach seinem Tod, „Mit offenem Visier“ (1961).

Friedrich Grimm und der Geschichtsrevisionismus

Als Beweis für eine Gehirnwäsche der Deutschen durch die Antideutsche Propaganda der Siegermächte wird auf Friedrich Grimm verwiesen, der ein persönliches Gespräch mit einem Besatzer wie folgt wiedergibt:[1]

Seit Monaten betreibe ich das, was Sie richtig geschildert haben: Greuelpropaganda - und damit haben wir den totalen Sieg gewonnen.

Ich erwiderte:

Ich weiß, und nun müssen Sie aufhören!

Er entgegnete:

Nein, nun fangen wir erst richtig an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern, bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was Sie in anderen Ländern an Sympathien gehabt haben, und bis die Deutschen selbst so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun!

Schriften (Auswahl)

  • Der Mainzer Kriegsgerichtsprozeß gegen die rheinisch-westfälischen Bergwerksvertreter Fritz Thyssen, Gen. Dir. Kesten, Gen. Dir. Wüstenhöfer, Gen. Dir. Tengelmann, Bergassessor Olfe, Gen. Dir. Spindler, Berlin 1923
  • Der Krupp-Prozess, von A. Finger; Friedrich Grimm; Johannes Nagler; F. Oetker, Stuttgart 1923
  • Der Prozeß Rouzier. – Landau. – Kaußler. 1927. Ersch. auch in Berlin bei Deutsche Verl.-Ges. 1927, bearb. v. Friedrich Grimm
  • Le procès Rouzier devant le conseil de guerre de Landau: éxposé de la défense allemande. – Landau. – Kaussler, 1927
  • Oberleutnant Schulz. Femeprozesse und Schwarze Reichswehr, J. F. Lehmanns, München 1929
  • Vom Ruhrkrieg zur Rheinlandräumung: Erinnerungen eines deutschen Verteidigers vor französischen und belgischen Kriegsgerichten Hanseatische Verlagsanstalt, 1930
  • Frankreich am Rhein: Rheinlandbesetzung und Separatismus im Lichte der historischen französischen Rheinpolitik, Hanseatische Verlagsanstalt, 1931
  • Das deutsche Nein: Schluß mit der Reparation! Ein letzter Appell, Hanseat. Verl. Anst. 1932
  • Reichsreform und Außenpolitik, Hamburg 1933
  • Das deutsch-französische Verhältnis von Versailles bis zum heutigen Tage, Lohse, Wilhelmshaven 1933
  • Vorwort zu Der Reichstagsbrand-Prozess, Ullstein, Berlin 1934. Das Buch ist eine quasi-staatliche Veröffentlichung
  • Hitlers deutsche Sendung, E.S. Mittler & Sohn, 1934
  • La Mission allemande d’Hitler, Mittler, Berlin 1934
  • Frankreich an der Saar: Der Kampf um die Saar im Lichte der historischen französischen Rheinpolitik, 135 S., Hanseatische Verlagsanstalt, 1934
  • Alfons Sack: Der Reichstagsbrandprozeß, Vorw. von Friedrich Grimm. Ullstein, Berlin 1934
  • Wir sind im Recht!: Deutschlands Kampf um Wehrfreiheit und Gleichberechtigung, Junker und Dünnhaupt, 1935
  • Der Fall Gustloff vor dem Kantonsgericht zu Chur, Schlußwort der deutschen Prozeßvertretung, gesprochen am 12. Dezember 1936 im Namen der Zivilklägerin, Frau Wilhelm Gustloff / Essen, 1936
  • Hitlers deutsche Sendung: Österreich kehrt heim, Mittler, Berlin 1938
  • Die historischen Grundlagen unserer Beziehungen zu Frankreich, Junker u. Dünnhaupt, Berlin 1938 (Mit zip gepackte PDF-Datei)
  • Versailles in Liquidation, Terramare Office Berlin, 1938
  • Politischer Mord und Heldenverehrung, Deutscher Rechtsverlag, Berlin 1938
  • Frankreich und der Korridor, Hanseatische Verlagsanstalt, 1939
  • Jacques Bainville, Geschichte zweier Völker: Frankreichs Kampf gegen d. dt. Einheit, Mit e. Einl. v. Friedrich Grimm. Hanseat. Verl. Anst., Hamburg 1939
  • Poincaré am Rhein. Junker und Dünnhaupt, Berlin 1940
  • Die neue Kriegsschuldlüge. Junker u. Dünnhaupt, Berlin 1940 (Mit zip gepackte PDF-Datei)
  • Das französische Gelbbuch: Eine Selbstanklage Dt. Verlag, Berlin 1940 – Über die Schuld Frankreichs am Zweiten Weltkrieg
  • Le Livre jaune français accuse ses auteurs, Dt. Informationsstelle, Berlin 1940
  • Le Testament politique de Richelieu, Frederic Grimm, Vorwort Fernand de Brinon, Flammario, Paris 1941
  • Du Testament de Richelieu a Jacques Bainville, Frederic Grimm, Montreux 1941
  • Otto Rippel: Das Werden des britischen Weltreiches: Eine Anklage gegen England. Vorw. v. Friedrich Grimm, Westdt. Verlagsges., Leipzig, 1941
  • Das Testament Richelieus, Berlin, Eher Verlag 1942 (Schriftenreihe der NSDAP)
  • Politische Justiz – die Krankheit unserer Zeit, Bonner Universitäts-Buchdruckerei Gebr. Scheur G.m.b.H., 1953 (HTML, PDF-Datei)
  • Der Fall Kiehn. Ein politischer Prozeß
  • Nun aber Schluß mit Rache und Vergeltung!, Göttingen 1957
  • Unrecht im Rechtsstaat: Tatsachen und Dokumente zur politischen Justiz, dargestellt am Fall Naumann, Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, 1957
  • Zwei nach Grimms Tod unter seinem Namen erschienene Bücher, Mit offenem Visier und die Frankreichberichte, werden nicht hier, sondern unter Literatur aufgeführt, da sie ohne weitere Belege und Nachweise von Dritten bearbeitet und möglicherweise verändert wurden.

Literatur

  • Friedrich Grimm: Politische Justiz, die Krankheit unserer Zeit, Scheur-Verlag

Fußnoten

  1. 96-book.png HTML Friedrich Grimm: 40 Jahre Dienst am Recht. Politische Justiz die Krankheit unserer Zeit, Bonner Universitäts-Buchdruckerei Gebr. Scheur G.m.b.H., Bonn 1953, S. 148
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