Guerilla

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Der Begriff Guerilla oder Guerrilla (span. | ge'rriʎa | dt. Kleinkrieg) bezeichnet einen von Partisanen geführten Krieg, welcher mit unkonventionellen Mitteln üblicherweise von nicht staatlich organisierten, militant agierenden Personengruppen ausgerichtet wird.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Wesen

Der ursprüngliche spanische Begriff Guerilla wird in der deutschen Sprache im Plural stehend für eine Gruppe von Partisanenkämpfern verwendet; im Singular heißt es Guerillo oder Guerillero. Diese Begriffe wurden in die deutsche Sprache eingebürgert. Freischärler, Partisanen und Guerilla werden häufig synonym verwendet. Im engeren Sinne wird der Begriff Freischar überwiegend für den deutschen Raum und der Terminus Partisan allgemein für Europa verwendet. Der Begriff Guerillo wird üblicherweise für Untergrundkämpfer in ehemaligen Kolonien nach dem 2. Weltkrieg verwendet. Auch wenn die Bezeichnung Guerilla selbst bereits für Kleinkrieg steht, wird im Deutschen der Ausdruck „Guerillakrieg“ verwendet. Je nachdem, wie die Guerilla von den Medien thematisiert werden, gelten sie entweder als Terroristen oder als Befreiungskämpfer. Gemeinhin unterscheidet Guerilla von Terroristen, daß die erstere den Anspruch erheben bzw. erheben dürfen, von großen Teilen des eigenen Volkes unterstützt zu werden, während Terroristen von der Öffentlichkeit regelmäßig als Kampfeinheiten mit kriminellem Charakter aufgefaßt werden. Guerilla-Kämpfer streben für einen erfolgreichen Kampf nach Unterstützung von Seiten der Bevölkerung.

Geschichte

Die Führung eines Kleinkrieges geht bereits auf eine Theorie von Johann von Ewald, „Abhandlung über den kleinen Krieg“, aus dem Jahr 1785 zurück. Ebenso hat Carl von Clausewitz den Kleinkrieg behandelt. Der Kleinkrieg fand bereits in mehreren Konflikten Anwendung, darunter von Thomas Edward Lawrence im Osmanischen Reich oder anläßlich des Hereroaufstand in Hendrik Witboi in Deutsch-Südwestafrika. Ebenso wurde im 2. Weltkrieg der Partisanenkrieg angewendet.

Verwendung des Begriffes Guerilla

Der bekannteste als Guerillakrieg bezeichnete Kleinkrieg ist im Zuge der erfolgreichen Revolution auf Kuba durch Fidel Castro und Ernesto Che Guevara von 1956 bis 1959 populär geworden. Ernesto Che Guevare führte zwei weitere Guerillakämpfe im Kongo und Bolivien fort, die größtenteils aufgrund fehlender Kenntnisse des Landes und mangelnder Unterstützung der Bevölkerung scheiterten. Weitere Beispiele für Guerillakämpfe sind:

  • China von 1927 bis 1949
  • Vietnam von 1946 bis 1975
  • Afghanistan von 1979 bis 1988
  • Der Erste Tschetschenienkrieg von 1994 bis 1996

Die Guerillakriegsführung

Die Kampfstrategie der Guerilla ist unkonventionell und entspricht nicht üblicher militärischer Kriegsführung. Zum Einen sind Guerillos als solche nicht zu erkennen, da sie möglicherweise keine Uniform tragen und getarnt als Zivilisten agieren. Man muß häufig auf erbeutete Waffen zurückgreifen, da die Gruppierung nur über ein begrenztes Arsenal verfügt. Die Guerilla rekrutiert Freiwillige aus der Bevölkerung und ist auf deren Hilfe angewiesen. Es werden Hinterhalte, Überfallkommandos oder Sabotageaktionen wie z. B. Bombenanschläge und sonstige Zerstörung von Infrastruktur durchgeführt, um den Feind zu schwächen, einzuschüchtern oder zu behindern. Auch werden Antipersonenminen, Sprengfallen oder sogenannte „Punji Traps“ (Gruben mit angespitzten Holzpfähle) eingesetzt. Aufgrund des quasi unsichtbaren Feindes, greift die feindliche Armee auf die Verbrannte Erde-Taktik zurück, um die Guerillagruppe in einem logistischen Engpaß zu treiben.

Theorie

Über einen Guerillakrieg wurden viele Bücher u. a. von Militärtheoretikern geschrieben und verschiedene Theorien entwickelt.

Che Guevara vergleicht den Guerillakrieg mit einem Flächenbrand. Mao Zedong verfaßte, neben seinem roten Buch, gesondert ein Buch für den Guerillakrieg mit seiner Erfahrung in China. Mao hat sich stark an Sunzis Kunst des Krieges orientiert. Neben dem Guerillakrieg entwickelte sich auch eine Theorie der Stadtguerilla, wonach der Kampf vom ländlichen Gebiet in ein städtisches Gebiet verlagert wird.

Siehe auch

Literatur

Filmbeispiele

Spielfilm über Ernesto Che Guevara
Antisowjetischer Propagandafilm Red Dawn (dt. Titel "Die rote Flut) mit Patrick Swayze
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