Guernica

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Guernica.jpg

Guernica (auch Gernika) ist ein Ort in Spanien, ca. 15-20 Kilometer östlich von Bilbao. Bekannt wurde der Ort vor allem durch Bombardierung im Spanischen Bürgerkrieg durch Einheiten der Legion Condor auf Ziele nahe des Ortes. Zur damaligen Zeit hatte Guernica ca. 5.000 Einwohner, heute (Stand: 2011) 16.727 Einwohner.

Inhaltsverzeichnis

„Heilige Eiche“

Guernica ist für die Basken ein symbolischer Ort, da hier eine „Heilige Eiche“ stand, unter welcher der spanische König schwören mußte, die Rechte der Basken zu achten. Bei der heiligen Eiche handelt es sich um einen Stumpf einer Eiche unter schützendem Glas. Daneben war eine andere, junge Eiche eingepflanzt.

Der spanische Bürgerkrieg

Nach Ausbruch des Bürgerkrieges zwischen den Nationalspaniern und linken Gruppen unter sowjet-bolschewistischer Führung und Ausrüstung wurde zur Abwehr der kommunistischen Gefahr für ganz Europa in Deutschland die „Legion Condor“ als Freiwilligen-Einheit gebildet. Dieser Legion gehörten auch Werner Mölders und Adolf Galland an. Befehlshaber war Generalfeldmarschall Hugo Sperrle.

Von Anfang an war Bolschewistische Lügenpropaganda ein probates Mittel auch der psychologischen Kriegsführung. Der Völkische Beobachter schrieb anderthalb Jahre nach dem Vorfall bei Guernica in einem Zeitungsartikel im Oktober 1938 zur Bombardierung der Festung Figueras:

Seit Jahr und Tag ist bekannt, daß Sowjetrußland und die demokratischen Staaten die rotspanischen Bolschewisten mit allem versorgen, was zur Kriegsführung mittelbar oder unmittelbar notwendig ist. Die Unterbindung dieser Belieferungen mußte von Nationalspanien als Kriegsentscheidend angesehen werden. Aus diesen Gründen gab General Franco den Befehl zur Bombardierung der militärischen Zufahrtswege Sowjetspaniens, auch außerhalb der unmittelbaren Kampfzone. Diese Tatsache und die durchgeführte Bombardierung militärischer Anlagen durch nationalspanische Flugzeuge hat die bolschewistische Propaganda zum Anlaß genommen, eine Greuelhetze übelster Art zu starten. Immer und immer wieder tauchen (...) die Behauptungen auf, daß die nationalspanische Luftwaffe absichtlich zivile Anlagen bombardiere, um Blutbäder unter der Bevölkerung anzurichten. Um ihre Behauptungen zu unterstreichen luden die Machthaber von Barcelona eine englische Kommission ein (...) Das Ergebnis dieser Untersuchungskommission ist vernichtend für die bolschewistischen Lügenhetzer.[1]

Die Bombenabwürfe

Am 26. April 1937 flog die Legion Condor einen Luftangriff auf militärische Ziele in der Nähe von Guernica. Geflogen wurde in drei Angriffschwärmen zu je sechs Flugzeugen.[2] Andere Quellen geben insgesamt 22-23 Flugzeuge an.[3] Die angebliche Teilnahme von italienischen Flugzeugen ist Spekulation.

Der Angriff wurde größtenteils durchgeführt mit zu Behelfsbombern umgerüsteten Fracht- und Verkehrsflugzeugen vom Typ JU 52. In der Nähe von Guernica gab es zu diesem Zeitpunkt starke Truppenbewegungen der Roten Brigaden auf dem Weg Richtung Bilbao. Dieser Weg führte bei Guernica über eine Brücke (Renteria-Brücke) über den Rio Oca. Diese Brücke war das Angriffsziel der drei Schwärme. Auf Grund von schlechten Sicht- und Wetterbedingungen sowie Zielungenauigkeiten, die damals wie heute nicht vermeidbar sind, fiel ein Teil der Bombenlast auch auf Guernica (ca. 1/3 des Ortsgebietes wurden in Mitleidenschaft gezogen), so daß ungefähr 200-300 zivile Opfer zu beklagen waren.[4] Der spätere Einsatz der Junkers Ju 87 sollte solche Zielungenauigkeiten weitgehend vermeiden und die Zivilbevölkerung schonen.

Luis Suarez Fernandez gibt in seinem Buch „Francisco Franco y su tiempo“ (Madrid 1984) ca. 100 Tote Zivilisten an, Jesus Saler berichtet in seinem Buch „Guernica“ (1987) von insgesamt 120 Toten.[5] Der englische Historiker David Irving spricht von weniger als 95 Toten: „Die Verluste an diesem Tag waren so gering, daß die Rotspanier am Tag darauf eine Liste der Verwundeten in den Zeitungen veröffentlichten.“[6]

Als Fortläufer antideutscher Propaganda wird die Zahl der Todesopfer bis heute mit mehr als 1.500 Toten angegeben. Die Anzahl war aber noch stark steigerungsfähig. Am 28. November 1995 berichtete die zur Südwestpresse in Ulm gehörende „Filder Zeitung“ unter Berufung auf die Deutsche Presseagentur: „Bei dem Luftangriff während des spanischen Bürgerkrieges kamen nach Augenzeugenberichten rund 11.000 [sic!] Menschen ums Leben.'“'[7]

Der damalige Staffelkapitän der 3. Staffel, Hauptmann Erhart Krafft von Dellmensingen sagte im Jahre 1987 in einem Interview auf die Frage hin, daß der Angriff ein geplanter Terrorangriff gewesen sein soll:

Das ist absoluter Unsinn. Von Guernica haben wir zum ersten Mal gehört durch den Angriffsbefehl. Wir wußten wohl, daß es auf der Karte existiert. Aber daß es von besonderer Bedeutung für die Basken war, ist uns nie gesagt worden. Wir haben uns darum auch nie gekümmert. Wir hatten unser Angriffsziel im Kopf - Brücke und Straßen. Ein Angriff auf die Stadt Guernica war nie geplant. Wir hatten die Öltanks von Bilbao bombardiert, die Munitionsfabrik in Reinosa... Die Brücke von Guernica, das war ein ähnliches Ziel, das lag im »Eisernen Gürtel« um Bilbao, in einer Front, die im Zusammenbrechen war. (...) Ich erinnere mich genau an folgende Tatsache: Der Angriffsbefehl kam am Angriffstag gegen Mittag oder am frühen Nachmittag des 26. April 1937... und lautete ausdrücklich: Brücke und Straßen hart ostwärts Guernica. Und dann wörtlich: Es darf keinesfalls in die Stadt geworfen werden. Ich erinnere mich deutlich, das Fernschreiben gesehen zu haben. (...) Der sehr starke Seitenwind aber schaffte zusätzliche Probleme beim gezielten Abwurf.[8]

Oberstleutnant Karl von Knauer, Staffelkapitän der 1. Staffel gab weiterhin an:

Die Brücke war trotz guter Wurfreihen nicht nachhaltig zerstört, jedoch der Ortskern des Ortes sehr zerstört, vor allem der Marktplatz (...) Die Wirkung unserer 5 kg-Bombenreihen konnte niemals so gewaltig sein. Wie ich erfuhr (Gespräch meines Dolmetschers mit Ortsangehörigen), sollen die sogenannten Dinamiteros im Ort große Sprengstofflager gehabt haben, die entweder durch unseren Angriff oder nachträglich zur Explosion gebracht wurden.[9]

Es wird angenommen, daß weitere Gebäude des Ortes später von den Roten sogenannten Dinamiteros gesprengt wurden, um Francos Truppen nur noch verbrannte Erde zu hinterlassen. Die Freiburger Zeitung berichtet in untenstehendem Artikel demzufolge:

„Trotz der Versicherungen aus Bilbao und trotz aller Schilderungen aus der englischen Presse ist Guernica nicht durch die nationalen Flieger bombardiert, sondern von den Bolschewisten eingeäschert worden.“


Die Freiburger Zeitung vom 4. Mai 1937 zum Vorfall: „Die »Times« bombardiert Guernica“:


Davon auszugehen ist, daß die falschen Greuelberichte dem Zweck dienen sollten, die Zustimmung zu einer weiteren englischen Aufrüstung durch die Bevölkerung zu erhalten.

Das Militärgeschichtliche Forschungsamt der Bundesrepublik Deutschland hat eine im Auftrag des Verteidigungsministeriums erstellte Untersuchung über den Fall Guernica vorgelegt. In ihr wird präzise und umfassend bewiesen, daß der Ort keineswegs einem Terrorbombardement ausgesetzt war (wie später Hunderte deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg), sondern daß Guernica durch militärische Mißgeschicke teilweise in den Strudel des Krieges gezogen wurde. Weiterhin ist darauf hinzuweisen, daß auf Grund des Verbots durch den sogenannten Versailler Vertrag für Deutschland eine eigene Luftwaffe zu besitzen, diese zum damaligen Zeitpunkt eben gerade im Neuaufbau war und ihre Piloten zum Teil dementsprechend noch unerfahren bei gezielten Abwürfen gewesen sind.

Propaganda

Insgesamt wurden 600.000 englische Pfund aufgewendet, um die Guernica Tragödie weltweit auszuwalzen.[10]

Das Gemälde „Guernica“ des Surrealisten Pablo Picasso wurde bereits im Mai/Juni 1936 im Auftrag der rot-spanischen „Volksfrontregierung“ unter dem Arbeitsnamen „Krieg“ für die Pariser Weltausstellung 1937 gemalt. Nach dem Vorfall bei Guernica wurde es, vermutlich zu Propagandazwecken in „Guernica“ umbenannt.

Bewertung des Ereignisses

Heute können allerdings – nachdem die Forschung über die Bombardierung Guernicas lange stagnierte – einige bislang noch kontrovers diskutierte Teilfragen zu Hintergründen, Ursachen und Wirkungen abschließend beantwortet werden:

  1. Was war das Ziel des Luftangriffes?
  2. Resultierte (und wenn ja, in welchem Umfang) die Zerstörung Guernicas aus dem Luftangriff der nationalspanischen Luftstreitkräfte oder waren die Schäden (auch) auf die rotspanischen Bodentruppen zurückzuführen?
  3. Wer hatte die Angriffsbefehle gegeben?

Aufgrund einer Lagebesprechung zwischen dem Stabschef der nationalspanischen Navarrabrigaden, Oberst Juan Vigon, und der Führung der Legion Condor am frühen Morgen des 26. April 1937 sollte den republikanischen Truppen der Rückweg durch Guernica abgeschnitten werden. Der damalige Chef des Stabes der Legion Condor, der Oberstleutnant und spätere Generalfeldmarschall Wolfram von Richthofen, gab in seiner Tagebucheintragung vom selben Tage die entsprechende Einsatzplanung wieder:

„Setzen sofort ein: A/88[Aufklärungsstaffel] und J/88[Jagdgruppe] auf Straßenjagd im Raum Marquina – Guernica – Guericaiz. K/88[Kampfgruppe] (nach Rückkehr von Guercaiz), VB/88[Versuchsbomberstaffel] und Italiener auf Straßen und Brücke (einschließlich Vorstadt) hart ostw(ärts) Guernica. Dort muß zugemacht werden, soll endlich ein Erfolg gegen Personal und Material des Gegners herausspringen. Vigon sagt zu, seine Truppen so vorzudrücken , daß alle Straßen südlich von Guernica gesperrt sind. Gelingt das, haben wir den Gegner um Marquina im Sack.“

Wie sich aus einem Telegramm der nationalspanischen Führung an den Kommandeur der Legion Condor, Generalmajor Hugo Sperrle, vom 7. Mai 1937 ergibt, erfolgten die Luftangriffe, die von der Legion Condor und einem italienischen Kampffliegerverband geflogen wurden, auf Anforderung der vordersten spanischen Linien. Sie sollten sich einerseits gegen die durch Guernica fliehenden Feindtruppen, die durch Aufklärung bereits ausgemacht worden waren, andererseits gegen den Vorort Renteria richten. Für von Richthofens erklärte Absicht – die Sperrung Guernicas für die flüchtenden Feindtruppen – wären Angriffe auf Punktziele unzweckmäßig und im Hinblick auf das mechanische, nicht kreiselstabilisierte Bombenrichtgerät GV 219 d (Görzvisier) nicht ohne weiteres möglich gewesen. Das Ziel war daher die Bombardierung des Vororts, um durch große Mengen von Trümmerschutt eine längerfristige Sperrung zu erreichen.

Daß die Schäden im Stadtgebiet Guernicas keinesfalls auf gezielte Bombenabwürfe zurückzuführen waren, ergibt sich unter anderem aus dem folgenden Bericht des Jagdfliegers und späteren Generals der Flieger Adolf Galland:

„Der Angriff erfolgte unter ungünstigen Sichtverhältnissen. Die Besatzungen hatten noch wenig Einsatzerfahrung, die Zielgeräte waren primitiv. Als sich der Qualm der Einschläge, in den ein paar Staffeln ihre Bomben geworfen hatten, verzog, stellte man fest, daß die Brücke unversehrt geblieben war, die angrenzende Ortschaft jedoch allerlei abbekommen hatte, Dabei war zwar auch Kriegsmaterial in der von den Roten belegten Ortschaft vernichtet worden, doch mußte das Ganze als Mißerfolg gewertet werden. Umso mehr, als der oberste Grundsatz unserer Kampfführung der war, den Feind rücksichtslos zu vernichten, die Zivilbevölkerung aber nach Möglichkeit zu schonen.“

Weder Sperrle noch von Richthofen sprachen davon, daß die feindlichen Truppen die Zerstörungen vorgenommen hätten, auch wenn diese, die Deutschen entlastende These später – unter dem Eindruck der internationalen Auswirkungen des Angriffs – von nationalspanischer und nationalsozialistischer Seite regelmäßig vertreten wurde. Es gibt allerdings auch keine fundierten Quellen, die diese These belegen könnten. Der Militärhistoriker Klaus A. Maier resümiert:

„Keine Armee zerstört im Rückzugskampf ihre wichtigsten rückwärtigen Verbindungen und zwingt sich dadurch selbst zu Umwegen in Feindrichtung, auch nicht um eines unsicheren Propagandaerfolges willen. Bei einer Zerstörung mit dem Ziel, die Verfolger aufzuhalten, hätten die Basken zweckmäßigerweise als erstes die wichtige Brücke nach Renteria gesprengt. Bei einer Zerstörung Guernicas zu Propagandazwecken hätten die Basken doch wohl ihre propagandistische Absicht mit der militärischen Notwendigkeit verbunden und die Brücke ebenfalls zerstört. Die Brücke blieb aber nachweislich unbeschädigt.“

Wenn die gegnerischen Basken oder die Internationalen Brigaden tatsächlich die Taktik der „verbrannten Erde“ verfolgt hätten, wären mit Sicherheit auch die Rüstungswerke Guernicas zerstört worden, die jedoch den nationalspanischen Truppen unversehrt in die Hände fielen. Bei der Durchführung der Offensive hatte die Legion Condor großen Einfluß, zumal Sperrle allein Franco gegenüber verantwortlich war. Gleichwohl verteilte sich wegen der kontinuierlichen Kommunikation zwischen den deutschen und den nationalspanischen Dienststellen die Verantwortlichkeit für die Bombardierung auf Francisco Franco und seine Generale Emilio Mola und Alfredo Kindelan sowie Generalmajor Hugo Sperrle und die niedrigeren deutschen und spanischen Kommandostellen. Äußerst unwahrscheinlich ist, daß Berlin über die Aktion informiert war.

Es steht lediglich fest, daß Kampfflugzeuge der Legion Condor die Angriffe flogen. Wer die entsprechenden Befehle erteilte, ist nicht mehr mit letzter Sicherheit zu klären. Es ist allerdings nicht anzunehmen, daß sie von der höheren Führung kamen. Vieles spricht dafür, daß Planung und Durchführung der Operation von mittleren Dienststellen der Legion befohlen wurde. Ebenso wie bei den Ursachen der entstandenen Schäden kam es auch bezüglich der Zahl der Opfer der Luftangriffe zur Legendenbildung. Nach ersten Gerüchten sollten über 1.600 Personen getötet worden sein. Der Autor Luis Suarez Fernandez weist demgegenüber darauf hin, daß die Stadt insgesamt nur 4.154 Einwohner hatte, von denen 400 in der Armee und viele andere nach Durango und Marquina geflohen waren; es habe lediglich zirka 100 Tote gegeben. Jesus Saler hat schließlich in seinem Buch Guernica nach eingehenden Recherchen etwa 120 Tote feststellen können, von denen 20 identifiziert werden konnten.

Insgesamt kann nach neuestem Forschungsstand folgendes konstatiert werden:

  1. Es handelte sich um einen taktischen Angriff auf legitime, wichtige militärische Ziele und nicht um einen „Terrorangriff“. Bei dieser mittelbaren taktischen Heeresunterstützung sollten die am Rande des Ortes befindliche Brücke und deren unmittelbare Zufahrten mit den dort stehenden Häusern getroffen werden (heute nennt man derartige Operationen „interdiction“, das heißt das Abschneiden des Zugangs zum oder des Rückweges vom Gefechtsfeld). Durch widrige Umstände wurde irrtümlich auch das Kerngebiet von Guernica von der Bombardierung getroffen.
  2. Aus diesem Grunde lag auch keine Verletzung des Kriegsvölkerrechts vor.
  3. Es steht fest, daß Guernica keine „offene Stadt“ im militärischen Sinne war, sondern Teil der rotspanischen Front.
  4. Die fraglichen Zerstörungen sind nicht durch die rotspanischen Truppen selbst verursacht worden. Die Verantwortung für die Angriffsbefehle verteilt sich auf verschieden Stellen, unabhängig hiervon trug die nationalspanische Führung in Salamanca die Gesamtverantwortung.
  5. Die behaupteten Opferzahlen sind weit übertrieben.

Ein unbeteiligter zeitgenössischer Militärexperte, der französische General Maurice Duval, hielt das Bombardement für militärisch „vollauf gerechtfertigt“ und stellte fest:

„Und im Falle Guernica kann keinesfalls behauptet werden, daß die Stadt vor Ankunft des Feindes geräumt worden sei. Außerdem wäre das belanglos, denn Guernica war Teil einer einheitlichen Defensivbasis! Der Angreifer kann inmitten der Kampfhandlungen unmöglich wissen, was noch besetzt und was nicht mehr besetzt ist. Er hat das Recht, seinerseits alle jene Maßnahmen zu treffen, durch die er seine Leute schonen und sich Verluste ersparen kann.“

Die Behauptung, bei der Zerstörung Guernicas habe es sich um einen deutschen „Terrorangriff“ gehandelt, ist daher objektiv falsch und unhaltbar. Daran ändern auch die immer wiederkehrenden undifferenzierten und tendenziösen Berichte nichts. Die Kämpfer der Legion Condor kehrten mit einem sauberen Ehrenschild in die Heimat zurück, da sie kein einziges Kriegsverbrechen begangen oder zu verantworten hatten.

Die Angriffsschneisen - mit Kreuzung über der Brücke - und die vorgeblichen oder tatsächlichen Einschlagsstellen außerhalb und teilweise innerhalb des Ortsgebietes (Bild aus der Dauerausstellung des Ortes)

Militärhistorisches Gutachten

Zum Vorfall um Guernica nimmt auch ein Gutachten des Militärhistorikers Hermann Hagena Stellung:

Zunächst bekräftigt er darin noch einmal das auch aus ausländischer wissenschaftlicher Literatur hinlänglich Bekannte, nämlich daß es sich um einen Angriff auf eine Straßenbrücke am Rande des Ortes und eine Straßengabelung in einem Vorort gleich daneben im Rahmen der „interdiction“ (Gefechtsfeldabschnürung) zur Blockierung der gegnerischen Rückzugsbewegung auf Bilbao handelte, was zulässig war, und weist dann zusätzlich zeichnerisch nach, daß die beiden Angriffsschneisen des insgesamt 22 Flugzeuge, meist Ju 52-Behelfsbomber umfassenden Verbandes sich über der Brücke kreuzten, womit die Angriffsabsicht klar sein dürfte.

Es war demnach kein geplanter Flächenangriff. Der geringe Anteil von Brandbomben an der etwa dreißig Tonnen schweren Gesamtbombenmenge ist, was schon der in England lehrende Hans-Henning Abendroth vor etwa zwanzig Jahren nachgewiesen hat, kein Indikator für einen beabsichtigten Terrorangriff, denn diese sogenannte „Generalstabsmischung“ wurde von der Legion auch gegen andere Ziele, wie zum Beispiel Brücken über größere Flüsse, angewandt.

Wie leicht bei den damaligen Zielgeräten eine Bombenladung fehlgehen konnte, zeigt Hagena mit einer Skizze des Angriffs auf eine Behelfsbrücke über den Ebro bei Ginestar, wo sie geschlossen in freies Feld fiel. Hätte sich dort eine Ortschaft befunden, hätte die gegnerische Propaganda daraus sicher einen geplanten Terrorangriff gemacht. Es wird ferner darauf hingewiesen, daß General Franco im Hinblick auf die Zeit nach der Auseinandersetzung mit den Roten kein Interesse hatte, spanische Städte mit Vorbedacht zerstören zu lassen, was damals auch im Oberkommando der Wehrmacht so gesehen wurde.

Im Zusammenhang mit Guernica sei an eine Feststellung in den Memoiren des Befehlshabers des britischen Bomber Command, Arthur T. Harris erinnert, der schrieb, die Briten hätten zur Blockierung des deutschen Vormarschs in Westfeldzug Frankreich 1940 und des dortigen deutschen Rückzuges 1944, immer die Häuser, vornehmlich an Straßenkreuzungen, in den Städten bombardiert wegen der anfallenden Trümmer. Anders sei dies aus der Luft nicht möglich.

Man denke auch an die Zerstörung der Städte Jülich, Düren, und Heinsberg am 16. November 1944 im Rahmen der taktischen Luftunterstützung der vorrückenden alliierten Bodentruppen; dies nicht zur „Rechtfertigung“ Guernicas, sondern um für eine realistische Betrachtungsweise deutlich zu machen, was damals kriegsvölkerrechtlich, wenn auch nur im Rahmen der manchmal schwer zu beurteilenden militärischen Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit, möglich war (hierzu H.M. Hanke: Luftkrieg und Zivilbevölkerung, Frankfurt/Main 1991)."[11]

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Völkischer Beobachter vom 23. Oktober 1938: Luftkrieg in Spanien, Bomben auf Lügen!
  2. Klaus A. Maier: Guernica 26. 4. 1937. Rombach-Verlag Freiburg 1975, S. 156
  3. Junge Freiheit 30/08: Werner Mölders: Sein „Verbrechen“ war die Zeitzeugenschaft
  4. „Nach den Lösch- und Bergungsarbeiten stellte sich heraus, daß 226 Menschen ums Leben gekommen sind, gewiß schrecklich genug.“ - aus: Ehrenbuch des deutschen Soldaten, 2. Auflage 1985, FZ-Verlag: S. 429
  5. Der Große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Bände I-IV, 3. Auflage 2007, Grabert-Verlag, Band I: S. 458
  6. „Die deutsche Seele ist besetztes Gebiet“, David Irving im Gespräch
  7. Der Große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Bände I-IV, 3. Auflage 2007, Grabert-Verlag Tübingen, Band III: S. 225
  8. Der Große Wendig, Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Bände I-IV, 3. Auflage 2007, Grabert-Verlag, Band I: S. 455
  9. Klaus A. Maier: Guernica 26. 4. 1937, Rombach-Verlag Freiburg 1975
  10. Historiker Oberst a.D. Walther Dahl, Eichenlaubträger in Ehrenbuch des deutschen Soldaten, 2. Auflage 1985, FZ-Verlag: S. 429
  11. Junge Freiheit 30/08: Werner Mölders: Sein „Verbrechen“ war die Zeitzeugenschaft
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