Habsburg

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Die Habsburger sind ein Haus des deutschen Adels. Ihr Name leitet sich von ihrer Stammburg Habsburg (Habichtsburg) im Schweizer Kanton Aargau her. Mitglieder der Dynastie stellten erstmals 1273 und fast ununterbrochen ab 1438 die deutschen Könige und römisch-deutschen Kaiser und herrschten ab 1282 nach dem Erlöschen der Babenberger über die Herzogtümer Österreich und Steiermark (→ Geschichte Österreichs) sowie ab 1438 bzw. 1527 nach dem Aussterben der Luxemburger über die Königreiche Böhmen und Ungarn. Außerdem erwarben sie weitere bairische Stammesgebiete wie die Marken Kärnten und Krain sowie Salzburg und Tirol. Die polnischen Teilungen brachten den Habsburgern Galizien und Lodomerien, in einem Krieg gegen das Osmanenreich wurden Bosnien und Herzegowina dazugewonnen. Da Wien die meiste Zeit Residenzstadt der Habsburger war, nannte man sich auch „Haus Österreich“.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Haus Habsburg hat seinen Namen von dem Schloß Habsburg (Habichtsburg), das der Bischof von Straßburg, Werner I. von Habsburg, aus dieser Dynastie um 1027 auf einer Anhöhe bei Windisch an der Aar erbaut haben soll.

Im 16. Jahrhundert teilte sich die deutsche Dynastie des Erzherzogtums Österreich in eine spanische Linie, die über Spanien und Portugal und deren überseeische Besitzungen in Amerika, Afrika und Asien herrschte, und deren Mannesstamm 1700 mit Karl II. ausstarb, und eine österreichische Linie.

Mit Kaiser Karl VI. erlosch 1740 der Mannesstamm der österreichischen Linie. Durch die Ehe der Thronerbin Maria Theresia mit Herzog Franz Stephan von Lothringen entstand das neue Haus „Habsburg-Lothringen“. Die Tatsache, daß der überwiegende Teil der Gebietsgewinne der österreichischen Linie durch Eheschließungen zustande kam, führte zu dem Ausspruch: „Kriege mögen andere führen, Du, glückliches Österreich, heirate!“

Am 11. August 1804 wurde von Erzherzog Franz von Österreich, zugleich als Franz II., durch die Niederlegung der Reichskrone der letzte Kaiser des 1806 untergegangenen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation das Kaisertum Österreich ausgerufen. Nunmehr trug er den Namen Franz I., Kaiser von Österreich.

Als am Ende des Ersten Weltkrieges die Österreichisch-Ungarische Monarchie von den Entente-Siegermächten zerschlagen wurde, mußte Kaiser Karl I. im November 1918 auf den Thron verzichten. In Ungarn wurden die Habsburger durch ein Gesetz vom 6. November 1921 des Thrones verlustig erklärt. Erbe der Ansprüche Karls I. wurde sein Sohn Erzherzog Otto von Habsburg. Nach dem Tode Ottos von Habsburg im Jahr 2011 wurde sein ältester Sohn Karl Habsburg-Lothringen (offizieller Name in der BRÖ, wo Karl lebt) Chef des Hauses.

Literatur

  • Kunz Iring / B. Dietrich: Nie wieder Habsburg! (PDF-Datei)

Siehe auch

Verweise

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