Hakenkreuz

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Das Hakenkreuz ist ein stilisiertes Sonnenrad (lat. Crux gammata, frz. Croix gammée, altengl. Fylfōt, Sanskrit Swastika „Glücksbringer“) und gilt als Heilszeichen und Glückssymbol in Gestalt eines Kreuzes mit vier gewinkelten Armen (Haken). Die Verwendung im Nationalsozialismus (Hakenkreuzfahne) geht u. a. auf die Thule-Gesellschaft zurück. Es wurde vielfach von antijudaistischen und völkischen Verbänden als Sinnbild des Ariertums verwendet.

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Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Der „Buddha“ von Oseberg; Figur im Lotossitz mit Hakenkreuzverzierungen auf der Brust; etwa 800 n. d. Z.

Das auch „Kreuz des Kosmos“ genannte Hakenkreuz, in seinen verschiedenen Ausgestaltungen, ist eines der ältesten bekannten Religions- und Kultursymbole der Menschheitsgeschichte. Die Haken dieses Kreuzes sind rechtwinklig oder bogenförmig, wodurch der Anschein erweckt wird, das Hakenkreuz stehe in Bewegung. Entscheidend für die psychologische Wirkung des Hakenkreuzes ist die durch die Anordnung seiner vier Haken entstehende optische Dynamik, die einen Rotationseffekt hervorruft, der den Charakter des Hakenkreuzes als Feuerrad und Sonnensymbol unterstreicht. Dabei waren stets beide „Drehrichtungen“ möglich, so daß dem Hakenkreuz eine weitere Bedeutung – ähnlich dem Yin/Yang-Prinzip – zugeordnet werden kann.

Das Hakenkreuz kann als Symbol des Lebens, der Sonne, der sich ausdehnenden Galaxien, des Universums, der vier Windrichtungen, der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde sowie der vier Jahreszeiten etc. aufgefaßt werden. Zudem bedeutet es bis in die Gegenwart ein heiliges, ewig gültiges, göttliches Zeichen, überliefert aus vorgeschichtlichen Naturreligionen und -kulturen.

Geschichte

Altertum

Das Hakenkreuz ist ein etwa 6.000 Jahre altes Symbol, das auf vier Kontinenten nachgewiesen wurde.

„Kostbarkeiten für den Export. Der Fund auf dem Meeresgrund umfasst rund 60.000 Teile, vor mehr als einem Jahrtausend für den Export bestimmt – es ist der älteste Schatz, den Taucher je dem Meer in Asien entrissen.“ (Der Spiegel, 13/2004, S. 170) Das Hakenkreuz, kunstvoll als Laubzierde in einen Teller graviert, war vor mehr als tausend Jahren ein erfolgreicher Exportartikel aus Asien.

Das Hakenkreuz findet sich bei den Kelten, beispielsweise auf Wandbehängen in Fürstengräbern, und den Germanen in verschiedenen Formen auf Speerspitzen. Es zierte auch die Schilde römischer Legionäre und Broschen in etruskischen Gräbern.

Die von Europa ausgehenden Funde führten dann über Kleinasien bis nach Indien. Je weiter man sich von diesem Gebiet entfernt, umso jünger werden die bisher gemachten Funde. Innerhalb Europas fand man das Hakenkreuzsymbol in der vorgermanischen, nordischen Kultur der jüngeren Steinzeit, u. a. im Hünengrab von Drosa bei Körthen, auf einem Spinnwirtel der sogenannten Salzmünder Kulturgruppe und in Roßlau a. d. Elbe.

Gleichzeitig war es in dem Gebiet von Böhmen bis Siebenbürgen in der Zeit um 3000 v. d. Z. verbreitet.

Man konnte dann feststellen, daß das Hakenkreuz von hier aus über Troja um 2500 v. d. Z. nach Kleinasien kam. Man findet es in derselben Zeit bei dem semitischen Volk der Sumerer, den ältesten Einwohnern Mesopotamiens, die noch im 3. Jahrtausend von den semitischen Akkadern unterworfen wurden. Später war dann im gesamten Zweistromland unter semitisch-babylonischer Herrschaft das Hakenkreuz unbekannt.

In den Kulturschichten von Susa (Persien) fand man das Hakenkreuz ebenfalls, aber auch hier reicht das Alter nicht weit über 2000 v. d. Z. hinaus, und schließlich kam es an der Pforte nach Indien zutage. Das tragende Element ist die Gruppe der Induskultur. Diese Kultur hat Beziehungen zu Susa. Weiter ist das Sinnbild über das gleiche Gebiet in der Frühzeit nicht hinaus gedrungen, denn im eigentlichen Indien finden wir es erst in der Zeit um 500 v. d. Z. gebräuchlich. Hier heißt es „Swastika", was so viel wie „Glücksbringer" bedeutet, und spielt im Buddhismus, der in dieser Zeit entstand, eine außerordentliche Rolle.

Es wurde nicht nur an buddhistischen Tempeln angebracht, sondern auch im Gottesdienst selbst verwendet. Die einzelnen Arme des Hakenkreuzes haben im Buddhismus einen besonderen Sinn: der rechte bedeutet den Urgrund des Lebens, der untere das pflanzliche und tierische, der linke das menschliche, und der obere das himmlische Leben. Die Verbindung des gleicharmigen Kreuzes mit dem Hakenkreuz, das sogenannte „Rad des Gesetzes", stammt von der Sanchi Stuya um 500 v. d. Z. Hier verbinden sich die Begriffe Sonnenrad und Jahresrad zum „Rad des Gesetzes“. Auch die hier befindlichen heiligen Fußspuren des Buddha tragen das Hakenkreuz, und gerade diese Fußspuren stehen mit dem uralten Sonnenkult in Verbindung.

In China finden wir mit dem Buddhismus zusammen das Hakenkreuz ab 100 v. d. Z. Auf chinesisch heißt es „Wan" und verkörpert den Zahlenwert 10.000, der im Chinesischen gleichbedeutend mit Unendlichkeit ist.

Durch einen Erlaß der Kaiserin Wu aus der Zeit um 700 n. d. Z. wurde in der Schrift das Hakenkreuz im Kreis als Wortzeichen für „Sonne“ eingeführt. In der Folge wurde das Hakenkreuz derartig oft an Gegenständen des täglichen Gebrauchs in China abgebildet, daß sich einer der nachfolgenden Kaiser gezwungen sah, einen Erlaß zum Schutze dieses Zeichens zu erlassen, der streng verbot, das heilige Symbol an Gegenständen des täglichen Gebrauchs abzubilden – ein Vorgang, der sich im Dritten Reich wiederholte, indem ebenfalls ein Gesetz zum Schutze des Symbols des Dritten Reiches erlassen werden mußte.

In Japan ist gleichfalls das Hakenkreuz mit der buddhistischen Religion bekannt geworden. Hier hat es den Namen „Manji“ erhalten und Japan ist das Land der mannigfaltigsten Hakenkreuzformen, denn immer wieder ist dieses Sinnbild in neuartige Formen und Abwandlungen gebracht worden. Es bedeutete allen Japanern ein besonders großes Glück, ebenso wie Unendlichkeit und Ewigkeit. Es kehrt in den Wappen der ältesten japanischen Fürstenfamilien wieder.

Fokker Dr.I von Leutnant Eberhardt Mohnicke, Jagdstaffel 11; das spiegelverkehrte Hakenkreuz der Antike sollte, wie auch später bei den Freikorps, als Glücks- und Heilssymbol dienen.
Reichsmarschall Hermann Göring: KPM-Geschenktasse aus Porzellan zum 100. Geburtstag an die Naumburger Jubilarin Henriette Busch.
Westgotischer Grabstein aus dem 7. Jahrhundert“ (Das Große Lexikon des 3. Reiches, Südwest Verlag, München 1985, S. 540

Heinrich Schliemann über das Hakenkreuz:[1]

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Mittelalter

Während andere Heilzeichen zunehmend an Bedeutung verloren, hält sich das Hakenkreuz bis ins frühe Mittelalter. Als ritterliches Wappensymbol war es selten, aber es kam auch dort vor.

Amerika

Viele Gründe sprechen dafür, daß das Hakenkreuz vom Fernen Osten nach Amerika gelangte, da durch Ausgrabungen bekannt ist, daß Beziehungen zu manchen chinesischen Erscheinungen vorliegen. Auch die Bedeutungen des Hakenkreuzes in Amerika unterscheiden sich keineswegs von denen in Europa und Asien, was die Abhängigkeit voneinander beweist. Bei den Azteken ist das Sonnenrad die Hieroglyphe für „Tag", das Hakenkreuz mit Kreis der Begriff „Jahr", während Zeitlauf, Ewigkeit, ein Hakenkreuz mit Sonne im Viereck ist.

In den Ruinen von Palenque (Mexiko) entdeckte man an einem alten Sonnentempel einen Sonnenkalender von 365 Tagen in Form eines doppelten Hakenkreuzes, in dessen Mitte das gleicharmige Kreuz stand.

Bei den nordamerikanischen Navajos war das Hakenkreuz gleichbedeutend mit dem Bekenntnis: Anhänger der Sonnenreligion. Der beste Gegenbeweis gegen die Behauptung, daß das Hakenkreuz an verschiedenen Stellen der Erde unabhängig voneinander entstanden sei, ist die Tatsache, daß auf der ganzen Welt das Hakenkreuz den gleichen Sinn hat.

Neuzeit

Sonnenkreuz (alte Form des Hakenkreuzes) an altdeutschem Bauernhaus (Sattelmeierhöfe Enger, Westfalen), im Aussehen identisch mit dem Baskischen Kreuz

20. Jahrhundert

Im Wilhelminischen Zeitalter gebrauchten viele vaterländische und esoterische Gruppierungen dieses Symbol. Im Ersten Weltkrieg erschien das Zeichen als individuelles Zierwerk auf den Rümpfen deutscher Jagdflugzeuge. Der jüdische Flugzeugführer Fritz Beckhardt, der auf deutscher Seite kämpfte, verzierte sein Flugzeug mit Hakenkreuzen als Glücksbringer.[2]

Die Brigade „Ehrhardt“, ein Freiwilligenverband, der nach dem Ersten Weltkrieg im Baltikum und im Reich den Kommunismus bekämpfte, führte große Hakenkreuze auf den Helmen. Auch in ihr Lied war das Symbol eingebunden, in dem es hieß:

„Hakenkreuz am Stahlhelm, schwarz-weiß-rotes Band, die Brigade Ehrhardt werden wir genannt“.

Finnland, das sich mit deutscher Hilfe von der bolschewistischen Unterjochung befreien konnte, übernahm ein blaues Hakenkreuz, welches ein schwedischer Adeliger als Glückssymbol auf einem Flugzeug angebracht hatte, das er Finnland zum Geschenk machte, als Hoheitszeichen. Es erschien auf den Flügeln und Rümpfen der Militärflugzeuge und auch auf den finnischen Panzerfahrzeugen. Noch heute tritt es in der Präsidentenstandarte auf.

Auch Lettlands Armee nutzte das Hakenkreuz als militärisches Hoheitssymbol, allerdings in rot, von der Unabhängigkeit bis zur stalinistischen Okkupation.

Das schwarze Hakenkreuz in weißem Feld auf rotem Grund war das Zeichen der NSDAP und seit 1933 neben der schwarz-weiß-roten Flagge alleinige Fahne und Hoheitszeichen des Deutschen Reiches.

In der Reichskriegsflagge ersetzte das schwarze Hakenkreuz den Reichsadler des Kaiserreiches auf der weißen Kreisfläche und bestand neben dem schwarzen Balkenkreuz und gleichfalls schwarzen Prankenkreuz, den Symbolen der Deutschordensritter.

Ebenso trat es statt des traditionellen Adlers ins Zentrum der Truppenfahnen. Es wurde auch dem Reichsadler hinzugefügt und erschien damit quasi auf allen staatlichen Stempeln.

Seit 1945

Krankenhaus der Stadt Wien

Die in den VSA beheimatete Libertarian National Socialist Green Party führt ein Symbol bestehend aus einem rechtsdrehenden schwarzen Hakenkreuz in weißem Feld auf grünem Grund.

Das Hauptgebäude des Krankenhauses der Stadt Wien (Krankenhaus Hietzing) ist mit einem Hakenkreuzmuster geschmückt. Es ist beim Haupteingang gut zu sehen.

Die Gustav-Adolf-Stabkirche in Hahnenklee (Harz) ist mit nordischen Symbolen bestückt. Das Hakenkreuz befindet sich im Innenbereich auf der rechten Seite in einem Fenster.

2005 beschloß die finnische Luftwaffe, als Emblem wieder das uralte arische Lebenssymbol, das „Hakaristi“ (finnisch für Hakenkreuz) zu verwenden.[3]

Verbotsgesetze

In der Republik Österreich regelt das Verbotsgesetz 1947 den Umgang mit nationalsozialistischen Organisationen, Gedankengut und deren Symbolik und bestraft den Gebrauch. In der BRD bestimmt der § 86a des Strafgesetzbuches (StGB) das „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“:

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
  1. im Inland Kennzeichen einer der in § 86 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen verbreitet oder öffentlich, in einer Versammlung oder in von ihm verbreiteten Schriften (§ 11 Abs. 3) verwendet oder
  2. Gegenstände, die derartige Kennzeichen darstellen oder enthalten, zur Verbreitung oder Verwendung im Inland oder Ausland in der in Nummer 1 bezeichneten Art und Weise herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt.
(2) Kennzeichen im Sinne des Absatzes 1 sind namentlich Fahnen, Abzeichen, Uniformstücke, Parolen und Grußformen. Den in Satz 1 genannten Kennzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.
(3) § 86 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.
 
1. Sonnenkreuz, 2. Griechisches Kreuz, 3. Lateinisches, Passionskreuz, 4. Andreas-, Schrägkreuz, 5. Tau-, Antoniuskreuz, 6. Gabel-, Schächerkreuz, 7. Ankh, 8. Swastika, Hakenkreuz, 9. Ankerkreuz, 10. Kleeblattkreuz, 11. Krückenkreuz, 12. Jerusalemkreuz, 13. Wiederkreuz, 14. Patriarchalkreuz, 15. Weihekreuz, 16. Russisches Kreuz, 17. Johanniter-, Malteserkreuz, 18. Gammakreuz, 19. Tatzenkreuz, 20. Tolosanerkreuz, 21. Kolben-, Apfelkreuz, 22. Kugelkreuz, 23. Astkreuz, 24. Doppelkreuz, 25. Kardinalskreuz, 26. Jakobskreuz, 27. Hakenkreuz, 28. Christusmonogramm, 29. Dreifaltigkeitssymbol

§ 86

Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen

(1) Wer Propagandamittel
  1. einer vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärten Partei oder einer Partei oder Vereinigung, von der unanfechtbar festgestellt ist, daß sie Ersatzorganisation einer solchen Partei ist,
  2. einer Vereinigung, die unanfechtbar verboten ist, weil sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder gegen den Gedanken der Völkerverständigung richtet, oder von der unanfechtbar festgestellt ist, daß sie Ersatzorganisation einer solchen verbotenen Vereinigung ist,
  3. einer Regierung, Vereinigung oder Einrichtung außerhalb des räumlichen Geltungsbereichs dieses Gesetzes, die für die Zwecke einer der in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Parteien oder Vereinigungen tätig ist, oder
  4. Propagandamittel, die nach ihrem Inhalt dazu bestimmt sind, Bestrebungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation fortzusetzen, im Inland verbreitet oder zur Verbreitung im Inland oder Ausland herstellt, vorrätig hält, einführt oder ausführt oder in Datenspeichern öffentlich zugänglich macht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Propagandamittel im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche Schriften (§ 11 Abs. 3), deren Inhalt gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet ist.
(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.
(4) Ist die Schuld gering, so kann das Gericht von einer Bestrafung nach dieser Vorschrift absehen.

Die Grundgesetzgarantie der „Kunstfreiheit“ (Art. 5, Absatz 3)

Bekanntermaßen verpflichtet das Grundgesetz alle staatlichen Organe dazu, folgende Freiräume stets zu gewährleisten:

  1. Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
  2. Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
  3. Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Dies ist so zu verstehen, daß in Filmen, auf Theaterbühnen, in Comics, auf Gemälden usw. eine Präsentation des Hakenkreuzes rechtmäßig ist. Und tatsächlich: Wenn ein Tom Cruise in Uniform der Waffen-SS paradiert (im Film), dann kann man ihm vielleicht seine unpassende Körpergröße – für diese Rolle – vorwerfen, aber niemand kann per Anzeige den Film verbieten lassen, da dieses Beispiel unter die grundgesetzlich garantierte Kunstfreiheit fällt. Ebenso verhält es sich mit Bühnenbildern, mit neo-expressionistischen Gemälden und mit Zeichentrickfilmen, in denen Hakenkreuze erscheinen. Der längst nicht austarierte Grenzbereich dieser Kunstfreiheit betrifft folglich Gebäude und Bekleidung. Da das Hakenkreuz faktisch und unwiderleglich ein uraltes religiöses Glückszeichen ist, müßte es nach geltendem Recht ohne weiteres möglich sein – in einem klar definierten religiösen oder eben künstlerischen Bezugsrahmen – das Hakenkreuz an Gebäuden, auf schmückenden Textilien und an Bekleidung zu präsentieren.

Es ist klar, daß nur die strikte Vermeidung politischer Konnotationen diesen Rechtsrahmen auch tatsächlich öffnet. Nur eine glaubhafte, eine traditionsgeleitete und spirituell gestimmte Einbettung des Hakenkreuzes in einem dezidiert nicht-politischen Kontext gewährleistet eine derartige Rechtmäßigkeit der Präsentation (und eine sichere Vermeidung des allfälligen „Wiederbetätigungs“-Vorwurfs).

Siehe auch

Deutsches Jungvolk (nationalsozialistische Plakatkunst)

Literatur

Verweise

Achtung 2.png Bitte beachten Sie zu den aufgeführten Verweisen auch diesen Warnhinweis!


Fußnoten

  1. „Ilios, Stadt und Land der Trojaner: Forschungen und Entdeckungen in der Troas und Besonderes auf der Baustelle von Troja“, 1881, S. 389ff. (Netzbuch und Möglichkeit zum herunterladen als PDF-Datei)
  2. Flieger-Album.de: Fritz Beckhardt
  3. Swastika ist Hoheitszeichen der finnischen Luftwaffe
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