Knütter, Hans-Helmuth

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Hans-Helmuth Knütter

Hans-Helmuth Knütter (Lebensrune.png 1934 in Stralsund) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Extremismusforscher. Er studierte Geschichte und Soziologie an der Freien Universität Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Von 1972 bis zu seiner Emeritierung 1997 war er Professor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie an der Universität Bonn. Von 1985 bis 1989 war er für die CDU Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Bundeszentrale für politische Bildung.

„ ‚Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.‘ Da alle dank dem Großen Latinum der alten Sprache mächtig sind, erübrigt sich eigentlich die Übersetzung: Das Handeln soll überlegt geschehen, und der Handelnde möge die Folgen berücksichtigen. Im Sinne dieses Spruches widme ich mich hier der Frage, was eine patriotische, eine rechte Bewegung tun sollte und aufgrund der bestehenden Verhältnisse tun kann. Also: Keine feierlich-unverbindliche Festrede, sondern ein Appell zum praktischen Handeln. [...] Vier Maßnahmen habe ich vorzuschlagen, die ich jetzt aufzähle, um sie danach zu begründen: 1. Geld sammeln, um einen Rechtskampf-Fonds einzurichten, 2. Die Justiz mobilisieren, 3. Öffentlichkeitsarbeit, und hier vor allem das Internet nutzen, und wenn es bereits geschieht: stärker, konzentrierter, 4. Das Selbstbewußtsein stabilisieren.“ — Vortrag von Professor Dr. Hans-Helmuth Knütter zum Festkommers anläßlich des Deutschen Burschentags in Eisenach, 25. Mai 2013[1]

Publizistische Schwerpunkte

Knütters Arbeitsgebiete sind Zeitgeschichte, Extremismus, insbesondere Linksextremismus und Antifaschismus, Deutschfeindlichkeit sowie Politische Ideen. 1993 veröffentlichte er „Die Faschismus-Keule. Das letzte Aufgebot der deutschen Linken“. Knütter fordert einen „Schlußstrich“ unter den nationalsozialistischen Teil der deutschen Geschichte, der es der Gesellschaft wieder erlauben würde, einen positiven Bezug zu Volk und Nation aufzubauen.

In seinem mit Stefan Winckler veröffentlichten „Handbuch des Linksextremismus – Die unterschätzte Gefahr“ stellt Knütter die These auf, „die Aktivitäten des gewaltbereiten und antidemokratischen Linksextremismus“ würden, anders als die „demokratisch-rechten und extremistischen Positionen“, von der breiten Öffentlichkeit nicht ausreichend beachtet. Hauptziel dieses Linksextremismus sei die Verwandlung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in eine antifaschistisch-volksdemokratische“ Ordnung.

Publikationen (Auszug)

Handbuch des Linksextremismus
  • Ideologien des Rechtsradikalismus im Nachkriegsdeutschland. Eine Studie über die Nachwirkungen des Nationalsozialismus. Röhrscheid, Bonn 1961
  • Die Juden und die deutsche Linke in der Weimarer Republik. 1918–1933. Droste Verlag, Düsseldorf 1971. ISBN 3-7700-0271-7
  • Der Streit um die politische Bildung: Was man von Staat und Gesellschaft wissen und verstehen sollte. Olzog, München 1975. ISBN 3-7892-7213-2 (mit Peter Gutjahr-Löser)
  • Politische Bildung in der Bundesrepublik Deutschland. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1984. ISBN 3-923423-27-6
  • Freiheit? Aber sicher! Wege zur wehrhaften Demokratie. Bundesminister des Innern, Bonn 1985 (mit Heinrich Fisch)
  • Bibliographie zur politischen Bildung: Theorie, Methodik, Didaktik. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1985. ISBN 3-923423-43-8
  • Demokratie und Diktatur. Geist und Gestalt politischer Herrschaft in Deutschland und Europa. Droste Verlag, Düsseldorf 1987. ISBN 3-7700-0730-1 (mit Manfred Funke, Hans-Adolf Jacobsen und Hans-Peter Schwarz)
  • Hat der Rechtsextremismus in der Bundesrepublik Deutschland eine Chance? Osang, Bonn 1988
  • Deutschfeindlichkeit: gestern, heute und morgen ...? Mut-Verlag, Asendorf 1991. ISBN 3-89182-045-3
  • Der Wandel in Südafrika und die internationale Lage. Werkstatt für Politische und Soziale Bildung, Bornheim 1992
  • 96-book.png PDF Die Faschismus-Keule. Das letzte Aufgebot der deutschen Linken, Ullstein, Frankfurt/M, 2. Auflage 1994, ISBN 3-548-36618-X
  • Europa ja – aber was wird aus Deutschland? Hohenrain-Verlag, Tübingen 1998. ISBN 3-89180-053-3
  • Der Verfassungsschutz. Auf der Suche nach dem verlorenen Feind. Universitas, München 2000. ISBN 3-8004-1407-4 (zusammen mit Stefan Winckler)
  • Handbuch des Linksextremismus: Die unterschätzte Gefahr, Stocker, Graz 2002, ISBN 3-7020-0968-X
  • Das Knütter-Gutachten: zum Vorwurf des Rechtsextremismus und der Verfassungsfeindlichkeit gegen die Münchener Burschenschaft Danubia. Burschenschaft Danubia, München 2002
  • 96-book.png PDF Antifaschismus – Der geistige Bürgerkrieg, 2. Auflage, 2010
  • Festrede zum Burschentag in Eisenach, Mai 2013: Auf dem Weg in eine andere Republik – Vom Rechtsstaat zum Linksstaat: Was wir tun sollten

Verweise

  • Links enttarnt „Organ zur Sicherstellung des politischen Pluralismus in der Bundesrepublik Deutschland“

Fußnoten

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