Pfundtner, Hans
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Hans Pfundtner (
15. Juli 1881 in Gumbinnen;
25. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Staatsbeamter.
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[Bearbeiten] Leben
[Bearbeiten] Jugend
Hans Pfundtner wurde am 15. Juli 1881 in Gumbinnen in Ostpreußen geboren, stammte aber ursprünglich von den 1732 nach Ostpreußen eingewanderten Salzburgern ab. Seine Vorfahren waren Bauern, Beamte und Lehrer. Er selbst besuchte ein humanistisches Gymnasium und studierte in Königsberg (Mitglied des Corps Masovia) Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft, machte sein Referendaexamen und war dann als Gerichtsassessor tätig. Schon im Jahre 1899 hatte er sich als Achtzehnjähriger die Preußische Rettungsmedaille am Bande erworben.
[Bearbeiten] Erster Weltkrieg
Während des ersten Weltkrieges war er als Hauptmann der Reserve im Grenadier-Regiment König Wilhelm I. (zweites Preußisches) Nr. 3 an der Front. In der Schlacht bei Tannenberg wurde er schwer verwundet. Er erwarb sich das Eiserne Kreuz und andere Kriegsorden.
[Bearbeiten] Weimarer Republik
Er wurde als Regierungsrat in das Reichsamt des Inneren berufen, dann war er Geheimer Regierungsrat und Vortragender Rat im Reichswirtschaftsministerium bis 1925. In diesen Jahre schied er freiwillig unter Verzicht auf das Ruhegehalt aus dem Reichsdienst aus, weil er es mit seiner politischen Überzeugung nicht mehr vereinbaren konnte, diesem Staate zu dienen. Er ließ sich zwischen 1925 und 1933 als Rechtsanwalt und Notar in Berlin nieder. Im Jahre 1932 betätigte sich Hans Pfundtner insbesondere in der nationalsozialistischen Beamtenschaft.
[Bearbeiten] Drittes Reich
Am Tage der Machternennung am 30. Januar 1933, ernannte ihn der Reichspräsident Paul von Hindenburg auf Vorschlag von Adolf Hitler zum Staatssekretär im Reichsministerium des Inneren. Staatssekretär Pfundtner, der auch Vizepräsident des Nationalen Clubs war, war durch zahlreichen Aufsätzen in führenden Tageszeitungen seit 1919 auf nationalen, politischen und verwaltungsrechtlichem Gebiet hervorgetreten. 1935 war er maßgeblich an der Ausarbeitung und Formulierung des Gesetzes zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre (Nürnberger Rassengesetze) beteiligt. Am 23. September 1936 wurde Pfundtner zum Präsidenten der Prüfungskommission für höhere Verwaltungsbeamte ernannt. Er erstellte 1939 einen umfangreichen Maßnahmenkatalog für den Abbau der Pensionszahlungen an Juden. 1943 trat er von seinem Posten als Staatssekretär zurück. Sein Posten blieb vakant. Hans Pfundtner beging kurz vor der Verhaftung durch die Alliierten Selbstmord
[Bearbeiten] Werke
- 1933 ff: Das neue Reichsrecht. Ergänzbare Sammlung des geltenden Rechts seit dem Ermächtigungsgesetz, mit Erläuterungen (Mitherausgeber: Reinhard Neubert)
- 1934: Vom Bismarckreich zum Dritten Reich
- 1937: Dr. Wilhelm Frick und sein Ministerium
Das letztgenannte Werk beinhaltet eine detaillierte Übersicht und Beschreibung des Reichsinnenministeriums.
