Valérien, Harry

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Harry Valérien (* 4. November 1923 in München; † 12. Oktober 2012 in Berg am Starnberger See) war ein deutscher Sportjournalist und Fernsehmoderator.

Werdegang

Harry Valérien wurde am 4. November 1923 als Sohn eines Pressefotografen und ältestes von vier Kindern in München geboren. Als er 14 Jahre alt war, starb seine Mutter bei einem Autounfall, ein Jahr später erlag sein Vater einem Herzleiden. Unter dem Eindruck der Olympischen Spiele 1936 beschloß Valérien, Sportreporter zu werden. Auf Wunsch des für die Erziehung zuständigen Großvaters machte er jedoch zunächst eine Lehre als Mechaniker. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er in einem „kriegswichtigen Betrieb“.[1] 1941 wurde er Gebirgsjäger. Als Unteroffizier geriet Valérien in sowjetische Kriegsgefangenschaft, konnte aber fliehen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges geriet er in amerikanische Gefangenschaft. Nach dem Kriege besuchte er ab 1946 die Journalistenschule in München. Mitschülerin war damals u. a. „Sibylle“, die spätere Starkolumnistin des „Stern“. Anschließend absolvierte er ein zweijähriges Volontariat beim „Münchner Merkur“. Nach Beendigung seiner journalistischen Ausbildung verblieb er zunächst als Redakteur beim „Münchner Merkur“, danach ging er zum „Bayerischen Rundfunk“. Seit 1962 arbeitete er für das ZDF. Sein Name wurde zum Markenzeichen für locker-informative Sportsendungen wie „Das aktuelle Sportstudio“.

Harry Valérien prägte jahrzehntelang den Sportjournalismus im bundesdeutschen Fernsehen. Er berichtete von 1952 bis 1996 von fast allen Olympischen Spielen und moderierte 283 Folgen lang im ZDF „Das aktuelle Sportstudio“. Der Journalist engagierte sich auch als einer der Ersten gegen Doping im Sport.

Auszeichnungen

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 36/2008
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