Anschütz, Heinrich

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Heinrich Anschütz, Lithographie von Joseph Kriehuber, 1855

Heinrich Johann Immanuel Anschütz (* 8. Februar 1785 in Luckau; † 29. Dezember 1865 in Wien) war ein deutscher Schauspieler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Anschütz besuchte die Fürstenschule in Grimma, seit 1804 die Universität Leipzig und stand 1807 in Nürnberg zum ersten mal auf der Bühne. 1811 wurde er an das Königsberger Theater berufen; 1812 ging er nach Danzig, 1814-21 war er in Breslau und erhielt 1821 einen seinen Gaben angemessenen Wirkungskreis, zugleich als Regisseur, am Burgtheater in Wien. Für Helden- und Charakterrollen befähigten ihn sein Vortragstalent und wirkungsvolles Organ besonders. Bis 1861 war er die Hauptbesetzung für Tragödien und des bürgerlichen Schauspiels am Burgtheater. In Wien lernte Anschütz Ludwig van Beethoven kennen und pflegte mit diesem eine dauernde Bekanntschaft.

Anschütz schrieb auch eigene Dramen: „Brutus und sein Haus“ (1857), „Johanna Gray“ (1861), „Kunz von Kaufungen“ (1863) und „Die Ehestifterin“ (Leipzig 1878). Sein Sohn, Roderich Anschütz (* 24. Juli 1818 in Wien) widmete sich daselbst philosophischen und juristischen Studien und trat 1852 in österreichische Staatsdienste. Er starb am 26. Mai 1888 in Mödling bei Wien.

Rollen

Literatur

  • Constantin von Wurzbach: Anschütz, Heinrich. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 1. Verlag L. C. Zamarski, Wien 1856–1891, S. 45.
  • Förster: Anschütz, Heinrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 476 f.
  • Wilhelm Kosch: Das deutsche Theater und Drama im 19. und 20. Jahrhundert. Wächter-Verlag, Würzburg 1939
  • Max Martersteig: Das deutsche Theater im 19. Jahrhundert. Eine kulturgeschichtliche Darstellung. Breitkopf & Härtel, Leipzig 1924
  • Hermann Schöne: Aus den Lehr- und Flegeljahren eines alten Schauspielers. Reclam, Leipzig 1921
  • Ludwig Lewis: Geschichte der Freimaurerei in Österreich und Ungarn. Vollrath, Leipzig 1872, S. 208.

Autobiographie

  • Heinrich Anschütz, Erinnerungen aus dessen Leben und Wirken. Wien 1866
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