Heinrich I. (Ostfrankenreich)

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Büste Heinrichs I.

Heinrich I. (Lebensrune.png 876; Todesrune.png 2. Juli 936 in Memleben an der Unstrut) aus dem Geschlecht der Liudolfinger, auch Heinrich der Vogler, Heinrich der Burgenbauer, Heinrich der Finkler oder Heinrich der Sachse genannt, Sohn Ottos des Erlauchten, Herzogs von Sachsen, war seit 912 Herzog der Sachsen und von 919 bis 936 als „König der Franken“ Herrscher des Ostfrankenreichs. Unter dem späteren Genossen Walhallas errangen die vereinigten deutschen Stämme in der Schlacht bei Riade einen gemeinsamen Sieg, der ihnen die Gewißheit gab, einer gemeinsamen und großen Nation anzugehören.

„Heinrich war im vollen Sinne Deutscher König, seine Herrschaft ein wahres Deutsches Reich. [...] So erfüllt er alle Aufgaben die ihm sein Königthum stellte, nach außen wie im Inneren. Deutschland sah selten einen gleichen, nie einen würdigeren, einsichtigeren König.“Georg Waitz[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

König Heinrich I. (Holzschnitt von Ernst von Dombrowski aus dem Jahre 1938)
Siegel Heinrichs I. an einer Urkunde vom 18. Oktober 927
Heinrich wird beim Vogelstellen im Wald die Königskrone angetragen (nach einem historisierenden Gemälde von Hermann Vogel, um 1900)

Heinrich I. war der zweite König (Rex Germaniae oder Rex Germanorum) des späteren Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und der erste römisch-deutsche König aus dem Hause der Liudolfinger. Heinrich hatte schon bei Lebzeiten seines Vaters glücklich gegen die angrenzenden heidnischen Völkerschaften und gegen die Magyaren gestritten; dann, nach Ottos Tod (912) zum Herzog erhoben, war er mit König Konrad I., der ihm einen Teil seines Erbes, namentlich Thüringen, zu entziehen trachtete, in einen harten Kampf geraten, der zuletzt zu seinem Vorteil ausschlug und seinem Gegner so große Achtung einflößte, daß derselbe auf dem Sterbebett den ehemaligen Gegner als den der Krone Würdigsten zu seinem Nachfolger empfahl.

Demzufolge wurde Heinrich am 14. April 919 von den Franken und Sachsen in Fritzlar zum König der Deutschen erwählt. Daß die Fürsten, die ihm die Reichsinsignien brachten, Heinrich beim Vogelfang angetroffen hätten, ist spätere Sage und der erst im 12. Jahrhundert vorkommende Beiname der Finkler oder der Vogler somit unberechtigt und unpassend. Die ihm vom Erzbischof von Mainz angebotene Salbung durch Priesterhand lehnte Heinrich ab. Des neuen Königs erste Sorge war die Wiederherstellung der inneren Einheit des Reiches. Er zog zuerst gegen den Herzog Burchard von Schwaben aus und bewog ihn (920) durch Zugeständnisse ohne Kampf zur Huldigung. Den mächtigen Herzog Arnulf von Bayern, der selbst nach der Königskrone trachtete, gewann er 921 durch Überredung und Einräumung fast völliger Selbständigkeit; Lothringen, das sich in letzter Zeit König Karl dem Einfältigen vom Westfrankenreich unterworfen hatte, brachte er im Jahre 925 an Deutschland zurück und verband sich den lothringischen Herzog Giselbert durch dessen Vermählung mit seiner Tochter Gerberga.

So war der Bestand des Deutschen Reichs hergestellt und die königliche Gewalt über die Herzöge der fünf Stämme (Franken, Sachsen, Lothringer, Schwaben und Bayern) neu befestigt.

Es galt nun, auch gegen die Einfälle der Nachbarvölker, namentlich der Magyaren und Heiden, das Reich zu sichern. 924 wurde Heinrich gezwungen, mit den Ungarn eine neunjährige Waffenruhe zu vereinbaren und ihnen dafür einen jährlichen Tribut zu zahlen. Heinrich benutzte diese Waffenruhe zur Wiederherstellung der Wehrkraft des deutschen Volkes und zur Sicherung des Reichs durch Anlegung fester Burgen und Befestigung offener Städte. Er erließ das Gesetz, daß der neunte Mann aus den Heerbannpflichtigen in die Burg ziehen sollte, wo zugleich auch für Wohnung für die anderen acht sowie für Raum zur Einbringung der Ernte in Kriegszeiten gesorgt war. Zugleich verlegte er die Gauversammlungen, die Gerichte und Festlichkeiten in die Städte. Zur Hebung der Wehrkraft verordnete er, daß dem allgemeinen Aufgebot jeder freie Mann Folge zu leisten habe; sein Hauptaugenmerk aber wandte er auf die Bildung einer kriegsgeübten Reiterei, und diese wurde dadurch fortan der eigentliche Kern des Heerbannes.

Heinrich wandte sich mit seiner jungen Kriegsmacht zuerst gegen die Heiden, und zwar zunächst gegen die Heveller, deren Hauptstadt Brennabor (Brandenburg) er im Winter 927928 einnahm. Dann unterwarf er die Daleminzier, in deren Gebiet er Meißen gründete, die Wilzen, Lusitzen und Redarier und bewog den Böhmenherzog zur Anerkennung seiner Lehnshoheit. Einen Aufstand der Wenden unterdrückte 929 der Sieg bei Lenzen. Als nun 933 die ungarischen Gesandten erschienen, um den Tribut einzufordern, beschloß Heinrich mit Zustimmung des sächsischen Volkes, die weitere Zahlung zu verweigern. Daraufhin brachen die Ungarn in zwei großen Heeren durch Franken in Thüringen ein.

Beide Heere wurden aber von den Sachsen unter Heinrich I. geschlagen. Die Schlacht bei Riade an der Unstrut wurde zur Geburtsstunde des deutschen Reiches. Im Jahr 934 führte er einen siegreichen Krieg gegen die Dänen, stellte die Mark Schleswig wieder her und befestigte den deutschen Einfluß im dänischen Reich. Vor seinem Tod ließ er noch seinem Sohn die Nachfolge im Reich zusichern. Er starb am 2. Juli 936 in Memleben und wurde in der Schloßkirche zu Quedlinburg beigesetzt.

Heinrich war der eigentliche Begründer des Deutschen Reichs, ein Herrscher voll Kraft und Einsicht, voll Besonnenheit und Klugheit.

Ehen, Kinder

Das aus Germanien entstandene Deutschland um das Jahr 1000 nach der Einigung unter Heinrich und Otto

Heinrich vermählte sich 906 mit Hatheburg, der Tochter des sächsischen Grafen Erwin von Merseburg. Die Ehe mit Hatheburg wurde im Jahre 909 kirchlich sanktioniert geschieden. Die Eheleute gaben ein voreheliches Gelübde Hatheburgs als Ehehindernis an.

Hatheburgs Sohn war Thankmar, dessen Ansprüche beim Ableben Heinrichs übergangen wurden. Im Jahre 938 wurde Thankmar im Aufstand gegen Otto erschlagen.

Zweite Ehe: geschlossen 909 in Wallhausen mit Mathilde von Ringelheim, Tochter des Grafen Dietrich in Westfalen (Immedinger) und der Reginlind, Laienäbtissin von Nivelles, Lebensrune.png 14. März 968 in Quedlinburg, in dessen Stiftskirche sie ebenfalls begraben wurde. Mathilde war Ururenkelin des Sachsenherzogs Widukind.

Der Ehe mit Mathilde entsprangen fünf Kinder:

Herzog von Sachsen

Heinrichs Vater war Herzog Otto der Erlauchte von Sachsen, seine Mutter die Babenbergerin Hadwig. Um 906 heiratete Heinrich Hatheburg, die verwitwete Erbtochter des Grafen von Merseburg, und gewann so beträchtlichen Besitz an der Saale. Kurz darauf löste er die Argumente des gegen die erste Ehe vorgebrachten Protests des Bischofs von Halberstadt ausnutzend die Ehe auf und heiratete 909 die wesentlich jüngere Mathilde aus der Familie der Immedinger. Das brachte ihm und den Liudolfingern einen beträchtlichen Prestigegewinn, war Mathilde doch entfernt verwandt mit Herzog Widukind, dem Anführer der Sachsen und Gegenspieler Karls des Großen, so daß sich eine Abstammungslinie konstruieren ließ. Darüber hinaus stärkte die Heirat Heinrichs Position im Westen Sachsens. In der Forschung wird diese Verbindung als Ausdruck der engeren Bindung der Liudolfinger an Sachsen gewertet, die die bis dahin bevorzugte verwandtschaftliche Anbindung an den fränkischen Adel ablöste.

Bereits zum Zeitpunkt der Herrschaftsübernahme in Sachsen kam es zu ersten Auseinandersetzungen mit Konrad I., der seit dem Tod des letzten Karolingerherrschers Ludwigs des Kindes 911 ostfränkischer König war. Die Liudolfinger hatten unter den Karolingern durch ihre enge Verwandschaftsverbindung zum Herrscherhaus eine herausgehobene Stellung inne. Zu Konrad bestand keine ähnliche Verbindung. Zudem bedeutete das mächtigste Adelshaus Sachsens eine Gefährdung seiner gerade erst errichteten Herrschaft. Als Heinrich 912 seinem Vater als Herzog folgte, verweigerte Konrad ihm die Einsetzung in alle Rechte, die Otto der Erlauchte innegehabt hatte. Auf der anderen Seite erkannte Heinrich keine königliche Gewalt über seinen Herrschaftsbereich an, der neben Sachsen große Teile Thüringens umfaßte. Schnell entwickelten sich Fehden mit verschiedenen Feldzügen gegeneinander. 915 unterwarf sich Heinrich schließlich bei Grone (Göttingen) formell dem König. Konrad verzichtete im Gegenzug auf die Herrschaftsausübung im Machtbereich Heinrichs. Möglicherweise wurde bereits zu diesem Zeitpunkt die Vereinbarung geschlossen, daß Heinrich zum Nachfolger des kinderlosen Königs werden sollte.

Königswahl

Konrad starb am 23. Dezember 918. Im Mai 919 wählten die Großen Frankens und Sachsens Heinrich in Fritzlar zum ostfränkischen König. Ottonischen Überlieferungen zufolge handelten die Franken dabei entsprechend dem ausdrücklichen letzten Willen Konrads I. Damit war die Herrschaft aus fränkischer in sächsische Hand gelangt. Heinrich I. fehlte jedoch zunächst die Zustimmung der Schwaben und Bayern.

König

König Heinrich I. mit Himmler-Zitat

Heinrich war der einzige König seiner Zeit, der die kirchliche Salbung, obwohl ausdrücklich von der Kirche angeboten, ablehnte. Dafür wurde er später von vielen Quellen kritisiert (beispielsweise durch Thietmar von Merseburg). Es gibt verschiedene Erklärungen für den Salbungsverzicht:

  • Heinrich verzichtete bewußt, um den kirchlichen Einfluß auf den König zurückzudrängen.
  • Er verzichtete, um sich bewußt gegen die karolingische Tradition zu wenden.
  • Heinrich I. wollte das sakral legitimierte „Priesterkönigtum“ durch ein sächsisches „Heerkönigtum“ ersetzen.
  • Er verzichtete bewußt, um den Herzögen, die teilweise seiner Erhebung noch nicht zugestimmt hatten, ein demonstratives Verständigungssignal zu geben: er wollte als primus inter pares herrschen (Althoff-Keller 1985).
  • Schließlich war die Königssalbung noch nicht üblich, sie wurde erst unter Otto I. 936 eingeführt bzw. war in Ostfranken allein von Konrad I. praktiziert worden.

Mit politischem Geschick, aber auch durch Feldzüge erlangte er schließlich die Anerkennung seines Königtums durch die Herzöge Burkhart II. von Schwaben 919 und Arnulf von Bayern 921, obwohl Herzog Arnulf anfangs als vom bayrischen Adel und Klerus gekürter Gegenkönig gegen ihn stand. 921 erkannte auch der westfränkische König Karl III. im Bonner Vertrag Heinrich als „König der Ostfranken” an, was das Ende karolingischer Ansprüche im Osten bedeutete. Nach mehreren Feldzügen Heinrichs unterwarf sich 925 auch Giselbert (Herzog von Lothringen von 915 bis 939). Damit gliederte Heinrich das zuvor vom Westfrankenreich beherrschte Lothringen, das auch das Rheinland umfaßte, in der Zeit von 925 bis 928 als fünftes Herzogtum in das Ostfrankenreich ein. Diesen Prozeß schloß die Verheiratung von Heinrichs Tochter Gerberga mit Giselbert ab. Die Zustimmung zu seiner Herrschaft erkaufte sich Heinrich vor allem mit einem Machtzuwachs der Herzöge. So gestattete er ihnen, vormals karolingische Pfalzen und Güter zu verwalten. In einigen Fällen erhielten sie sogar die Hoheit über Bistümer und Königsklöster. Dieser Machtzuwachs drückt sich auch darin aus, daß die Herzöge unter Heinrich begannen, Urkunden und Siegel zu benutzen, die den königlichen nachgebildet waren, und für sich selbst den Gottesgnadentitel beanspruchten.

Die Vereinigung der Stämme im Ostfrankenreich unter seiner Herrschaft erfolgte auch unter dem Druck der Ungarn. Die ostfränkischen Herzogtümer waren zu dieser Zeit ständigen Raubzügen ungarischer Reiterheere ausgesetzt. Durch die Gefangennahme eines ungarischen Edlen vor der Burg Werla und Tributleistungen an die Ungarn konnte Heinrich I. 926 einen zehnjährigen Waffenstillstand aushandeln. Die Zeit des Waffenstillstands nutzte er zum Burgenbau – vor allem um die Ostgrenze des Reiches zu sichern, ebenso zur Aufrüstung und Erprobung eines starken Heeres mit schwerer Reiterei, und zur Festigung seiner Königsmacht durch die Unterwerfung der heidnischen Stämme östlich der Elbe 927–929. Aus vielen dieser Befestigungen wurden später Städte; daher rührt Heinrichs Beiname Heinrich „der Städtegründer“. Noch vor Ablauf des Waffenstillstands besiegte Heinrich die Ungarn 933 in der Schlacht bei Riade an der Unstrut. Dieser Sieg mit einem Heer aus allen Stämmen seines Reiches konsolidierte den Zusammenhalt von Heinrichs Reich und sicherte seine Akzeptanz im Hochadel aller Reichsteile. Erst nachdem Heinrich seine Herrschaft so gesichert hatte, sind größere Reisen und Hoftage außerhalb des sächsischen Kernbereichs nachzuweisen. Heinrich war nach dem Ungarnsieg stark genug, 934 die Dänen anzugreifen und durch die Schlacht von Haithabu das Gebiet zwischen Eider und Schlei zu erobern.

Neben der politischen und militärischen Konsolidierung seines Herrschaftsgebietes ging es Heinrich auch darum, seinem Haus, den Liudolfingern, die Krone auf Dauer zu sichern. Zu diesem Zweck verfaßte er 929 eine an seine Gemahlin gerichtete Urkunde, die seinen Sohn Otto zum alleinigen Erben des Königstitels erklärte, was angesichts der bei den Franken üblichen Erbteilung keineswegs selbstverständlich war. Darüber hinaus wurden das Witwengut für Mathilde und die Zukunft der weiteren Söhne geregelt sowie alle Großen des Reiches zur Anerkennung und Unterstützung dieses „Testaments“ aufgerufen. Um diesen Zeitpunkt müssen auch die Verhandlungen mit dem englischen Königshaus um eine Verheiratung Ottos mit einer Halbschwester König Aethelstans vor sich gegangen sein. Heinrich bemühte sich um eine Anbindung seines Hauses an Dynastien außerhalb seines Reiches; ein Vorgehen, das bis dahin im ostfränkischen Reich unüblich gewesen war. Neben der zusätzlich Legitimation durch die Verbindung mit einem anderen Herrscherhaus drückte sich auch darin eine Stärkung des „Sachsentums“ aus, da die englischen Herrscher sich auf die im 5. Jahrhundert auf die Insel ausgewanderten Sachsen beriefen. Nach der Hochzeit Ottos mit Edgith 930 stellte Heinrich den designierten Thronfolger in Franken und in Aachen den Großen der jeweiligen Region vor, um deren Zustimmung für seine Thronfolgeregelung einzuholen.

Als Heinrich auf der Jagd im Harz einen Schlaganfall erlitt und am 2. Juli 936 in seiner Pfalz Memleben starb, war sein Herrschaftsbereich geographisch, in seiner inneren Struktur und durch die Anerkennung der Liudolfinger als Herrscherdynastie konsolidiert. Deshalb galt Heinrich I. vor allem in der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts als der erste deutsche König und Reichsgründer des späteren Heiligen Römischen Reiches. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Stiftskirche Quedlinburg.

Nachfolger Heinrichs wurde sein Sohn Otto aus seiner zweiten Ehe mit Mathilde. Ottos jüngerer Bruder – und zeitweiliger Rivale – Heinrich wurde Herzog in Bayern. Ein weiterer Sohn, Brun, wurde Erzbischof von Köln. Der Sohn Thankmar aus Heinrichs erster Ehe mit Hatheburg fiel 938 im Kampf gegen seinen Halbbruder Otto, dem er die Krone streitig machte.

Bilanz der Herrschaft des ersten Ottonen

  • Einleitung der Christianisierung im Norden bis nach Skandinavien – Sieg über Knut von Skandinavien
  • Beendigung der Normanneneinfälle im Norden
  • Im Süden unterband Heinrich I. den Versuch Rudolfs von Hochburgund, sein Reich nach Italien zu expandieren.
  • Befriedung im Innern des Reiches
  • Sieg in den Ungarnkriegen
  • Eroberung von Gebieten im Osten
  • Einbezug Lothringens ins Reich

Völkisch-nationale Bedeutung

Spätestens mit Friedrich Ludwig Jahn begann Heinrich I. für die nationale Wahrnehmung nach Osten eine Rolle zu spielen. Jahn nannte ihn den „Staatsretter“ vor den „asiatischen Horden“.

Bei den von Heinrich Himmler organisierten Feierlichkeiten zum 1.000. Todestag Heinrichs I. – dessen sterbliche Überreste in den Dom von Quedlinburg überführt wurden – hielt Reichsführer Heinrich Himmler eine vielbeachtete Rede. In der Wewelsburg nannte er den ihm vorbehaltenen Raum „König Heinrich“; sein Sonderzug hieß seit Kriegsbeginn gegen Polen „Heinrich“; seine Feldkommando-Stelle in der Nähe des Führerhauptquartiers nannte er „Heinrich“; die gesamte von der SS geführte Strategie in Osteuropa nannte er „Programm Heinrich“.

Heinrich Himmler im Jahre 1936 zum 1.000jährigen Todestag von Heinrich I. in Quedlinburg:

„Er war der Erste unter Gleichen, und es wurde ihm eine größere und wahre menschliche Ehrfurcht entgegengebracht, als später Kaisern, Königen und Fürsten, die sie nach volksfremdem byzantinischen Zeremoniell forderten, zuteil wurde. Er hieß Herzog und König und war ein Führer vor tausend Jahren.“

Siehe auch

Verweise

Quellen

  • Weltnetzversion der Regesta Imperii
  • Liudprand von Cremona: Werke. In: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit, bearbeitet von Albert Bauer, Reinhold Rau. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 8. 5. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 233–589
  • Widukind von Corvey: Die Sachsengeschichte des Widukind von Corvey. In: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit, bearbeitet von Albert Bauer, Reinhold Rau. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 8. 5. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 1–183

Literatur

  • Heinrich Friedrich Theodor Kohlrausch, Heinrich Schneider: Bildnisse der deutschen Könige und Kaiser. Von Karl dem Großen bis Franz II. nach Siegeln, Münzen, Grabmälern, Denkmälern und Original-Bildnissen gezeichnet; nebst charakteristischen Lebensbeschreibungen derselben, Erste Abtheilung in 8 Heften von Karl dem Großen bis Maximilian I., 1844 (PDF-Datei)
  • Willy Andreas: Heinrich der Erste, in: Ders. / Wilhelm von Scholz (Hg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Fünfter Band, S. 9–23
  • Walter Görlitz: Das Erste Reich: Heinrich I. und Otto I., in: Ernst Adolf Dreyer / Heinz W. Siska (Hg.): Kämpfer, Künder, Tatzeugen. Gestalter deutscher Größe. 3 Bde., Zinnen-Verlag, München–Wien–Leipzig 1942, Bd. I, S. 73–96
  • Gerd Althoff / Hagen Keller: Heinrich I. und Otto der Große: Neubeginn auf karolingischem Erbe. Göttingen 1985, ISBN 3-7881-0122-9
  • Hellmut Diwald: Heinrich der Erste. Die Gründung des Deutschen Reiches. Bergisch Gladbach 1990, ISBN 3-404-61191-8
  • Georg Waitz: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich I., Berlin 1863, auch 1963 im Nachdruck der 3. Auflage von 1885

Vorgänger Amt Nachfolger
Konrad I. Deutscher (ostfränkischer) König
919-936
Otto I. der Große

Fußnoten

  1. in: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich I., 3. Aufl., Leipzig 1885



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