Heinrich der Löwe

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Heinrich der Löwe. Nach der Grabplatte im Dom zu Braunschweig.
Stifterstatue Heinrichs des Löwen

Heinrich der Löwe (Lebensrune.png um 1129/1130 oder 1133/35 am Bodensee, vermutlich in oder um Ravensburg; Todesrune.png 6. August 1195 in Braunschweig), aus dem Geschlecht der Welfen, war von 1142 bis 1180 als Heinrich III. Herzog von Sachsen, das damals auch Westfalen und Engern umfasste, sowie von 1156 bis 1180 als Heinrich XII. Herzog von Bayern. Er war damit einer der mächtigsten Reichsfürsten des 12. Jahrhunderts und stand wiederholt im Konflikt mit dem Königshaus dieser Zeit, den Staufern. Heinrich der Löwe ist bedeutend für die Ostsiedlung der Deutschen, zudem tat er sich als Gründer mehrerer deutscher Städte hervor., dazu gehören Lübeck und München.

Inhaltsverzeichnis

Der Sturz

Entgegen der Annahme, der Sturz Heinrichs des Löwen sei eine direkte Folge seiner Hilfsverweigerung beim 5. Italienzug (Hoftag von Cläven), kann man davon ausgehen, daß dies bei seinem Prozeß keine Rolle spielte. Grund für den Prozeß waren die Klagen diverser deutscher Fürsten, auf deren Kosten Heinrich in den letzten Jahren seine Macht immer weiter ausgebaut hatte, die an Barbarossa gerichtet wurden. Da Heinrich trotz dreimaliger Aufforderung nicht erschien, wurden ihm seine Besitzung entzogen und er mußte ins Exil gehen.

Nachwirken

Heinrich der Löwe in der Sage

Nach seinem Tod wurde Heinrich der Löwe auch zu einer Sagengestalt. Zu seinen Lebzeiten gab es jedoch bereits das Werk „Herzog Ernst“, das sich zwar nicht um ihn dreht, aber stark durch seine Palästina-Reise beinflußt wurde.

Politisches Nachwirken

In der Geschichtsschreibung wurde Heinrich lange Zeit primär als Verräter gesehen, der seinem Kaiser in den Rücken gefallen war. Während der Zeit des Nationalsozialismus kam es zu einer stärker positiven Betrachtung Heinrichs des Löwen, so wurde vor allem dessen Ostsiedlung besonders betont, Heinrich galt ferner als Vorläufer eines Nationalstaatgründers. Die staufischen Kaiser Friedrich Barbarossa und sein Enkel Friedrich II. wurden als antinationale Herrscher, die sich mehr für Italien denn ihr eigenes Volk kümmern, gesehen, Heinrich der Löwe hingegen habe beständig zu Deutschlands späterer Größe beigetragen. Diese Sicht änderte sich jedoch während der Zeit des Nationalsozialismus und so ging man schließlich dazu über, die Idee einer universellen Reichsidee wieder aufzugreifen, und die deutschen Kaiser entsprechend zu würdigen, womit Heinrich angeblich nicht mehr in das Bild paßte. [1]

Literatur

Fußnoten

  1. vgl.: Anna Maria Sigmund: Die „Nazis“ und ihr „mysteriöser“ Kult ums Mittelalter, In: P. M. History, Mai 2007, S. 58-59.


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