Lange, Hellmut

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Hellmut Lange (1923–2011)

Hellmut Lange (Lebensrune.png 19. Januar 1923 in Berlin; Todesrune.png 13. Januar 2011 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Fernsehmoderator.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Hellmut Lange wurde am 19. Januar 1923 in Berlin als Sohn des Beamten Wilhelm Lange und dessen Frau Emmy, geb. Holscher, geboren und wuchs dort auch auf. Schon 1936 spielte er zusammen mit Wolfgang Kieling Kinderrollen beim Berliner Funk. Mit 18 Jahren wurde Lange zur Marine eingezogen. Mit 21 Jahren war er im Zweiten Weltkrieg bereits Kommandant eines Minensuchbootes. Von 1946 bis 1948 besuchte er die Schauspielschule in Hannover.

Wirken

Erste Bühnenengagements hatte er am „Jungen Theater“ in München und am Theater in Stuttgart (1948–1953). In einem Gespräch mit dem Deutschen Entertainment Magazin im Jahre 2002 bezeichnete er die Schauspielerei in der Nachkriegszeit als „brotlose Kunst“. Nur fünf Mark habe er damals pro Auftritt bezahlt bekommen. Von 1953 bis 1960 hatte Lange einen festen Vertrag als Regisseur und Sprecher beim Hörfunk von Radio Bremen. Während dieser Zeit, nämlich 1958, hatte er in „Stahlnetz – Mordfall Oberhausen“ seinen ersten Fernehauftritt. Die erste größere Fernsehrolle bekam er dann 1960 in „Waldhausstraße 20“, dem ersten abendfüllenden Film des deutschen Fernsehens.

Richtig bekannt und berühmt wurde Lange in der Hauptrolle des ZDF-Vierteilers „Lederstrumpf[1] und spielte unter anderem den Kommissar in der Kriminalfilmreihe „Stahlnetz“. Außerdem moderierte er das ARD-Film-Quiz „Kennen Sie Kino?“, bei dem jeweils zwei Kandidaten mit ihrem Hintergrundwissen zum Thema Film gegeneinaner antraten. Als Synchronsprecher lieh er nordamerikanischen Schauspielern wie Paul Newman oder Charlton Heston seine markante Stimme. Er gilt als einer der einprägsamsten Fernsehschauspieler der 1960er und frühen 1970er Jahre.

Hellmut Lange starb 2011 nach langer Demenzkrankheit in Berlin.

Filmographie (Auswahl)

  • 1958: Stahlnetz – Mordfall Oberhausen
  • 1961: Der Fälscher von London
  • 1962: Laura
  • 1962: Das Halstuch
  • 1963: Die fünfte Kolonne – Das gelbe Paket
  • 1963: Der schlechte Soldat Smith
  • 1964: Stahlnetz – Strandkorb 421
  • 1965: Serenade für zwei Spione
  • 1965: Die fünfte Kolonne - Zwielicht
  • 1965: John Klings Abenteuer
  • 1965: Stahlnetz – Der fünfte Mann
  • 1965: 4 Schlüssel
  • 1965: Zwei Girls vom roten Stern
  • 1966: Die Schatzinsel (Erzähler)
  • 1968: Von Mäusen und Menschen
  • 1968: Der Letzte der Mohikaner (Ultimul Mohican)
  • 1969: Wildtöter (Vinatorul de cerbi)
  • 1969: Salto Mortale
  • 1969: Die Lederstrumpferzählungen
  • 1969–1970: John Klings Abenteuer, 2. Staffel
  • 1970: Patton – Rebell in Uniform
  • 1971–1981: Kennen Sie Kino?
  • 1972: Privatdetektiv Frank Kross
  • 1972: Der Kommissar – Blinde Spiele
  • 1975: Eurogang
  • 1977: Hitler, ein Film aus Deutschland
  • 1980: Drei Damen vom Grill
  • 1981: Die Laurents – Geschichte einer Berliner Hugenottenfamilie
  • 1983: Tatort – Der Schläfer
  • 1983: Mandara
  • 1984: Turf
  • 1987: Hafendetektiv
  • 1989: Rivalen der Rennbahn
  • 1991: Der Landarzt
  • 1994: Der Nelkenkönig
  • 1996: Fähre in den Tod

Filmbeiträge

Die Lederstrumpf-Erzählungen – Der Wildtöter (nach der Romanreihe von James Fenimore Cooper)
Die Lederstrumpf-Erzählungen – Der letzte Mohikaner
Die Lederstrumpf-Erzählungen – Das Fort am Biberfluß
Die Lederstrumpf-Erzählungen – Die Prärie

Fußnoten

  1. „Für viele war er der Held ihrer Jugend.“, Deutschlandradio Kultur, 24. Januar 2011
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