Kohl, Helmut

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Helmut Josef Michael Kohl (Lebensrune.png 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein, Todesrune.png 16. Juni 2017 ebenda) war ein Politiker der BRD-Blockpartei CDU und BRD-Alt-Bundeskanzler. Er war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Kohl wirkte maßgeblich an der weiteren Integration der BRD in die sogenannte Europäische Union mit. 1990 verhinderte er zusammen mit dem damaligen BRD-Außenminister Hans-Dietrich Genscher einen Friedensvertrag und die Wiederherstellung der deutschen Staatshoheit – zumindest in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 –, was einem Landesverrat gleichkommt.[1][2]

Helmut Kohl, Kanzler der Teilwiedervereinigung, aber auch Initiator des Ausverkaufs der deutschen Währungshoheit zugunsten der Einführung des Euros gegen den Willen des deutschen Volkes.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Herkunft

Helmut Kohl, katholisch, wurde am 3. April 1930 in Ludwigshafen am Rhein als jüngstes von drei Kindern eines Finanzbeamten geboren. Im Ersten Weltkrieg war sein Vater Oberleutnant bei der berittenen Artillerie. Die Vorfahren väterlicherseits waren Bauern. In der Familie seiner Mutter wurde der Lehrerberuf ausgeübt. Das Elternhaus nannte Kohl „katholisch, aber gleichzeitig liberal – und gemäßigt national“. Das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebte er in einem „Wehrertüchtigungslager“ bei Berchtesgaden. Kohls vier Jahre älterer Bruder Walter fiel in den letzten Kriegsmonaten als Fallschirmjäger.[3]

Fiktive Spekulationen um eine jüdische Herkunft

Der jüdische Autor Jakov Lind schreibt in seinem 1988 in der BRD erschienenen Buch „Der Erfinder“:

„Der Urgroßvater des jetzigen deutschen Bundeskanzlers [Kohl, der Verfasser] schrieb sich noch mit einem ‚n‘ statt einem ‚l‘, war ein Hausierer aus Buczaz. Ich habe Urkunden, Beweise. Eine ganze Bibliothek von Beweisen im Tresor der Nationalbank von Vaduz.“[4]

Helmut Kohls / Henoch Kohns Vorfahren seien demnach khasarische Juden gewesen und lebten als Händler unter dem Namen Kohn in Buczaz (Butschatsch) in Südpolen/Galizien, einem Ort, in dem auch die Vorfahren des „Nazi”-Jägers Simon Wiesenthal[5] lebten. Helmut Kohl / Henoch Kohn war intimer Duzfreund von Wiesenthal, den er anläßlich seines achtzigsten Geburtstages in Neuyork mit einer überschwenglichen Laudatio pries.[6]

Die khasarischen Vorfahren Helmut Kohls / Henoch Kohns zogen, wie offensichtlich auch die Vorfahren John Kerrys/Kohns, mit der großen jüdischen Wanderungswelle in der Zeit der französischen Revolution gen Westen. Die Kohns, derer von Kohl, sind danach von Galizien nach Deutschland ausgewandert, ließen sich dort taufen und nahmen den deutschklingenden Namen Kohl an, während die Kohns, derer von Kerry, schließlich über die Tschechei in den VSA landeten.

Das Grabmal der Familie Heilmann-Kohn, zu der Kohl gehören soll, ist in der Ahnengalerie am Tor 1 des Zentralfriedhofs in Wien abgebildet.

„Das Bild zeigt das Grabmal der Familie Heilmann-Kohn, wobei die meisten Eintragungen in hebräischer Schrift erscheinen. Hier liegen die Großeltern von Bundeskanzler Helmut Kohl, nämlich Sara Kohn und Salomon Kohn. Die Kohns waren galizische Juden und kamen über Prag nach Wien. Sie blieben bis zu ihrem Tode in Wien und waren zuletzt als reiche Geschäftsleute bekannt. Die Nachkommen verzogen nach Ludwigshafen am Rhein. Dort wurde im April 1930 der Sohn Henoch Kohn geboren. Als CDU-Politiker nannte er sich später Helmut Kohl.“

Diese Angaben sind jedoch offensichtlich falsch bzw. getürkt. Der Verfasser dieser Legende, der Jude Jakov Lind, schrieb selbst dazu, daß es sich bei seinem Buch nur um einen fiktiven Roman[7] handele und eine seiner Romanfiguren solches sage.[8] Die jüdische Anthropologin Salcia Landmann führt in einem ihrer Bücher die Behauptung der jüdischen Abstammung Kohls als „ein Beispiel jüdischen Witzes“ an.[9]

Ausbildung

1945, nach Kriegsende, arbeitete Helmut Kohl noch für kurze Zeit bei einem Bauern, bevor er an die Schule zurückkehrte. An der Oberrealschule in Ludwigshafen machte er schließlich 1950 das Abitur. Das anschließende Studium (Geschichte, Rechts- und Staatswissenschaften) an den Universitäten Frankfurt und Heidelberg schloß er 1958 mit der Promotion zum Dr. phil. ab (Diss.: „Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945“; Doktorvater war Walther Peter Fuchs). Während des Studiums hatte er in den Semesterferien der Jahre 1952 bis 1955 fünfmal für insgesamt zehn Monate in einer Steinschleiferei des BASF-Konzerns gearbeitet.[10]

Wirken

Kohl im Jahre 1990 auf Wahlkampftour zum Anschluß Mitteldeutschlands
Bundeskanzler Helmut Kohl, General a. D. Johannes Steinhoff, VS-Präsident Ronald Reagan und General a. D. Matthew B. Ridgway auf dem Kriegsgräberstätte Bitburg-Kolmeshöhe am 5. Mai 1985. Kohl und Staatsgast Reagan legten am zentralen Denkmal der Kriegsgräberstätte Kränze nieder. Am Besuch in Bitburg entspann sich von seiten der Linken eine Debatte, weil dort neben deutschen Wehrmachtsangehörigen und VS-amerikanischen Soldaten auch gefallene Angehörige der Waffen-SS ruhen.
Bundeskanzler Helmut Kohl und VS-Verteidigungsminister William Cohen am 5. März 1997 in Bonn

Helmut Kohl war während seiner Promotionsjahre wissenschaftlicher Mitarbeiter des Politischen Seminars im Alfred-Weber-Institut, Heidelberg. Nach der Promotion wurde er Assistent des Inhabers einer Eisengießerei, dann Referent des „Industrieverbandes Chemie“ in Ludwigshafen (1959–1969).

Schon früh politisch engagiert, gehörte Kohl 1947 zu den Gründern der Jungen Union (JU) in Ludwigshafen und wurde später Vorsitzender ihres Kreisverbandes. 1947 auch in die CDU eingetreten, wurde er 1953 Mitglied des Geschäftsführenden CDU-Vorstandes der Pfalz und 1954 stellvertretender JU-Vorsitzender von Rheinland-Pfalz. 1955 rückte er auch in den CDU-Landesvorstand ein. 1959 wurde er Vorsitzender des Kreisverbandes Ludwigshafen. Von 1960 bis 1969 saß er außerdem im Stadtrat seiner Heimatstadt Ludwigshafen. Seinen endgültigen Wechsel in die Politik markierte indes sein Einzug als Abgeordneter 1959 in den Landtag von Rheinland-Pfalz, dem er ohne Unterbrechung bis 1976 angehörte. Ab 1961 war er stellvertretender Fraktionsvorsitzender, nach der Landtagswahl 1963 Fraktionsvorsitzender.[10]

1964 wurde Kohl in den CDU-Bundesvorstand gewählt, 1966 kürte die rheinland-pfälzische CDU ihn zu ihrem Landesvorsitzenden (bis 1974). Am 19. Mai 1969, in der Mitte der laufenden Legislaturperiode, übernahm Kohl dann absprachegemäß von Peter Altmeier das Amt des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz. Bei den Landtagswahlen am 21. März 1971 gewann die CDU unter seiner Führung die absolute Mehrheit. Die FDP lehnte die Fortsetzung der Koalition ab, so daß Kohl am 18. Mai 1971 eine reine CDU-Regierung bildete.

In der Bundespartei kam der erfolgreiche Ministerpräsident, der in Rheinland-Pfalz u. a. eine durchgreifende Gebiets- und Verwaltungsreform in Gang gebracht und mit Heiner Geißler das Sozial- und Gesundheitswesen reformiert hatte, zügig voran. Im November 1969 war Kohl stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender und Leiter der Parteiprogramm-Kommission (1970 in Düsseldorf verabschiedet) geworden. 1971 meldete er seine Kandidatur für den Parteivorsitz an, unterlag aber in Saarbrücken (Oktober 1971) Rainer Barzel, mit 521 gegen 174 Stimmen. Nach der eklatanten Wahlniederlage der CDU bei der Bundestagswahl vom 19. November 1972 und Barzels Verzicht auf weitere Spitzenfunktionen wählte ein Sonderparteitag in Bonn Kohl am 12. Juni 1973 zum neuen Parteichef. Neuer Generalsekretär wurde Kurt Biedenkopf. Auf dem Hamburger Parteitag vom November 1973 setzten sie gemeinsam das Mitbestimmungsmodell des Bundesvorstandes der Partei ohne wesentliche Abstriche durch.[10]

EU und Euro

Helmut Kohl war von 1969 bis 1976 Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz und von 1982 bis 1998 der sechste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Kohl versuchte, den Prozeß der deutschen Teilvereinigung mitzugestalten und wirkte maßgeblich an der weiteren Integration der BRD in die sogenannte Europäische Union (EU) mit. Unter seiner Kanzlerschaft wurde die Deutsche Mark, als eines der letzten verbliebenen Restbestände BRD-deutscher Souveränität, zugunsten des Euro abgeschafft. Kohl äußerte hierzu in einem Interview mit dem Journalisten Jens Peter Paul am 14. März 2002 in Berlin:

„Aber ich wußte, daß ich die Abstimmung nie gewinnen kann in Deutschland. Eine Volksabstimmung über die Einführung des Euro hätten wir verloren. Das ist ganz klar. Ich hätte sie verloren. Eine Volksabstimmung hätte ich natürlich verloren, und zwar im Verhältnis 7 zu 3. [...] In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro, in einem Fall war ich ein Zauderer, habe alle Probleme ausgesessen.“[11]

Finanziers und Drahtzieher des „Strategieplans für Deutschland“

1996 bezeichnete Egon Bahr alle Kanzler von Adenauer bis Kohl als „IM[12] der CIA“.[13][14]

Im Mai 2012 erstmals freigegebene regierungsamtliche Dokumente beweisen – so das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ –, daß bei der Aufnahme Italiens in die Währungsunion 1998 nicht allein die deutsche Öffentlichkeit durch die Regierung Kohl systematisch getäuscht wurde, sondern auch das sogenannte Bundesverfassungsgericht durch Kabinettsmitglieder angelogen wurde.[15] Nach diesen Aktenfunden darf die Vorgehensweise von Helmut Kohl als Währungsbetrug, Helmut Kohl selber als Währungsbetrüger bezeichnet werden.

Wahlversprechen

Einst versprach Kohl, daß die Anzahl der Ausländer in der BRD halbiert werden sollte.[16] Bisher unveröffentlichte Dokumente der englischen Regierung sollen nunmehr belegen, daß er tatsächlich beabsichtigte, die Hälfte der Türken nach Hause zu schicken.[17] Sein Sohn Peter Kohl distanzierte sich von den früheren Äußerungen seines Vaters und forderte ihn auf, sich zu diesen zu äußern und sie klarzustellen. Er glaube, diese Äußerungen hätten viele Türken verbittert. Außerdem müsse die CDU die heutige Realität anerkennen und diese sei, daß die Türkei „einer der wichtigsten Zukunftspartner für Deutschland ist“.[18]

Geistiger Diebstahl

Der Journalist Günter Gaus beschuldigte Kohl des geistigen Diebstahls, weil Kohl sein Schlagwort von der Gnade der späten Geburt[19] aufgriff, ohne auf Gaus’ Urheberschaft hinzuweisen.[20]

Deutsche Teilvereinigung

Jürgen Todenhöfer kritisierte Kohl einst dafür, daß dieser nicht genug für die Deutsche Einheit tue. Nach Ansicht von Ferdinand Kroh habe Michail Gorbatschow 1988 das Gespräch mit Kohl über eine Wiedervereinigung gesucht. Kohl habe aber darauf nicht reagiert.[21]

Kohls Erinnerungen

Der WDR-Journalist Heribert Schwan zeichnete in den Jahren 2001 und 2002 rund 600 Stunden Gespräche mit Kohl auf. Die Gespräche dienten Schwan für die Erstellung der Kohl’schen Erinnerungen, bevor sich Kohl 2009 im Streit von Schwan trennte. Kohl erstritt vor Gericht, daß seine Ansichten nicht vollständig veröffentlicht werden dürfen.[22][23][24]

Zitate

von Kohl

  • Merkel konnte ja nicht mit Messer und Gabel essen. Diese Dame ist ja wenig vom Charakter heimgesucht. Da kann man sich nur bekreuzigen. Sie lungerte sich bei den Staatsessen rum, so dass ich sie mehrfach zur Ordnung rufen musste.“[23]
  • „Die Merkel hat keine Ahnung, und der Fraktionsvorsitzende [ Friedrich Merz ] ist ein politisches Kleinkind.“[23]
  • „Eine Schreckschraube, die sich wegen günstiger Todesfälle in der Frauenunion ins Kabinett hochhievte.“ – über Rita Süssmuth[23]
  • „Es ist irrig zu glauben, daß der Heilige Geist über die Plätze in Leipzig gekommen ist und die Welt verändert hat. Am Ende hat der Gorbatschow kein Bimbes mehr gehabt.“[23]
  • „Ich schäme mich als Deutscher – auch die Nachgeborenen Deutschen haben nicht das Recht, sich der gemeinsamen Haftung für das im deutschen Namen begangene Unrecht zu entziehen.“[25]
  • „Was wir jetzt erleben täglich ist ja, daß Schlepper und Menschenhändler Wirtschaftsasylanten, Leute, die nicht verfolgt sind, im üblichen Sinne zuhause, hierherbringen. Das geht nicht und das müssen wir ändern.“ (1986)[Quellennachweis erforderlich]

über Kohl

  • „Kanzler Kohl sagte, [...] über die nächsten vier Jahre werde es notwendig sein, die Zahl der Türken um 50 Prozent zu reduzieren – aber er könne dies noch nicht öffentlich sagen. [...] Es sei unmöglich für Deutschland, die Türken in ihrer gegenwärtigen Zahl zu assimilieren. [...] Deutschland habe kein Problem mit den Portugiesen, den Italienern, selbst den Südostasiaten, weil diese Gemeinschaften sich gut integrierten. [...] Aber die Türken kämen aus einer sehr andersartigen Kultur. [...] Deutschland habe 11 Millionen Deutsche aus osteuropäischen Ländern integriert. Aber diese seien Europäer und stellten daher kein Problem dar.“ — Geheimes Protokoll eines Gesprächs zwischen Kohl und der britischen Regierungschefin Margaret Thatcher vom 28. Oktober 1982[27]
  • „Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der ehemalige bayrische Ministerpräsident Franz Joseph Strauß (CSU) waren sich darin einig, daß der Ausländeranteil in den nächsten zehn Jahren halbiert werden soll […] und daß es keine Ausländerghettos und keine ‚Subkultur‘ geben dürfe.“[28]
  • „Wenn einer Bundeskanzler ist, will etwas durchsetzen, muß er doch ein Machtmensch sein! Und wenn er gescheit ist, dann weiß er: Jetzt ist eine Zeit reif, um etwas durchzusetzen. Und wenn er gescheit ist, dann weiß er: Es gibt Sachen, da muß ich warten. Es ist mein volles Leben: In einem Fall war ich wie ein Diktator, siehe Euro, in einem Fall war ich ein Zauderer, habe alle Probleme ausgesessen.“[29]

BRD-Referenzen, Auszeichnungen und Ehrungen

Jüdische Ehrungen

Am 28. Februar 1994 nahm Kohl als Ehrengast an der Jubelfeier teil, die von den Mitgliedern der Rothschildfamilie anläßlich des 700jährigen Bestehens dieser Großbankfamilie in Frankfurt (Main) ausgerichtet wurde. Er gehört zu den vertrauten Freunden der Rothschilds.[30]

Helmut Kohl war unter anderem:

Sonstige Auszeichnungen

Großes Bundesverdienstkreuz (1970; mit Stern und Schulterband, 1975), Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik (1979), Ehrenring des Deutschen Handwerks (1980), Internationaler Karls-Preis (1988; mit F. Mitterrand), Europa-Preis für Staatskunst der Hamburger F.V.S.-Stiftung (1990), „Mann des Jahres“, Financial Times und Le Point (1990), Europa-Preis Coudenhove-Kalergi (1991), Rotary International Award of Honour (1991), Nehru-Preis für Internat. Verständigung (1991), Berkeley-Medaille der University of California at Berkeley (1991), Aristides-Calvani-Preis der CDI (1991), Bayerischer Verdienstorden (1994), Adenauer-Preis der Deutschland-Stiftung (1994), Concord-Preis (1995), „Politiker des Jahres“ der französischen Wirtschaftszeitschrift „Le nouvel Economiste“ (1995), Prinz-von-Asturien-Preis (1996), Europäischer St.-Ulrichs-Preis (1997), Vision-für-Europa-Preis (1997), Prinz-von-Asturien-Preis (1998), Orden des Weißen Adlers (1998; Polen), Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Lorbeerkranz (1998), Ehrenbürger Europas (1998; Europäische Union), „Staatsmann des Jahrzehnts“ (1999)[33], amerikanische Freiheitsmedaille (1999), mitteldeutscher Medienpreis „Goldene Henne“ (1999), Orden des Weißen Löwen (Tschechei, 1999), Millenniums-Medaille in Gold (Ungarn, 2000), Westfälischer Friedenspreis (2000), Elsie-Kühn-Leitz-Preis der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften (2001), Großer Verdienstpreis der frz. Académie de Sciences morales et politiques (2003), George Bush Award for Excellence in Public Service (2003), Internationaler Adalbert-Preis (Polen, 2004), Alcide-De-Gasperi-Preis (2004), Franz-Josef-Strauß-Preis der Hanns-Seidel-Stiftung (2005)

Helmut Kohl wurden bis 1998 weit über 20 Ehrendoktorhüte verliehen. Er war u. a. Ehrendoktor der Universitäten Tel Aviv, Maryland, Lublin, Harvard/USA (1990), Salamanca (1991), Löwen (1996), der philippinischen Anteneo-Universität (1996) und der Brandeis University (1998) sowie Ehrenprofessor der Tongji-Universität von Schanghai (1993). Er ist Ehrenbürger seiner österreichischen Urlaubsgemeinde St. Gilgen (1985), von Berlin (1992), der kroatischen Stadt Split und von London (1998).

  • 17. Juni 2005: Das Kuratorium Deutsche Einheit vergibt den ersten „Point-Alpha-Preis für die Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit“ an die Politiker Helmut Kohl, George Bush und Michail Gorbatschow.
  • 2. September 2005: Helmut Kohl wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt Ludwigshafen.
  • 3. Oktober 2005: Helmut Kohl erhält für seine Leistungen als „herausragender Europäer der Nachkriegsgeschichte“ den Quadriga-Preis des Vereins Werkstatt Deutschland.
  • 18. Februar 2006: Helmut Kohl wird in Frankfurt am Main mit dem „Konrad-Adenauer-Preis für Kommunalpolitik“ ausgezeichnet.
  • 3. April 2006: Helmut Kohl wird vom estnischen Ministerpräsidenten Andrus Ansip mit dem Marienkreuz „Terra Mariane“ Erster Klasse, dem höchsten Orden des Landes, ausgezeichnet.
  • 20. Juni 2006: Spaniens König Juan Carlos I. verleiht Helmut Kohl für dessen Verdienste um die europäische Integration den Europapreis „Carlos V.“.
  • 25. Januar 2007: Der frühere deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl wird in Lausanne mit der goldenen Medaille der Stiftung Jean Monnet für Europa ausgezeichnet.
  • März 2009: Bei der Verleihung des „BILD“-Medienpreises „Osgar“ werden Helmut Kohl, Michail S. Gorbatschow und George Bush für ihr Handeln bei der „Wiedervereinigung Deutschlands“ ausgezeichnet.
  • 9. Mai 2009: Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl wird in Stuttgart mit dem Preis der Hanns-Martin-Schleyer-Stiftung ausgezeichnet. Die Laudatio hält der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker.
  • 26. November 2009: Bei der „Bambi“-Verleihung wird der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl für seine Verdienste um die deutsche Einheit mit dem Millennium-Bambi ausgezeichnet.
  • 18. Februar 2010: Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) erhält für seine Verdienste um die Wiedervereinigung sowie die Integration Deutschlands in EU und NATO den mit einer Million Euro dotierten „Roland Berger Preis für Menschenwürde“ 2010 verliehen. Die Auszeichnung soll am 26. April bei einem Festakt in Berlin überreicht werden.
  • „Goldene Brücke des Dialogs 2010“ der polnischen Woiwodschaft Oppeln, für seine Verdienste um die deutsch-polnische Versöhnung.[34]

Mitgliedschaften

Kohl war Mitglied der Deutschen Vermögensberatung Aktiengesellschaft (DVAG).

Am 1. Juli 2009 teilte Helmut Kohl mit, daß er alle Ämter in der Hannelore-Kohl-Stiftung niederlegt und die Stiftung verläßt. Er begründete seine Entscheidung mit personellen Veränderungen innerhalb der Stiftung, die ihm zufolge in dieser Besetzung nicht mehr die Interessen seiner verstorbenen Frau vertrete. Kohl, der u. a. Ehrenvorsitzender des Stiftungskuratoriums war, verlangte, den Namen seiner Frau nicht mehr im Stiftungsnamen zu verwenden. Schließlich einigten sich die Beteiligten, daß Kohls Söhne Peter und Walter in das Kuratorium einziehen.

Im Juni 2010 zog sich Helmut Kohl aus dem Aufsichtsrat der Generali Deutschland-Holding zurück und gab damit sein letztes Aufsichtsratsmandat ab.

Familie

Helmut Kohl war seit 1960 mit der Diplomdolmetscherin Hannelore, geb. Renner, verheiratet. Hannelore Kohl wurde am 7. März 1933 als Tochter eines pfälzischen Oberingenieurs in Berlin geboren. Sie wuchs bis Kriegsende in Leipzig auf. Für ihr Engagement als Präsidentin des „Kuratoriums ZNS“ für Unfallverletzte mit Schäden des zentralen Nervensystems erhielt sie 1988 den Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz. Seit mehreren Jahren an einer schmerzhaften Lichtallergie erkrankt, nahm sie sich im Juli 2001 das Leben (→ Suizid). Aus der Ehe stammen die beiden Söhne Walter (Lebensrune.png 1963) und Peter (Lebensrune.png 1965), die beide mit fremdländischen Frauen verheiratet sind (Türkin, Koreanerin)[35]. Eine neue Lebensgefährtin fand Kohl in der Volkswirtin Maike Richter, die er am 8. Mai 2008 heiratete. Der Familienwohnsitz blieb auch während Kohls Kanzlerschaft und danach Oggersheim.[10]

Filmbeiträge

Wilhelm von Gottberg – Ostgebiete, Ostpreußen, Rückgabeangebot der Sowjetunion 1989, Kohl und Genscher lehnten ab.

Siehe auch

Literatur

Verweise

Karikatur

Fußnoten

  1. Die alliierten Siegermächte richteten über „Deutschland als Ganzes“, welches sie in den Grenzen vom 31. Dezember 1937 definierten.
  2. Wie nahezu alle BRD-Politiker vertrat Kohl die Parole Einheit in Freiheit. Dennoch verweigerte er die Wiederherstellung des Reiches in den Grenzen vom 31.12.1937.
  3. Erinnerungen an jene Zeit und Einblicke in das familiäre Umfeld Kohls bot u. a. ein Interview seiner acht Jahre älteren Schwester Hildegard in der Illustrierten stern (Nr. 38/1996).
  4. Jakov Lind: Der Erfinder, Carl Hanser Verlag, München, ISBN 3-446-14989-9, Seite 80
  5. Originalbezeichnung der beiden Simon-Wiesenthal-Institute in Wien und Los Angeles
  6. vgl. Früher und heute – Kohn und sein Mädchen, inge09.blog.de, 12. Dezember 2010
  7. In dem übrigens auch Eduardo Alfonso aus Argentinien und Mao Tse-tung aus China in satirischer Absicht als eigentliche Juden dargestellt werden.
  8. vgl.: Der Große Wendig, Band 4: Kapitel 902, S. 815: Helmut Kohl kein Cohn
  9. Landmann: Der jüdische Witz, Walter, Düsseldorf 1988. Zitiert in: Der Große Wendig, Band 4: Kapitel 902, S. 815: Helmut Kohl kein Cohn
  10. 10,0 10,1 10,2 10,3 Munzinger-Archiv GmbH, 2003
  11. Vgl.: Helmut Kohl: „Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator“, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 9. April 2013
  12. Inoffizielle Mitarbeiter (IM): Anspielung an die Stasi-IMs
  13. David Korn: Wer ist wer im Judentum?, FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9
  14. Germany – Made in USA – Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten, phoenix tv, 4. März 2003
  15. Der Spiegel: Operation Selbstbetrug; Nr. 19, 2012 (7. Mai 2012), S. 22–26
  16. Zitate deutscher Politiker und anderer zu Ausländern
  17. „SPON“: Kohl wollte laut Geheimpapieren Hälfte der Türken loswerden, Badische Zeitung, 1. August 2013
  18. Peter Kohl fordert seinen Vater zur Klarstellung der Türken-Pläne auf, Iran German Radio, 11. August 2013
  19. Damit war gemeint, daß z. B. Kohl anders als sein älterer Bruder nicht in die damalige Maschinerie hineingeriet, einfach weil er noch zu jung dafür war. Allerdings war Kohl in der Hitlerjugend und wurde von polnischen Fremdarbeitern verprügelt, weil er eine entsprechende Uniform trug, siehe: Jörg Lau: Auf der Suche nach der verlorenen Normalität – Helmut Kohl und Hans Magnus Enzensberger als Generationsgenossen, Eurozine, 3. September 2001
  20. Verschwiegene Enteignung – Wer erfand die Wendung von der „Gnade der späten Geburt“?, Der Spiegel, 15. September 1986
  21. Glaubhafte Verschwörungstheorien – Ferdinand Krohs „Wendemanöver“ gießen Wasser in den bundesrepublikanischen Vereinigungswein, Junge Freiheit, 6. Januar 2006
  22. Von Bimbes und Schreckschrauben, Die Zeit, 7. Oktober 2014
  23. 23,00 23,01 23,02 23,03 23,04 23,05 23,06 23,07 23,08 23,09 23,10 23,11 23,12 Tiefer Hass bis in alle Ewigkeit, Süddeutsche Zeitung, 7. Oktober 2014
  24. Frau Merkel konnte ja nicht mit Messer und Gabel essen, Die Welt, 6. Oktober 2014
  25. zitiert im Münchner Merkur vom 16. Dezember 1995
  26. Helmut Kohl im Bundestag der BRD
  27. Aktenzeichen PREM 19/1036: Bei dem Gespräch anwesend waren demnach nur Kohl, sein Berater Horst Teltschik, Margaret Thatcher und ihr Privatsekretär A. J. Coles, der Verfasser des Dokuments. Helmut Kohl war am 28. Oktober 1982 gerade vier Wochen im Amt.
  28. Die Welt, 17. März 1983
  29. Helmut Kohl: Bei der Euro-Einführung war ich ein Diktator, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, 9. April 2013
  30. Kerry + Kohl = 2 x Kohn, web.archive.org, 2009
  31. die auch, wie das „Neue Lexikon des Judentums“ schreibt, „ein Zentrum der Judaistik ist“.
  32. Im Beisein zahlreicher Politprominenz hielten Ex-VS-Präsident Bill Clinton und Weltbankchef Robert Zoellick die Lobreden. Die Auszeichnung selbst übergab der Namensgeber des Preises, der Ex-VS-Außenminister Henry Kissinger. Kohl bedankte sich sichtlich gerührt für den Preis: „Weil wir daraus sehen können, daß wir eine Chance haben.“
  33. Als Kohl ein halbes Jahr nach seiner Abwahl in Neu York aus den Händen von Henry Kissinger die Auszeichnung „Staatsmann des Jahrzehnts“ verliehen bekam, sagte der berühmteste US-jüdische Politiker unserer Zeit laut „Israel-Nachrichten“ vom 27. April 1999 über den deutschen Ex-Kanzler: »Ich habe ihn nie als ausländischen Staatsmann betrachtet.«
  34. Oppelns Marschall Józef Sebesta sagte am 18. Oktober 2011: „Große Politiker bewähren sich in Zeiten von großen Umbrüchen, 1989/90 war so eine Zeit.“ Vor allem die Kreisauer Versöhnungsmesse 1989 mit Kohl habe eine große Symbolkraft für das heutige Miteinander von Deutschen und Polen.
  35. „Ich wünsche meinem Vater mehr Güte und Einsicht“, WELT, 6. Juni 2015


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