Göring, Hermann
Aus Metapedia
Hermann Wilhelm Göring (* 12. Januar 1893 in Rosenheim;† 16. Oktober 1946 in Nürnberg) war einer der führenden Politker des Deutschen Reiches in der Zeit des Nationalsozialismus. Göring war ab 1936 Beauftragter für den Vierjahresplan und während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe.
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Werdegang
Hermann Göring ist stammesmäßig Niedersachse, wurde aber in Rosenheim am 12. Januar 1893 geboren. Sein Vater Ernst Heinrich Göring war Kommissar von Deutsch-Südwestafrika und Generalkonsul in Alexandria (Ägypten). Er wächst in Franken auf, kommt in das Kadettenkorps, ist 1912 Leutnant im Infanterie- Regiment 112 und rückt als Bataillonsadjutant ins Feld, wo er sich bald hervortut. Ein schwerer Gelenkrheumatismus zwingt ihn ins Lazarett. Hermann Göring meldet sich dann zu den Fliegern, und da ihm die Entscheidung über seinen Antrag zu lange dauert, fliegt er kurzerhand mit seinem Freunde und Regimentskameraden Bruno Loerzer an die Front. Er wird abgeschossen und schwer verwundet; im Mai 1917 ist er Führer der Jagdstaffel 27 in Flandern, ein Jahr später als Nachfolger Manfred von Richthofens Führer des Jagdgeschwaders III. Gleichzeitig erhielt er, der inzwischen Ritter des Eisernen Kreuzes II. und I. Klasse, des Ritterkreuzes von Hohenzollern mit Schwertern, des Zähringer Löwen mit Eichenlaub und Schwertern und des Badischen Karl-Friedrich-Ordens geworden war, den Pour le mèrite. Nach dem ersten Weltkrieg war Hermann Göring zunächst Flugleiter in Stockholm. Bei einer Notlandung lernte er die Baronin Fock kennen, mit der er sich bald darauf verheiratete. Von 1921 ab studierte er in München Volkswirtschaft und Geschichte, wurde Mitglied der NSDAP und ein Jahr später Führer der SA. Am 9. November 1923 marschierte er in der ersten Reihe jenes Zuges zur Feldherrnhalle, der im Maschinengewehrfeuer der Polizei zusammenbrach. Von mehreren Kugeln durchbohrt, lebensgefährlich verwundet, wurde er von Kameraden auf einer Tragbahre über die Grenze nach Tirol geschmuggelt, nach Innsbruck gebracht und schließlich nach Italien, da auch Österreich ihm keine Heimstätte gewähren wollte. Mit einer schweren Lungenentzündung begleitete ihn seine Frau als Treusorgende Kameradin, nicht achtend, daß sie sich dadurch den Todeskeim holte. Durch die Folgen seiner schweren Verwundungen geschwächt und gehemmt, durch Aufbrauchen seiner Ersparnisse in größte finanzielle Schwierigkeiten geraten, schlägt Herman Göring sich mit Hilfe weniger Freunde aus Italien und Schweden durch. Nach Erlaß der Amnestie 1927 in die Heimat zurückgekehrt, ist er 1928 einer der zwölf Nationalsozialisten im Deutschen Reichstag. Adolf Hitler ernennte ihn zu seinem Politischen Beauftragten in Berlin und Hermann Göring hat in dieser Eigenschaft viele wichtige Verhandlungen und Besprechungen geführt. 1931 verlor er die über alles geliebte Lebensgefährtin. Er benennt später seinen Wohnsitz nach ihr "Carinhall". Am 30. August 1932 wählte ihn der neue Deutsche Reichstag zum Reichstagspräsidenten und berief damit zum ersten Male einen Nationalsozialisten auf diesen Posten. Es folgte der Konflikt mit Reichskanzler von Papen, die Auflösung des Reichstages und dann kam der 30. Januar 1933, der Herman Göring eine Fülle von Verantwortungen für den neuen Staat auf die Schultern legte. Er war dann Preußischer Ministerpräsident, Reichsluftfahrtminister, Präsident der Deutschen Reichstages und Präsident des von ihm als erste Körperschaft des neuen Reiches geschaffenen Preußischen Staatsrats. Reichspräsident von Hindenburg ernennt ihn in Anerkennung seines soldatischen Wollens und Kämpfens zum General der Infanterie und der von ihm reorganisierten preußischen Polizei.
Seit 1940 trug Göring den eigens für ihn geschaffenen Dienstgrad Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches.
Er wurde am 29. April 1945 von Adolf Hitler in seinem politischen Testament aller seiner Staatsämter wie auch der Mitgliedschaft in der NSDAP enthoben.
Nach Kriegsende wurde Göring im Nürnberger Prozess zum Tod durch den Strang verurteilt.[1] Er entzog sich der Vollstreckung des sogenannten Urteils jedoch durch Suizid. Auf die Frage eines Journalisten an ihn vor dem Nürnberger Tribunal, ob er das »Führerprinzip« aufrechterhalten würde, wenn er wieder an die Macht käme, antwortete er:
- "Einige Dinge würde ich ändern, ansonsten aber glaube ich, daß das Führerprinzip und der Nationalsozialismus für Deutschland die einzig mögliche Lösung waren."'[2]
Auf eine angeblich geplante Ausrottung der Juden eingehend, stellte er fest, daß immer nur von einer Evakuierung, von Unterbringung und Transport die Rede gewesen sei.
- „Ich habe nicht einmal eine teilweise Ausrottung der Juden gewollt. Bis 1944 zum Beispiel konnte eine jüdische Schauspielerin, die mit meiner Frau von ihrer Bühnenzeit her befreundet war, von der Staatspolizei nicht angetastet werden, da ich sie in meinen Schutz genommen hatte. Ich habe sie auch laufend mit Geldmitteln unterstützt. (...) Von den Massenmorden an Juden habe ich wirklich nichts gewußt.“[3]
Göring vor dem Nürnberger Tribunal zur "Bedingungslosen Kapitulation":
- "Solange Hitler Führer des deutschen Volkes war, bestimmte er ausschließlich die Kriegsführung. Solange mich ein Gegner damit bedroht, daß er nur eine bedingungslose und völlig bedingungslose Kapitulation fordert, kämpfe ich bis zum letzten Atemzug, weil mir doch nichts anderes übrigbleibt, als nur noch die Chance, unter Umständen das Schicksal zu wenden, selbst wenn es hoffnungslos erscheint. (...) Die Ermordung Hitlers hätte meine Nachfolge hervorgerufen. Wenn der Gegner mir die selbe Antwort gegeben hätte, bedingungslos zu Kapitulieren und zwar zu jenen furchtbaren Bedingungen, die angedeutet waren, hätte ich unter allen Umständen weitergefochten!"[4]
In Görings Schlussplädoyer vor dem Nürnberger Tribunal lautete sein letzter Satz:
- "Das einzigste Motiv, das mich leitete, war heiße Liebe zu meinem Volk, sein Glück, seine Freiheit und sein Leben. Dafür rufe ich den Allmächtigen und mein deutsches Volk zum Zeugen an.[5]
[bearbeiten] Auszeichnungen
- Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
- Türkischer Eiserner Halbmond
- Beobachterabzeichen (1914)
- Flugzeugführerabzeichen (1915)
- Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen in Gold mit Brillanten
- Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz
- Ehrenkreuz für Frontkämpfer
- Kriegs-Erinnerungs-Ärmelband Jagdgeschwader Freiherr von Richthofen
- Ritterkreuz des kgl. Preuss. Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
- Eisernes Kreuz (1914) 2. und 1. Klasse
- Eisernes Kreuz (1939) 2. und 1. Klasse
- Pour le Mérite
- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
- Großkreuz des Eisernen Kreuzes (1940)
[bearbeiten] Ausstellungen
Das Ostpreußische Landesmuseum in Lüneburg zeigt Jagd-Trophäen vom Reichsjägermeister Hermann Göring als "Rotwildjäger in Ostpreußen" in einer Jagdausstellung, in der u.a. Hirsch-Trophäen zu sehen sind.[6]
[bearbeiten] Fußnoten
- ^ "Urteilsverkündung" für Göring und Heß vor dem Nürnberger Tribunal (zum anhören)
- ^ IMT 2. Prozeß, Nürnberg 1945 - 1946
- ^ Werner Bross: "Gespräche mit Göring"
- ^ Hermann Göring vor dem Nürnberger Tribunal zur "Bedingungslosen Kapitulation" (zum anhören)
- ^ zeno.org Nürnberger Prozeß 216.Tag
- ^ Museum überarbeitet Ausstellung mit Görings Jagd-Trophäen, 19. November 2008
[bearbeiten] Filme / Dokumentationen
- Göring im Kreuzverhör, 3 Audio-CDs, Polarfilm 2006, EAN 4028032006063
- Göring - Eine Karriere, 2 Video-DVDs, Polarfilm 2006, EAN 4028032067248
[bearbeiten] Literatur
- David Irving, Göring - Eine Biographie, Arndt 1999, ISBN 3887411919
[bearbeiten] Verweise
- Göring im Wortwechsel mit Jackson vor dem Nürnberger Tribunal
- Verteidigungsrede im Nürnberger Prozess und Reden von und über Hermann Göring zum Herunterladen im MP3-Format (Spiegel-Server)
- Bücher von und über Hermann Göring zum Herunterladen im PDF-Format (Spiegel-Server)
- Filme von und über Hermann Göring zum Herunterladen im MKV-Format (Spiegel-Server)
