Mahler, Horst

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Horst Werner Dieter Mahler (Lebensrune.png 23. Januar 1936 in Haynau, Niederschlesien) ist ein deutscher Jurist und BRD-Dissident sowie ehemaliger APO-Anwalt und Mitgründer der „Rote Armee Fraktion“ (RAF). Mahler bekennt sich offen zu Idealen des Nationalsozialismus, verwirft jedoch dessen Rassenstandpunkt.[1] Mahler befand sich zuletzt vom Februar 2009 bis zum 17. Juli 2015 in Gesinnungshaft der OMF-BRD. Einer abermaligen Ladung zum Haftantritt (nach zwischenzeitlicher Haftverschonung) für den 19. April 2017 kam er nicht nach. Mahler erklärte per Video, er wolle in einem anderen und nach seiner Einschätzung souveränen Land um politisches Asyl nachsuchen. Am 12. Mai 2017 stellte er in dem EU-Land Ungarn einen entsprechenden Antrag und sandte ihn außerdem an den ungarischen Ministerpräsidenten Orban persönlich.[2] Die BRD stellte einen Europäischen Haftbefehl aus, dem Ungarn nach EU-Vorschriften ohne eigene Sachprüfung zu entsprechen hatte. Zudem können Bürger der EU-Mitgliedsländer („Unionsbürger“) innerhalb des Staatengebildes grundsätzlich kein Asyl beanspruchen. Deshalb und aufgrund des Haftbefehls wurde Mahler am 13. Juni 2017 ohne Umstände an die BRD-Behörden zur Fortsetzung der Gesinnungshaft überstellt.[3][4][5]

Horst Mahler Portrait 2.jpg

Inhaltsverzeichnis

Unterbrechung des Vollzugs der Gesinnungshaft 2015

Schriftlicher Beschluß vom 3. September 2015[6]

Horst Mahler wurde mehrfach wegen sogenannter „Volksverhetzung“ und „Bestreitens des Holocausts“ verurteilt. Daran anschließend wurde ihm gemäß der Gesetzeslage in der BRD seine Zulassung als Rechtsanwalt entzogen. Mahler war 1970 Initiator (mehr als nur Gründungsmitglied) der Rote Armee Fraktion. Er fokussierte und organisierte die Gründung der RAF, deren spätere Mitglieder zu den Zeiten der Kaufhausbrandstiftungen noch keiner militanten Organisation angehörten. Das Agieren von Baader war vorrangig kriminell, und die „Aktionen“ mit Damenbeteiligung waren desorganisiert, der Beitrag von Ulrike Meinhof eher journalistischer Natur.

Nach Erkenntnissen während seiner ersten Haftzeit von 1970 bis 1980 löste sich Mahler vom Marxismus, später wandte er sich nationalsozialistischen Auffassungen zu. Von 2000 bis 2003 war Mahler Mitglied der NPD, welche er im NPD-Verbotsverfahren anwaltlich vertrat. Horst Mahler engagierte sich eine Zeitlang beim Deutschen Kolleg, von dem er sich aber 2003 nach Differenzen mit Reinhold Oberlercher wieder trennte und sich forthin der „Reichsbürgerbewegung“ widmete.

Am 25. Februar 2009 wurde er wegen sogenannter „Volksverhetzung“ zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt.[7] Die Freiheitsstrafen von München, Landshut und Potsdam ergaben insgesamt 12 Jahre Haft. In der Haft erstellte Mahler für andere Verfolgte einen Musterantrag Holocaustprozeß. Diesen veröffentlichte er anläßlich einer Presseerklärung zum Beschluß des 1. Senats des Bundesverfassungsgerichtes der BRD vom 4. November 2009, Jürgen Rieger betreffend, am 6. Dezember 2009.

Am 17. Juli 2015 wurde Mahlers Haft wegen „Vollzugsuntauglichkeit“ unterbrochen, er war schon am 29. Juni wegen einer schweren Sepsis in das Asklepios Fachklinikum verlegt worden. Nach Angaben des Brandenburger Justizministeriums verbrachte Mahler einige Zeit auf einer neurologischen Intensivstation (bis 2. Juli auf der Intensivstation), wurde anschließend in das Haftkrankenhaus der JVA Brandenburg verbracht und erst am 8. Juli in eine medizinische Fachabteilung, die nicht zur JVA Brandenburg gehört, verlegt.

Am 19. August 2015 fand die mündliche Verhandlung bezüglich einer Entlassung nach Verbüßung von zwei Dritteln der Freiheitsstrafe vor der Kammer statt. Mahler konnte aus Gesundheitsgründen nicht teilnehmen. Sein Rechtsanwalt beschrieb ihn als „psychisch gebrochenen Mann“, nach der Amputation des linken Unterschenkels sei nun auch das rechte Bein gefährdet.

Nachdem die Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Potsdam mit Entscheidung vom 3. September 2015 die über 10jährige Gefängnisstrafe nach Verbüßung von 2/3 der Haftzeit zur vierjährigen Bewährung ausgesetzt hatte, wurde Horst Mahler am 6. Oktober 2015 nicht nur vom Vollzug verschont, sondern offiziell auf freien Fuß gesetzt.[8] Die Staatsanwaltschaft München legte hierauf Beschwerde ein,[9] ebenso widersprach die Leitung der Strafvollzugsanstalt Brandenburg an der Havel der Entscheidung zur Haftentlassung. Anfang 2016 hob das Oberlandesgericht Brandenburg die Aussetzung zur Bewährung auf. Somit kann den Gesinnungshäftling Horst Mahler nur sein angegriffener Gesundheitszustand vor einem weiteren Gefängnisaufenthalt bis 2018 bewahren. Zudem gibt es eine neue Anklage der Staatsanwaltschaft Cottbus wegen eines Aufsatzes, den Mahler in der Haft verfaßt hatte. Dieser kursiert im Weltnetz und wird ihm als Verstoß gegen den herrschenden und mit Vorschriften abgesicherten Shoaismus ausgelegt.[10]

Werdegang

Herkunft

Horst Mahler wurde am 23. Januar 1936 in Haynau (Schlesien) in eine nationalsozialistisch gesinnte Familie geboren. Die Mutter flüchtete Anfang 1945 mit den drei Kindern nach Naumburg. Der Vater war Zahnarzt und zog nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft mit der Familie nach Dessau-Roßlau. Nach dem Freitod des Vaters übersiedelte die Familie 1949 nach West-Berlin. Mahler war damals Mitglied der FDJ.[11] In einem Gespräch mit einem israelischen Journalisten gab er an, daß er zu einem Achtel Jude sei.[12]

Schule und Universitätsstudium

Horst Mahler als junger Rechtsanwalt

Horst Mahler bestand 1955 das Abitur mit der Note 1,0 – seinerzeit ein äußerst seltener Abschluß. Danach studierte er Rechtswissenschaften an der Freien Universität Berlin und erhielt während des Studiums ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Vorübergehend war Mahler Mitglied in der schlagenden Verbindung Thuringia, bis er sich politisch der SPD anschloß und zum Leiter der Jungsozialistengruppe in Charlottenburg berufen wurde. Wegen seiner Zugehörigkeit zum Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS) schloß ihn die Partei später aus.

Wirken

Nach dem Assessorexamen arbeitete Mahler in einer Berliner Anwaltskanzlei und machte sich schließlich als Anwalt selbständig. Er spezialisierte sich auf die mittelständische Wirtschaft. 1964 trat er im Thyssen-Bank-Prozeß als Verteidiger auf, 1966 brachte er als erster deutscher Anwalt eine Beschwerde bei der Europäischen Menschenrechtskommission in Straßburg durch. Seine Berliner Wirtschaftsklientel schmolz jedoch rasch zusammen, als Mahler mehr und mehr Mandanten aus der linken Außerparlamentarischen Opposition (APO) verteidigte. Er war Mitbegründer des ersten „Sozialistischen Anwaltskollektivs“ und vertrat als APO-Anwalt die Kommunarden Rainer Langhans, Fritz Teufel und Beate Klarsfeld, aber auch den Sohn des damaligen Bundeskanzlers, Peter Brandt.

Den „Zentralen Ausschuß“ der APO beriet Mahler als Mitglied juristisch und politisch. Seine Aktivitäten für die APO und sein Engagement gegen die „Springer-Presse“ und den Vietnamkrieg brachten ihm in der Folge verschiedene standesrechtliche Verfahren ein. Wegen seiner Teilnahme an der spontanen Demonstration gegen den Springer-Verlag im Anschluß an das Attentat auf Rudi Dutschke zu Ostern 1968 versuchte die Staatsanwaltschaft vergeblich, ein Berufsverbot gegen Mahler durchzusetzen. Verurteilt wurde Mahler jedoch wegen seiner Anführerrolle zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und zur Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von 75.884,25 DM an das Verlagshaus Axel Springer.

1969 verteidigte Horst Mahler die Frankfurter Kaufhausbrandstifter Andreas Baader und Gudrun Ensslin, mit denen er kurze Zeit später die terroristische Rote Armee Fraktion (RAF) gründete und zur Geldbeschaffung einen Banküberfall plante. Im Juni 1970 flüchtete Mahler zusammen mit Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, Astrid Proll und 20 RAF-Sympathisanten sowie dem am 14. Mai 1970 gewaltsam aus dem Gefängnis befreiten Anführer Andreas Baader nach Jordanien, um in Palästina eine dreimonatige „Guerilla“-Ausbildung für den „bewaffneten Kampf“ zu absolvieren.

„Hier war Mahler noch Linker und Antizionist, nach eigenem Bekunden aber noch nicht Antisemit: ‚Wir hatten ein Schuldgefühl gegenüber den Juden und waren peinlich berührt, als in Palästina, als wir da in diesem Lager der Fedajin waren, die Fedajin kamen mit Hitlerbildern und sagten: ›Guter Mann‹. Das war für uns schwierig.‘ So erinnerte sich Mahler 2007 in einem Interview mit Michel Friedman an sein Schuldgefühl gegenüber den Juden – das sich dann aber später irgendwann verflüchtigte.“[13]

Im Oktober 1970 wurde Mahler in Berlin-Charlottenburg wegen seiner Beteiligung an der gewaltsamen Befreiung Andreas Baaders verhaftet, bei der ein Justizbeamter lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte. Im Mai 1972 mangels Beweisen freigesprochen, blieb Mahler jedoch wegen weiterer Delikte in Haft und wurde im Februar 1973 „wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes in Tateinheit mit Gründung einer kriminellen Vereinigung und Beteiligung an derselben“ zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Im Zusammenhang mit der Baader-Entführung erhöhte sich das Gesamtstrafmaß bei einer weiteren Verhandlung im November 1974 auf 14 Jahre Freiheitsentzug. Mahlers Verteidiger in diesen Prozessen waren sein Kollege aus dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund Otto Schily und aus dem Sozialistischen Anwaltskollektiv Hans-Christian Ströbele. Im Juli 1974 wurde Mahler aus der Anwaltschaft ausgeschlossen.

Noch vor seiner Verurteilung und während seiner Haftzeit distanzierte sich Mahler mehrfach und entschieden von seiner terroristischen Vergangenheit. Deutlich wurde seine Haltung insbesondere im Frühjahr 1975, als er der RAF, die ihn und andere Gefangene im Austausch für den entführten Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz freipressen wollte, eine Absage erteilte. Seine Wandlung begründete Mahler 1977 in einem „Kursbuch“-Aufsatz mit einer „inneren Befreiung von der dogmatischen Revolutionstheorie des Marxismus-Leninismus“. Als Verteidiger gewann Mahler 1978 den damaligen Juso-Vorsitzenden und späteren SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Im November 1978 erhielt Mahler erstmals Hafturlaub, im Juli 1979 wurde er in den offenen Strafvollzug überführt und im August 1980 nach zehn Jahren Haft entlassen. Das restliche Drittel seiner Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Mit Schröders Hilfe erstritt Horst Mahler auch seine Wiederzulassung als Anwalt. Im April 1988 konnte er seine Kanzlei in Berlin wiedereröffnen und seine Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt fortsetzen. 1994 wurde Mahler wegen Beleidigung eines Staatsanwaltes vom Amtsgericht Tiergarten zu einer Geldstrafe von 2.700 DM verurteilt. Gegen einen Strafbefehl über 12.000 DM hatte er zuvor Einspruch eingelegt.

Nachdem es lange Jahre relativ ruhig um Horst Mahler gewesen war, rückte er durch ein ZEIT-Interview (2. Mai 1997), in dem er zu seiner Vergangenheit Stellung nahm, wieder ins Interesse der Öffentlichkeit. Angesprochen auf faschistische Strukturen innerhalb der RAF, erzählte Mahler von Auseinandersetzungen um die geplante „Liquidierung“ des als Verräter geltenden RAF-Mitgliedes Peter Homann im Sommer 1970 im jordanischen Palästinenserlager. Der Anschlag wurde vereitelt, die RAF-Mitglieder in die BRD zurückgeschickt. Die traumatischen Erlebnisse in Jordanien seien Ausgangspunkt für seine allmähliche Ablösung von der RAF gewesen, so Mahler.[14] In der Folge lieferten sich Horst Mahler auf der einen und Peter Homann sowie Spiegel-Herausgeber Stefan Aust (Verfasser der RAF-Chronik „Der Baader-Meinhof-Komplex“, 1984) auf der anderen Seite eine im SPIEGEL und der ZEIT ausgetragene Auseinandersetzung um verschiedene Lesarten der Gründungsgeschichte der RAF.

In den 1990er Jahren erregte Horst Mahler mit kritischen Publikationen und öffentlichen Auftritten in nationalen Kreisen Aufmerksamkeit. Als Gegenmaßnahme zur „Überfremdungspolitik“ der rot-grünen Regierungskoalition demonstrierte er gegen die doppelte Staatsbürgerschaft und propagierte eine nationale Sammlungsaktion. Er wurde Sprecher des rechtsnationalen Bundes freier Bürger, gründete die Initiative „Ja zu Deutschland – Ja zur NPD“ (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) und wurde im August 2000 NPD-Mitglied. „Die Fremden sind das Salz in der Suppe. Aber wer mag schon versalzene Suppe“, zitierte die Frankfurter Rundschau am 15. März 1999 Horst Mahler. Bei der Wandlung von links zu rechts blieb Mahler seinen Vorbehalten gegen jüdische und amerikanische politische Positionen treu. Er habe sich als Chefideologe des radikalsten Flügels der NPD etabliert, meinte die Süddeutsche Zeitung am 3. Januar 2001. Wegen seiner provokativen Äußerungen – Mahler hatte u. a. die standrechtliche Erschießung von Drogenbesitzern gefordert – wurde er im Januar 2001 aus der Vereinigung Berliner Strafverteidiger ausgeschlossen. Seine Tätigkeit als Anwalt blieb davon unberührt.

Ab Februar 2001 vertrat Horst Mahler gemeinsam mit Rechtsanwalt Hans-Günter Eisenecker die NPD im Verbotsantrag der OMF-Verwaltung vor dem Bundesverfassungsgericht. Als im Juli 2001 wegen des Verdachts der „Volksverhetzung“ Unterlagen in seiner Wohnung, seiner Kanzlei und in der NPD-Parteizentrale beschlagnahmt wurden, erstritt er die unverzügliche Rückgabe mit der Begründung, daß andernfalls das Verbotsverfahren gefährdet sei. Bei seiner Vertretung der NPD-Interessen kam Mahler zugute, daß einige vom Verfassungsschutz in die Partei eingeschleuste Spitzel Ende 2001 aufflogen und damit für das Gericht als Zeugen unbrauchbar wurden. Mahlers einstiger Kollege und Verteidiger Otto Schily (SPD), mittlerweile Bundesinnenminister, sah sich wegen der V-Mann-Affäre scharfer Kritik der Opposition ausgesetzt. Das Verbotsverfahren wurde im März 2003 schließlich eingestellt, weil nicht festgestellt werden konnte, inwieweit die V-Leute die Parteistruktur der NPD beeinflußt hatten. Kurze Zeit später erklärte Horst Mahler seinen Austritt aus der NPD, da er einer Partei, die „am Parlamentarismus ausgerichtet“ sei, nicht mehr angehören wolle.[15]

Im Januar und im März 2003 hatte sich Mahler vor den Amtsgerichten Hamburg und Mainz wegen des Vorwurfes der Billigung von Straftaten zu verantworten, weil er in einer Fernsehsendung kurz nach den „Terroranschlägen vom 11. September 2001“ in den VSA gesagt hatte, diese seien „rechtens“ bzw. in Wahrheit eine Operation von Geheimdiensten gewesen. Er wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 7.200 Euro verurteilt. Im Juli 2003 wurde zudem in Berlin wegen „Volksverhetzung“ Anklage gegen ihn erhoben. Darüber hinaus verhängte Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm gegen Horst Mahler ein Ausreiseverbot, nachdem Mahler Presseberichten zufolge nach Auschwitz-Birkenau hatte reisen wollen.[16]

„BRD-Maulkorb“ – Horst Mahler auf einer Demonstration der NPD 2001

Medienmeldungen (2004 bis 2011)

5. Mai 2004: Das Hamburger Landgericht verurteilt in zweiter Instanz den früheren NPD-Anwalt Horst Mahler wegen öffentlicher Billigung der Terroranschläge in Neu York zu einer Geldstrafe von 7.800 Euro.

12. Januar 2005: Der mehrfach vorbestrafte Rechtsanwalt Horst Mahler wird vom Landgericht Berlin wegen „Volksverhetzung“ zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Mahler kündigt Einspruch gegen das Urteil an. Gegen ihn laufen noch weitere Verfahren.

26. Januar 2006: Das zuständige Ordnungsamt stellt dem NPD-Anwalt Horst Mahler einen sechs Monate gültigen Reisebeschränkungsbescheid zu, um ihn daran zu hindern, an einer vom iranischen Außenministerium in Teheran veranstalteten „Holocaust-Konferenz“ teilzunehmen.

23. November 2007: Wegen Zeigens des Hitler-Grußes wird der einschlägig vorbestrafte NPD-Anwalt Horst Mahler vom Amtsgericht Cottbus zu einer Haftstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt. Nach Angaben des Gerichtes handelt es sich um Mahlers fünfte Verurteilung wegen Holocaust-Bezweiflung oder Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

28. April 2008: Mahler wird wegen „Volksverhetzung“ und Beleidigung erneut verurteilt. Er erhält eine Haftstrafe von zehn Monaten ohne Bewährung, weil er in einem Gespräch mit dem ehemaligen Vize des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedman, den „Holocaust“ bezweifelt haben soll und seinen Gesprächspartner mit „Heil Hitler“ begrüßt hatte.

22. Juli 2008: Landgericht Cottbus: elf Monate Haft ohne Bewährung wegen Zeigens des Deutschen Grußes

Am 8. Oktober 2008 begann vor dem Landgericht Potsdam ein erneuter Prozeß gegen Mahler. Am 11. März 2009 wurde Horst Mahler in Potsdam zu weiteren fünf Jahren Haft wegen seiner Meinungsäußerungen verurteilt.

25. Februar 2009: Mahler wird vom Landgericht München wegen „Volksverhetzung“ zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Das Gericht begründet die Höhe der Strafe mit der fehlenden Reue des Angeklagten und der abschreckenden Wirkung auf Nachahmer. Mahler ist mehrfach einschlägig vorbestraft, er hatte zuletzt in einem Weltnetz-Video „den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet und zur Gewalt gegen Juden aufgestachelt“. Der Bundesgerichtshof verwirft Mahlers Revision am 10. August 2009, womit das Urteil rechtskräftig wird.

11. März 2009: Das Landgericht Potsdam verurteilt Mahler wegen „Volksverhetzung“ in mehreren Fällen zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und zwei Monaten.

20. August 2009: Horst Mahler verliert seine Zulassung als Rechtsanwalt.

Im August 2011 kolportiert das BRD-Medienblatt „Berliner Zeitung“, daß Horst Mahler in der Zeit von 1967 bis 1970 als Inoffizieller Mitarbeiter für die DDR-Staatssicherheit („Stasi“) gearbeitet haben soll.[17] Horst Mahler antwortete darauf in einer Presseerklärung vom 4. August 2011.

Lebensgefährliche Erkrankung

Am 29. Juni 2015 wurde Horst Mahler mit schweren gesundheitlichen Problemen aus dem geschlossenen Vollzug der JVA Brandenburg in das benachbarte Asklepios-Fachklinikum eingeliefert. Wegen einer Blutvergiftung mit hohem Fieber wurde er auf die Intensivstation verlegt.[18] „Mein Vater ist schwer krank, er hat eine Herz- und eine Niereninsuffizienz, neurologische Ausfälle und einen diabetischen Fuß, es ist nicht klar, ob sein Bein noch zu retten ist.“ sagte seine Tochter Wiebke Mahler. Am 14. Juli 2015 wurde Mahler dann der linke Unterschenkel amputiert. Wegen akuter Lebensgefahr ordnete die Staatsanwaltschaft nach beharrlichem Ersuchen seiner Ehefrau eine Haftunterbrechung an.[19] Am 17. April 2017 erfolgte der Beschluß der Staatsanwaltschaft, daß der nunmehr 81jährige seine Haft wieder für weitere 3 Jahre fortsetzen solle; dieser erneuten politischen Verfolgungsmaßnahme entzog sich Mahler daraufhin durch Verlassen der BRD mit zunächst ungenanntem Ziel.[20][21] Am 12. Mai 2017 stellte er in Ungarn einen Antrag auf politisches Asyl.[2]

Politische Positionen Mahlers

In Anbetracht der vielen ungesühnten Holocausts sagte Horst Mahler am Anfang seiner Holocaust-Studien im Focus 53/1998: „Der Holocaust ist weder unbegreiflich noch einmalig.“ Darauf reagierte der Zentralrat der Juden in Deutschland damals schon mit einer klaren Anweisung an die deutsche Verfolgungsjustiz: „Die Verneinung der Einmaligkeit der Schoa ist historisch falsch, möglicherweise strafrechtlich relevant.“[22]

Während seiner Haftzeit im Jahre 2007 wegen angeblicher „Volksverhetzung“ wurde ihm die Aushändigung des Buches „Der Große Wendig – Richtigstellungen zur Zeitgeschichte“ verwehrt, „weil dadurch das Erreichen des Vollzugszieles gefährdet“ sei. Es spiele „dabei keine Rolle, daß das Werk im Buchhandel frei erhältlich ist.“

Gespräch Friedman/Mahler

Mahler verteidigte mehrfach das Bekenntnis zum Nationalsozialismus als Weltanschauung und als Glaubensbekenntnis, das nicht strafbar sein könne. Der Deutsche Gruß sei Manifestation dieses Bekenntnisses.[23]

Obwohl bereits eine Anklage gegen ihn wegen Zeigens des Deutschen Grußes vorbereitet wurde und es nach den BRD-Vorschriften unzweifelhaft verboten ist, brachte sich Horst Mahler sehenden Auges ins Gefängnis, als er im September 2007 Michel Friedman bei einem arrangierten Pressegespräch mit den Worten: „Heil Hitler, Herr Friedman!“ begrüßte. (Strafurteil des Amtsgerichts Erding vom 28. April 2008: zehn Monate Gefängnis ohne Bewährung, auch wegen Beleidigung.)

Nach Friedmans Ankündigung, daß dies eine Anzeige nach sich ziehen werde, antwortete Mahler:

Sehen sie, so ‚frei‘ ist man in diesem Lande.“

Auszug aus dem Gespräch:

Friedman
„Hat Hitler den Krieg begonnen?“
Mahler
„Nein, er ist ihm aufgezwungen worden. Regelrecht und systematisch.“
Friedman
„Aufgezwungen mag sein, aber begonnen hat er ihn, oder nicht? Also mit ‚aufgezwungen‘ sagen Sie, wie es dazu kam, daß er den Krieg begonnen hat. Aber hat er den Krieg begonnen?“
Mahler
„Wissen Sie, der Krieg als Schieß-Krieg hat begonnen mit den Massakern an Deutschen in Polen. Und das konnte kein Führer des Deutschen Reiches tatenlos ansehen. Und wenn er dann die völkerrechtlich gebotenen und erlaubten Mittel einsetzt, um dem Treiben ein Ende zu setzen, dann hat er legitim gehandelt.“[24]

Wenn Horst Mahler jemanden zitiert, fordert Michel Friedman ihn auf, mit seinen eigenen Worten zu reden, und wenn Mahler ansetzt, um genau dies zu tun und es interessant wird, unterbricht Friedman ihn. Als Mahler z. B. Martin Buber zitierend ausführen will: „‚Die Judenheit ist das Nein zum Leben der Völker.‘ Und deswegen …“, fällt Friedman ihm blitzartig ins Wort mit: „Das ist mir alles zu kompliziert.“ Dann schmeichelt er ein wenig und stellt sich dumm: „Ich bin nicht so klug wie Sie ... Ja, ja, aber ich möchte es ja verstehen. Es hat ja keinen Sinn, daß wir reden und ich verstehe Sie nicht“. So geht das weiter, bis der Leser die Aussage von Mahler vergessen hat, ihm damit inhaltlich auch nicht folgen kann und schließlich die Ausführungen für bizarr und wirr hält.

Der Münchner Prozeß

Sie werden mich verurteilen, obwohl ich Beweise auf den Tisch lege, obwohl keine Offenkundigkeit vorliegt. Aber Sie werden es tun, und das wird Sie ihr ganzes Leben lang verfolgen.
– Horst Mahler, am 17. Februar 2009 in München

Am 25. Februar 2009 wurde Horst Mahler vor dem Landgericht München II zu sechs Jahren Haft verurteilt und noch im Saal verhaftet.[25] Laut Anklage hatte Mahler den Holocaust als „die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte“ bezeichnet. Vorgeworfen wurde ihm darüber hinaus die Verbreitung des Buches „Vorlesungen über den Holocaust“ von Germar Rudolf auf CD-Rom.

In seiner Videobotschaft zum Münchener Gerichtsurteil geht Horst Mahler davon aus,

[...] daß die Ermordung von sechs Millionen Juden in der allgemein angenommenen Form nicht offenkundig sei. Er bezeichnete den Holocaust als „die größte Lüge der Weltgeschichte. [...] Das Ziel der Judenheit ist die Weltherrschaft durch die Errichtung der unantastbaren und absolut geschützten Holocaust-Religion.“ Der BGH habe neben der Aufrechterhaltung der Rechtsprechung, „damit das Leben weitergeht“, im Kern den Auftrag der Fremdherrschaft, die Holocaust-Religion unter allen Umständen zu schützen, „koste es, was es wolle.“ Als Linker war Mahler durchwegs holocaustgläubig. Dies änderte sich gemäß seiner Ausführungen erst, als er sich mit den angeblichen Beweisen befaßte: „Es gibt diese Beweise nicht.“ Mahler ist zuversichtlich, daß die Juden gegen die katholische Kirche scheitern werden. Die Niederlage der Judenheit sei unvermeidlich. „Der Sieg der Wahrheit ist sicherste Gewißheit“ und „Sie [die Juden, Anm.] verlieren jetzt die Macht über das Geld, dann werden sie auch die Macht über die Presse verlieren.“ Mahler sieht in den Juden den heilsnotwendigen Satan, der durch die Durchsetzung der Wahrheit in der Welt erlöst werden wird. „Die Juden sind in höchstem Maße erlösungsbedürftig, und eines Tages werden sie uns dafür auch dankbar sein.“, schließt Mahler. [26]

In dem Film „Die kurzen Beine der heiligen Lüge“ (→ Mahler, Horst / Filme) äußerte sich Mahler zur Verhaftung der Rechtsanwältin Sylvia Stolz, die auch als Tierschützerin und zum Tabu des Nationalsozialismus als Alternative zum derzeit herrschenden BRD-System zu Wort kommt.

Elemente der Weltsicht Horst Mahlers

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Horst Mahlers Weltsicht zeigt sich im Spiegel seiner Veröffentlichungen[27] seit mindestens zwei Jahrzehnten als ausgeprägt judäozentristisch. Gegen den Judaismus und das politisch wirksame Judentum bringt er Deutungen in Ansatz, die er aus dem Christentum herleitet.

Für Horst Mahler stellt es kein Problem und keinen Widerspruch dar, wenn er selbst orientalischen Glaubensvorstellungen folgt, die aus hebräischen Schriften stammen. Er bevorzugt aus der Bibel das Neue Testament und gibt sich katholisch. Mahler baut seine Argumentationen auf eine selbstentwickelte Theologie auf. Mit ihrer Hilfe und unter Heranziehung des Systems Georg Friedrich Wilhelm Hegels[28] postuliert er einen Weltenlauf eigenen Zuschnitts.

2013 zog Horst Mahler für seine Theorien außer den bekannten Schriften aus dem hebräischen Altertum auch moderne Innenansichten aus dem Judentum heran, die Gilad Atzmon in einem Judaikum veröffentlicht hatte.[29]

In vielhundertseitigen, ausführlichst die Bibel zitierenden Schriftsätzen, die teilweise in strafrechtlichen Revisionsbegründungen und Offenen Briefen an von ihm geduzte Juden untergebracht sind, rekurriert Mahler zur Begründung seiner Standpunkte auf christliche Vorstellungen des Bösen in Gestalt des Satans: Satan ist für ihn der geistige Vater der Juden. Mahler glaubt grundsätzlich an ein Auserwähltes Volk. Als dieses läßt er aber nicht die Juden, welche diese imaginierte Eigenschaft für sich beanspruchen, gelten. In seinen Augen sind es vielmehr die Christen und speziell die Deutschen. Das Heil der Welt werde aus christlichen Verheißungen und aus der wirksam werdenden deutschen idealistischen Philosophie (Hegel) kommen. Jüdische Kräfte trügen unfreiwillig zur Emanzipation der Deutschen bei, für die Juden stehe es an, daß sie in geistiger Hinsicht von sich selbst erlöst würden – ein Unterfangen, das diese seit 2000 Jahren stets von sich gewiesen haben.

Die Juden verwirklichen nach Mahler durch ihr von ihm als Zerstörungswerk wahrgenommenes Wirken letztlich eine positive Aufgabe gegenüber den Deutschen: So schreibt er unter der Überschrift „Gotteserkenntnis statt Judenhaß“:

„Es war die Aufgabe des Judaismus – auch in seiner christianisierten Form – die Individuation der Germanischen Volksgenossen als Losreissung von Gott zu bewirken.“[30]
„Erst die aus der vollständigen Zersetzung der Germanischen Volksgemeinschaft hervorgehende selbstbewußte und selbstgewollte Rückbindung (religio) der vereinzelten Einzelnen in den Volksgeist der Germanen als einer Gestalt Gottes, ausgesprochen in der Deutschen idealistischen Philosophie, ist das wahrhafte Dasein der Freiheit.“[31]

Hieraus kann man folgern, die Germanen hätten es „heilsgeschichtlich“ irgendwie nötig gehabt, sich de facto durch Feuer und Schwert unter semitische Glaubensansichten zwingen zu lassen und hinfort unter und aus ihnen zu leben.

Mahler empfiehlt Juden gegenüber christliche Nächstenliebe. Zwar meint er einerseits, angewandter Judaismus und ein heute bestimmendes Machtjudentum wollten Nichtjuden und speziell Deutsche satanisch und völkermörderisch zerstören. Andererseits findet er, man dürfe sie deswegen nicht hassen, sondern solle sie christlich lieben, um ihrer Erlösung willen.

„Diese Perspektive[32] bietet die Gewähr dafür, daß die Befreiung der Menschheit vom Judentum nicht auf Kosten des ‚Menschen im Juden‘, seiner Menschenwürde, bewirkt wird, sondern dadurch, daß der Jude – wie Karl Marx es formuliert hat – zum Menschen emanzipiert wird.“[33]

In einem von ihm erhofften neuen Deutschen Reich will Mahler – anders als es der historische Nationalsozialismus vorhatte – das Judäochristentum zum Staatskult erheben. Seine „Reichsreligion“ soll einen „positiven Judaismus“ zur Geltung bringen. Nach Mahlers Meinung ist das deutsche Volk als solches „gottgläubig“.[34] Für die möglicherweise zahlreichen Volksgenossen, welche die Aussicht nicht reizt, daß die Schulen und sonstigen Bildungseinrichtungen auf dem Boden des Deutschen Reiches verpflichtet werden sollen, diesen judäochristlichen bzw. Mahlerschen Gottesbegriff als Wahrheit zu vermitteln, hat Horst Mahler kein Angebot. Konsequent christlich, erhebt Horst Mahler gegen die universalistische, der Nation und volklicher Selbstbehauptung entgegenstehende Zielsetzung des Christentums keine Einwände.[35]

Abstammungsbezogene Identität als human-gesellschaftliche Wertkategorie oder als politisch positiv zu berücksichtigenden Faktor lehnt Mahler vehement ab. Er hat den „Antirassismus“ aus seiner links-antiimperialistischen Phase immer beibehalten, was eine Vielzahl seiner Traktate belegt.[36] Für ihn gibt es nur Rassenvorurteile. Nach seinem Verständnis fehlte es Hitler an Schulung in deutscher Philosophie, deshalb habe er rassische Vorurteile der Engländer übernommen. Das sei der Sündenfall des damaligen Systems gewesen. Ausdrücklich wirft Mahler Hitler Rassismus und Rassenwahn vor.[37] Die Erkenntnis von der Bedeutung der Rasse für das Leben der Völker stellte jedoch einen Grundpfeiler der nationalsozialistischen Weltanschauung dar – für Horst Mahler bedeutungslos bzw. verwerflich.

Ende November 2016 bemerkte Mahler in einem mit vielen Bezugnahmen auf Gott und Göttliches durchsetzten Text an einer Stelle, er könne nicht mehr an einen Gott glauben.[38] Der Gesamttext und weitere Traktate in zeitlicher Nähe belegen jedoch die andauernde und intensive Fasziniertheit Mahlers hinsichtlich seiner privattheologischen Trias Juden – Gott – Satan, so daß die Randbemerkung rätselhaft bleibt.

Politischer Gefangener

„Politische Gefangene gibt es genau genommen auch in Deutschland“, sagte Michael-Andreas Butz, welcher jahrelang Sprecher des Berliner Senats war, zum Thema Gesinnungsjustiz. „Auf eine Art ist Horst Mahler ja auch ein politischer Gefangener.“[39]

Proteste für den Gesinnungshäftling Mahler

Schon während der Prozesse, und in den Jahren nach den Schuldsprüchen der BRD-Justiz seit 2007, kam es immer wieder zu Protesten. Nationale und internationale Initiativen setzten sich fortlaufend für Mahlers Freilassung ein. Auch bei Mahlers politischen Gegnern und in Teilen der Juristenschaft war die harte Verurteilung des Dissidenten umstritten und galt vielen als Sackgasse der Rechtskultur. Nachdem im Jahre 2010 der inhaftierte chinesische Schriftsteller Liu Xiaobo den Friedensnobelpreis erhalten hatte, startete eine Initiative um Ursula Haverbeck im Dezember desselben Jahres eine Weltnetz-Petition, um die Freilassung von Horst Mahler zu erwirken.

Protestschreiben an die ungarische Botschaft in Berlin, Mai 2017

Quelle
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Hilfe für HORST MAHLER

Hilfe für HORST MAHLER.jpg
Unter den Linden 76, 10117 Berlin
Tel.: +49 30 203-10-0 Fax +49 30 229 1314
Der Botschafter Dr. Péter Györkös
E-Mail: [email protected]


Exzellenz!

Sehr geehrter Herr Dr. Péter Györkös!


Presseberichten zufolge hat Ungarn das Asylgesuch von HORST MAHLER zurückgewiesen, mit der Bemerkung, sowohl Ungarn als auch die BRD seien Rechtsstaaten. Damit soll wohl ausgedrückt werden, daß in der BRD eine „politische Verfolgung“ ausgeschlossen werden kann. Ich vertrete definitiv die Meinung, daß politische Verfolgung in der BRD zum konstitutiven Bestand der Rechtsordnung gehört. Sie ist in die rechtsstaatlich erscheinenden Gesetze der BRD integriert.

Zum Beleg werde ich Ihnen hier einige Eckpunkte der politischen Verfolgung von HORST MAHLER darstellen.

  • 1. HORST MAHLER wurde u.a. deshalb verurteilt, weil er als Rechtsanwalt (Verteidiger) in einem Verbotsverfahren einer anerkannten politischen Partei Anträge und Schriftsätze an das zuständige Gericht gerichtet hat. In diesen Schriftsätzen hat er diejenigen Argumente angeführt, die der Verteidigung seiner Mandanten dienten. Die von Verbot bedrohte politische Partei wurde auf Grund seines Vorbringens zuletzt NICHT verboten.
  • 2. HORST MAHLER wurde zu mehr als 12 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er (gewaltfrei) eine historische Hypothese bestritten hat. Der Menschenrechtsrat der UNO hat die Pönalisierung der Meinungsäußerung bezüglich einer historischen These als menschenrechtswidrig verurteilt, selbst dann, wenn diese Meinungsäußerung als „irrig“ zu bewerten wäre. Der als „Rechtsstaat“ aufgefaßte Staat BRD anerkennt zwar die Setzungen der UNO als unmittelbar und für jeden Staatsbürger geltendes Recht; aber er hält an der Praxis fest, dieser Entscheidung des Menschenrechtsrates zuwider zu handeln:
Tagung in Genf vom 11. Bis 29. Juli 2011, rechtsverbindliche Grundsatzerklärung zur Menschenrechtskonvention der UN:
„Gesetze, welche den Ausdruck von Meinungen zu historischen Fakten unter Strafe stellen, sind unvereinbar mit den Verpflichtungen, welche die Konvention den Unterzeichnerstaaten hinsichtlich der Respektierung der Meinungs- und Meinungsäusserungsfreiheit auferlegt. Die Konvention erlaubt kein allgemeines Verbot des Ausdrucks einer irrtümlichen Meinung oder einer unrichtigen Interpretation vergangener Geschehnisse ( Absatz 49, CCPR/C/GC/34).“
  • 3. HORST MAHLER hat etwa 2/3 der verhängten ‚Strafe‘ abgebüßt. Dann ist er mangels zureichender und effektiver medizinischer Versorgung schwerstens erkrankt, zuletzt mußte ihm das linke Bein amputiert werden. Die Notwendigkeit der Amputation war darauf zurückzuführen, daß HORST MAHLER gegen das ausdrückliche Anraten der behandelnden Ärzte aus dem Krankenhaus zurück in den „Kranken“-Trakt der Haftanstalt deprotiert wurde. Wollte man ihn sterben lassen? Die Behörden rechneten nach der Verlegung mit dem unmittelbar bevorstehenden Ableben des Häftlings und haben Vorbereitungen getroffen, durch ein Demonstrationsverbot die Empörung der Bevölkerung zum Schweigen zu bringen. Weitere, noch schwerer wiegende Vorwürfe müssen zu Lasten der politischen und Justizbehörden vorgebracht werden, können in diesem Zusammenhang jedoch nicht ausgeführt werden.
  • 4. HORST MAHLER wurde durch nicht rechtsstaatliche Verfahrenstricks die gesetzlich gebotene Rechtswohltat der Entlassung auf Bewährung nach Verbüßung von ½, bzw, 2/3 der Haftdauer verweigert. Die Rechtstäuschung bestand darin, einen Text („Ende der Wanderung“) als Gesetzesverstoß zu werten, obwohl dieser philosophische Text keine ‚revisionistischen‘ Thesen enthält, sondern als Versöhnung mit der Gruppe der Juden die Forderung von Karl Marx zur Lösung der „Judenfrage“ propagiert. Die Staatsanwaltschaft konstruierte daraus den Vorwurf der „Volksverhetzung“ und kochte eine Anklageschrift zusammen. Diese Anklageschrift war jedoch offensichtlich in so hohem Maße substanzlos, daß sie von keinem Gericht der BRD zum Anlaß genommen wurde, eine gerichtliche Prüfung anzuordnen und die Vorwürfe in einer Hauptverhandlung zu prüfen. Die Anklageschrift blieb deshalb für den Zeitraum von etwa 4 Jahren (! ! !) unbehandelt liegen und wurde lediglich auf den Schreibtischen der Justiz hin- und hergeschoben. Da jedoch der Vorwurf des Kapitaldelikts der „Volksverhetzung“ (5 Jahre) damit andauernd anhängig geblieben war und nicht in einer Hauptverhandlung widerlegt werden konnte, wurde HORST MAHLER die ansonsten regelmäßig angewandte Maßnahme der Entlassung auf Bewährung verweigert!
  • 5. Schließlich mußte aus medizinischen Gründen Haftverschonung gewährt werden. HORST MAHLER war wegen 21 medizinischen Beeinträchtigungen vollständig und auf Dauer haftunfähig. Unter anderem leidet der 81-Jährige an Herzinfarkt, Nierenversagen, schwerster Diabetes und Amputation. Plötzlich, im April 2017, wurde HORST MAHLER jedoch mitgeteilt, die Haftverschonung aus medizinischen Gründen sei aufgehoben, er habe sich zur Verbüßung der etwa 3 1/2 Jahre Reststrafe in einer Haftanstalt zu melden. Eine schlichte Befolgung der Anordnung hätte wohl den baldigen Tod von HORST MAHLER zur Folge gehabt. Dieser für den Schwerkranken potentiell todbringende Befehl wurde (vermutlich auf ‚Auftrag‘) von einer Rechtspflegerin getroffen. Eine Berufung oder sonstige Prüfung des Befehls war nicht vorgesehen. Das Schlimmste an diesem Stellungsbefehl war, daß die auf seiten der Behörden hinlänglich bekannte absolute HAFTUNFÄHIGKEIT nicht etwa durch ein medizinisches Gutachten überprüft werden sollte. Aus offenkundig politischen Gründen ging der Staat gegen HORST MAHLER in der Weise vor, ihn nicht einmal von einem Arzt zu untersuchen zu lassen, sondern ihn ungeachtet aller rechtlichen und humanitären Gebote umgehend in seine Gewalt zu bringen.

Es ergibt sich aus diesen Darlegungen der zwingende Schluß, daß der Staat BRD tatsächlich schwerste politische Verfolgung als zulässiges Mittel staatlichen Handelns ansieht.

Gegenwärtig erhalten in vielen Staaten Europas Hunderttausende unberechtigter Fremder Asyl oder ‚Duldung‘ oder ‚vorläufiges Bleiberecht‘, obwohl sie mangels Papieren weder ihre Identität, noch ihren Herkunftsstaat nachweisen, erst recht nicht die Lebensumstände darlegen können, die eine existenzbedrohende politische Verfolgung im Heimatland plausibel machten.

Um so mehr sollte einem schwerstkranken philosophischen Schriftsteller wie HORST MAHLER Asyl gewährt werden.


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Gunther Kümel

Quelle: E-Post-Rundschreiben von Wolfram Schiedewitz


Zitate

Von Mahler

  • „Altbundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl versuchten während ihrer Amtszeit, der Überfremdung des Landes entgegenzuarbeiten. Beide sind jedoch von den USA darauf hingewiesen worden, daß die Politik der Bundesrepublik Deutschland nicht von dieser selbst, sondern durch die USA gesteuert werde, welche unter starkem Druck der Medien sich für die unbegrenzte Aufnahme Fremdrassiger einsetzen.“[40]
  • „Wir wissen, was wir tun. Wir tun es trotzdem. Und das ist das, was den Feind letztlich wehrlos macht. Denn damit hat er nicht gerechnet.“[41]
  • „Das Fremde ist das Salz in der Suppe – aber wer mag eine versalzene Suppe?“
  • Februar 2009, Verurteilung zu sechs Jahren Haft für Horst Mahler: Laut Anklage hatte Mahler den Holocaust als „die gewaltigste Lüge der Weltgeschichte“ bezeichnet.[42] Er werde „nicht aufhören, gegen die Holocaust-Lüge anzukämpfen“.[43]
  • „Der Jude ist ein Meister darin ..., wie man zur Wahrheit findet ..., und die Wahrheit negiert ...“ — am 12. Juli 2008 auf einer Tagung in Thüringen

Über Mahler

  • „[Er hat] das Amt der Verteidigung mutig, selbstlos, bis weit in den politischen Diskurs hinein ausgeübt. Also höchstes Lob.“Peter O. Chotjewitz[44]

Familiäres

Horst Mahler ist Vater einer Tochter. Er wohnt mit seiner Ehefrau Elzbieta Mahler in Kleinmachnow bei Berlin. Längere Zeit lebte Horst Mahler mit Sylvia Stolz zusammen.

Bildergalerie

Hauptartikel: Mahler, Horst / Bilder

Siehe auch

Filmbeiträge

Hauptartikel: Mahler, Horst / Filme

Verweise

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Weltnetz

Filmbeiträge

Audio

  • Michel Friedman – Interview mit Horst Mahler und Sylvia Stolz

Schriften

Fußnoten

  1. Näheres unten im Abschnitt „Elemente der Weltsicht Horst Mahlers“. „Der Rassenwahn war der Sündenfall des Systems“, überschreibt Mahler ein Kapitel eines gemeinsam mit Franz Schönhuber im Jahr 2000 veröffentlichten Buches (Schluß mit dem deutschen Selbsthaß), dort S. 179 ff.
  2. 2,0 2,1 Horst Mahler beantragt Asyl, Ende der Lüge, 12. Mai 2017
  3. Ungarn liefert Mahler an Deutschland aus, Der Spiegel, 6. Juni 2017. In Zusammenarbeit mit deutschen Verfolgern war Mahler wenige Tage nach der Reise nach Ungarn dort von Polizei in Gewahrsam genommen und von Ödenburg nach Budapest verbracht worden, 33-cabinet.png Abgerufen am 19. Mai 2017. Bei WebCite® archivieren.Der UniversalextremistFAZ, 16. Mai 2017 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  4. 33-cabinet.png Abgerufen am 19. Mai 2017. Bei WebCite® archivieren.Ungarn nimmt Horst Mahler in AbschiebehaftFAZ, 17. Mai 2017 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  5. Horst Mahler in Ungarn in Gewahrsam genommen – Chancen auf Freilassung stehen gut, Anonymous News, 15. Mai 2017
  6. Die vollständige Begründung der Entscheidung der Potsdamer Strafvollstreckungskammer
  7. 33-cabinet.png Abgerufen am 17. Mai 2010. Bei WebCite® archivieren.Horst Mahler zu sechs Jahren Haft verurteiltsueddeutsche.de, 17. Mai 2010 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  8. „rbb Abendschau/Brandenburg aktuell“, 6. Oktober 2015, rbb, 19.30 Uhr, 00.10.15 min.
  9. Staatsanwaltschaft gegen vorzeitiges Haftende für Horst Mahler, Focus, 7. Oktober 2015 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  10. RAF-Gründer und Neonazi: Gericht hebt Bewährung von Horst Mahler auf, Der Spiegel, 22. Januar 2016 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  11. Internationales Biographisches Archiv 44/2003
  12. [1]YouTube Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!. Nach dem seinerzeit geltenden Blutschutzgesetz wäre dies als belanglos anzusehen gewesen, da Achteljuden als deutschblütig galten.
  13. Wie aus dem RAF-Gründer ein Nazi wurde, 20min.ch, 26. März 2009
  14. vgl. taz, 16. Juli 1997 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  15. vgl. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. März 2003 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  16. vgl. Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2003 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  17. Berliner Zeitung Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!, 1. August 2011: Stand Mahler von 1967 bis 1970 in den Diensten der Stasi-Hauptverwaltung A, die für die Auslandsspionage zuständig war.
  18. Horst Mahler schwer erkankt, Märkische Allgemeine, 9. Juli 2015
  19. Horst Mahler ringt um sein Leben, Märkische Allgemeine, 17. Juli 2015
  20. Horst Mahler am 19.04.2017 / Bedingungen für den Haftantritt – öffentliche Erklärung
  21. Horst Mahler / Last speech prior to his renewed imprisonment on 19.04.2017
  22. Allgemeine Jüdische Wochenzeitung (Bonn) Anfang Januar 1999
  23. „Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschauung. Die Freiheit des weltanschaulichen Bekenntnisses ist unverletzlich. Also kann der Hitlergruß keine Straftat sein.“
  24. vgl.: Gespräch in der abrufbaren Video-Fassung mit Vorspann, ab 15 min. 55 sec.–16 min. 30 sec.
  25. 33-cabinet.png Abgerufen am 25. Februar 2009. Bei WebCite® archivieren.Verurteilt wie ein Mörder… (25. Februar 2009) ERGÄNZT um Mahlers letzte VideobotschaftAltermedia Deutschland, 25. Februar 2009
  26. Alexander Dechant: Ex-Rechtsanwalt Horst Mahler zu sechs Jahren Haft verurteilt, Kreuz.net, 26. Februar 2009
  27. Vgl. die unten angegebene Literatur
  28. Siehe auch Hegelei, Afterphilosophie
  29. Gilad Atzmon: Der wandernde – Wer? Eine Studie jüdischer Identitätspolitik (2012)
  30. Endlösung der Judenfrage – Gotteserkenntnis statt Judenhaß, Veröffentlichung im Rahmen des Deutschen Kollegs, 25. März 2001, S. 23; Falschschreibung „Losreisssung“ im Original
  31. Horst Mahler: Das Ende der Wanderschaft (2013), S. 56
  32. Mahlers Blick auf den ›Inneren Juden‹ mit Hilfe der Reflexionen von Gilad Atzmon
  33. Horst Mahler: Das Ende der Wanderschaft (2013), S. 10
  34. Ausführlich in „Reichsreligion und Glaubensfreiheit“, reichsbuergerbrief.net 2/2004
  35. Siehe zu der zuletztgenannten Zielsetzung Christentum und biologische Gruppenzugehörigkeiten
  36. Beispielsweise Horst Mahler: „Was sind die Tatsachen? Wie ist die Lage? Was ist zu tun?“, vom 12. August 2000
  37. Franz Schönhuber, Horst Mahler: Schluß mit dem deutschen Selbsthaß. VGB-Verlagsgesellschaft Berg, 2000, ISBN 3861180936, S. 179
  38. Die Protestkultur als Wettlauf in die Sackgassen des Weltgeistes
  39. Spiegel.png  (Heft 1/2012)Der Spiegel, 1/2012, , S. 31
  40. in seinem Plädoyer in Sachen Frank Rennicke vor der 38. Strafkammer des Landesgerichtes Stuttgart, 2002, Ns 6 Js 88’181/98.
  41. Videobericht: „Zur Lage der Nation“
  42. dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH: Sechs Jahre Haft für Horst Mahler, 25. Februar 2009
  43. Sechs Jahre für Horst Mahler wegen Volksverhetzung, weltexpress.info, 25. Februar 2009
  44. Alexander Wallasch: Nachschlag für Häftling Nr. 746/09The European, 3. März 2014
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