Erlen, Hubertus

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Hubertus Erlen (* 7. Juni 1943 in Troppau im Sudetenland) ist ein deutscher Industriemanager und Mitarbeiter der Bayer Schering Pharma AG.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Herkunft

Hubertus Erlen wurde am 7. Juni 1943 in Troppau im Sudetenland geboren. Er wuchs in Dresden und Köln auf.

Ausbildung

Nach seinem Abitur in Köln studierte Hubertus Erlen ab 1964 an der TU Berlin Verfahrenstechnik (Diplom 1969). Danach absolvierte er als Stipendiat der Volkswagenstiftung ein Betriebswirtschaftsstudium. Die Promotion zum Dr.-Ing. folgte 1971.

Wirken

1972 kam Hubertus Erlen zur Schering AG. Der Konzern umfasste damals die Tätigkeitsfelder der forschenden Arzneimittelherstellung, der Spezialchemie und des Pflanzenschutzes. Er war aus der 1864 gegründeten Pharmafabrik des Apothekers Ernst Schering in Berlin-Wedding hervorgegangen. 1871 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Schering entwickelte sich zu einem Pionier in der Hormontherapie und brachte 1961 mit Anovlar das erste Präparat zur hormonalen Empfängnisverhütung, das in Europa angeboten wurde, auf den Markt.

Hubertus Erlen arbeitete bei Schering zunächst in der Pharmaproduktion. 1978 wurde er Assistent des Konzern-Vertriebsvorstands und 1979 Leiter des Zentralen Vorstandssekretariats. 1981 übernahm er die technische Leitung des Werks in Nürnberg. 1984 wechselte er in die Leitung der Sparte Galvanotechnik. Dort war er für die Produktion und die VS-Tochter „Chemcut“ verantwortlich. 1985 stieg Erlen zum stellv. Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor auf. 1986 wurde er ordentliches Mitglied des Vorstands, wo er für die Ressorts Produktion und Personalfragen sowie die Region Nordamerika zuständig war.[1]

Im Jahr 2007 wurde Erlen von der Mitgliederversammlung der Robert-Koch-Stiftung zum Vorsitzenden der Stiftung gewählt. Erlen trat sein Amt am 1. Januar 2008 an und wurde damit Nachfolger von Dr. Giuseppe Vita, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Axel Springer AG, der den Vorsitz fünf Jahre innehatte.

Hubertus Erlen ist Mitbegründer der nach dem jüdischen Mäzen benannten James-Simon-Stiftung.[2]

Auszeichnungen

Mitgliedschaften / Ämter

Wirtschaft

Vizepräsident EFPIA (2003-2006), Kuratorium Bertelsmann Stiftung (2002-2007), Beirat Commerzbank (seit 2001), Aufsichtsrat Celesio AG (seit 2002), Vorsitz. BDI-Außenwirtschaftsausschuss (seit 2003), Aufsichtsrat Invest Germany GmbH (seit 2007), Businesseurope (Chairman International Relations seit 2007), Bridgepoint Capital Limited (European Advisory Committee seit 2008).

Wissenschaft und Kultur

Kuratorium Gesellschaft der Freunde der Berliner Philharmonie (seit 2001) und Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e. V. (seit 2003), stellv. Stiftungsratsvorsitz. Schering Stiftung (seit 2002), Vorsitz. Robert-Koch-Stiftung (seit 2008)

  • 19. März 2009: Bei der konstituierenden Sitzung des Lenkungsrats Unternehmensfinanzierung wird Martin Hellwig zum Vorsitzenden des Gremiums gewählt, das die Bundesregierung bei der Vergabe der Mittel aus dem Wirtschaftsfonds Deutschland beraten soll. Stellvertretender Vorsitzender ist der frühere Schering-Chef Hubertus Erlen. Dem Lenkungsrat gehören außerdem Alfred Tacke, Hubertus Schmoldt, Michael Rogowski, Jürgen Heraeus und Walter Hirche an.
  • September 2010: Hubertus Erlen wird Mitglied im Aufsichtsrat der Schaeffler GmbH.

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 23/2008
  2. Deutschlandradio Kultur, 14. November 2010: Toleranz-Preis für Jan Philipp Reemtsma und Hubertus Erlen
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