Im Westen nichts Neues (1930)

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All Quiet on the Western Front
Im Westen nichts Neues (1930).jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Im Westen nichts Neues
Produktionsland: VSA
Erscheinungsjahr: 1930
Stab
Regie: Lewis Milestone
Koregie: George Cukor
Regieassistenz: Dr. Konrad P. Rohnstein
Dialogbuch: Elsa Jaque
Produktion: Universal
Deutscher Verleih: Deutsche Universal, Berlin
Musik: David Broekman
Kamera: Arthur Edeson
Schnitt: Edgar Adams
Besetzung
Rollen Darsteller Deutsche Sprecher
Paul Bäumer Lewis Ayres Fritz Ley
Katczinsky Louis Wolheim Erich Dunskus
Tjaden „Slim“ Summerville  ?
Himmelstoß John Wray Bruno Fritz
Kemmerich Ben Alexander Wolfgang Staudte
Kantorek Arnold Lucy Bruno Fritz

Im Westen nichts Neues ist ein als „Bester Film“ Oscar-prämierter VS-amerikanischer Spielfilm von Lewis Milestone aus dem Jahr 1930 nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Der Film wurde von Carl Laemmle produziert, George Cukor war Dialogregisseur.

Protest

Bei den national orientierten Kreisen der Weimarer Republik wurde der Film (wie bereits die Buchvorlage) äußerst negativ gewertet, es kam sogar vermehrt zu Protestaktionen gegen das Werk.

Geschichte

Handlung

Im patriotischen Taumel ziehen sieben Schüler einer deutschen Gymnasial­klasse freiwillig in den Ersten Weltkrieg. Aber in den Schützengräben der Westfront folgt für Paul Bäumer (Lew Ayres) und seine Freunde schnell die Ernüchterung.

Syncrongeschichte

Der Film wurde mehrfach neu synchronisiert: 1952 von der Ultra Film Berlin, mit Sebastian Fischer (Lew Ayres). Erich Dunskus sprach seine Rolle für Louis Wolheim erneut. 1984 im Auftrag des ZDF von der Berliner Synchron mit Stephan Schwartz (Ayres) und Franz-Otto Krüger (Wolheim), 2005 für eine DVD-Ausgabe mit Manuel Straube (Ayres) und Hartmut Neugebauer (Wolheim).

Wissenwertes

Polizeischutz bei einer Aufführung des Filmes im Dezember 1930

Wohl kaum ein bedeutender Film wurde in seiner Geschichte so zensiert wie „Im Westen nichts Neues“. Erich Maria Remarque schrieb 1928 seinen „Bestseller“, der im Laufe des Jahres 1929 ein riesiger Erfolg wurde. Der Universal-Chef Carl Laemmle erwarb 1929 die Filmrechte. Im November 1929 begannen die Dreharbeiten. Der Film wurde als Ton– und Stummfilm hergestellt. Im April 1930 fand die Uraufführung der stummen Version statt, die Tonversion wurde im Juni 1930 aufgeführt.

In Deutschland hatte der Film in der Synchronfassung am 4. Dezember 1930 im Berliner Mozartsaal seine Erstaufführung. Schon diese Fassung war gegenüber der ursprünglichen Fassung gekürzt, vor allem fehlten die Schleiferszenen mit Himmelstoß. Das hinderte den Gauleiter von Berlin, Dr. Goebbels, nicht daran, massiv gegen den Film vorzugehen. Schließlich wurde der Film vorläufig abgesetzt und am 11. Dezember 1930 verboten. Nach weiteren Kürzungen lief er dann ab 8. Juni wieder an – allerdings nur für geschlossene Veranstaltungen. Am 2. September kam er dann für die Allgemeinheit wieder in die Kinos, nach weiteren Kürzungen und nachdem sich Universal verpflichtet hatte, den Film im Ausland nur in der für Deutschland genehmigten Fassung zu zeigen. Aber auch in den VSA selbst und in anderen Ländern wurde der Film immer wieder gekürzt und umgestaltet. Mit dem Wahlsieg der NSDAP wurde der Film in Deutschland dann endgültig verboten.

Wie schon „Vorhang auf!“ wurde auch „Im Westen nichts Neues“ vom Synchronstudio „Rhythmografie“ eingedeutscht. Der Dialogregisseur Max Bing war in der Hauptsache beim Rundfunk tätig. Er arbeitete vor allem als Hörspielregisseur. Sein Assistent war Konrad P. Rohnstein, der einige Zeit später eine eigene Synchronfirma gründete. Zu den Assistenten zählte auch der spätere Filmregisseur Werner Jacobs. Die Hauptrolle des Paul Bäumer wurde von Fritz Ley gesprochen. Ley wurde vor allem in den 1930er Jahren immer wieder in Synchronhauptrollen eingesetzt.

Nachkriegszeit

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg war er noch einige Jahre in diesem Metier tätig. Einen der jungen Soldaten sprach der spätere Synchronstudiochef Josef Wolf (Ultra-Film), der unter dem Pseudonym „Wolfgang Fels“ agierte. Wolf/Fels ging kurz danach in die VSA, wo er bei dort hergestellten deutschen Synchronfassungen Rollen sprach.

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