Israel
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Israel (hebräisch: מדינת ישראל ?/i Medinat Jisra'el, arabisch دولة إسرائيل, DMG Daulat Isrā'īl) ist ein Staat in Asien (Naher Osten), der an Syrien, den Libanon, Ägypten, Jordanien sowie an die Palästinensischen Autonomiegebiete grenzt. Die Entstehung des Staates Israel wurde durch das Ha'avara-Abkommen begünstigt.
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[bearbeiten] Name
Die älteste Quelle für das Wort „Israel“ ist die ägyptische Merenptah-Stele (heute im Ägyptischen Museum in Kairo). Sie beschreibt einen Feldzug gegen ein Volk Israel im Lande Kanaan und wird auf das Jahr 1211 v. Chr. datiert.
Die Volksetymologie des Alten Testaments deutet „Israel“ als „Gottesstreiter“ (Gen 32,29 EU). Jakob bekam diesen neuen Namen, nachdem er mit einem geheimnisvollen Gegner rang. Seine Nachkommen wurden als die „Kinder Israels“, „Israeliten“ oder kurz „Israel“ bezeichnet.
Der Name entspricht einer weit verbreiteten semitischen Namensform, die ein Verb im Imperfekt und das theophore Element אֵל (Gott) als Subjekt enthält. Das verbale Element wird in dieser Deutung als von der semitischen Wurzel שרה „streiten, kämpfen“ abgeleitet angesehen. Möglich ist allerdings auch eine Ableitung von der Wurzel שרר „herrschen“. Das hebräische Imperfekt kann im Deutschen mit dem Präsens oder der Wunschform wiedergegeben werden, so dass sich als mögliche Übersetzungen ergeben: „Gott streitet (für uns)“ oder „Gott möge (für uns) streiten“ und „Gott herrscht“ oder „Gott möge herrschen“.
Andere Namensvorschläge für den neuen Staat lauteten Eretz Israel, Zion, Judäa und Neu Judäa. Die Entscheidung der Regierung für „Israel“ wurde von Außenminister Mosche Scharet verkündet.
[bearbeiten] Natur
Israel hat Anteil an den fruchtbaren Küstenebenen, im Osten an das oberste Jordantal, im Norden das Bergland von Galiläa, das Karmelgebirge und Teile des Hochlandes von Judäa, im Süden das Tiefland der Wüste Negeb, Anteile am Toten Meer. Israel hat ein winterfeuchtes mediterranes Klima, an der Küste Hartlaub-Gewächse, sonst Steppen und Wüsten.
[bearbeiten] Bevölkerung
In Israel leben 90% Juden und 10% Araber. Über 1,5 Millionen Araber wurden aus Palästina vertrieben und leben in den arabischen Nachbarstaaten.
[bearbeiten] Wirtschaft
Israel ist ein Agrarstaat mit starker Abhängigkeit vom Auslandskapital (USA, BRD, Großbritannien) und Militarisierung der Volkswirtschaft. Das Wachstum ist weitgehend auf finanzieller Unterstützung aus dem Ausland angewiesen (zwischen 1948 und 1972 ca. 13,45 Milliarden US-Dollar aus USA und westeuropäischen Ländern (besonders BRD) sowie Spenden zionistischer Organisationen.
[bearbeiten] Geschichte
- siehe Hauptartikel: Geschichte des Staates Israel, Königreich Israel, Zionismus
[bearbeiten] Gründung, Krieg und Vertreibung
Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses auf einem Teil des Teritoriums Palästinas der Staat „Israel“ proklamiert. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verlas David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Die Errichtung des Staates Israel erfolge kraft des „natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.
Die politische und ökonomische Macht übernahm die vor allem mit dem amerikanischen und britischen Monopolkapital verflochtene zionistisch-israelische Bevölkerungsschicht. Es wurde von Anfang an eine rassistische und aggressive Politik gegenüber den arabischen Staaten und insbesondere gegenüber den Palästinensern betrieben. Die Mitglieder der Arabischen Liga nahmen den Teilabschluß der UN nicht an und es kam zum Krieg mit Israel. Der jüdische Staat nutze den Konflikt, um die demokratischen Strömungen zu unterdrücken, die palästenensischen Einwohner zu vertreiben und arabisches Terretorium von über 6700 km² zu annektieren. Duch Vermittlung der UN kam es im Sommer 1949 zu einem Waffenstillstand. Israel wurde zudem als 59.Staat in die UN aufgenommen.
[bearbeiten] „Wiedergutmachung“
- siehe Hauptartikel: Deutsche Wiedergutmachungspolitik
1952 wurde zwischen Israel und der BRD ein sogenanntes „Wiedergutmachungsabkommen“ geschlossen. Dieser bildete die Basis für eine umfassende politische, ökonomische und miltärische Beziehung.
[bearbeiten] Kritik an der israelischen Politik
Der Staat Israel ist im Ausland und so auch in Deutschland regelmäßig Gegenstand von Kritik aus verschiedenen politischen Lagern. Der jüdische Staat diskriminiere andere Menschen und bestrafe sie in Kollektiv-Verantwortung, praktiziere "Gezielte Tötungen" ohne Gerichtsverfahren, lasse für jeden getöteten Israeli zehn Libanesen umbringen und ganze Stadtviertel in Schutt und Asche legen.[1] Gegenstand der Kritik an Israel ist auch die Aufteilung des Trinkwassers. Da Israel alle Grundwasserspeicher westlich des Jordans, den Tiberias-See und weitgehend auch den Jordan und seine Zuflüsse kontrolliert, sind die palästinensischen Orte von der Wasserzufuhr Israels abhängig. Das führt u.a. dazu, das 40% des für den Gazastreifen zugeteilten Wassers die 6000 jüdischen Siedler erhalten, während die restlichen 60% an die rund 1 Million dort lebenden Palästinäser verteilt wird. [2]
[bearbeiten] Video
1. Die Eiserne Mauer (Mr. Obama: "Tear Down This Wall") - 2. Mit offenen Karten - Palästina / Israel
[bearbeiten] Israel lässt Zuwanderer erschießen
Nach Geheimabkommen mit Ägypten wurden Dutzende Zuwanderer aus Afrika auf der Flucht nach Israel erschossen. Mindestens 33 Migranten aus Schwarzafrika hat die ägyptische Polizei seit Mitte 2007 beim Fluchtversuch nach Israel erschossen, darunter eine schwangere Frau und ein siebenjähriges Mädchen.
"Tausende wurden aufgegriffen, viele verschwanden später spurlos, anderen wurde der Prozess vor einem Militärgericht gemacht und Hunderte gegen geltendes Uno-Flüchtlingsrecht zwangsweise in ihre Heimatländer abgeschoben. In einem neuen Bericht wirft HRW Ägypten und Israel schwere Menschenrechtsverletzungen vor.
Die ersten Toten an dieser Grenze gab es nur wenige Tage nach einem Treffen zwischen Ägyptens Präsident Hosni Mubarak und Israels Premier Ehud Olmert im Sommer 2007. Bei diesen Gesprächen wurde auch das Flüchtlingsproblem angeschnitten. Die ägyptischen Behörden dementierten später aber, dass es ein Abkommen gebe.
In Ägypten leben geschätzte ein bis vier Millionen Migranten, die große Mehrheit von ihnen Sudanesen. Seit 2006 haben über 13.000 Flüchtlinge und Asylsuchende versucht, die Grenze zu Israel illegal zu überqueren."[3]
[bearbeiten] Friedensplan der arabischen und islamischen Staaten
Der sogenannte arabische Friedensplan von 2002 besagt: "57 arabische und islamische Staaten werden diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen und ihre Beziehungen normalisieren, wenn es einen vollständigen Friedensvertrag gibt und die Besatzung beendet wird. Der Kontrakt sieht unter anderem einen Rückzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten vor."[4]
[bearbeiten] Fußnoten
- ^ «Gewaltpolitik»: Mitglied des Zentralrats kritisiert Israel 08.08.2006
- ^ Kein Wasser für die Palästinenser
- ^ Ägypten und Israel verletzen Menschenrechte von Flüchtlingen, 12.11.2008
- ^ Arabischer Friedensplan als Anzeige in israelischen Zeitungen, Deutschlandradio Kultur, 20. November 2008
[bearbeiten] Verweise
- Mekka entgegen - Muss ein Indianer das Existenzrecht der Vereinigten Staaten anerkennen?, Uri Avnery, 16.02.2007
- 'Wenn Arafat noch am Leben wäre …' - Wie starb Arafat? Wurde er ermordet? Wenn ja, von wem?, Uri Avnery, 27.01.2007
[bearbeiten] Siehe auch
- Chronologie der Gewalt in Israel (132–1943)
- Chronologie der Gewalt in Israel (1944–1946)
- Chronologie der Gewalt in Israel (1947)
- Chronologie der Gewalt in Israel (1948)
- Chronologie der Gewalt in Israel (1948–2010)
- UN-Resolution 242 (22.11.1967)
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