Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland

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Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland waren für die nationalsozialistische Führung ein Grund, ihre Politik gegenüber den Juden in Deutschland zu verschärfen. Auf die jüdischen Boykottaufrufe weltweit folgten die Boykotte jüdischer Geschäfte im ganzen Reich.

Diese jüdischen Kriegserklärungen rechtfertigten nach Ansicht des renommierten Historikers Ernst Noltes, „daß Hitler die Juden als Kriegsgefangene … behandeln und internieren durfte.“ In gleicher Weise wurden z.B. die Wolgadeutschen in der Sowjetunion, Deutsche und Deutschamerikaner, Italiener und Japaner in den USA interniert (siehe Deutsche Zivilisten in Lagern der Alliierten).

Schon 1932, während der Weimarer Republik, erklärte der Präsident der Jüdischen Weltliga Bernard Lecache in Paris:

„Deutschland ist unser Staatsfeind Nummer eins. Es ist unsere Sache, ihm erbarmungslos den Krieg zu erklären.“

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Seit der Machtergreifung

Am 12. März 1933 kündigte der Amerikanische Jüdische Kongress eine massive Protestveranstaltung im Madison Square Garden für den 27. März an. Zu der Zeit rief der Befehlshaber der jüdischen Kriegsveteranen zu einem amerikanischen Boykott gegen deutsche Waren auf. In der Zwischenzeit, am 23. März, protestierten 20.000 Juden vor dem Rathaus in New York, als Massenversammlungen vor den Vertretungen des Norddeutschen Lloyd und der Hamburg-Amerika-Schiffahrtslinie abgehalten und Boykotts gegen deutsche Waren durch Läden und Geschäfte in New York verlangt wurden. Laut dem Londoner Daily Express vom 24. März 1933 hatten die Juden bereits ihren Boykott gegen Deutschland und seine gewählte Regierung begonnen. Die Überschrift war "Judäa erklärt Deutschland den Krieg - Juden der ganzen Welt vereinigen sich - Boykott von deutschen Waren - Massendemonstrationen". Der Artikel beschrieb den kommenden "Heiligen Krieg" und fuhr fort, die Juden der Welt aufzufordern, deutsche Waren zu boykottieren und bei Massendemonstrationen gegen deutsche Wirtschaftsinteressen mitzumachen. Laut The Daily Express:

"Ganz Israel in der ganzen Welt vereinigt sich, um einen wirtschaftlichen und finanziellen Krieg gegen Deutschland zu erklären. Das Erscheinen des Hakenkreuzes als Symbol des neuen Deutschlands hat das alte Kriegssymbol von Juda zu neuem Leben erweckt. Vierzehn Millionen Juden, die über die ganze Welt verstreut sind, stehen zusammen wie ein Mann, um den deutschen Verfolgern ihrer Mitgläubigen den Krieg zu erklären. Der jüdische Großhändler wird sein Haus verlassen, der Bankier sein Geschäft, der Bettler seine bescheidene Hütte, um dem heiligen Krieg gegen Hitlers Volk beizutreten."[1] Der Daily Express schrieb, daß Deutschland "nun mit einem internationalen Boykott seines Handels, seiner Finanzen und seiner Industrie konfrontiert ist.... In London, New York, Paris und Warschau sind jüdische Geschäftsleute vereinigt, auf einen wirtschaftlichen Kreuzzug zu gehen." Der Artikel besagte, daß "weltweite Vorbereitungen getroffen werden, um Protestdemonstrationen zu organisieren" und berichtete, daß "die alte und wiedervereinigte Nation Israels sich mit neuen und modernen Waffen ausrüstet in dem uralten Kampf gegen ihre Verfolger."

Die nächste jüdische Kriegserklärung wurde im August 1933 von dem Präsidenten der "International Jewish Federation to combat Hitlerite Oppression of Jewish", Samuel Untermayer, ausgesprochen. Darin heißt es: "Dieser jetzt beschlossene Krieg gegen Deutschland ist ein heiliger Krieg. Er muß gegen Deutschland bis zu seinem Ende, bis zu seiner Vernichtung, geführt werden."[2]

Der Rabbiner und Zionistenführer Wladimir Jabotinsky appellierte im Januar 1934 in einer jüdischen Zeitung: „Seit Monaten wird der Kampf gegen Deutschland von jeder jüdischen Gemeinde, auf jeder Konferenz, auf jedem Kongreß, in allen Gewerkschaften und von jedem einzelnen Juden auf der ganzen Welt geführt. Wir werden einen geistigen und einen materiellen Krieg der ganzen Welt entfachen. [...] Unsere jüdischen Interessen verlangen die vollständige Vernichtung Deutschlands." “[3]

Am 27. Juli 1935 sagte Wladimir Jabotinski in "The Jewish Daily Bulletin": "Es gibt nur eine Macht, die wirklich zählt, das ist die Macht des politischen Druckes. Wir Juden sind die mächtigste Nation auf der Welt, weil wir die Macht besitzen und anzuwenden verstehen."[4]

In The Youngstown Jewish Times vom 16. April 1936 wird Deutschland die Vernichtung prophezeit: „Nach dem nächsten Krieg wird es nicht mehr ein Deutschland geben. Auf ein von Paris gegebenes Signal werden Frankreich und Belgien, sowie die Völker der Tschechoslowakei, sich in Bewegung setzen, um den deutschen Koloß in einen tödlichen Zangengriff zu nehmen. Sie werden Preußen und Bayern voneinander trennen und das Leben in diesen Staaten zerschlagen.“[5]

Mehrmals ist in der renommierten Zeitung American Hebrew von der Ausrottung Deutschlands die Rede: „Die Völker werden zu der notwendigen Einsicht kommen, daß Nazideutschland verdient, aus der Völkerfamilie ausgerottet zu werden.“[6]

„Der mit Will Eili, Eili Triumph over Horst Wessel? überschriebene Artikel eines Joseph Trimble endet mit der blutrünstigen Ankündigung eines vom jüdischen Ministerpräsidenten Frankreichs, Blum, vom jüdischen Kriegsminister Großbritanniens, Hore-Belisha, und vom jüdischen Außenminister der UdSSR Litwinow zu entfesselnden Krieges gegen Hitlers Deutschland. Dieser Krieg werde mit einem Triumph der jüdischen Koalition enden.“[7] John Trimble, laut redaktionellem Zusatz ein Nichtjude, schreibt im American Hebrew:

"And when the smoke of battle clears and trumpets no longer blare and bullets have ceased to blast, there may be presented a tableau showing the man who played God, the swastikaed Christus, being lowered none too gently, into a hole in the ground as the trio of-non-Aryan intone a ramified requiem that sounds [...] like a medley of a Marsellaise, God save the Queen and the Internationale, blending in Grand finale into a militant sound and aggressive arrangement of Eili, Eili!"[8] Eili, Eili ist ein hebräisches Lied.[9]

Der American Hebrew brachte eine schwertschwingende Judith aufs Titelblatt und drohte mit einem Rachekrieg gegen Deutschland. Alfred Rosenberg reagierte darauf im Völkischen Beobachter vom 17.7. 1938. [10] „Der American Hebrew war alles andere als ein Winkelblatt. In dem repräsentativen Organ der tonangebenden jüdischen Oberschichte in den USA schrieben führende Politiker, Meinungsmacher (Juden und Nicht-Juden) und prominente Emigranten wie Thomas Mann und Stefan Zweig.“[11]

Auf dem 25. Zionistenkongroß (16.-25. August 1939) in Genf - also noch vor dem Polenfeldzug - ruft Chaim Weizmann die Juden in aller Welt zum Kampf gegen Deutschland auf. In einem Brief von Weizmann an Chamberlain vom 29. August 1939 verlautbart Chaim Weizmann als Präsident der Jewish Agency kurz vor Kriegsausbruch: „Ich wünsche in nachdrücklichster Form die Erklärung zu bestätigen, daß wir Juden an der Seite Großbritanniens stehen und für die Demokratie kämpfen werden.“ Wenige Tage nach erfolgter britischer Kriegserklärung an Deutschland, am 5. 9. 1939, bot der damalige Zionistenführer Chaim Weizmann der britischen Regierung (Chamberlain) 20.000 Mann zur Verwendung im Nahen Osten und insgesamt eine Armee von 100.000 Juden an, als Kämpfer gegen Deutschland: "Ich wünsche nachdrücklich die Erklärung zu bestätigen, daß wir Juden an der Seite Großbritanniens und für die Demokratie kämpfen werden. [...] Die jüdische Vertretung ist bereit, sofort ein Abkommen zu schließen, um alle menschliche jüdische Kraft, ihre Hilfsmittel und ihre Fähigkeiten nützlich gegen Deutschland einzusetzen." schrieb die "World Chronicle" und die "Jewish World Chronicle" am 5.9. 1939, sowie auch die "Times".[12]

Das "Centralblad voor Israeliten in Nederland" schrieb am 13. 9. 1939: "Millionen von Juden in Amerika, England, Frankreich, Afrika und Palästina sind entschlossen, den Ausrottungskrieg gegen Deutschland zu tragen, bis zu dessen totaler Vernichtung."[13]

Das offizielle Organ der zionistischen Vereinigung Belgiens, "L´ avenier Juif", Nr. 191, vom 16. Februar 1940 proklamierte das "jüdische Jahrhundert" und erhob folgenden Anspruch auf die Weltherrschaft: "Am Ende des gegenwärtigen Krieges wird man sagen können, daß alle Straßen nach Jerusalem führen. Es wird kein einziges Problem in Mittel- und Osteuropa geben, welches ohne Jerusalem gelöst werden kann und ohne daß Palästina es gebilligt hätte."[14]

Die kanadische Zeitung "Evening Telegram", Toronto schrieb am 26.2.1940: "Der jüdische Weltkongreß steht seit sieben Jahren mit Deutschland im Krieg."[15]

Der "Jüdische Weltkongress" (Maurice Perlzweig), British Section bestätigte am 26.2.1940: "Der jüdische Weltkongress befindet sich seit sieben Jahren ununterbrochen im Krieg mit Deutschland."[16]

Der Rabbiner Stephan S. Wise meinte am 8. Mai 1940: "Dieser Krieg ist unser Geschäft"[17]

Am 8. Oktober 1942 schrieb die jüdische Zeitschrift "The Sentinel" in Chicago: "Der Zweite Weltkrieg wird geführt, um die wesentlichen Prinzipien des Judentums zu verteidigen."[18]

[bearbeiten] Boykottaufrufe als Kriegserklärung

Ein Führungsmitglied des American Jewish Congress erklärte am 13. März 1933 mit Blick auf die Wirtschaftskrise, in der Deutschland sich noch befand:[19]

Ein bellum judaicum bedeutet für Deutschland Boykott, Untergang und Verderben, bedeutet das Ende der deutschen Hilfsquellen und das Ende aller Hoffnungen auf den Wiederaufstieg Deutschlands.

Am 18. März beschlossen die amerikanischen Jewish War Veterans, deutsche Waren und Dienstleistungen zu boykottieren; andere Organisationen in den USA und in Großbritannien folgten. [20]

Hermann Göring sandte Mitte März einige namhafte Vertreter der deutschen Juden nach London, wo sie gegen geplante antideutsche Initiativen protestieren sollten. Zudem telegrafierten Kurt Blumenfeld, Präsident der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, und Julius Brodnitz, Präsident des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, am 26. März an das American Jewish Committee in New York City: Man protestiere gegen antideutsche Demonstrationen und Rundfunksendungen und verlange energische Bemühungen, solche Aktionen zu unterbinden. Damit erhofften sie sich, die Nationalsozialisten zu beschwichtigen und von ihren Plänen abzubringen.

Die meisten jüdischen Organisationen in den USA waren gegen Massendemonstrationen und Wirtschaftssanktionen gegen Deutschland. Sie wollten die US-Regierung damit nicht in Zugzwang bringen. Doch am 27. März folgte der American Jewish Congress den Jewish War Veterans mit landesweiten Protesten in mehreren Großstädten der USA. Auch Kirchen- und Gewerkschaftsführer beteiligten sich daran. Am 27. März gab es gleichzeitig Demonstrationen im Madison Garden, in Chicago, Boston, Philadelphia, Baltimore, Cleveland und 70 anderen Orten. Die Massenversammlung in New York wurde weltweit im Rundfunk ausgestrahlt. Der Tenor war, daß das "neue Deutschland" zum Feind der jüdischen Interessen erklärt wurde und deshalb wirtschaftlich erwürgt werden müsse. Dies war bevor Hitler sich entschloß, jüdische Waren zu boykottieren. Die direkte Folge davon war, daß die deutsche Regierung am 1. April einen eintägigen Boykott jüdischer Geschäfte in Deutschland ankündigte. Der deutsche Propagandaminister, Dr. Joseph Goebbels, kündigte an, daß wenn nach dem eintägigen Boykott keine weiteren Angriffe auf Deutschland gemacht würden, der Boykott auch beendet würde. Hitler selbst reagierte auf den jüdischen Boykott und die Drohungen in einer Rede am 28. März - vier Tage nach der ursprünglichen jüdischen Kriegserklärung - in der er sagte: "Jetzt, da die einheimischen Feinde der Nation durch das Volk selbst ausgeschaltet worden sind, wird das, auf das wir lange gewartet haben, nun doch nicht eintreffen. Die kommunistischen und marxistischen Kriminellen und ihre jüdisch-intellektuellen Anstifter, die mit ihrem Kapital gerade noch rechtzeitig über die Grenze verschwunden sind, entfalten von dort aus nun eine gewissenlose, verräterische Kampagne der Agitation gegen das deutsche Volk als Ganzem."

"Der weltweite Boykott gegen Deutschland 1933 und die später aufs Ganze gehende Kriegserklärung gegen Deutschland, die von zionistischen Führern und dem Weltjudenkongreß initiiert worden sind, versetzten Hitler derart in Wut, daß er drohte, die "jüdische Rasse in Europa" zu vernichten. (...) Das Motto der Zionisten lautete: 'Rak B'Dam (Nur mit Blut bekommen wir das Land Israel)."[21]

Die Boykottbewegung gegen das Deutsche Reich erlebte nach der Reichskristallnacht im November 1938 einen erheblichen Aufschwung. Viele ausländische Unternehmen in Frankreich, Großbritannien, Jugoslawien, Kanada, den Niederlanden und den USA kündigten ihre Handelsverträge mit Deutschland. Manche deutsche Firmen büßten ein Viertel ihres Exportgeschäfts ein; auch Betriebe, die für die Rüstung von Bedeutung waren, erlitten nach Aussage des Wehrwirtschaftsstabes empfindliche Verluste. Am härtesten betroffen waren die Leder-, Textil- und Spielwarenhersteller. Deutschland war 1938 erneut in einer finanziell prekären Lage. Zum Jahresbeginn 1938 lag das offizielle staatliche Haushaltsdefizit bei zwei Milliarden Reichsmark. Die Schuldenaufnahme stieß an ihre Grenzen. Walther Bayrhoffer vom Reichsfinanzministerium fürchtete, das Reich würde zahlungsunfähig, da die Mefo-Wechsel 1938 fällig wurden.

[bearbeiten] Jüdische Kriegstreiber

Schon in Jesaja 19,2 wird die Zwietracht zwischen den Völkern herauf beschworen: "Und ich will die Ägypter aneinander hetzen, daß ein Bruder wider den andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andere, ein Reich wider das andere streiten wird."

Zionistenführer Herzl verkündete im Jahr 1897 in Basel bei einem großen Judenkongreß: "Sobald ein nichtjüdischer Staat es wagt, uns Juden Widerstand zu leisten, müssen wir in der Lage sein, sein Nachbarn zum Kriege gegen ihn zu veranlassen. [...] Als Mittel dazu werden wir die öffentliche Meinung vorschützen. Diese werden wir vorher durch die sogenannte 'achte Großmacht', die Presse in unserem Sinne bearbeiten. Mit ganz wenig Ausnahmen, die überhaupt nicht in Frage kommen, liegt die ganze Presse der Welt in unseren Händen."

Hitler selbst benannte "den jüdischen Kriegsminister Hore-Belisha" in seinen Monologen im Führerhauptquartier neben Winston Churchill, Anthony Eden und Robert Vansittart als den Hauptverantwortlichen für die britische Kriegserklärung an Deutschland.[22] Hitler zog in seiner Rede vom 30. Januar 1939 daraus die Konsequenz:

„Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Chaim Weizmann bekannte vor dem Zionistischen Weltkongreß am 08.12.1942: „Wir leugnen es nicht und wir haben keine Furcht, die Wahrheit zu bekennen, dass dieser Krieg unser Krieg ist und zur Befreiung des Judentums geführt wird.“

[bearbeiten] Deutschland als Wiedergeburt des jüdischen Erbfeindes Amalek

Das nationalistische Deutschland galt prominenten Juden, so zum Beispiel Simon Dubnow, Arthur Szyk und Raul Hilberg als Amalek. Simon Dubnow schrieb 1935 in einem Brief in Bezug auf die Nürnberger Gesetze an einen Freund, daß "wir uns jetzt in einem Krieg mit Amalek" befinden. 1941 wurde er von den Nationalsozialisten ermordet.

Der Stamm Amalek, bzw. die Amalekiter waren von jeher die erklärten Erbfeinde der Juden. Im Alten Testament heißt es über Amalek:

"Die Hand an den Thron JHWHs! Er führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind."
"Denke daran, was dir die Amalekiter taten auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt: wie sie dich unterwegs angriffen und deine Nachzügler erschlugen, all die Schwachen, ... als du müde und matt warst, und Gott nicht fürchteten."
"Denn ich will Amalek unter dem Himmel austilgen, dass man seiner nicht mehr gedenke."

Dies begründet für die Juden das Gebot, die Amalekiter auszulöschen. Die Aufforderung, Amalek „auszulöschen“, war nicht wörtlich gemeint, denn der Stamm der Amalekiter existierte zu deuteronomischer Zeit längst nicht mehr. Andererseits lehrten wichtige Rabbiner wie Maimonides und Rabbi Pinhas Halevi von Barcelona, dass es immer noch Amalekiter gäbe und mit diesen eben auch die Pflicht sich ihrer Taten zu erinnern und sie zu vernichten. Das Dritte Reich stand für viele Juden als die Reinkarnation Amaleks.

[bearbeiten] Reaktion der nationalsozialistischen Führung

Der deutsche Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels (NSDAP), erklärte am 12.10. 1934 auf einer Tagung des Gaus Groß-Berlin, die "Boykotthetzer" müssten nicht glauben, dass das Deutsche Reich wegen Devisenschwierigkeiten oder wegen des bevorstehenden Winters klein beigeben werde.

Das aufstrebende Deutschland reagierte schließlich seinerseits mit einem Boykottaufruf gegen Juden. Mit Kriegsbeginn am 1.9. 1939 wurde durch eine Polizeiverordnung für Juden im Deutschen Reich eine Ausgangssperre eingeführt. Nachdem Juden eine Unsicherheitsfaktor betreffend Sabotage oder sonstiger nachteiliger Handlungen gegen das Deutsche Reich verdächtig sein mussten, war dies in gleicher Weise eine logische Maßnahme wie die Inhaftierung japanisch- und deutschstämmiger US-Bürger in den USA.

[bearbeiten] Jüdischer Kriegseinsatz gegen Deutschland

Schätzungen zufolge waren europaweit bis zu 1,5 Millionen Juden am regulären militärischen Kampf, als auch völkerrechtswidrig als Partisanen aktiv am Krieg gegen Deutschland beteiligt.

[bearbeiten] Paramilitärischer Kampf

Die nach dem Krieg weit verbreitete Auffassung, die Juden hätten kaum Widerstand geleistet, wurde in den letzten Jahren von der historischen Forschung korrigiert. Tatsächlich war der Widerstand der Juden zumindest nach dem Beginn des Zweiten Weltkrieges verbreiteter und vielfältiger, als weithin angenommen wird.

Eines der bekannteren Beispiele dafür war der Kampf im Warschauer Ghetto vom 19. April bis zum 16. Mai 1943. Er wurde organisiert durch die jüdische Kampforganisation „ZOB“ in der Endphase der Auflösung des Ghettos durch die Nazis, als alle dort noch verbliebenen Juden in Lager, vor allem nach Treblinka verbracht werden sollten. Die Untergrundorganisation war von Kurieren, die zwischen dem „arischen“ Teil und dem abgeriegelten jüdischen Ghetto Warschaus unter lebensgefährlichen Bedingungen pendelten, nach und nach mit eingeschmuggelten Waffen, hauptsächlich Handfeuerwaffen (Gewehre, Pistolen und entsprechende Munition), Handgranaten und Sprengstoff beliefert worden. Die in verschiedenen Häusern des Ghettos kämpfenden Gruppen konnten den eindringenden Räumkommandos der SS zunächst in einem Überraschungsmoment hohe Verluste beibringen und sie in die Flucht schlagen. Daraufhin kehrte die SS mit schwerem Gerät wie Panzern und Artilleriegeschützen zurück. Trotz der Übermacht der SS konnten sich die jüdischen Widerstandsgruppen in einem etwa vier Wochen andauernden Häuserkampf halten.

Am 14. Oktober 1943 kam es zu einem von jüdisch-russischen Kriegsgefangenen angeführten Aufstand im Konzentrationslager Sobibor in Ostpolen. Dabei gelang es den Aufständischen, neun Angehörige der Wachmannschaften zu töten, bevor die gut vorbereitete Revolte bemerkt wurde. Sie weitete sich zu einem Massenaufstand der Juden aus, denen es gelang, die Tore zum Lager zu öffnen. 320 jüdische KZ-Insassen konnten fliehen. Viele von ihnen schlossen sich anschließend verschiedenen Partisanengruppen in den Wäldern an. Das Ende des Krieges überlebten nur 70 der Flüchtlinge aus Sobibor. Die Nazis gaben das Lager in Folge der Massenflucht bis Ende 1943 auf.

Europaweit waren Tausende untergetauchte Juden beteiligt am völkerrechtswidrigen Partisanenkrieg gegen die Deutschen, insbesondere in Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Italien, den Balkanstaaten und Griechenland, wo sich jüdische Partisanen meist den bestehenden Widerstandsgruppen anschlossen. In Osteuropa, vor allem im katholisch geprägten Polen, gelang es den aus den KZs und Ghettos Entkommenen eher selten, sich schon bestehenden Partisanengruppen anzuschließen, da dort oftmals auch unter NS-Gegnern antisemitische Ressentiments vorherrschten. Aufgrund dieses Umstands bildeten sich gerade in Polen stärker als in West- und Südeuropa auch eigene spezifisch jüdische Partisaneneinheiten, die trotz ihrer anfänglichen Unerfahrenheit schnell in den Ruf kamen, besonders entschlossene und motivierte Kämpfer gegen die Nazis zu sein, und die im weiteren Kriegsverlauf von der vorrückenden Roten Armee teilweise bevorzugt mit Waffen versorgt wurden. Insbesondere beim so genannten Schienenkrieg, der sich auf Anschläge und Sabotageaktionen gegen Eisenbahntransporte der deutschen Wehrmacht an die Ostfront konzentrierte, traten jüdische Partisanengruppen häufig in Erscheinung und schlugen zeitweilig erhebliche Lücken in die Kriegsinfrastruktur der Deutschen.

[bearbeiten] Militärischer Kampf gegen Deutschland

In der mit den Deutschen kollaborierenden französischen Kolonie Algerien waren es jüdische Kämpfer, die bei der Operation Fackel die als uneinnehmbar geltende Festung Algier von innen erstürmten, und damit einen entscheidenden Beitrag für die Landung der Alliierten und deren anschließenden erfolgreichen Feldzug gegen die deutsche Wehrmacht in Nordafrika leisteten.

Viele Juden, die in den 1930er Jahren und zu Beginn des Krieges vor den Nazis ins Ausland emigrieren konnten, schlossen sich während des 2. Weltkrieges den regulären Truppen der verschiedenen Alliierten an. In vielen Armeen gab es eigene jüdische Einheiten in unterschiedlichen Waffengattungen, die als Soldaten gegen Deutschland kämpften, beispielsweise die Jüdische Brigade als Teil der britischen Armee.

[bearbeiten] Nach Ende des Nationalsozialismus

Mit dem Ende von Krieg und nationalsozialistischer Herrschaft war der jüdische Deutschenhass nicht verschwunden, sondern entludt sich in "Racheaktionen" (Siehe Nakam).

Angehörige der Jüdischen Brigade formten nach dem Krieg Zellen mit dem Ziel, Offiziere der SS oder Wehrmacht, denen sie Verbrechen gegen die europäischen Juden vorwarfen, zu liquidieren. Informationen zur Durchführung dieser Racheakte wurden teils durch militärische Verbindungen erlangt, teils durch Folterung gefangener Nazis. Die so beschafften Informationen wurden benutzt, um Killerkommandos zu entsenden, in einem Versuch durch Ermordung dieser für schuldig befunden Offiziere die erlittenen Greuel an den europäischen Juden zu rächen.[23]

[bearbeiten] Rezeption nach 1945

Im Spiegel heißt es in der Nr.38/1963:

"Bekanntlich ist keine deutsche Wehrmacht, die schon Anfang Mai 1945 bedingungslos kapitulierte, als Palästina noch britisches Mandatsgebiet war, in das Territorium des heutigen Staats Israel einmarschiert, was sie aufgrund des Kriegszustandes hätte tun können. Wenn nun aber tatsächlich der Präsident des zionistischen Weltkongresses und spätere erste Präsident des Staates Israel, Weizmann, die Juden zum Kampf gegen Deutschland aufgerufen und eine Beistandserklärung des zionistischen Kongresses der britischen Regierung übermittelt hat, wie Herr Professor Hofstätter unter Berufung auf Peter Kleist ausführte, so kommt dies insofern einer Kriegserklärung an das Deutsche Reich nahe - übrigens im August 1939, also vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges.[24]

Selbst der Richter im Eichmann-Prozeß, Halevy, kam nicht umhin angesichts der Weizmann-Erklärung mitzuteilen: „Es gab tatsächlich eine Erklärung von Professor Chaim Weizmann aus dem Jahre 1939, die man als Kriegserklärung des Judentums an Deutschland verstehen konnte.“

Als gegen Kriegsende 1944/45 maßgebliche jüdische Kreise unter Führung des späteren israelischen Ministers Siegfried Moses Reparationsansprüche gegen ein besiegtes Deutschland erhoben, hieß es zur Begründung: “Jüdische Ansprüche auf Entschädigung müssen auf Anerkennung der Tatsache beruhen, dass die Juden einer seit 1933 mit Deutschland im Krieg befindlichen Nation angehören“, so die israelische Professorin Nana Sagi in ihrem Grundlagenwerk „Wiedergutmachung für Israel“ (Stuttgart 1981) auf Seite 27. Diese Resolution selbst war den Regierungen der Alliierten am 27.10.1944 vorgelegt worden.

Der hessische NPD-Aktivist Alfred Zutt wurde 2006 wegen Volksverhetzung verurteil, weil er Ministerpräsident Roland Koch dazu aufgefordert hatte, auch die jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland in den Schulbüchern zu thematisieren.[25]


[bearbeiten] Siehe auch

[bearbeiten] Einzelbelege

  1. ^ Daily Express, London, 24. März 1933
  2. ^ Durch die "New York Times" vom 7. August 1933 wurde diese Erklärung veröffentlicht; zitiert nach: "Harold Cecil Robinson, "Verdammter Antisemitismus", März 1995, Verlag Neue Visionen, CH-8116 Würenlos, S. 119
  3. ^ Wladimir Jabotinsky im Januar 1934; vgl. Carlos Baagoe: "Geburtswehen einer neuen Welt", Samisdat-Verlag, Toronto, S. 143
  4. ^ vgl. "Harold Cecil Robinson, "Verdammter Antisemitismus", S. 119
  5. ^ The Youngstown Jewish Times, 16. April 1936
  6. ^ The American Hebrew vom 30. April 1937
  7. ^ Christian Tilitzki: Die deutsche Universitätsphilosophie in der Weimarer Republik und im dritten Reich, S. 1066
  8. ^ John Trimble, zit nach Tilitzki, S.119
  9. ^ Text und englische Übersetzung
  10. ^ vgl. Tilitzki, S.119
  11. ^ Tilitzki, S.119
  12. ^ vgl. Harold Cecil Robinson: Verdammter Antisemitismus", S. 118
  13. ^ Harold Cecil Robinson "Verdammter Antisemitismus", siehe oben, S. 119
  14. ^ vgl. "Eidgenoss", Verlag-Eidgenoss, CH-8401 Winterthur, S. 12
  15. ^ vgl. Harold Cecil Robinson: "Verdammter Antisemitismus", S. 120
  16. ^ vgl. Harold Cecil Robinson: "Verdammter Antisemitismus", S.120
  17. ^ vgl. Joachim Kohln: "Die Erbschaft Moses", S. 4 und "Harold Cecil Robinson: "Verdammter Antisemitismus", S. 119
  18. ^ vgl. Harold Cecil Robinson: "Verdammter Antisemitismus", S. 119
  19. ^ Heinz Höhne: Gebt mir vier Jahre Zeit – Hitler und die Anfänge des Dritten Reiches. Ullstein Verlag, Berlin 1996, S. 110.
  20. ^ Edwin Black: The Transfer Agreement. The Dramatic Story of the Pact Between the Third Reich and Jewish Palestine. New York und London 1984, S. 10-14; Dietrich Aigner: Das Ringen um England. Das deutsch-britische Verhältnis, die öffentliche Meinung 1933-1939. Bechtle Verlag, München und Esslingen 1969, S. 221.
  21. ^ Rabbi Schwartz von den "Torah True Jews" ("New York Times" National vom 30.9. 1997, Seite A16
  22. ^ Werner Jochmann: Monologe im Führerhauptquartier, Hamburg 1980, S. 93
  23. ^ Morris Beckman, The Jewish Brigade, p. 213.
  24. ^ "Der Spiegel" (Nr. 38/1963, Hofstätter-Gespräch)
  25. ^ Kreistagsabgeordneter Zutt durch Thematisierung der Jüdischen Kriegserklärung wegen "Volksverhetzung" verurteilt

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Verweise

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