Meisner, Joachim

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Joachim Kardinal Meisner (Lebensrune.png 25. Dezember 1933 in Breslau, Niederschlesien; Todesrune.png 5. Juni 2017 in Bad Füssing) war seit 1980 Bischof von Berlin mit dem heiklen Auftrag, in der Welthauptstadt des Atheismus die politisch geteilten Gemeinden religiös zusammenzuhalten. Vom 12. Februar 1989 bis zum 28. Februar 2014 war Joachim Meisner dann Erzbischof von Köln und Metropolit der Kölner Kirchenprovinz. Als Vertreter strikt romtreuer, weitgehend traditioneller Glaubenspositionen erlebte Kardinal Meisner schon kurz nach dem Beginn des Pontifikats von Papst Franz (13. März 2013), daß auch energische Romtreue scheele Blicke aus Rom selber verursachen kann, sobald das Papstamt – mit dem Jesuiten Jorge Mario Bergoglio als Papst Franz – einem NWO-Agenten zufällt.[1]

Positionen

  • Heftige Kritik löste 2007 Kardinal Meisner mit seiner Predigt anlässlich der Eröffnung des neuen Kölner Diözesanmuseums aus. Seine Äußerung: „Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kultus im Ritualismus und die Kultur entartet“.
  • Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat im Zusammenhang mit der weltweiten Finanzkrise die „Habsucht“ der Bankmanager scharf kritisiert. Es erfülle ihn mit heiligem Zorn, wie die Banker mit dem Geld anderer Menschen umgegangen seien und uns weithin in diese Situation gebracht hätten. „Ich dachte immer, sie wären Treuhänder des Kapitals anderer Leute, daß es bei ihnen in guten Händen ist.“[2]
  • Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, kritisiert das Verhalten vieler Banker in der Finanzkrise. „Der Banker ist Treuhänder für Geld, das ihm nicht gehört und mit dem er arbeiten muß.“ Er nannte es erschütternd, daß Leute mit Dingen Handel trieben, die nicht existierten. Meisner betonte: „Menschenrechte sind Gottesrechte, und wenn man sich das klarmacht, dann kann man nicht einfach seinen Job durchziehen ohne weitere Rücksichten, gleich in welcher Branche.“[3]
  • In seiner Silvesterpredigt 2008 im Dom sagte er, von allen Religionen der Erde würden die Christen zurzeit am meisten verfolgt. Als Beispiele nannte Meisner Indien, Indonesien und den Irak. Grundsätzliche Kritik übte der katholische Geistliche am Zustand der modernen Zivilisation. Sie sei zu einer Spaßgesellschaft degradiert.[4]

Versorgungsstatus

Wie alle im Ruhestand befindlichen Kardinäle, Erzbischöfe, Bischöfe, Weihbischöfe und Domvikare – ebenso die amtierenden – erhielt Meisner aus allgemeinen Steuermitteln (nicht aus der Kirchensteuer) eine monatliche persönliche Apanage (regelmäßige finanzielle Zuwendung), obwohl der Funktionär nicht bei einer staatlichen Körperschaft beschäftigt, sondern Kirchenbeamter im Ruhestand war. Die Überweisungen kamen vom Land Nordrhein-Westfalen, das ihm zu seiner aktiven Zeit bereits vor etlichen Jahren den Betrag von 127.845 Euro pro Jahr zahlte.[5]

Familie

Meisner starb am 5. Juli 2017 im Alter von 83 Jahren während seines Urlaubs in Bad Füssing.

Ehrungen

Ehrendoktorwürde

  • 1996 Universität Breslau
  • 2005 Katholische Universität Lublin

Ehrenbürgerschaften

  • 2000 Trzebnica (dt. Trebnitz, Polen)
  • 2006 Levoča (dt. Leutschau, Slowakei)

Orden

  • 1998 Orden des Weißen Löwen III. Klasse der Tschechischen Republik
  • 2003 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband

Literatur

  • Hubertus Mynarek: Erster Diener Seiner Heiligkeit. Ein kritisches Portrait des Kölner Erzbischofs Joachim Meisner. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1993, ISBN 3-462-02283-0

Verweise


Fußnoten

  1. David Berger: Vatikan droht Kardinal Meisner mit Entzug der Kardinalswürde, Philosophia Perennis, 30. November 2016
  2. Finanzkrise – Kardinal Meisner kritisiert Bankmanager, express.de, 11. Dezember 2008
  3. Meisner kritisiert das Verhalten vieler Banker in der Finanzkrise, pr-inside.com, 23. Dezember 2008
  4. Kardinal Meisner hält Christentum für verfolgteste Religion der Welt, Deutschlandradio Kultur, 1. Januar 2009
  5. Insgesamt bekam die katholische Kirche im Jahr 2010 von den Bundesländern mehr als 190 Millionen Euro für die höhergestellten Kirchenfunktionäre. Zahlen aus: Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen. Wie der Staat die Kirchen finanziert (2010), S. 75–79