Juden

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Als Juden (hebr. יהודים, transliteriert Jehudim) bezeichnet man die Angehörigen der jüdischen Volks- und Religionsgemeinschaft (→ Judentum). Sie sind fast über alle Länder der Welt zerstreut, ca. 13 bis 15 Millionen Menschen; etwa die Hälfte davon lebt heute in Israel.

Das deutsche Wort „Jude“ ist abgeleitet von dem Königreich Juda (bis 587 v Chr.), der späteren Provinz Judäa. Der Begriff wurde zunächst nur von Nichtjuden verwendet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wer ist Jude?

Wer Jude ist, ist nach traditioneller jüdischer Auffassung leicht zu bestimmen: jede Person, die eine jüdische Mutter hat.[1][2] Jude kann somit auch sein, wer vor 10 oder mehr Generationen eine Jüdin in der mütterlichen Linie als Vorfahrin hatte. Unerheblich ist dabei, ob sich der Betreffende zum Judentum bekennt oder nicht. Es ist auch unerheblich, ob der Betreffende beschnitten ist und ob die Speisegesetze eingehalten werden. Kein Jude hingegen ist, wer sich lediglich zum mosaischen Glauben bekennt, ohne eine jüdische Mutter zu haben. Die Mutter wiederum ist nur dann Jüdin, wenn ihre Mutter wiederum Jüdin war und so weiter und so fort.

Unerheblich ist es, ob der Vater Jude ist. Beispielsweise wäre Michel Friedmans Kind kein Jude, wäre nicht die Mutter von Friedmans Kindern zum Judentum übergetreten.

Dieses Beispiel veranschaulicht: es gibt noch eine zweite Möglichkeit, Jude zu werden. Nämlich einen gültige Gijur. Damit der Gijur gültig ist, muss er von einem Rabbi gutgeheißen werden.

[Bearbeiten] Problematik der mütterlichen Linie

Folgt man Experten wie Poliak, Sand, Koestler oder Benjamin Freedman[3], so ist ein Großteil derjenigen, welche sich für Juden halten, nicht jüdisch. Und zwar, so Sand, Friedman oder von Kutschera, weil die Ostjuden größtenteils Nachkommen der Chasaren, eines ursprünglich nicht jüdischen Stammes sind. Folgt man der mütterlichen Linie trifft man stets auf eine nicht jüdische Chasarin. Es ist wenig wahrscheinlich, dass diese frühmittelalterlichen nichtjüdischen Chasarinen allesamt einen gültgen Gijur absolvierten. Somit sind nach klassischer jüdischer Auffassung all diese sogenannten Ostjuden, die sich auch selbst für Juden halten oder sich als solche ausgeben, keine Juden.

[Bearbeiten] Juden in Deutschland

Geographische Verteilung der Juden
Staat/Region jüdische Bevölkerung
Nordamerika ca. 6.100.000
Vereinigte Staaten 5.671.000
Kanada 371.000
Latein- bzw. Südamerika über 450.000
Argentinien 250.000
Brasilien 130.000
Mexiko 45.000 bis 50.000
Israel[4] 5.300.000
Türkei 30.000
Asien (ohne Israel, Russland und die Türkei) ca. 70.000
davon der Iran 20.405
Europa < 2.000.000
Frankreich 600.000
GUS-Länder[5] 400.000
davon Rußland[5] 230.000
davon die Ukraine[6] 105.000
Vereinigtes Königreich[7] 267.000
Deutschland[8] 107.000
Italien 30.000
Schweiz[9] 17.914
Österreich[10] ca. 15.000
Südafrika 106.000
Australien 100.000
gesamt 14.000.000
„In Deutschland sollen im Januar 1933 522.700 Juden gelebt haben; diese zusammen mit den 16.600 Juden der Saar, des Memelgebietes und Danzigs ergeben eine Gesamtzahl von 539.30036. Bis zum Dezember 1939 emigrierten 281.900 Juden aus dem Altreich, 13.000 aus den Gebieten Saar, Memel und Danzig, während eine weitere Verminderung von 38.400 durch Geburtendefizite eintrat. Demnach verblieben Ende 1939 noch 206.000 in Deutschland (Altreich). Die Emigranten setzten sich hauptsächlich aus den jüngeren Jahrgängen zusammen, die Älteren blieben meistens zurück.“[11]

In der BRD halten sich derzeit ca. 105.000 Juden auf. Die Juden entsprechen somit 0,125% der Gesamtbevölkerung der BRD.

[Bearbeiten] Das jüdische Volk

Die Juden machen offiziell etwa 0,2 % der Weltbevölkerung aus. Sie bilden ein Gemisch auf Basis der vorderasiatischen und der orientalischen Rasse (siehe auch: jüdische Rasse). Da die beiden Hauptgruppen der Juden getrennte Wanderwege einschlugen, nahmen sie jeweils andere Volksteile in sich auf.

Unter ihnen sind die negroiden, die semitischen wie hethitischen und phönizischen, die chasarischen und andere Grundtypen heute noch zu unterscheiden. Sie bilden gleichsam den rasselosen Bodensatz alter untergegangener Kulturvölker. Daran ändert der Umstand nichts, daß im Laufe der Jahrtausende dieses rasselose Gemisch durch strenge Inzucht sich zu einem neuen Typus erhärten konnte, der den Charakter einer neuen Rasse inne haben könnte. Die Aufnahme fremder Rassenteile war jedoch nie so stark, daß sich das jüdische Volk nicht in ihren „Wirtsländern“ deutlich als eigene Gruppe abhoben.

Der Publizist und Verleger Theodor Fritsch (1852-1933) beschrieb die Juden in seinem Werk Der falsche Gott als eine „typische Entartungsrasse, das entmenschte Menschentum.“ Sie seien „hinsichtlich der sittlichen Fähigkeiten auf dem Nullpunkt angelangt, wo es ein weiteres Sinken nicht mehr gibt. Darum ist auch der jüdische Typus der einzige, der in dem Verfalls- und Verwesungsprozeß der Völker keinen Schaden leidet, weil er selbst schon die Verwesung in Permanenz darstellt.“

Die Südjuden („Sefardim“; ca. 10% der Juden) haben ein eher orientalisches Aussehen, und waren hauptsächlich in Nordafrika, Portugal, Spanien, Italien und auf dem Balkan zu finden, nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine Einreisewelle nach Palästina. Die Südjuden haben mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in früherer Zeit westische, hamitsche, nordische und einige negride Rassenteile aufgenommen.[12]

Bei den Ostjuden („Aschkenasim“) tritt das vorderasiatische Erscheinungsbild hervor. Jedoch haben sie bereits in ihrer alte Heimat nordische, hamitsche und negride, in Osteuropa ostbaltische, ostische und inneraisatische Rassenteile aufgenommen.[12] Der Begriff Ostjude wurde unter anderem von den relativ stark assimilierten Juden in Deutschland verwandt, die sich gegen den Zuzug von orthodoxen Juden aus Polen, Rußland und den östlichen Teilen der K&K-Monarchie bzw. ihrer Nachfolgestaaten richteten. Die Ostjuden sind nicht nur eine Religionsgemeinschaft, sondern eine völkische Sondergruppe, die sich durch die jiddische Sprache, eigener Tracht und Sitte, früher auch eigene politische Verwaltung und Organisation, von ihrer Umwelt abgrenzt. Der Geburtenüberschuß seit Anfang des 20. Jahrhunderts brachte eine massenhafte Auswanderung nach Nordamerika.[13] Einen ebenfalls hohen Anteil der Ostjuden ist durch die jüdisch-zionisische Einwanderung in Palästina zu verzeichnen. Im Deutschen Reich hatte die Ostjudeneinwanderung nach dem Ersten Weltkrieg die Judenfrage verschärft.

Die jüdische Bevölkerungszahl vor dem Zweiten Weltkrieg wird allgemein mit ca. 15,6 Millionen angegeben[14][15][16] und nach dem Weltkrieg mit ca. 15,5 Millionen.[17][18][19] Die jüdische Weltbevölkerung blieb zwischen 1930-1947 etwa konstant. Demnach kann die Zahl der Holocaust-Opfer nicht größer gewesen sein als der hypothetische Bevölkerungswachstum während dieses Zeitraums. Die Baseler Nachrichten vom 13. Juni 1946 schrieb dazu:

„...Eines ist schon heute sicher: Die Behauptung, dass diese Zahl 5-6 Millionen beträgt ist unwahr. Die Zahl der jüdischen Opfer kann sich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegen, weil gar nicht mehr für Hitler und Himmler »greifbar« waren. Es ist aber anzunehmen und zu hoffen, dass die entgültige Verlustziffer des jüdischen Volkes sogar noch unter dieser Zahl liegen wird...“[20]

Bereits 1945 gab World Alamanach die Zahl der jüdische Weltbevölkerung mit 15,19 Millionen an. In der Ausgabe von 1949 steigt nachträglich die jüdische Weltbevölkerung vor dem Krieg um 900.000 und die Zahl für nach dem Krieg nimmt um 4,5 Millionen ab. Gründe für diese drastischen Änderungen wurden nicht genannt.

Angaben des World Almanach Ausgabe 1948 Ausgabe 1955
Jüdische Bevölkerung in Nordamerika 4.971.261 5.222.000
Jüdische Bevölkerung in Südamerika 226.958 638.030
Jüdische Bevölkerung in Europa 9.372.666 3.424.150
Jüdische Bevölkerung in Asien 572.930 1.609.520
Jüdische Bevölkerung in Afrika 542.869 675.500
Jüdische Bevölkerung in Ozeanien 26.954 58.250
Jüdische Bevölkerung weltweit 15.753.638 11.627.450
Angaben des World Almanach Ausgabe 1947 Ausgabe 1949
Jüdische Weltbevölkerung 1939 15,7 Mio.[21] 16,6 Mio.
Jüdische Weltbevölkerung 1947 15,7 Mio.[22] 11,2 Mio.
Differenz ±0 -5,4 Mio.

[Bearbeiten] Rassenmerkmale

Die Juden in Europa sind mit einer mittleren Körperhöhe nach Untersuchungen in den 1920/39er Jahren des männlichen Geschlechts zwischen 1,626 m[23] und 1,63 m durchschnittlich klein.[24] Das Wachstum der Juden scheint im allgemeinen früher abgeschlossen zu sein als das der europäischen Völker, mindestens das der nordwesteuropäischen Bevölkerungen. Die verhältnismäßig geringe Körperhöhe ist bedingt durch die geringe Beinlänge der Juden. Der russisch-französische Anthropologe Joseph Deniker machte auf die im jüdischen Volk verbreitete Schmalbrüstigkeit aufmerksam, einer „Kleinheit des Brustumfangs“[25], ebenso sprach der Gynäkologe Carl Heinrich Stratz von einem flachen Brustkasten vieler Juden.[26] Ein schwach entwickelter Brustkorb, der ein durch Umwelt und Tätigkeit bis zu einem gewissen Grade beeinflußbares Merkmal darstellt, und verhältnismäßig kurze Arme ergeben jedes für sich und noch mehr beide zusammen die verhältnismäßig geringe Spannweite (Klasterweite), die man innerhalb verschiedener Judengruppen festgestellt hat.

Joseph Stratz spricht zudem von einem Vorkommen krummer Beine, von „schwachen Waden“ vieler Juden spricht H. Schaaffhausen.[27]

Bei Jüdinnen tritt oft ein besonders breites Becken auf, dessen ziemlich plötzlich einsetzendes Breitenwachstum zwischen etwa dem 15. und 18 Lebensjahr besonders auffällt.[28] In den 1910er Jahren wurde ein durchschnittlich früherer Menstruationszeitpunkt bei den jüdischen Mädchen sowohl auf dem Lande als auch in der Stadt verzeichnet.[29]

Eine bestimmten Erbanlagen zugeschriebene Neigung zum Fettansatz (besonders auf Nacken und Schultern) und Beleibtheit im Allgemeinen tritt oft bei Juden auf. Stärkere Fettauflagerung sind jedoch nur bei übbiger Lebensweise zu verzeichnen.[29]

Die überwiegende Mehrheit der Juden ist kurzköpfig, neigt aber eher zur Mittelköpfigkeit (ca. 50%). Die Lippen sind meist wulstiger als bei den abendländischen Völkern. Die Unterlippe hängt dabei sehr oft über. Oft erscheinen die beiden Augenlider wie verdickt und das Oberlid wirkt besonders schwer. So würde der „verstohlene Blick“ entstehen, der oft als sinnlich-brütend oder lauernd gedeutet wird. Das Gesicht trägt so den Ausdruck von Müdig- bzw. Schläfrigkeit und Anspannung. Die Kennzeichnung des „jüdischen Blickes“ deutet Hans F. K. Günther nicht als eine Schilderung leiblicher Merkmale, sondern zu einer des seelischen Ausdrucks. Der populäre englische Anthropologe John Beddoe spricht von einem „Ausdruck nachdenklicher Weichheit mit einem Anflug von Bedauern oder gelegentlich von Ängstlichkeit.“[30]

Der jüdische Schauspieler Adrien Brody ist vor allem wegen seines markanten Erscheinungsbildes bekannt. Seine Nase hat das Profil der „Judennase“ bzw. „6er-Nase“.

Im jüdischen Volk scheinen fleischige Ohrmuscheln häufiger zu sein.[27] Die besonders bei Männern anzutreffenden großen Ohren, die besonders stark im Kindesalter abstehen, wurden neben der „Judennase“ (auch „6er-Nase“ genannt) zu den typischen jüdischen Rassemerkmalen erhoben.

Die „Judennase“ ist weltweit das bekannteste rassische Merkmal der Juden, obwohl diese bei den Juden seltener auftritt, als gemeinhin bekannt.[31] Der jüdische Forscher Joseph Jacobs charakterisierte eine hakenförmige, nach unten gebogene Nasenspitze und und aufwärtsgezogene Nasenflügel.[32] So entstehe, von der Seite ausgesehen, die Gestalt einer 6 mit nach oben verlängertem Strich. Auch Mischlinge oder als solche untypischen Juden würden eine kennzeichnende weiche Gestaltung der Nasenflügel haben. Diese Judennase ähnelt stark der Nase der Vorderasiatische Rasse. Daher ähnelt sie auch der Nase der Dinarischen Rasse. Während die dinarische Nase mehr aus dem Gesicht herausspringt, hängt die vorderasiatische Nase mehr heraus. Bei den Ostjuden tritt die Judennase selten auf.

Ausschnitt der Startseite einer jüdischen Partnervermittlung. Rothaarige Frauen werden zuweilen auch als Idealtypus stilisiert.

Die Hautfarbe der Juden ist durchschnittlich dunkler als bei den abendländischen und nordwesteuropäischen Völker. Die Haut ist bei Juden und Judenmischlingen oft gleichsam unbelebt gelblich-matt.

Die Körper- und Baartbehaarung der Juden ist - vor allem wegen des dominanten vorderaistaischen Einschlags im jüdischen Volk - im allgemeinen sehr stark. Die Juden neigen zu krauswolligem bzw. negriden Bartwuchs. Bezeichnend ist die vielfach dunkle, blauschwarz erscheinende rasierte Bartfläche der Wangen der jüdischen Männer. Die Augenbrauen sind oft dicht behaart und über der Nasenwurzel zusammengewachsen. Die Haarfarben liegen zwischen Braun und Schwarz. Im Jahr 1918 veröffentlichte der italienische Historiker und Rassenforscher Livio Livi sein umfangreiches Werk Gli Ebrei alla luce della statistica, nachdem die Blond- und Rothaarigen bei nordosteuropäischen Judengruppen 12-25 %, bei galizischen 23,2-25,5 %, bei badischen 15,1 %, bei italienischen Judengruppen 7,5-11,8 %, bei südeuroppäischen Judengruppen 6-12 %, bei türkischen 6,9 %, bei Judengruppen im Kaukasus 4%, in Nordamerika 11,3 % darstellen.[33]

Verhälnismäßig häufig sind unter den Juden die Rothaarigen vertreten. Russische Judengegner beschrieben Juden in ihrer Propaganda immer als rothaarige Menschen. Der aus dem jüdisch-galizischen Milieu stammende Joseph Roth setzte in seinem Roman Tarabas der „jüdischen Rothaarigkeit“ in Rußland ein literarisches Denkmal. Rothaarige Frauen werden zuweilen auch als Idealtypus stilisiert.

[Bearbeiten] Charakterliche Eigenschaften

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Der Jude gilt seit jeher als sehr wortgewandt und listenreich. Dies prädestiniert ihn zum Händlertum. Auf Grund seiner relativ hohen Intelligenz ist er in der Lage, sich an nahezu jede Umgebung anzupassen. Das dem Deutschen so ureigene Heimatgefühl ist ihm indes vollkommen fremd ( → Wurzelloser Kosmopolit). Ist die eine Umgebung für ihn ungünstig, so zieht er mühelos an einen anderen Ort und kann sich dort innerhalb kürzester Zeit an die neuen Gegebenheiten anpassen. Die neuen Eigenarten des Wirtsvolkes werden dann rasch adaptiert. Darüberhinaus stellen Fremdsprachen für ihn kein Problem dar. Eine solche wird, wenn nötig, in einer erstaunlichen Lernfähigkeit angenommen. Eigen ist ihm eine scheinbare Gegenwartentrücktheit. Er lebt in einer eigenen Phantasiewelt, die mit der Wirklichkeit selten etwas gemein hat. Diese Fähigkeit macht ihn zum geborenen Schauspieler in Theater und Film, aber auch schriftstellerisch werden diese Fähigkeiten oft umgesetzt, wie sich z.B. in den phantastischen Geschichten eines Franz Kafka zeigt. Über der Solidarität mit dem Wirtsvolk steht ihm immer das Bekenntnis zur Zugehörigkeit zu seinem eigenen Volk, das sich vorrangig im jüdischen Rassegedanken äußert.[34]

[Bearbeiten] Geschichte

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[Bearbeiten] Neuzeit

[Bearbeiten] Gleichstellung unter der Aufklärung

Gabriel Riesser, Politiker, Jurist, Kämpfer für die rechtliche Gleichstellung der Juden, Mitglied des Tempeldirektoriums des Israelitischen Tempels in der Poolstraße in Hamburg

Die Aufklärung seit dem 18. Jahrhundert führte das Judentum in eine neue Epoche. Einer der einflußreichsten Aufklärungsphilosophen zu dieser Zeit war Moses Mendelssohn (1729 bis 1768), ein im strengen mitteralterlich-talmudistsichen (Talmudismus) Geist erzogener Jude. Die zunächst politisch-geistige Emazipation der Juden nahm gegen Ende des 18. Jahrhunderts immer größere Dimensionen an und führte rasch zur gesellschaftlichen und politischen Emanzipation bzw. brachte die Gleichstellung mit den Bürgern des Landes. Zum Durchbruch kam diese Entwicklung durch die Französische Revolution im Jahr 1789. Verstärkt traten Juden den Freimaurer-Logen bei. Auch in Deutschland erlangten Juden die bürgerliche Gleichstellung, so in Preußen (1812) unter maßgeblicher Mitwirkung von Wilhelm von Humboldt. Humbolts Lehrer, Christian Wilhelm von Dohm, schrieb auf Moses Mendelsohns Veranlassung (der erste auf diesem Gebiete) über die Emancipation der Juden (1781) und eine französische Schrift über die Colonie von Surinam.[35]

Die Freiheitskriege brachten einige Rückschläge für die Emazipation der Juden, jedoch setzte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts die völlige Gleichstellung überall durch, außer im zaristischen Rußland.

[Bearbeiten] Reformjudentum und Auflösungserscheinungen

Der alte und starre Talmudismus löste sich immer mehr auf und es entstand ein „liberales“ Judentum (auch „Reformjudentum“), das die Schriften des Alten Testamentes und den Talmud eher geschichtlich bewerteten. Dem gegenüber stand und steht die überlieferungstreue Richtung (Orthodoxes Judentum). Außerhalb dieser beiden Richtungen entstand jedoch eine immer breitere Masse von religiös Gleichgültigen, die sich taaufen ließen und/oder Mischehen mit Nichtjuden eingingen.

[Bearbeiten] Antisemitismus, Lösung der Judenfrage

Die immer weiter schreitende Assimilation der Juden brachte ein allmähliches Aufgehen. Sie glichen sich zwar in sehr starkem Maße an, verloren aber nicht ihre in einer 2000jährigen Geschichte festgehaltenen Wesensart. So führte dieser Weg nicht zu der beabsichtigten Eindeutschung der Juden, sondern zu einer fortschreitenden Veränderung der Wirtschaft und Politik, des Schrifttums und der Kunst, überhaupt fast aller Bereiche des nationalen Lebens und wurde so zu einer Gefahr für das völkische Eigenleben des deutschen Volkes. Dieses Phänomen wurde umgangssprachlich auch „Verjudung“ genannt.

[Bearbeiten] Sklavenhandel

Der Sklavenhandel lag in jüdischen Händen. Sklavenschiffe brachten in der größten Deportation der Weltgeschichte mindestens 13 Millionen Menschen von Afrika nach Amerika ... In Afrika wurden ganze Regionen entvölkert. Mit dem „schwarzen Holocaust“ befassen sich Historiker wie beispielsweise Tony Martin.

Der Handel mit schwarzen Sklaven wurde durch ein königliches Monopol geregelt und die Juden wurden oftmals zu königlichen Verkaufsagenten ernannt. ... Juden waren die größten Schiffsausrüster für Sklavenschiffe in der karibischen Region. Dort lag das Sklaven-Schiff-Gewerbe hauptsächlich in jüdischen Händen. ... Die Schiffe gehörten nicht nur Juden, sondern wurden auch von Juden bemannt und segelten unter dem Kommando von jüdischen Kapitänen.[36]

Die älteste Erwähnung verkaufter und gekaufter Menschen steht im 5. Buch Mose im 15. Kapitel. Dort wird berichtet, daß schon vor mehr als 3200 Jahren die Juden den Menschenhandel kannten. Die Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit hat gezeigt, daß der Sklavenhandel von Juden im größten Maß getätigt wurde, und dass er geradezu eine Spezialität der Juden war und ist.[37]

[Bearbeiten] Galerie

Juden im Berliner Scheunenviertel (30er Jahre):

[Bearbeiten] Zitate

  • „Wir, das jüdische Volk, kontrollieren Amerika, und die Amerikaner wissen das.“ – Ariel Sharon, israelischer Premierminister im Radiosender Kol Yisrael, 3.10.2001
  • „Es ist durchaus nicht an dem, als machten wir den Juden zum alleinigen Hauptschuldigen an der deutschen Geistes- und Wirtschaftskatastrophe. Wir kennen alle die anderen Ursachen, die zum Verfall unseres Volkes führten. Aber wir haben auch den Mut, seine Rolle in diesem Prozeß zu erkennen und beim Namen zu nennen.“ – Joseph Goebbels, auf dem Reichsparteitag 1933
  • „Die Juden sind nichts als ein unwissendes und barbarisches Volk, das seit langer Zeit die schmutzigste Habsucht mit dem verabscheuungswürdigsten Aberglauben und dem unauslöschlichsten Hasse gegen alle Völker verbindet, bei denen sie geduldet werden und an denen sie sich bereichern.“ – Voltaire, in Bd. XXV. S. 462. Dictionnaire philosophique.
  • „Der Jude ist der plastische Dämon im Zerfall der Völker.“ – Richard Wagner, dt. Komponist
  • „Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinauf, unter Männern, die jeden Gedanken kirchlicher Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuths mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: ‚Die Juden sind unser Unglück!‘“ [38]
  • „Alle Mittel sind den Juden gleich, sobald es darauf ankommt, zu verdienen. Im Feldzug von 1812 waren die Juden die Spione, die von beiden Teilen besoldet wurden und die beide Teile verrieten ... Es ist sehr selten, daß die Polizei einen Diebstahl entdeckt, in welchem nicht ein Jude als Mitschuldiger oder als Hehler verwickelt wäre.“
  • „Denn sie [die Juden] leugnen ja so sehr, wie sie lügen, und wo sie uns Christen heimlich fluchen, giften oder Schaden tun können, des machen sie sich kein Gewissen.“[39]
  • „Sie sind eitel Diebe und Räuber, die täglich nicht einen Bissen essen noch einen Faden am Leibe tragen, den sie uns nicht gestohlen und geraubt hätten durch ihren verdammten Wucher, leben also täglich von eitel Diebstahl und Raub mit Weib und Kind, als Erzdiebe und Landräuber, in aller unbußfertigen Selbstsicherheit. Denn ein Wucherer ist ein Erzdieb und Landräuber, der billig am Galgen siebenmal höher als andere Diebe hängen sollte.“ [39]
  • „Es mögen wohl unter ihnen sein, die da glauben, was die Kühe oder Gänse glauben, doch hängt ihnen allen das Geblüt an. Daher gibt man ihnen oft in den Historien Schuld, daß sie die Brunnen vergiftet, Kinder gestohlen und zerpfriemt haben. Sie sagen wohl nein dazu. Aber, es sei oder nicht, do weiß ich wohl, daß am vollen, ganzen, bereiten Willen bei ihnen nichts fehlt, wenn sie mit der Tat, heimlich oder offenbar, dazu kommen könnten. Des versieh dich gewißlich und richte dich danach!“ [39]
  • Tun sie aber etwas Gutes, so wisse, daß es nicht aus Liebe noch dir zugute geschieht, sondern weil sie Raum haben müssen, bei uns zu wohnen, müssen sie aus Not etwas tun, aber das Herz bleibt und ist, wie ich gesagt habe.“ [39]
  • „Trau' keinem Fuchs auf grüner Heid' Und keinem Jud' bei seinem Eid!“ [39]
  • „Da sagte Jesus [zu den Juden]: ‚Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr nicht fähig seid, mein Wort zu hören. Ihr stammt aus dem Teufel als Vater und wollte nach den Gelüsten eures Vaters tun. Dieser war ein Menschenmörder von Anbeginn; er steht nicht in der Wahrheit, weil in ihm nicht Wahrheit ist. Wenn er die Lüge sagt, so sagt er sie aus dem, was ihm eigen ist; denn ein Lügner ist er und Vater von ihr. Mir aber, der ich die Wahrheit rede, glaubt ihr nicht. Wer von euch kann mich einer Sünde zeihen? Wenn ich Wahrheit verkünde, warum glaubt ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, hört auf Gottes Wort; deshalb hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.‘“ [40]

[Bearbeiten] Deutsche Sprichwörter über die Juden

  • Die größte Lüg' Erzählt der Jüd', Er sei der Welt, Von Gott erwählt. (Norddeutschland)
  • Die Juden haben die Lüge in die Welt gebracht. (Deutschland)
  • Ihr glaubt der König regiert die Welt? Nein, nur Judenlug' und Judengeld. (Deutschland)
  • Besch..... Werk und gute Wort' / Seynd ärger da Diebstahl und Mordt. / Willst so mit Wort nit beschissen sein, / So laß ins Huus kein Juden rein. (Alter deutscher Reim)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Video

Konrad Adenauer über die Macht der Juden



Ausschnitte aus einem Interview mit Muhammad Yousef' Adas,
ehemaliger Berater der UNESCO, das auf Al-Rafidein TV am 25. April 2009 gesendet wurde.[41]

[Bearbeiten] Verweise

Bitte beachten Sie auch den Warnhinweis zu den aufgeführten Verweisen!

[Bearbeiten] Fußnoten

  1. In der angelsächsischen Wikipedia findet sich eine sehr akkurate Darlegung der Problematik und insbesondere der Notwendigkeit der Matrilinearität
  2. Radio Islam: Wer ist Jude?
  3. Wenn sich Experten wie Historiker dazu äußern, so stets in dem Sinne, daß die Chasaren die Vorfahren der Ostjuden waren und eben keine "echten" Juden. Auch Sebastian Haffner geht in "Anmerkungen" zu Hitler wie selbstverständlich davon aus. Allerdings gilt das Thematisieren des Sachverhaltes nicht als come il faut und kann, wenn es im akademischen Umfeld geschieht, leicht den Lehrstuhl bedrohen. Daher wird der Sachverhalt heute von emeritierten oder unkündbaren Lehrstuhlinhabern häufiger vertreten als von kündbaren.
  4. etwa 76 % der Bevölkerung Israels
  5. 5,0 5,1 Gebiet der ehemaligen Sowjetunion; russische Volkszählung 2002; andere Schätzungen deutlich höher (bis 1 Mio.)
  6. Volkszählung 2001
  7. Volkszählung 2001
  8. Angaben des statistischen Bundesamtes für die Jahre 2004 bis 2007, Quelle: Zentralrat der Juden in Deutschland
  9. http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/dienstleistungen/publikationen_statistik/publikationskatalog.Document.50514.pdf Eidgenössische Volkszählung, 2001]
  10. Ariel Muzicant: Österreich ist anders. 12. Mai 2005. In: Der Standard, 4. Mai 2005; bei der Volkszählung von 2001 bekannten sich jedoch nur 8.140 Juden zu ihrem Glauben
  11. Walter Sanning: Die Auflösung des osteuropäischen Judentums, S. 175 (PDF-Datei)
  12. 12,0 12,1 Der Neue Brockhaus – Allbuch in vier Bänden und einem Atlas (2. Band), F. A. Brockhaus / Leipzig 1937, Seite 542
  13. über 70% der Juden in den USA sind Ostjuden
  14. The National Council of Churches, USA 1930: 15,3 Millionen
  15. Jewish Enzyclopedia, USA 1933: 15,6 Millionen
  16. World Almanach 1939: 15,6 Millionen
  17. World Almanach 1945: 15,19 Millionen
  18. World Almanach 1947: 15,75 Millionen
  19. Erhebungen jüdischer Oranisationen weltweit für 1947: 15,6-18,7 Millionen
  20. Basler Nachrichten 1946: Wie hoch ist die Zahl der jüdischen Opfer (PDF-Datei)
  21. Rundungsfehler des World Almanach. Es müßte 15,8 Mio. heißen.
  22. Rundungsfehler des World Almanach. Es müßte 15,8 Mio. heißen.
  23. Pittard: Les Races et l'Histoire, 1924, Seite 428; zitiert in Günther: Rassenkunde des jüdischen Volkes, 1930, Seite 212
  24. Hans Günther, Rassenkunde des jüdischen Volkes, J. F. Lehmanns Verlag, München 1930; Seite 212
  25. Joseph Deniker: The races of man - an outline of anthropology and ethnography (Les races et les peuples de la terre ), 1900, Seite 424
  26. Carl Heinrich Stratz: Was sind Juden? Eine ethnographisch-anthropologische Studie, Verlag F. Tempsky (Wien) und Verlag G. Freytag (Leipzig), 1903, Seite 19
  27. 27,0 27,1 H. Schaffhausen, ‘Die Physiognomik’, Archiv für Anthropologie 17, 1888, Seite 337
  28. Hans Günther, Rassenkunde des jüdischen Volkes, J. F. Lehmanns Verlag, München 1930; Seite 215
  29. 29,0 29,1 Teilhaber: Beiträge zur jüdischen Rassenfrage, Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden, 1910, Seite 44
  30. John Beddoe: On the Physical Characteristics of the Jews, 1861, Transactions of the Enthnological Society of London, New Series (Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland), Seite 22
  31. Hans Günther: Rassenkunde des jüdischen Volkes, J. F. Lehmanns Verlag, München 1930; Seite 219
  32. Joseph Jacob: On the Racial Characteristics of Modern Jews, 1886 (Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland)
  33. Livio Livi: Gli Ebrei alla luce della statistica, Bd. I, Firenze 1918/1919, Seite 77
  34. vgl: Henry Ford: "Der internationale Jude"
  35. Von der Decken - Ekkehart, Bd.: 5, Von der Decken - Ekkehart, Leipzig, 1877
  36. Seymour B. Lipman, New World Jewry 1493-1825: Requiem for the Forgotten (KTAV, New York, 1982)
  37. Johannes P. Ney: Der Sklavenhandel, eine Spezialität der Juden (PDF-Datei)
  38. Treitschke: Ein Wort über unser Judenthum] (PDF-Datei). 1880. S. 4]
  39. 39,0 39,1 39,2 39,3 39,4 in: Von den Juden und ihren Lügen)
  40. Johannes-Evangelium  8, 43–47
  41. Al-Rafidein TV ist ein irakischer Sender, der vor allem aus Kairo, Ägypten, sendet, über den Satelliten-Kanal Nilesat 102.
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