Rüdiger, Jutta
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Jutta Rüdiger (* 14. Juni 1910 in Berlin, † 13. März 2001 in Bad Reichenhall) war eine deutsche Psychologin und von 1937 bis 1945 Reichsreferentin des Bund Deutscher Mädel (BDM).
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[bearbeiten] Leben
Jutta Rüdiger litt mit ihrer Familie bereits 1923 während der Ruhrbesetzung durch die Franzosenherrschaft. Dadurch beschäftigte sie sich schon als junges Mädchen mit der deutschen Geschichte und setzte sich ein für die Wahrheit über Deutschland. Sie besuchte daher die ersten Kundgebungen von Adolf Hitler und in ihr wuchs die Einsicht, daß nur unter dessen Führung eine Befreiung ihres Vaterlandes ermöglicht werden könne.
Die gebürtige Berlinerin studierte in Würzburg Psychologie und promovierte mit Auszeichnungen (magnacum laude). Rüdiger war von 1933 bis 1935 Fachpsychologin und Assistentin am Institut fur Arbeits- und Berufsforschung der Rheinprovinz in Düsseldorf. 1933 wechselte sie vom ANSt zum BDM, erst als Schar-, dann als Ringführerin. 1934 bekam sie die Leitung der Abteilung für weltanschauliche Schulung und Kultur des BDM-Gaus Düsseldorf, danach des Obergaues Ruhr-Niederrhein. Ab 1935 durchlief Jutta Rüdiger die westlichen Dienststellen von der unteren bis zur höchsten Stufe. Im Juni 1935 wurde sie Stabsleiterin im Obergau Ruhr-Niederrhein, im Oktober 1935 Obergauführerin und ab Oktober 1936 Inspektionsbeauftragte in der Reichsjugendführung. 1937 wurde sie Sonderbeauftragte der Reichsreferentin und trat in die NSDAP ein. 1937 übernahm sie im Alter von 27 Jahren die Führung der größten Mädelorganisation Deutschlands.
- „Die schwerste und…schönste Verpflichtung, die unserer Mädelgemeinschaft gegeben wurde, ist Trägerin und Hüterin der Weltanschauung zu sein, die unser Volk frei und glücklich gemacht hat, deutsche Art und deutsches Blut weiterzugeben an kommende Generationen…Das BDM-Mädel muß sich mit den Fragen der Rasse und des Blutes auseinandersetzen und soll wissen um die Kämpfe des Volkstums und der Wirtschaft um aus diesem Wissen heraus bereit zu sein zum letzten Einsatz…“[1]
Im Jahr 1938 hatte sie als Erweiterung der Jugenderziehung gemeinsam mit Reichsjugendführer Baldur von Schirach das „BDM-Werk Glaube und Schönheit“ ins Leben gerufen. Auf der Gründungsveranstaltung des Europäischen Jugendverbandes in Wien im September 1942 wurde Jutta Rüdiger zur Präsidentin gewählt.
- "Die Aufgabe unseres Mädelbundes ist, Mädel zu Glaubensträgerinnen Nationalsozialistischer Weltanschauung zu erziehen. Mädel, die eine Harmonie bilden von Körper, Seele und Geist, die durch die Gesundheit des Körpers und die Ausgeglichenheit ihres Wesens jene Schönheit verkörpern, die offenbart, daß der Mensch eine Schöpfung des Allmächtigen ist. Wir wollen Mädel formen, die stolz sind, damit sie einmal Kämpfer zum Schicksalsgefährten erwählen. Wir wollen Mädel, die bedingungslos an Deutschland und den Führer glauben und diesen Glauben einst in das Herz ihrer Kinder legen; dann wird der Nationalsozialismus und dadurch Deutschland für immer bestehen."[2]
Nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus und der Kapitulation im Jahre 1945 verbrachte sie zweieinhalb Jahre in amerikanischer und britischer Internierung.
1948 gründete sie eine psychologische Praxis in Düsseldorf, arbeitete als Kinder- und Jugendpsychologin. Nach Beendigung der Berufstätigkeit betrieb sie jahrelang eine publizistische Tätigkeit zur historischen Rehabilitierung des BDM.
Am Morgen des 13. März 2001 verstarb sie im Bad Reichenhaller Krankenhaus. Eine Woche zuvor hatte sie bereits einen Herzinfakt erlitten. Die ehemalige Reichsreferentin des BDM hat unermüdlich für die historische Wahrheit gekämpft, so unter anderem mit ihrer letzten Streitschrift “Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp“, einer Erwiderung auf die ZDF-Serie „Hitlers Kinder“ als eine historisch zutreffende Abrechnung mit diesem selbsternannten "Historiker".
[bearbeiten] Schriften
- Die Hitler-Jugend und ihr Selbstverständnis im Spiegel ihrer Aufgabengebiete (1983)
- Der Bund deutscher Mädel (1984)
- Der Bund Deutscher Mädel in Dokumenten (1984)
- Zur Problematik von Soldatinnen (1987)
- Die Hitler-Jugend und ihr Selbstverständnis im Spiegel ihrer Aufgabengebiete (1998)
- Ein Leben für die Jugend, Mädelführerin im Dritten Reich (1999)
- Hitlers Kinder antworten Prof. Guido Knopp (2001)
[bearbeiten] Dokumentationen
- Ich diente der Jugend (1999)
- Hering, Schilde: Das BDM-Werk Glaube und Schönheit (2000), ISBN 3-932482-37-9
- "Wir Mädel", Zeitzeugen berichten (DVD)
[bearbeiten] Verweise
- Jutta Rüdiger: Die ehemalige Reichsreferentin im "Bund Deutscher Mädel", Richtigstellung
- Ein Gespräch mit Jutta Rüdiger über den Bund Deutscher Mädel (März 2000)
