Kölner Dom

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Westansicht im Abendlicht

Der Kölner Dom (offizielle Bezeichnung Hohe Domkirche St. Peter und Maria) ist die größte deutsche und zweitgrößte Kirche des Christentums weltweit. Die 157,38 Meter hohe, römisch-katholische Kathedrale gehört zum Erzbistum Köln.

Beinahe 600 Jahre wurde am Kölner Dom gebaut

Geschichte

Der mittelalterliche Dombaumeister Gerhard hatte in Kenntnis der großartigen gotischen Kathedralen von Chartres, Amiens und Reims den Plan zum neuen Dom entworfen, der der Nachfolger des alten Hildebold-Doms von 870 werden sollte. 1322 wurde der Chor geweiht, 1410 erreichte der Südturm das zweite Geschoß, der aufsitzende Baukran blieb über Jahrhunderte Wahrzeichen Kölns.

1560 wurde die gesamte Bautätigkeit eingestellt, der architektonische Geschmack hatte sich geändert, und die Kölner, seit gut 200 Jahren freie reichsstädtische Bürger, hatten für den Weiterbau der Rumpfkirche nichts mehr übrig.

Erst der Kunstsammler Sulpiz Boisserée entfachte Anfang des 19. Jahrhunderts das öffentliche Interesse am Kölner Sakralbau, der Publizist Joseph Görres verfasste einen Aufruf an alle Deutsche, den Kölner Dom als Nationaldenkmal zu vollenden. 1814 wurde der Fassadenplan des Doms in Darmstadt wiederentdeckt, wenige Jahre später begann der preußische Staat am Dom mit Renovierungsarbeiten.

Die endgültige Fertigstellung der zweitgrößten christlichen Kirche ist wesentlich dem preußischen Königshaus zu verdanken. Friedrich Wilhelm IV. setzte sich nachhaltig für den Weiterbau ein und griff tief in die eigene königliche Schatulle. Aus allen Teilen Deutschlands flossen Spenden nach Köln, und am 4. September 1842 legte der Monarch den Grundstein zum Weiterbau, fast 600 Jahre nach der ersten Grundsteinlegung 1248.

1880 war der Kölner Dom endlich fertiggestellt und konnte am 15. Oktober im Beisein von Kaiser Wilhelm I. geweiht werden. Mit den seitdem vollendeten Türmen bietet der Dom die höchste Doppelturmfassade weltweit. Von 1880 bis 1884 war das gewaltige Bauwerk zudem das höchste Gebäude auf der Erde.

Literatur

  • Der Dom zu Köln. Von seinem Beginne bis zu seiner Vollendung. Festschrift gewidmet den Freunden und Gönnern aus Anlass der Vollendung vom Vorstande des Central-Dombauvereins (1880) (PDF-Datei)
  • Franz Bock: Der Kunst- und Reliquienschatz des Kölner Domes (1870) (PDF-Datei)

Verweise

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