Kürschner

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Pfeil 1 start metapedia.png Zu weiteren Wortbedeutungen siehe Kürschner (Auswahlseite)

Kürschner ist die Berufsbezeichnung für einen Handwerker, der Tierbälge und Felle aufbereitet und zu Kleidung oder anderen Produkten verarbeitet.

In früherer Zeit wurde ein Kürschner, der ausschließlich für einen einzigen Herrn und dessen Familie tätig war, Leibkürschner genannt, im Unterschied zum Beispiel zum Hofkürschner.

Etymologie und weitere Bezeichnungen

Die Wortherkunft ist aus dem Mittelhochdeutschen (kürsenære, kürsener in derselben Bedeutung, zu mittelhochdeutsch kursen, kürsen „Pelzrock“), aus mittellateinisch cursina, crusina, aus altrussisch korozno „mit Pelz verbrämter Mantel“, aus einer östlichen Sprache.

In einigen oberdeutschen Gegenden hießen die Kürschner auch Grauwerker. Weitere Bezeichnungen im deutschen Sprachgebiet waren: Kirschner, Kurschner, Wildwerker, Bundmacher, Buntschaff, Corsenwerchte und Rauchfellarbeiter. Die latinisierte Berufsbezeichnung ist Pellio.

In Niedersachsen sagte man Körsner. Diese Bezeichnung entstand aus dem veralteten Wort Kursen, das Pelz oder Pelzfutter bedeutet und auf mittellateinisch Crusina, Crosina lautete. Aus Kursener, oder Kürsener, wie dieses Wort auch geschrieben wurde, entstand durch eine zischendere Mundart das heutige Kürschner. Auf ähnliche Art hieß ein Kürschner in Niedersachsen auch Pelzer, Pilster oder Pelnesser, abgeleitet von Pelz oder auch Buntfoderer (abgeleitet von Buntfoder, das früher Grauwerk bedeutete). Eine andere Bezeichnung war Buntfütterer/Buntfutterer, abgeleitet von dem Füttern und Verbrämen der hergestellten Ware mit Fellen und da diese auch oft „bunt gemacht wurden“ oder von anderer Farbe waren, als das eigentliche Kleidungsstück, entstanden regional auch Bezeichnungen wie zum Beispiel Buntmacher (Hamburg) oder Buntwerker (Köln).

Verweise