Konzentrationslager Belzec

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Luftbild des Konzentrationslagers Belzec

Das Konzentrationslager Belzec lag im südöstlichen Teil des Bezirkes Lublin, nahe Belzec, einem kleinen Dorf an der Eisenbahnstrecke Lublin - Lviv. Die Bauarbeiten für das Lager begannen im November 1941 ca. 400 m vom Bahnhof Belzec entfernt. Das Lager befand sich auf einer relativ kleinen Fläche von ca. 275 x 265 m und war 1942 fertiggestellt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Lager wurde im Rahmen der sogenannten Aktion Reinhardt errichtet. Die Aktion erfolgte vorrangig über die Durchgangslager Belzec, Sobibor und Treblinka. Diese befanden sich abgeschieden an der östlichen Grenze des Generalgouvernements, aber bewußt in der Nähe von Eisenbahnlinien. Als zukünftiges Siedlungsgebiet war, so der Buchautor Steffen Werner in seinem Buch „Die zweite babylonische Gefangenschaft“, das südliche Gebiet Weißrutheniens vorgesehen. Arbeitsfähige Personen wurden weitgehend zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Belzec.gif

Im Lager Belzec sollen jedoch im Laufe des Bestehens über eine Million Juden mit Dieselabgasen vergast und anschließend spurlos beseitigt worden sein, wobei allein zwischen März und Dezember 1942 rund 600.000 Juden ermordet worden sein sollen.[1] Dies hätte eine tägliche Vernichtungsrate von ca. 2.500 Menschen innerhalb von 24 Stunden ohne Pause und deren gleichzeitiger spurloser Beseitigung bedeutet. Organisiert und durchgeführt auf einer Fläche von 275 x 265 Metern, auf der sich noch Gebäude und ein Holzlager befanden, hätte dies eine beachtliche Leistung bedeutet.

Die Enzyklopädie des Holocaust stellt fest:

„Belzec, Sobibor und Treblinka wurden im Rahmen der (ab Juni 1942 so genannten) Aktion Reinhard errichtet, der Mordaktion vor allem an den Juden aus dem Generalgouvernement. Diese Vernichtungslager benutzten Kohlenmonoxydgas, das durch Dieselmotore erzeugt wurde.“[2]

Der jüdische Schriftsteller Yitzhak Arad schrieb in seinem Buch, das sich auf Aussagen angeblicher Zeugen stützt:

„Am Eingang zu den Gaskammern standen zwei Ukrainer, Ivan Demianuk und Nikolai, der eine mit einer Eisenstange bewaffnet, der andere mit einem Schwert, und sie trieben mit Schlägen 200 bis 250 Menschen in eine Gaskammer von sechzehn Quadratmeter Größe. [...] Es kam vor, daß die Gaskammern zu früh geöffnet wurden und die Opfer noch lebten; dann mußte man die Türen wieder schließen. Die Motoren, welche das Gas ausstießen und in die Gaskammern leiteten, brachen manchmal auch zusammen, was den Ausrottungsvorgang hemmte. Solche Pannen ereigneten sich auch, wenn die Opfer bereits in den Gaskammern waren, und dann mußten sie viele Stunden lang ausharren, bis die Motoren repariert waren.“[3]

Kurt Gerstein, der nach dem Kriege ein in französischer Sprache abgefaßtes „Geständnis“ abgab, bevor er sich kurz darauf plötzlich und unerwartet das Leben genommen haben soll, berichtete über das Lager Belzec in besagtem „Geständnis“ so allerlei. Die Zeit zitiert daraus unter anderem unter der Überschrift „Tot nach 32 Minuten“ wie folgt:

„Nach 28 Minuten leben nur noch wenige. Endlich, nach 32 Minuten ist alles tot!“[4]

Laut Simon Wiesenthal wurden die Juden jedoch in einer Elektro-Dusche durch Strom ermordet und dann zu Seife verarbeitet.[5]

An anderer Stelle heißt es jedoch im Gegensatz dazu:

„(...) Der Fall Treblinka gleicht in vielen Details den Lagern Sobibor, Belzec, Chelmno und teilweise auch Majdanek, den anderen in Polen gelegenen angeblichen Vernichtungslagern. Auch hier haben Luftbildanalysen ergeben, daß es die bezeugten Massengräber und Verbrennungsgruben mit den damit einhergehenden Erdbewegungen nicht gegeben hat. Auch hier der gleiche bezeugte technische Unsinn, ja die Unmöglichkeiten mit Dieselvergasungen, offenen Verbrennungen auf Eisenbahnschienen mit Holz, die widersprüchlichen Zeugenaussagen (...).“[6]

Hermann Julius Höfle war „Referent für Judenangelegenheiten – Aktion Reinhardt“ in Lublin und Stellvertreter des SS-und Polizeichefs von Lublin, Odilo Globocnik. Er war es, der im Januar 1943 in einem Funkspruch vermeldete, dass bis Ende 1942 insgesamt 1.274.166 Personen nach „B.“, „S.“ und „T.“ verbracht worden waren. Auch ein anderes Schlüsseldokument über die Judendeportationen ist mit seinem Namen verbunden. Am 17. März 1943 verfasste Ernst Reuter, ein Angestellter der Abteilung Bevölkerungswesen und Fürsorge des Amtes des Generalgouverneurs des Distrikts Lublin, einen Vermerk, in dem er unter Berufung auf eine am Vortag mit Höfle geführte Unterredung festhielt:

„Mit Hstuf. Höfle vereinbarte ich für Montag, den 16. 3. 42, eine Unterredung, und zwar um 17.30 Uhr. Im Laufe der Unterredung wurde von Hstuf. Höfle folgendes erklärt:
‚Es wäre zweckmäßig, die in den Distrikt Lublin kommenden Judentransporte schon auf der Abgangsstation in arbeitseinsatzfähige und nicht arbeitseinsatzfähige Juden zu unterteilen. […] Nichteinsatzfähige Juden kommen sämtlich nach Bezec [richtig: Belzec], der äußersten Grenzstation im Kreise Zamosc. […]‘
Anschließend erklärte er [Höfle], er könne täglich 4 – 5 Transporte zu 1.000 Juden mit der Zielstation Bezec aufnehmen. Diese Juden kämen über die Grenze und würden nie mehr ins Generalgouvernement zurückkehren.“

Der Wortlaut dieses Vermerks läßt keinen Spielraum für Interpretationen offen: Höfle hatte Reuter erklärt, nicht arbeitsfähige Juden würden via Belzec – das wie Sobibor im äußersten Osten Polens liegt - über die nahe Grenze deportiert, d. h. in die Ukraine. Dies belegt, daß Belzec ein Durchgangslager war. Da Höfle in seinem Funkspruch „B.“ (Belzec),„ S.“ (Sobibor) und „T.“ (Treblinka) in einem Atemzug nannte, ergibt sich daraus zwangsläufig, daß es sich auch bei Sobibor und Treblinka um Durchgangslager handelte. Hält man sich vor Augen, daß Himmler Sobibor in seinem Rundschreiben von 5. Juli 1943 ausdrücklich als „Durchgangslager“ bezeichnete und daß es im Korherr-Bericht hieß, bis Ende 1942 seien 1.274.166 Juden „durch die Lager im Generalgouvernement durchgeschleust“ worden, so fügen sich die Steine zu einem immer vollständigeren Mosaik zusammen.[7]

Hans Frank sagte nach dem Krieg vor dem Nürnberger Tribunal zur Ursache der Errichtung des Lagers Belzec:

„Einmal kam mir die Meldung, bei Belzec sei etwas los. Ich fuhr nach Belzec am anderen Tage. Globocnik zeigte mir einen Riesengraben, den er als Schutzwall aufrichtete mit vielen Tausenden Arbeitern, offenbar Juden. Ich sprach mit den einzelnen, woher sie kamen, wielange sie da wären, und er hat mir gesagt, Globocnik: Sie arbeiten jetzt hier, und wenn sie fertig sind – sie sind aus dem Reich oder irgendwoher aus Frankreich – dann kommen sie weiter nach dem Osten.“[8]

Kommandanten

Stellvertreter

  • SS-Untersturmführer Gottfried Schwarz, Stellvertretender Lagerkommandant ab Ende 1941

Literatur

Verweise

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Fußnoten


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