Kaiserliche Armee (HRR)

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Mit Kaiserliche Armee, Kaiserliche Truppen, kurz Kaiserliche, ab 1745 römisch-kaiserlich-königlich oder kaiserlich-königlich bezeichnete man die Soldaten des römisch-deutschen Kaisers in der Frühen Neuzeit. Die Kaiserliche Armee ist zu unterscheiden von der Reichsarmee (die „Truppen des Reiches“), die nur mit Zustimmung des Reichstages eingesetzt werden konnte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Kaiserliche Armee wurde von den Kaisern des teutschen Reiches aufgestellt. Die persönliche Truppe war mit Privilegien im ganzen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ausgestattet. Im Gegensatz zu den Territorien hatte der Kaiser u. a. das Recht, in den Reichsstädten Truppen zu werben.[1] Lediglich die Kurfürstentümer blieben für die kaiserliche Werbung der Soldaten ausgeschlossen. Alle anderen Territorien konnten die Rekrutierung nicht unterbinden. Der höchste Rang und Titel bei den Kaiserlichen war der eines Generalissimus'. Zuweilen wurden die Kaiserlichen auch im deutschen Bruderkampf von dem Erzherzogtum Österreich gegen Preußen und andere mißbräuchlich eingesetzt.

Schlachtenteilnahme

Kaiserliche Truppen (links) während des Dreißigjährigen Krieges

An folgenden Kriegen und Feldzügen nahm die Armee teil:

Der kaiserliche Feldherr und General Tilly wurde am 5. April 1632 bei der Verteidigung des Lechüberganges bei Rain verwundet.

Auflösung

Mit der Niederlegung der römisch-deutschen Kaiserwürde nach dem schändlichen Frieden von Preßburg durch Franz II. 1806 endet diese Liste. Viele der Angehörigen wurden in die k. k. Armee, die Preußische Armee und in andere deutsche Heere übernommen.

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Der Ausdruck Werbung bezeichnete vom ausgehenden Mittelalter bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts die Beschaffung von Freiwilligen (Söldnern) zum Dienst im Militär. Bis dahin hatte das Wort ausschließlich diese militärische Bedeutung, erst später setzte sich die Bedeutung im Sinne von „Reklame machen“ durch.
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