Kalter Krieg
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Mit Kalter Krieg ist die scheinbare Konfrontation der beiden Blöcke gemeint, die sich nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht herausbildete. Die ideologisch völlig gegensätzliche Koalition zwischen den VSA und der bolschewistischen Sowjetunion war jedoch schon vor Kriegsende von Meinungsverschiedenheiten geprägt. Einzig der gemeinsame Wille der Vernichtung des Deutschen Reiches und der deutschen Kultur bildete noch gemeinsame Übereinstimmung. Letzte Einigkeit demonstrierten die VSA und die Sowjetunion auf dem Nürnberger Tribunal in dessen Anschluß ein Teil der deutschen Führungselite ermordet wurde.
Nach Bildung der Bizone und er darauffolgenden sogenannten Berlinblockade der Sowjetunion brach der kalte Krieg jedoch offen aus. Einen letzten Versuch zur Lösung der Differenzen suchte die Sowjetunion 1952 mit den sogenannten Stalin-Noten, die ein wiedervereinigtes Deutschland vorschlugen. Einen Höhepunkt fand dann der kalte Krieg beim Mauerbau im Jahre 1961.
Der Historiker Karlheinz Weißmann vertritt die Ansicht, daß US-Präsident J. F. Kennedy damals schon vorher um die Mauerpläne der DDR-Führung wußte und überhaupt kein Interesse hatte, die Mauer zu verhindern. Weißmann führt weiter aus, daß der Bau der Mauer im Umfeld des Präsidenten fast mit einer gewissen Befriedigung, jedenfalls erleichtert, zur Kenntnis genommen worden sei. Konrad Adenauer musste dann im Verlauf der Berlin-Krise erfahren, wie wenig man in Washington noch bereit war, eine harte Linie gegen den Ostblock zu verfolgen und der Lösung der Deutschen Frage eine gewisse Priorität einzuräumen.
Öffentlich wurde das Bild der Ereignisse am 13 August 1961 noch lange als ein Überraschungscoup der Sowjetunion und der DDR-Führung propagiert. Willy Brandt schrieb im Februar 1959 über ein Gespräch, das er mit John Foster Dulles (damals US-Außenminister) führte. Dieser habe ihm schon zweieinhalb Jahre vor dem Mauerbau erklärt:
- “Die Russen und wir mögen uns über tausend Dinge uneinig sein. Doch über eines gibt es zwischen uns keine Meinungsverschiedenheit: Wir werden es nicht zulassen, dass ein wiedervereinigtes, bewaffnetes Deutschland im Niemandsland zwischen Ost und West umherirrt”.
Weißmann geht davon aus, daß der “kalte Krieg”, die Vorstellung, daß sich USA und Sowjetunion unversöhnlich gegenüberstanden, eine Mär ist – de facto habe es eine stillschweigende Übereinkunft gegeben und die Jalta-Ordnung habe weiterhin die Prioritäten der gemeinsamen Politik gegen Deutschland bestimmt.
Nach dem vorgeblichen Ende des Kalten Krieges durch den Zusammenbruch der Sowjetunion wird der Krieg gegen Deutschland und somit gegen die abendländische Zivilisation in Form des ursprünglichen Morgenthau-Planes in subtilerer Weise durch die Umvolkung fortgeführt.
[Bearbeiten] Quelle
- Karlheinz Weißmann in der Jungen Freiheit 33/09, S.17: "Stillschweigendes Einvernehmen"
