Kamptz, Oltwig von

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Oltwig Wilhelm Adolph Ernst von Kamptz (Lebensrune.png 21. April 1857 in Torgau; Todesrune.png 17. März 1921 in Breslau) war Kommandeur der Kaiserlichen Schutztruppe für Kamerun.

Werdegang

Kamptz trat am 1. Juli 1876 in das 4. Garde-Grenadier-Regiment ein, wurde am 14. Februar 1878 Leutnant, am 22. März 1887 Oberleutnant, am 28. Juli 1892 Hauptmann und am 24. Oktober 1893 kam er als Kompagniechef in das II. Seebataillon. Am 11. November 1895 wurde von Kamptz unter Stellung à la suite des II. Seebataillons zur Vertretung des Kommandeurs der Schutztruppe für Kamerun kommandiert, am 18. Oktober 1897 unter Ernennung zum Kommandeur zur Schutztruppe für Kamerun versetzt; 27. Januar 1900 Major; 18. April 1901 als Bataillonskommandeur in das Infanterie-Regiment Nr. 75; 2. Nov. 1904 zum IV. Bataillon 2. Feldregiments der Schutztruppe für Südwestafrika; 10. April 1906 Oberstleutnant; 1. Mai 1907 zum Stab des Infanterie-Regiments Nr. 28.

Am 19. Januar 1909 unter Verleihung des Charakters als Oberst und mit der Erlaubnis zum Tragen der Uniform der Schutztruppe für Kamerun verabschiedet, lernte von Kamptz als Führer eines Detachements von 120 Seesoldaten 1894 zum ersten Mal Kamerun kennen. In den Jahren 1896 bis 1898 führte er zur Sicherung der deutschen Besitzergreifung mehrere erfolgreiche Expeditionen gegen die Jaunde, Ikoi, Bane-Buli und Fang, um dann durch den Wute-Adamauafeldzug (Dezember 1898 bis April 1899) ein großes Stück des Hinterlandes zu erschließen und bis nach Ngaundere den Handelsweg zu öffnen.

Nachdem er auf einem Erholungsurlaub in Deutschland die Fortsetzung der begonnenen Erschließung durch eine erhebliche Vergrößerung der Truppe in die Wege geleitet und nach seiner Wiederausreise im August 1900 die Vorbereitungen der großen Tschadsee-Expedition in die Hand genommen hatte, erfolgte Ende desselben Jahres seine Rückberufung nach Deutschland, und am 18. April 1901 seine Versetzung als Bataillonskommandeur in das Infanterieregiment Nr. 75. Während des großen Aufstandes in Deutsch-Südwestafrika (→ Hereroaufstand) nahm von Kamptz 1904/05 an dem Feldzug gegen die aufständischen Hottentotten teil und wurde im Gefecht bei Narus am 17. Juni 1905 schwer verwundet.

Siehe auch

Literatur

  • Hans von Chamier-Glisczinski: Leben und Sterben um Afrika, Leipzig 1938, S. 109–134.
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