Kanada

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Canada
Kanada
Flagge
Wappen
Flagge Wappen
Wahlspruch: A Mari Usque Ad Mare (lateinisch für Von Meer zu Meer,

abgeleitet von Psalm 72,8)

Amtssprache Englisch, Französisch
Hauptstadt Ottawa
Staatsform Parlamentarische Monarchie
Regierungssystem Parlamentarische Demokratie (Westminster-System)
Staatsoberhaupt Königin Elisabeth II. vertreten durch Generalgouverneur David Johnston
Regierungschef Premierminister Justin Trudeau
Fläche 9.984.670 km²
Einwohnerzahl 35
Bevölkerungsdichte 3,6 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt $ 1.529 Mrd.
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner $ 42.210
Währung 1 Kanadischer Dollar (CAD) ([C] $) = 100 Cent
Gründung 10. Februar 1841: United Province of Canada
Unabhängigkeit 1. Juli 1867 (Dominion)
11. Dezember 1931 (Statut von Westminster)
de jure 17. April 1982 vom Vereinigten Königreich (Canada Act)
Nationalhymne O Canada
Zeitzone UTC −3,5 bis −8
Kfz-Kennzeichen CDN
ISO 3166 CA, CAN, 124
Weltnetz-TLD .ca
Telefonvorwahl +1 (siehe NANP)

Kanada (selten auch Kanadien,[1] engl. und franz. Canada) ist eine Nation in Nordamerika. Gemessen an der Fläche ist der kanadische Staat nach Rußland der zweitgrößte Staat der Erde. Im Süden sowie im Nordwesten grenzt das Land an die Vereinigten Staaten von Amerika, im Nordosten an das zu Dänemark assoziierte Grönland, im Westen an den Pazifik und im Osten an den Atlantik.

Inhaltsverzeichnis

Ethnische und kulturelle Herkunft

Von den etwa 35 Mio. Einwohnern sind ca. vier Prozent Indianer.[2] 1971 waren 95 Prozent der Kanadier europäischer Abstammung (→ Weiße). Im Jahre 2011 waren 20 % aller in Kanada Lebenden im Ausland geboren; gut 70 % dieser im Ausland Geboren waren keine englischen oder französischen Muttersprachler.[2] In zahlreichen kanadischen Großstädten wie Toronto, Ottawa, Montreal und Vancouver sowie Calgary, dessen Bürgermeister ein Mohammedaner ist, sind ca. 50 % der Einwohner im Ausland Geborene, von denen ein Großteil nicht-europäischer Herkunft ist.[3]

Das Kabinett der gegenwärtig amtierenden Regierung ist mit mehreren fremdländischen Ausländern besetzt. Der kanadische Verteidigungsminister ist Inder und der Einwanderungsminister Somali.[3]

Wie fast alle ehemals überwiegend europäisch geprägten Länder (→ Magna Europa) ist also auch Kanada von massiver Überfremdung betroffen.

Sprache

Aufgrund der Kolonialgeschichte wird in Kanada keine einheitliche Sprache, sondern je nach Region Englisch oder Französisch gesprochen. Ersteres ist dabei jedoch deutlich überwiegend, daher werden die Kanadier auch zu den Anglo-Amerikanern gezählt. Lediglich in der östlichen Provinz Quebec, die eine eigene Nation im Staat Kanada bildet,[4] und kleineren Gebieten wird französisch gesprochen. Einzelne Gruppierungen streben (vergeblich) auch die Unabhängigkeit Quebecs an.

Gebiete

Name Name (engl./frz.) Hauptstadt Amtssprache
Alberta Alberta Edmonton Englisch
Britisch-Kolumbien British Columbia (engl.) Vancouver Englisch
Manitoba Manitoba (engl.) Winnipeg Englisch
Neufundland und Labrador Newfoundland and Labrador (engl.) St. John's Englisch
Neubraunschweig New Brunswick (engl.), Nouveau-Brunswick (frz.) Fredericton Englisch, Französisch
Nordwest-Territorien Northwest Territories (engl.), Territoires du Nord-Ouest (frz.) Yellowknife Englisch, Französisch
Neuschottland Nova Scotia (engl.) Halifax Englisch
Nunavut Nunavut (engl., frz.) Iqaluit Englisch, Französisch
Ontario Ontario (engl.) Toronto Englisch
Prinz-Eduard-Insel Prince Edward Island Charlottetown Englisch
Quebec Québec (frz.) Quebec Französisch
Saskatchewan Saskatchewan (engl.) Regina Englisch
Yukon Yukon (engl., frz.) Whitehorse Englisch, Französisch

Umgang mit den Kindern der kanadischen Ureinwohner

Rassisch-kulturelle Kindertötungen

Kinder von Ureinwohnern in Kanada hatten unter dem demokratischen Staat sehr viel zu leiden. Sie wurden von der Regierung über Jahrzehnte hinweg in eigens dafür eingerichtete Indianer-Internate zwangseingewiesen und dort systematisch erniedrigt und geschlagen. Ziel der Mißhandlungen war es, sie ihrer Kultur zu berauben. Sie mußten in die weiße Gesellschaft assimiliert werden.

Vor einiger Zeit hatte eine der Betroffenen, Dorothy Alpine (69) ihre Geschichte in der westkanadischen Stadt Cranbrook der „Wahrheits- und Versöhnungskommission“ erzählt. Diese war von der kanadischen Regierung damit beauftragt worden, die Zustände in den Internatsschulen zu dokumentieren. Die sogenannte Versöhnungs-Kommission führte über den Zeitraum von sechs Jahren hinweg mehr als 6000 Interviews. Ihr Abschlußbericht legte die Ergebnisse der Arbeit vor: Eines der dunkelsten Kapitel der kanadischen Geschichte wird publik.

Laut der Kommission mußten zwischen 1883 und 1996 mehr als 150 000 Ureinwohner-Kinder, zum Beispiel der Ktunaxa-Indianer die Internate besuchen, die von der kanadischen Regierung auf Bürgerkosten eingerichtet und finanziert wurden. Sie wurden von den Kirchen betrieben. 6000 Kinder starben an den Folgen der dortigen Quälereien.

Der Kommissionsvorsitzende Justice Murray Sinclair sprach bei der Vorstellung des Berichts von einem „kulturellen Völkermord“ – eine Einschätzung, die Kanadas Oberste Richterin wenige Tage zuvor geteilt hatte.

Der Bericht skizziert ein Bild horrender Zustände: In den Schulen waren alle indianischen Sprachen verboten. Verboten waren auch kulturelle Bräuche und ebenso indianischen Feiern. Kontakt zu den Eltern respektive anderen Familienmitgliedern war unerwünscht. Die meisten Kinder durften allenfalls einmal monatlich Besuch bekommen, viele wuchsen ganz ohne ihre leibliche Familie auf. In vielen Internaten gehörten sexueller Missbrauch und physische Gewalt zum Alltag. Es wurde den Kindern teilweise danach selbst medizinische Hilfe verweigert, um die Taten zu vertuschen. Nicht wenige Ureinwohner nahmen sich später aus Scham das Leben.

Erste Entschädigungen

Die kanadische Regierung hatte sich vor 2008 zu ihrer historischen Verantwortung bekannt und sich bei den heute meist 70 Jährigen entschuldigt. Etwa 32.000 Betroffene erhielten finanzielle Entschädigung, ca. 6000 Anträge werden noch bearbeitet. Knapp drei Milliarden Dollar (!) hat die Regierung bisher an die Opfer ausgezahlt.

Von einem „kulturellen Völkermord“ aber haben die Politiker der Regierung bisher nicht gesprochen, bei einer Parlamentsdebatte in der Hauptstadt Ottawa vermied es Premierminister Stephen Harper den Ausdruck zu verwenden, er sprach einfachheitshalber von einer „kulturellen Zerstörung“. Die Kommissionschef der Versöhnungs-Kommission hat Dutzende von Empfehlungen vorgelegt, um das Verhältnis Kanadas zu seinen Ureinwohnern wieder zu verbessern. Unter anderem forderte Sinclair auch eine Erklärung von Königin Elizabeth II., in der die Urvölker endlich als Nationen innerhalb Kanadas anerkannt werden.

Streitkräfte in den Weltkriegen

Aufgrund der engen Bindungen sowohl an das britische Mutterland als auch an die VSA waren kanadische Truppen am Ersten Weltkrieg beteiligt. Während des Zweiten Weltkriegs beteiligten sie sich an der Invasion in der Normandie in Frankreich, an den Kämpfen gegen die Wehrmacht bis zur Besatzung Deutschlands.

Der am weitesten vorgerückte kanadische Militärverband, die 1st Para Bn, traf am 2. Mai 1945 in Wismar auf die Sowjets. Nach Kriegsende verblieben kanadische Kräfte in Divisionsstärke (zunächst 2nd ID, ab Juli 1945 3rd ID) bis April 1946 als Besatzungstruppen (CAOF Canadian Army Occupation Force) in vielen Standorten Deutschlands.

Überfremdung durch gesteuerte Einwanderung

Kanada gilt als klassisches Einwanderungsland. Zumeist wird in Diskussionen, die diesen Sachverhalt thematisieren, allerdings verschwiegen, daß die Zuwanderungsgpolitik – wie z. B. auch in den VSA – die längste Zeit auf rassenkundlichen Überlegungen beruhte und egalitaristischen Regelungen zur Einwanderung noch nicht allzu alt sind. Bis 2015 hinein hatte die kanadische Regierung die Zuwanderung auf jährlich maximal 250.000 Personen „beschränkt“ (allerdings ist die Zahl bis 2017 bereits auf jährlich 300.000 ausgeweitet worden, womit die Bevölkerung jährlich um einen Prozentpunkt durch zumeist fremdländische Zuwanderer wächst),[3] die eine Vielzahl von Kriterien – nach einem 1967 eingeführten Punktesystem – erfüllen müssen. Die Kriterien und die damit erreichbaren Punkte wurden im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Die letzte Änderung fand Anfang 2015 statt. Abgefragt werden berufliche Qualifikation und Berufserfahrung, Sprachkenntnisse, Alter, Gesundheitszustand, Angebote für eine Arbeitsstelle in Kanada und „Integrationsfähigkeit“. Außerdem wird von Einwanderern, die einreisen dürfen, aber noch keine Arbeitsstelle haben, der Nachweis über ausreichende Geldmittel verlangt, um sich selbst und etwaige Familienangehörige versorgen zu können. Obwohl die Auswahlkriterien für Einwanderer im Vergleich zu denen in der BRD oder der BRÖ relativ hoch sind, treten auch in Kanada zahlreiche Probleme durch Zuwanderer auf, denn wirtschaftsliberale Auswahlkriterien alleine können Überfremdungs- und Landnahmeerscheinungen nicht verhindern.[5] Weiterhin sorgen hohe Qualifikation auch nicht immer dafür, daß die Personen auch tatsächlich in ihrem Berufszweig Arbeit finden. Viele Zuwanderer arbeiten deshalb oft weit unter ihrer eigentlichen Qualifikation. Fälle von indischen Kardiologen, die als Taxifahrer arbeiten und arabischen Architekten, die Möbelläden betreiben, sind nicht selten. Ferner gilt es zu beachten, daß die relativ strengen Auswahlkriterien nicht die miteinreisenden Familienangehörigen betrifft und somit nur ein Teil der Zuwanderer tatsächlich nach den Auswahlkriterien sortiert wird.

Zitate

  • „Wir haben in Kanada keinen Identitätskern, keinen Mainstream. [Nur] Offenheit, Respekt, Mitgefühl, sowie die Bereitschaft zu harter Arbeit, zum Füreinanderdasein und zur Suche nach Gleichheit und Gerechtigkeit, ... die uns zum ersten postnationalen Staat machen.“ — Kanadas Premierminister Justin Trudeau[3]
  • Trudeau senior kalkulierte, dass eine gesteuerte Masseneinwanderung aus allen Kulturkreisen die Differenzen zwischen französisch- und englischsprachigen Kanadiern einebenen werde. Die Rechnung ging auf.“ — FAZ, 30. Juni 2017[3]
  • „Längst hat sich neben Ahornblatt und Eishockeyschläger der Polizist im Turban als Symbol einer kanadischen Nationalidentität etabliert.“ — FAZ, 30. Juni 2017[3]

Verweise

  • Eurocanadian – Netzmagazin des ›Council of European Canadians‹. Es setzt sich für die Selbstbehauptung der drei Viertel der Kanadier ein, die europäischstämmig sind, zudem gegen Genozid durch Überfremdung der Weißen-Gründung Kanada und beschränkt sich nicht auf kanadische Themen, Selbstverständnis

Literatur

Fußnoten

  1. Bibliographisches Institut Leipzig: Weltgeschichte: Bd. Mitteleuropa und Nordeuropa, 1906, S. 591
  2. 2,0 2,1 Junge Freiheit, 27/14, S. 18
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 FAZ, 30. Juni 2017, S. 3
  4. Cour suprême du Canada: Renvoi sur l’opposition du Québec à une résolution pour modifier la Constitution, [1982 2 R.C.S. 793] – „Wir müssen anerkennen, daß die beiden Völker, die Kanada gegründet haben, grundsätzlich gleich sind und dass Quebec innerhalb der kanadischen Föderation durch Sprache, Kultur und Institutionen eine eigenständige Gesellschaft bildet und alle Attribute einer deutlichen nationalen Gemeinschaft aufweist“, Original: « On devra reconnaître que les deux peuples qui ont fondé le Canada sont foncièrement égaux et que le Québec forme à l’intérieur de l’ensemble fédéral canadien une société distincte par la langue, la culture, les institutions et qui possède tous les attributs d’une communauté nationale distincte ».
  5. Junge Freiheit, 12/15, S. 7
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