Nerger, Karl-August

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Karl-August Nerger.jpg

Karl-August Nerger (Lebensrune.png 25. Februar 1875 in Rostock; Todesrune.png 12. Januar 1947 im sowjet-bolschewistischen KZ Nr. 7 Sachsenhausen) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine und der Kriegsmarine, zuletzt mit dem Charakter als Konteradmiral.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Fregattenkapitän Karl-August Nerger wird Ritter des Ordens „Pour le Mérite“

Nerger trat 1893 (Crew 93) in die Kaiserliche Marine als Seekadett ein, war 1900 als Oberleutnant zur See und Wachoffizier (WO) auf dem Kanonenboot SMS „Iltis“ (→ Ostasiatisches Kreuzergeschwader) unter Korvettenkapitän Wilhelm Lans befördert und in China während des Boxeraufstandes an der Niederkämpfung der Takuforts beteiligt.

Erster Weltkrieg

Karl-August Nerger mit dem Charakter als Kapitän zur See

Im Ersten Weltkrieg war er am 28. August 1914 als Korvettenkapitän Kommandant des einst von Thilo von Trotha befehligten Kleinen Kreuzers SMS „Stettin“ im Seegefecht bei Helgoland. Am frühen Morgen wurde sie, zusammen mit der SMS „Frauenlob“, zur Unterstützung der bedrängten deutschen Torpedoboote geschickt. Dabei kam die Stettin mit dem britischen Kreuzer HMS „Fearless“ ins Gefecht. Sie erhielt mehrere Treffer und hatte zwei Gefallene sowie neun Verwundete zu beklagen.

Nerger durchbrach er als Kommandant des Hilfskreuzers SMS „Wolf“ am 30. November 1916 unter Begleitung von SM U 66 die englische Blockade und führte dann 451 Tage gänzlich auf sich allein gestellt im Atlantik, Indischen Ozean und Pazifik erfolgreich Seekrieg. Eine Kontaktaufnahme mit der Heimat über drahtlose Telegrafie war nicht möglich, da der Gegner das Schiff somit hätte anpeilen können. Auf seiner Fahrt von 64.000 sm konnte er 36 feindliche Schiffe mit insgesamt 110.000 BRT (nach anderen Quellen 214 t) versenken. Da deren Besatzungen gefangengenommen wurden, nahm die Zahl der zu verpflegenden - und zu bewachenden - Personen stetig zu. Zuletzt waren sogar mehr Gefangene als Besatzungsmitglieder an Bord. Aufgespürt wurden die gegnerischen Schiffe von dem bordeigenen Wasserflugzeug „Wölfchen“, einem Doppeldecker der Albatros Flugzeugwerke, der vor jedem Einsatz erst zusammengebaut und anschließend wieder demontiert werden mußte.

Noch während der Unternehmung wurde ihm das Ritterkreuz des Hausordens der Hohenzollern verliehen, da aufgrund feindlicher Einkreisungsmeldungen der Verlust des Schiffes vermeintlich unmittelbar bevorstand.

Im Februar 1918 durchbrach die „Wolf“ unentdeckt erneut die englische Blockade und kehrte am 18. Februar 1918 mit 467 Kriegsgefangenen sicher in den Heimathafen Kiel zurück. In Berlin wurde die Besatzung auf ihrem Weg durch das Brandenburger Tor jubelnd gefeiert. Fregattenkapitän Nerger wurde für seine Verdienste mit dem Orden „Pour le Mérite“ ausgezeichnet. Ab Mai 1918 war Führer der Minensuchverbände der Hochseestreitkräfte.

Zwischenkriegszeit

Am 25. Juli 1919 wurde er aus der Kriegsmarine verabschiedet und erhielt den Charakter als Kapitän zur See. 1920 erreichte er den „Beamtenstatus“ als Mitarbeiter der Siemens-Schuckert-Werke. Ab 1929 war er Mitglied des Direktoriums der Siemens-Schuckertwerke, Berlin. Noch 1938 war er Prokurist der Siemens & Halske Aktiengesellschaft unter Beschränkung auf die Hauptniederlassung Berlin und die Zweigniederlassung in Wien.

Zweiter Weltkrieg

Am 19. August 1939 wurde Nerger der Charakter als Konteradmiral der Kriegsmarine verliehen, zuletzt zur Verfügung des Chefs der Marinestation der Ostsee beim OKM.

Verschleppung

Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde er am 15. August 1945 in Potsdam von der sowjetischen Besatzungsmacht als „Angehöriger der Abwehr“ (Verhaftungsgrund laut Lagerprotokoll) verhaftet und in ein sowjet-bolschewistisches KZ verschleppt. Im Speziallager Nr. 7, das die Sowjets auf dem Gelände des ehemaligen KL Sachsenhausen eingerichtet hatten, wurde er interniert. Dort verhungerte u. a. auch Heinrich George.

Tod

Konteradmiral a. D. Dr. med. h. c. Karl-August_Nerger verstarb 1947 in den Händen der Bolschewisten unter ungeklärten Umständen.

Familie

Verheiratet war Karl-August Nerger mit Marie Annine Katharine Friedrichsen (1886–1945), mit der er drei Söhne und zwei Töchter hatte. Seine Frau starb vier Wochen nach seiner Verhaftung. Sein jüngerer Bruder war Johann-Maximilian Nerger (Crew 05), im Ersten Weltkrieg Kapitänleutnant und Chef der 7. Minensuch-Halbflottille.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Nerger - SMS Wolf.jpg

Werke (Auswahl)

Verweise

Fußnoten

  1. Der Königlich Sächsische Militär-St. Heinrichs-Orden 1736-1918, Ein Ehrenblatt der Sächsischen Armee, Wilhelm und Bertha von Baensch-Stiftung, Dresden 1937, S.485
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