Schaefer, Karl-Emil

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Leutnant Schaefer

Karl-Emil Schaefer [Schäfer] (Lebensrune.png 17. Dezember 1891 in Krefeld, Preußische Rheinprovinz; Todesrune.png gefallen 5. Juni 1917 in Ypern, Westflandern, Belgien) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres, zuletzt Leutnant, Jagdflieger der Fliegertruppe und Ritter des Ordens „Pour le Mérite“ im Ersten Weltkrieg. Das Flieger-As errang vom 22. Januar 1917 bis 4. Juni 1917 30 bestätigte Luftsiege, alleine 15 im April 1917, einem für den Feind verlustreichen Monat, den die Briten vom Royal Flying Corps als „Bloody April“ (blutiger April) bezeichneten.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Die fünf erfolgreichsten Flieger der Jagdstaffel Richthofen
Von links nach rechts: Sebastian Festner (gefallen im April 1917), Karl-Emil Schäfer (gefallen im Juni 1917), Manfred von Richthofen (gefallen im April 1918), Lothar von Richthofen (abgestürzt 1922) und Kurt Wolff (gefallen im September 1917)

Emil Schäfer wurde am 17. Dezember 1891 in Krefeld geboren. Er wurde – wie sein VaterEmil gerufen, und den Nachnamen schrieben sie nicht mit „ä“ sondern „ae“ wie damals teilweise Mode. Nach dem Besuch des Gymnasiums verbrachte er seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger zunächst beim 10. Jäger-Regiment.

Erster Weltkrieg

Fliegerleutnant Karl-Emil Schaefer.jpg

Als der Erste Weltkrieg ausbrach, befand sich Schäfer in Paris, konnte aber noch rechtzeitig in das Reich zurückkehren und wurde dem Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 7 (VII. Reserve-Korps) zugeteilt.

Im September 1914 bekam er das Eiserne Kreuz II. Klasse und wurde zum Vizefeldwebel befördert, bevor er durch eine Verwundung sechs Monate ins Lazarett mußte. Im Mai 1915 nahm er seinen Dienst wieder auf.

Nach seiner Anfrage bei der noch jungen Fliegertruppe, erwarb er seine Fluglizenz und wurde am 30. Juli 1916 als Flugzeugführer an die Ostfront versetzt. Diese Einheit wurde aber schon im Januar 1917 an die Westfront verlegt. Schäfer konnte dort seinen ersten Abschuß erzielen.

Am 21. Februar 1917 kam er dann nach einer schriftlichen Anfrage zu Manfred von Richthofens Jasta 11. Bei der Jagdstaffel 11 wurde er Manfred von Richthofens bester Schüler. Hier konnte er seine Bilanz auf 22 Abschüsse erhöhen und erhielt aufgrund dessen am 26. April als Jastaführer das Kommando über die Jagdstaffel (Jasta) 28.

An diesem Tag erhielt er auch den „Pour le Mérite“ und das Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern. Später erhielt auch noch das Eiserne Kreuz I. Klasse und den Bayerischen Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern.

Fliegertod

Nachdem er seinen 30. Sieg errungen hatte, fiel er im Luftkampf am 5. Juni 1917. Um 16.05 Uhr wurde seine Albatros D.III während eines Gefechts über der belgischen Stadt Ypern in Brand geschossen. Es wurde berichtete, daß seine Maschine explodierte und die Tragflächen verloren hatte. In der Nacht fanden Max Ritter von Müller und weitere Kameraden von der Jasta 28 letztendlich die Leiche Emil Schäfers und brachte sie zunächst nach Lille. Die gestandenen Flieger waren überrascht, als sie erkannten, daß Feuer kaum eine Rolle spielte und die Tragflächen intakt waren. Keine Kugel des Feindes hatte den Körper des jungen Fliegers durchschlagen, allerdings, so berichteten sie, waren durch die Bruchlandung „alle Knochen im Körper gebrochen“.

Später wurde der Leichnam in seine Heimatstadt Krefeld überführt und dort auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. Das Grab existiert dort noch heute.

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

  • Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
    • II. Klasse im September 1914
  • Militär-Flugzeugführer-Abzeichen (Preußen)
  • Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
  • Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern
  • Pour le Mérite am 26. April 1917
  • Die Kaserne der Bundeswehr mit Flugplatz in Achum bei Bückeburg, auf dem sich heute das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum (ehemals Heeresfliegerwaffenschule) befindet, wurde 1961, nach der Übergabe des Flugplatzes durch die Briten an die Bundeswehr, nach ihm benannt.
  • Zu seinem 20. Todestag wurde eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus an der Uerdinger Straße 231 angebracht. Das Haus und die Gedenktafel existieren bis heute.
  • Die Stadt Krefeld hat eine Straße in der unmittelbaren Nähe des ehemaligen Flugplatzes von Krefeld, im heutigen Stadtteil Bockum, nach Emil Schäfer benannt.

Verweise

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